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Pathfinder läutete neue Ära ein Mars-Lander setzte vor 20 Jahren auf

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Hier noch in der Montagehalle: "Pathfinder" hatte den Rover "Sojourner" an Bord.

(Foto: NASA/Wikipedia/gemeinfrei)

Auf dem Mars zu landen, ist schwierig, aber mit "Pathfinder" und "Sojourner" gab es vor 20 Jahren erstmals einen Lander samt Rover auf dem Roten Planeten. Die Forschung auf seiner Oberfläche nahm seinen Anfang. Irgendwann übernimmt der Mensch.

Eigentlich sollte die Mission nur beweisen, dass die Technik funktioniert: An Bord einer Delta-II-Rakete war der Mars-Lander "Pathfinder" im Dezember 1996 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet, am 4. Juli 1997 setzte er auf dem Roten Planeten auf.

Die Technik hatte nicht nur funktioniert - der Lander "Pathfinder" arbeitete sogar dreimal so lange wie ursprünglich geplant und der mit ihm gelandete Rover "Sojourner" sogar zwölfmal so lange. 2,6 Milliarden Bits an Informationen und 16.500 Bilder vom Mars schickte "Pathfinder" bis Ende September 1997 zur Begeisterung von Wissenschaftlern zurück zur Erde. Forscher erhielten von dem Lander auch chemische Analysen von Steinen und Erde und unzählige Daten zu Wind und Wetter. Sie konnten so herausfinden, dass der Mars einst warm und nass gewesen sein musste, mit einer dichteren Atmosphäre und Wasser.

Der damalige US-Präsident Bill Clinton bezeichnete die Landung des "Pathfinder" als "neue Ära" der Mars-Forschung, die Nasa feierte die Mission als "phänomenalen" Erfolg. Auch im damals gerade populär werdenden Internet brach "Pathfinder" alle Rekorde: Millionen Menschen informierten sich online über alle Details der Mission. Was heute völlig normal scheint, war damals neu und aufregend. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sah an einem Tag so viele Nutzer auf seinen Internetseiten, wie sonst in einem ganzen Monat, auch die Nasa und der TV-Sender CNN verbuchten online Rekordnutzerzahlen.

Immer wieder Fehlschläge

"Pathfinder" war nicht die erste Mars-Mission der US-Raumfahrtbehörde Nasa, aber damals die erste seit langer Zeit. Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen der Sowjetunion Anfang der 70er Jahre, schickte die Nasa 1976 zwei "Viking"-Sonden zu dem Planeten, die auch landeten und Bilder schickten - ein Durchbruch. Danach gab es mehrere Fehlschläge.

Inzwischen aber hat man bei der Nasa aus den Erfahrungen gelernt und am Mars ist es voll geworden. Gleich mehrere Nasa-Sonden umkreisen den Planeten, dazu rollen Rover über die Oberfläche. Von den 2004 hochgeschickten Zwillingsrobotern "Spirit" und "Opportunity" ist letzterer entgegen aller Erwartungen immer noch aktiv. Zudem ist der 2012 gelandete "Curiosity"-Rover auf dem Roten Planeten. Die europäische Raumfahrtagentur Esa erlebte allerdings mit "Schiaparelli" zuletzt einen Rückschlag, der zeigt, dass eine Marslandung immer eine hochkomplexe Angelegenheit ist.

Vom Mond zum Mars

Und wie sieht die Zukunft der Mars-Erforschung aus? Für 2020 ist auf dem Roten Planeten sowohl ein Rover von Esa und Roskosmos geplant als auch einer von der Nasa. Anfang der 2030er Jahre könnten der Nasa zufolge erstmals Menschen den Himmelskörper umrunden, einige Jahre später könnte unter Umständen sogar die erste bemannte Landung stattfinden.

Zunächst aber ist der Mond das einfachere Ziel. Allein der Flug zum Mars dauert sechs Monate - damit verglichen sind die drei Tage bis zum Mond ein Kurzausflug. Doch der Trabant der Erde ist nur ein Zwischenstopp. "Der Mond ist ein netter Ort für einen Besuch, aber dort leben will man nicht. Zum Mars fliegen würde die Nasa wieder groß machen", sagte Nasa-Manager John Grunsfeld kürzlich der "New York Times".

Der Lander "Pathfinder" hatte die Erkundung des Mars vor 20 Jahren befeuert - wenn auch nur für einige Monate. Am 6. Oktober 1997 ließ er zum letzten Mal von sich hören, mit ein paar Piepsern, dann war Funkstille.

Quelle: n-tv.de, asc/dpa

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