Wissen

Studie: Ausreichend Antikörper Biontech-Vakzin hilft gegen zwei Corona-Mutanten

230727669.jpg

Biontech meldet die Wirksamkeit seines Impfstoffes auch im Falle der Mutationen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Unter der zweiten Welle breitet sich bereits die dritte aus: Die Corona-Mutationen aus Südafrika und Großbritannien beunruhigen zunehmend die Experten. Die Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer legen nun aber äußerst ermutigende Studienergebnisse vor.

Der Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer wirkt einer Laborstudie zufolge auch gegen die in Großbritannien und Südafrika erstmals aufgetauchten Varianten von Sars-CoV-2. Die Daten der Studie wurden im Fachblatt "Nature Medicine" veröffentlicht. Darauf machten beide Unternehmen aufmerksam. Es habe sich im Labor gezeigt, dass das Blut von 20 mit dem Impfstoff geimpften Menschen die Schlüsselmutationen der Coronavirus-Varianten aus Großbritannien und Südafrika neutralisiere, in dem Blut also ausreichend neutralisierende Antikörper waren.

Ende Januar waren die Daten der Untersuchung von Pfizer und der University of Texas erstmals bekannt geworden. Damals hatten Biontech und Pfizer betont, die Ergebnisse deuteten nicht auf die Notwendigkeit eines neuen Impfstoffs gegen die neu auftretenden Varianten hin. Mittlerweile haben auch externe Experten die Ergebnisse begutachtet, sodass es nun zu der Veröffentlichung in dem Fachblatt "Nature Medicine" kam.

Dort heißt es unter anderem, nun brauche es klinische Daten, um noch mehr über die Wirkung des Impfstoffs gegen Virusvarianten zu lernen. Die anhaltende Weiterentwicklung von Sars-CoV-2 mache ein kontinuierliches Monitoring der Variationen und möglicher Folgen für die Effektivität von Impfstoffen nötig.

*Datenschutz
Mehr zum Thema

Die britische und südafrikanische Variante des Coronavirus gelten als ansteckender, auch in Deutschland sind sie aufgetaucht. Angesichts dessen zeigen sich manche Experten skeptisch, ob Lockerungen der Corona-Einschränkungen sinnvoll sind, auch wenn die Infektionszahlen hierzulande sinken.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa