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"Einmaliges Vorkommnis" NASA rechnet mit Einschlag auf dem Mond

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Teile von "Falcon 9" sind längst zurück auf der Erde.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Vor rund sechs Jahren startet eine SpaceX-Rakete ihre Reise ins All. Die Mission ist erfüllt, eine Rückkehr zur Erde gibt es aber nicht. Nun könnte der lange Weg zumindest eines Teils der Rakete spektakulär enden: mit einem Einschlag auf dem Mond. Die NASA ist begeistert.

Ein Teil einer SpaceX-Rakete könnte nach Berechnungen von Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde NASA Anfang März mit dem Mond zusammenstoßen. Die Flugbahn der "Falcon 9"-Raketenstufe werde derzeit beobachtet, sagte eine NASA-Sprecherin.

Die Rakete war im Dezember 2015 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und hatte das "Deep Space Climate Observatory", einen Erdbeobachtungssatelliten, ins All gebracht. Danach reichte jedoch der Treibstoff der Raketenstufe nicht aus, um zurück zur Erde zu kommen, weswegen sie seitdem im All unterwegs ist. Auf ihrer jetzigen Flugbahn werde die Raketenstufe am 4. März auf der Rückseite des Mondes einschlagen, hieß es von der NASA. Zuvor hatten mehrere US-Wissenschaftler darauf aufmerksam gemacht. Von SpaceX, der privaten Raumfahrtfirma von Elon Musk, die viel mit der NASA zusammenarbeitet, gab es auf Anfrage zunächst keine Reaktion.

"Aufregende Forschungsmöglichkeit"

Der Aufprall werde von der Sonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" nicht live beobachtet werden können, hieß es von der NASA. Es werde aber untersucht, ob danach Veränderungen auf dem Mond und ein möglicher durch den Aufprall entstandener Krater analysiert werden könnten. "Dieses einmalige Vorkommnis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar." Die Suche nach dem Krater werde eine große Herausforderung und könne Wochen oder sogar Monate dauern.

Auf den umgekehrten Weg zurück aus dem All hatte sich vergangene Woche ein anderes SpaceX-Gefährt gemacht. Ein Raumfrachter des Unternehmens startete von der Internationalen Raumstation ISS zurück zur Erde. Livebilder der NASA zeigten, wie die "Dragon"-Kapsel ihre Manövriertriebwerke zündete und abdockte. Zuvor hatten der deutsche Astronaut Matthias Maurer und die beiden amerikanischen Crew-Mitglieder Kayla Barron und Thomas Marshburn die "Dragon" mit zwei Tonnen wissenschaftlicher Ausrüstung sowie Blutproben der Besatzung beladen. Die Blutproben sollen später auf der Erde untersucht werden und Aufschluss darüber geben, wie sich Langzeitmissionen auf das menschliche Sehvermögen auswirken.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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