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Bei Ausgrabungen gefundenGigantischer neuer Saurier in Thailand entdeckt

15.05.2026, 13:22 Uhr
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Eine künstlerische Darstellung des Nagatitan chaiyaphumensis. (Foto: via REUTERS)

Vor mehr als 100 Millionen Jahren lebte auf dem Gebiet des heutigen Thailand ein riesiger Dinosaurier: der Nagatitan. Forscher entdecken bei Ausgrabungen Überreste. Seine Größe verschaffte dem Tier einen entscheidenden Vorteil.

Wissenschaftler haben anhand von in Thailand ausgegrabenen Überresten eine neue Art von Langhalsdinosauriern identifiziert. Das Tier ist der größte jemals in Südostasien entdeckte Saurier, berichtet Reuters. Mit vollem Namen wird der Dinosaurier als Nagatitan chaiyaphumensis geführt. Er bewegte sich wohl vor rund 100 bis 120 Millionen Jahren auf der Erde.

Den Wissenschaftlern zufolge wog er zu Lebzeiten zwischen 25 und 28 Tonnen und war auch mehr als 27 Meter lang. Das Tier war damit ungefähr doppelt so groß wie ein Tyrannosaurus rex.

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Forscher Thitiwoot Sethapanichsakul neben einem Vorderbeinknochen des Tiers. (Foto: via REUTERS)

Der neu entdeckte Dinosaurier gehörte zur Familie der langhalsigen Pflanzenfresser. "Der Nagatitan war wahrscheinlich ein Massenfresser, der sich auf den Verzehr großer Mengen an Pflanzen konzentrierte, die kaum oder gar nicht gekaut werden mussten, wie Nadelbäume und möglicherweise Samenfarne", erklärt Thitiwoot Sethapanichsakul, Doktorand am University College London in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Scientific Report".

Kaum Fressfeinde für den Titan

Aufgrund seiner Größe hatte er offenbar kaum Fressfeinde. Das größte Raubtier des Ökosystems war ein Verwandter des riesigen afrikanischen fleischfressenden Dinosauriers Carcharodontosaurus. Dieser wog wohl rund 3,5 Tonnen und war acht Meter lang. "In voller Größe hatte der Nagatitan wahrscheinlich kaum etwas von Raubtieren zu befürchten", sagt Sethapanichsakul.

Allein aus Angst, von dem Titan erdrückt zu werden, seien sie diesem wahrscheinlich ferngeblieben. Junge, ältere oder geschwächte Tiere könnten aber zum Ziel geworden sein.

Ein Team aus thailändischen und britischen Wissenschaftlern identifizierte die Spezies anhand von Fossilien, die vor einem Jahrzehnt im Nordosten Thailands gefunden worden waren. Im Laufe der Jahre gruben die Wissenschaftler dann Wirbelsäulen-, Rippen-, Becken- und Beinknochen aus, darunter einen Knochen des Vorderbeins, den Humerus, der 1,78 Meter lang ist.

Quelle: ntv.de, lme

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