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Negativer Trend Flüsse führen 2021 vielerorts weniger Wasser

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Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2020 war der Trend etwa am Fluss São Francisco in Brasilien negativ.

(Foto: PantherMedia / Joacy Souza)

Die Weltorganisation für Meteorologie untersucht regelmäßig die Abflussmengen von Flüssen. Für das Jahr 2021 konstatiert sie: Große Teile der Erde erleben trockenere Perioden als im langjährigen Durchschnitt. Unterdurchschnittliche Pegelstände verzeichnen etwa Regionen in Südosten Südamerikas.

Im vergangenen Jahr haben die Flüsse in großen Weltregionen weniger Wasser geführt als im langjährigen Durchschnitt. Das berichtete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in ihrem ersten Bericht über die Frischwasserreserven der Welt. Sie spricht von einem negativen Trend. 2021 hätten große Teile der Erde trockenere Perioden als im langjährigen Durchschnitt erlebt.

Die WMO untersuchte die Abflussmengen von Flüssen. Die Regionen mit unterdurchschnittlichen Abflussmengen seien 2021 doppelt so groß gewesen wie die Regionen mit überdurchschnittlichen Abflussmengen. Die Vergleichsgröße ist für das jeweilige Gebiet der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre. Für Europa sind in dem Bericht keine großen Abweichungen vom Durchschnitt angegeben. Der Klimawandel verändere den Wasserhaushalt, aber es gebe noch zu wenig Informationen über die Qualität, Menge und Verteilung der Frischwasserreserven, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

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Diese Informationen seien für eine Anpassung an den Klimawandel wichtig. Unterdurchschnittliche Abflussmengen erlebten etwa einige Regionen in Südosten Südamerikas und in den südlichen USA, sowie in Afrika die Flüsse Niger, Volta, Nil und Kongo und Regionen im Osten Russlands und in Zentralasien. Mehr Wasser floss unter anderem im Norden des nordamerikanischen Kontinents und in China am Fluss Amur. In etwa einem Drittel der weltweit untersuchten Regionen habe der Abfluss etwa auf dem Niveau des 30-Jahre-Durchschnitts gelegen.

Die WMO untersuchte auch die terrestrischen Wasserreservoire, also Wasserreserven an Land und im Boden. Verglichen mit dem Durchschnitt der Jahre 2002 bis 2020 war der Trend etwa am Fluss São Francisco in Brasilien, in Patagonien, im Südwesten der USA sowie am Oberlauf der Flüsse Ganges und Indus auf dem indischen Subkontinent negativ. Tendenziell mehr Wasser dürfte es nach dem Trend in der Region der Großen Seen im Norden der USA, im ostafrikanischen Graben und im Niger-Bassin in Afrika und in der Nordamazonas-Region geben.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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