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Studie enthüllt ZusammenhangDiese Verhaltensweisen zeigen glückliche Menschen

29.05.2026, 16:31 Uhr
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Dem Glück auf der Spur: Bei zufriedenen Menschen sind bestimmte Verhaltensweisen auffällig oft vertreten, zeigt eine aktuelle Studie. (Foto: IMAGO/Westend61)

Was macht Menschen zufrieden? Eine neue Analyse liefert Antworten und benennt sechs konkrete Verhaltensweisen, die bei glücklichen Menschen zu beobachten sind. Die Ergebnisse zeigen weltweit eine erstaunliche Ähnlichkeit.

Die Frage, was Menschen glücklich macht, treibt Forscherinnen und Forscher seit Jahrzehnten um. Ein Forschungs-Duo der University of Oxford wollte herausfinden, ob es auch einen Zusammenhang zwischen persönlichem Verhalten und Glück gibt. Und tatsächlich stießen die Forscher auf einige Verhaltensweisen, auf die das zutrifft.

Dafür hatten die Forscher Daten von rund 80.000 Menschen aus 76 Ländern weltweit erneut ausgewertet, die bereits im Jahr 2012 erhoben worden waren. Das Ergebnis: Menschen, die besonders geduldig und risikofreudig sind, die zudem stärker auf das Verhalten anderer Menschen reagieren, altruistisch und vertrauensvoll sind, gaben ein höheres Maß an Glück und Lebenszufriedenheit an. Die Studie ist im Fachmagazin "International Journal of Happiness and Development" veröffentlicht worden.

Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen konkret? Die Autoren definieren sie so:

  • Geduld: die Bereitschaft, auf einen Vorteil zu warten, statt sofort zuzugreifen.

  • Risikobereitschaft: die Bereitschaft, Unsicherheit für eine mögliche Belohnung in Kauf zu nehmen.

  • Reaktion auf das Verhalten anderer Menschen (im positiven Sinne): die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß der Erwiderung einer Gefälligkeit oder guten Tat.

  • Reaktion auf das Verhalten anderer Menschen (im negativen Sinne): die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß der Sanktionierung von negativen Handlungen anderer Menschen gegenüber sich selbst oder Dritten.

  • Altruismus: die Bereitschaft, ohne Gegenleistung zu geben.

  • Vertrauen: das Ausmaß, in dem die Beteiligten davon ausgehen, dass andere gute Absichten haben.

Was ist Ursache, was Wirkung?

Am meisten überraschte die Wissenschaftler, wie gleichmäßig das Muster über die Weltregionen verteilt war. Ob Europa, Ost- und Südasien oder Lateinamerika - die Zusammenhänge ähneln sich laut der Studie frappierend, obwohl es zwischen den Regionen teils enorme kulturelle Unterschiede gibt. Nur zwei Regionen tanzen gelegentlich aus der Reihe: In Nordamerika fallen die Zusammenhänge oft etwas stärker aus, in Subsahara-Afrika tendenziell schwächer.

Die Autoren weisen jedoch auf eine wichtige Einschränkung ihrer Studie hin: Ihre Analyse ist rein korrelativ. Sie kann zeigen, dass Eigenschaften und Wohlbefinden zusammenhängen - aber nicht, was Ursache und was Wirkung ist. Denkbar sei beides: dass etwa Geduld glücklicher macht, aber auch, dass gute Laune geduldiger und großzügiger werden lässt.

Das Ergebnis ihrer Studie deute laut den Forschern darauf hin, dass Wohlbefinden von mehr als nur materiellem Komfort abhängt. "Eine mögliche Erkenntnis für Akteure wie Unternehmen und Regierungen könnte sein, Initiativen zu fördern, die Verhaltensweisen unterstützen, um das Wohlbefinden zu steigern", schreiben sie.

Quelle: ntv.de, kst

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