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Sojus-Raketenstart geglückt Erster Weltraumstaubsauger auf Weg ins All

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Wie üblich ein erhabener Anblick: Start der russischen Sojus-Rakete in Baikonur.

(Foto: via REUTERS)

Nach mehrfacher Verschiebung zünden die Raketentriebwerke doch noch und die russische Sojus-Rakete hebt in Richtung Weltraum ab. An Bord sind unter anderem Satelliten einer deutschen Uni und eine Art Weltraumstaubsauger.

Russland hat nach zweimaliger Verschiebung 38 Satelliten aus 18 Staaten, darunter auch aus Deutschland, ins Weltall gebracht. Die Trägerrakete vom Typ Sojus 2.1a hob am Morgen vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in der zentralasiatischen Republik Kasachstan ab, wie die Moskauer Raumfahrtbehörde Roskosmos in einer Liveübertragung zeigte. Es sei alles nach Plan gelaufen, teilte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin mit.

Unter den Satelliten ist nach russischen Angaben auch ein japanischer Apparat mit dem Namen Elsa-d, der erstmals erproben soll, Schrott von ausgedienten Satelliten einzusammeln. Er diene angesichts der Unmengen von Weltraumschrott der Nachhaltigkeit im Kosmos, hieß es. Es handele sich dabei um ein sechsmonatiges Modellprojekt der japanischen Firma Astroscale, berichtet das Portal Nikkeiasia.

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Mit diesem Apparat sollen Weltraumtrümmer eingesammelt werden - zunächst aber nur testweise.

(Foto: Astroscale)

Demnach kreisen schätzungsweise 25.000 Trümmerteile früherer Satelliten und Raketen im Erdorbit - sie stellen eine Gefahr für die rund 3000 derzeit aktiven Satelliten und die Internationale Raumstation (ISS) dar. Dem Portal zufolge wird Elsa-d aber nur Übungen durchführen. So bringe der Satellit 17 Kilogramm "Testtrümmer" mit in den Weltraum, die in verschiedenen Manövern ausgesetzt und wieder eingesammelt werden sollen.

Auch Satelliten aus Deutschland an Bord

Roskosmos hatte den zunächst für Samstag geplanten Start überraschend abgesagt, dann auf Sonntag und schließlich auf den 22. März verlegt. Zu den genauen technischen Ursachen für die Verschiebung machte Roskosmos keine Angaben. Der ursprüngliche Start war 38 Minuten vor dem Termin abgesagt worden.

Die Technische Universität Berlin hat den Angaben zufolge mehrere Funksatelliten an Bord der Mission. Viele der Raumkörper aus den einzelnen Ländern, darunter aus Saudi-Arabien und Südkorea, dienen der Erderkundung und sollen Bilder und Daten von dem Planeten zu Bodenstationen senden.

Nach Darstellung von Roskosmos handelt es sich um kleinere Satelliten in unterschiedlichen Formaten mit einer Masse von bis zu 200 Kilogramm. Sie würden auf verschiedene Umlaufbahnen gebracht, hieß es. Unter den vertretenen Staaten sind auch Italien, die Niederlande, Spanien, die Slowakei, Ungarn, Brasilien, Kanada, Israel und Großbritannien.

Weiterer Raketenstart am Donnerstag

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An diesem Donnerstag soll eine Trägerrakete vom Typ Sojus 2.1b vom russischen Weltraumbahnhof Wostotschny aus 36 Satelliten des britischen Kommunikationsunternehmens Oneweb ins All bringen. Die Vorbereitungen liefen nach Plan, teilte Roskosmos mit. Die Behörde veröffentlichte mehrere Bilder von der Rakete, die am 25. März um 3.47 Uhr MEZ abheben soll.

In diesem Jahr plant Roskosmos insgesamt acht Starts für das Satellitensystem von Oneweb, das für eine bessere Internetversorgung auf der Erde sorgen soll. Das Projekt sieht eine Konstellation von Hunderten Satelliten im Weltall vor. Sie sollen ein Hochgeschwindigkeitsnetz für das Internet ermöglichen - zu Wasser, zu Land und in der Luft. Das Unternehmen hatte schon für die bisherigen Starts russische Sojus-Raketen genutzt.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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