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Fleischfressender Dinosaurier "Großer Räuber" in Patagonien entdeckt

Diese sehr schnellen, geschickten Dinosaurier liefen auf zwei Beinen, hatten riesige sichelförmige Klauen und einen riesigen Appetit, dem sie ihren Namen Megaraptor verdanken: Forscher entdecken in Patagonien einen Dinosaurier aus der Familie der "Großen Räuber".

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Bilder von der Ausgrabungsstätte in Patagonien. (klicken zum Vergrößern)

(Foto: Coria, Currie/Plos One)

Während des vergangenen Jahrzehnts wurden in Südamerika in den Sedimenten aus der Oberkreide-Zeit viele neue Theropoden-Arten gefunden (Theropoden gehören zur Gruppe der Echsenbeckendinosaurier). Nun sind Wissenschaftler aus Argentinien und Kanada wieder fündig geworden: Sie haben einen bislang unbekannten fleischfressenden Dinosaurier aus der Familie der "Großen Räuber" entdeckt. Das rund 80 Millionen Jahre alte Fossil sei nach seinem Fundort in der Sierra Barrosa im argentinischen Patagonien auf den Namen Murusraptor barrosaensis getauft worden, berichtete das US-Fachmagazin "Plos One". Die Forscher erhoffen sich von dem Fund Hinweise auf die Anfänge des Megaraptor (Großer Räuber).

Diese ausgesprochen schnellen und geschickten Dinosaurier liefen auf zwei Beinen, besaßen riesige sichelförmige Klauen und waren mit einem unersättlichen Appetit ausgestattet, dem sie ihren Namen Megaraptor verdanken. Obwohl noch nicht erwachsen, ist der entdeckte Dinosaurier größer und trotzdem graziler als bekannte Exemplare des Megaraptors und in der Größe vergleichbar mit Aerosteon und Orkoraptor, so die Wissenschaftler.

Bislang "vollständigstes" Fossil dieser Art

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Schädel- und Körperrekonstruktion von Murusraptor barrosaensis. (klicken zum Vergrößern)

(Foto: Coria, Currie/Plos One)

Mit seiner vollständig erhaltenen Hirnschale und seinen ungewöhnlichen Hüftknochen ist der Murusraptor barrosaensis das bislang "vollständigste" Fossil dieser Art, wie die Hauptautoren der Studie, der argentinische Paläontologe Rodolfo Coria und der Kanadier Phillip Currie, betonen. Er war den Funden zufolge etwa sechseinhalb Meter lang.

Sie erhoffen sich von dem Fund weitere Informationen über die "Großen Räuber", einer "hochspezialisierten Gruppe der fleischfressenden Dinosaurier aus dem Mesozoikum". Bislang ist nicht einmal klar, welcher Untergruppe der theropoden Dinosaurier sie angehören, ob zu den Coelurosauriern oder den Allosauriern.

Quelle: n-tv.de, abe/AFP