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Rakete hebt ohne Probleme ab Indien startet zu erster Mondlandemission

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Der erste geplante Start musste wegen eines technischen Problems abgesagt werden.

(Foto: AP)

Der erste geplante Start muss nur 56 Minuten und 24 Sekunden vorher abgebrochen werden. Der zweite Versuch verläuft erfolgreicher: Die Rakete GSLV-MkIII startet in Richtung Erdtrabant. Damit beginnt die erste Mondlandemission Indiens.

Im zweiten Anlauf hat Indiens erste Mondlandemission begonnen: Die Rakete mit dem Orbiter Chandrayaan-2 startete planmäßig um 14.43 Uhr (Ortszeit, 11.13 Uhr MESZ) vom Weltraumbahnhof Satish Dhawan im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesh.

Dort versammelten sich bei leichtem Regen Tausende Schaulustige, um den Start der Trägerrakete GSLV-MkIII zu verfolgen. Außer Schülern und Würdenträgern kam auch Staatschef Ram Nath Kovind, um für die Mondmission die Daumen zu drücken. Durch sie soll Indien das vierte Land nach den USA, Russland und China werden, dem eine Mondlandung gelingt.

Ein Forschungsfahrzeug soll dann auf der Oberfläche des Erdtrabanten unter anderem nach Spuren von Wasser suchen. Indien entwickelte nahezu alle Komponenten der Rakete und ihrer Fracht selbst, die Kosten dafür waren mit umgerechnet rund 124 Millionen Euro im Vergleich zu anderen Mondprogrammen niedrig. Bei Indiens erster Mondmission im Jahr 2008 hatte die Sonde Chandrayaan-1 den Erdtrabanten lediglich umkreist, war aber nicht gelandet.

Vor einer Woche war der Raketenstart nur 56 Minuten und 24 Sekunden vorher abgebrochen worden. Medien berichteten unter Berufung auf Vertreter der indischen Weltraumbehörde Isro, es habe ein Leck in einem Heliumtank gegeben.

Quelle: n-tv.de, kpi/AFP