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Sprühstoß als Schutz Hilft Nasenspray gegen Corona-Infektion?

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Ein Kribbeln in der Nase würde man wohl gegen das Coronavirus in Kauf nehmen.

(Foto: imago images/Westend61)

Bislang soll eine Impfung vor einem schweren Verlauf einer Covid-19-Erkrankung schützen. Stand heute ist dennoch eine Ansteckung mit dem Coronavirus möglich. Nun gibt es Hoffnung, dass sich die Sache vereinfachen lässt. Auch für Ungeimpfte. Denn ein Nasenspray soll schützen.

Der beste Schutz vor Coronaviren? Wohl Händewaschen, Abstand halten und Maske tragen. Gegen ernsthaftere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung schützt die Impfung - aber vermutlich nicht vollständig vor einer Infektion. Somit könnten auch Geimpfte das Virus weitergeben. Gerade über den Nasen-Rachen-Raum dringt es in den Körper ein - und hier wirkt die Impfung nach derzeitigem Stand nicht ganz vollständig.

Nachdem bereits frühzeitig bekannt wurde, dass Gurgeln mit Mundspülungen helfen soll, gibt es nun auch eine einfachere Möglichkeit, sich vor einer Ansteckung zu schützen: mit einem Nasenspray. So wurde kürzlich ein solches auf die Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 durch ein unabhängiges Prüflabor in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum geprüft. In der Untersuchung nach Prüfnorm wurde die Anwendung mit künstlichem Nasensekret simuliert.

Die Prüfung ergab eine Reduktion der Coronaviren von über 99,9 Prozent. Laut der Untersuchung kommt es bei einer mehrmaligen täglichen Anwendung des mineralischen Sprays zu der genannten signifikanten Reduktion aller relevanten Keime einschließlich MRSA. Das untersuchte Spray "Plasma Liquid Nasensprühgel" kann zudem auch bei Nasennebenhöhlen-Entzündungen sowie Pollenallergien verwendet werden.

Dem Hersteller zufolge ist das Produkt nebenwirkungsfrei. Laut einem Gutachten der Reproduktionstoxikologie der Universitätsklinik Ulm ist es frei von Chemie, Alkohol oder Medikamenten und wirkt rein physikalisch. Eine Ladung von 850 mV (Redoxpotenzial) bewirkt einen osmotischen Druck, dem Strukturen von Keimen nicht widerstehen können, sie werden zerstört. Dies bestätigte auch der HNO-Infektiologe Dr. med. Horst Luckhaupt gegenüber der "Zeit". Demnach sind Plasma-Liquid-Produkte wirksam gegen Viren, Bakterien, Sporen und Pilze; Infektionen und Entzündungen können damit erstklassig verhindert oder therapiert werden.

Auch die Rotalge kann punkten

In der Vergangenheit konnte bereits anhand von Untersuchungen gezeigt werden, dass auch Nasensprays mit einem Rotalgen-Wirkstoff (Carragelose) gegen das Coronavirus punkten konnte. "Ein Carragelose-haltiges Nasenspray bewirkt eine 80-prozentige relative Risikoreduktion für eine Infektion mit SARS-CoV-2", sagt Prof. Dr. Ulrich Schubert, Forscher am Virologischen Institut - Klinische und Molekulare Virologie des Universitätsklinikums Erlangen.

Diese Erkenntnis stammt aus einer argentinischen Studie mit fast 400 Teilnehmern, die täglich direkten Kontakt zu Covid-19-Erkrankten hatten. Die gleichmäßig auf zwei Gruppen aufgeteilten Probanden verwendeten drei Wochen lang entweder viermal täglich das Carragelose-Nasenspray oder ein Placebo. Das Nasenspray erwies sich, wie in allen bisherigen klinischen Studien mit Erkältungsviren, als sicher und gut verträglich. Untersuchungen im Labor belegten die antivirale Wirkung von Carragelose gegen SARS-CoV-2 in verschiedenen humanen Zellsystemen. Prof. Schubert erklärt: "Zusammen mit der klinischen Untersuchung bilden die Laborbefunde die Basis für eine solide wissenschaftliche Begründung, dass Carragelose eine deutliche Wirkung gegen SARS-CoV-2 hat."

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Das Rotalgen-Spray bildet einen Schutzfilm als physikalische Barriere auf den Zellen der Schleimhaut. So soll verhindert werden, dass sich Viren an Zellen anheften können und sich später vermehren und in den Atemwegen ausbreiten. Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene empfiehlt die Anwendung von Carragelose-basierten Nasensprays zur Prophylaxe von SARS-CoV-2-Infektionen seit Dezember 2020.

Sowohl das mineralische Gelspray als auch die Rotalgen-Produkte haben laut den Herstellern keinen Gewöhnungseffekt und keine abschwellende Wirkung.

Quelle: ntv.de, awi

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