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Grippe und RSV treiben Welle anÜber sieben Millionen Deutsche leiden an Atemwegsinfekten

05.02.2026, 14:55 Uhr
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Taschentücher, Tee, Nasenspray: Die Erkältungswelle hat Deutschland weiter fest im Griff. (Foto: picture alliance/dpa)

Husten und Fieber bestimmen derzeit den Alltag in Deutschland: Das RKI meldet 7,4 Millionen Atemwegserkrankte. Das bekommen auch die Arztpraxen zu spüren. Sie verzeichnen deutliche Zuwächse an Patienten mit Atemwegsinfekten. Ein Virus spielt allerdings kaum mehr eine Rolle.

Deutschland steckt mitten in einer kräftigen Erkältungswelle: Schätzungsweise 7,4 Millionen Menschen leiden derzeit an einer akuten Atemwegserkrankung (ARE). Das geht aus dem aktuellen ARE-Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Die Aktivität liegt damit auf einem für die Jahreszeit hohen Niveau - und steigt weiter.

Besonders stark trifft es aktuell die Arztpraxen. Rund 1,6 Millionen Menschen suchten wegen Husten, Schnupfen oder Fieber ärztliche Hilfe. Zuwächse verzeichnete das RKI in allen Altersgruppen, besonders aber bei Schulkindern zwischen 5 und 14 Jahren. Das Muster passt zur aktuellen Erregerlage: In Proben dominieren Influenzaviren, allen voran Influenza A(H3N2). Sie machten zuletzt rund zwei Drittel der positiven Nachweise aus. Dahinter folgen gewöhnliche Erkältungscoronaviren, Rhinoviren und RSV.

Auch in den Kliniken ist die Krankheitslast immer noch spürbar, wenn auch mit leichten Entspannungssignalen, wie das RKI schreibt. Die Zahl schwerer akuter Atemwegsinfektionen (SARI) blieb demnach insgesamt auf moderatem Niveau und ging gegenüber der Vorwoche etwas zurück. Unter den stationär behandelten Fällen waren Influenza-Diagnosen weiterhin am häufigsten; RSV spielte vor allem bei kleinen Kindern eine Rolle. Covid-19 hingegen trat nur noch selten auf.

RKI empfiehlt Impfung und Schutzmaßnahmen

Ein Blick ins Abwasser bestätigt die Entwicklung: Die RSV-Viruslast nimmt zu, Influenza A bleibt erhöht, während SARS-CoV-2 auf niedrigem Niveau verharrt. Auch die Meldedaten spiegeln das Bild wider. Grippe und RSV legen zu, Corona-Fälle gehen weiter zurück. Bei den derzeit zirkulierenden SARS-CoV-2-Varianten dominieren NB.1.8.1 und XFG - ein erhöhtes Risiko sieht das RKI derzeit nicht.

Die aktuelle Krankheitslast wird also klar von Influenza und RSV getragen, nicht von Corona. Für die Bevölkerung bedeutet das vor allem eines: hohe Ansteckungsgefahr im Alltag. Das RKI empfiehlt weiterhin die bekannten Schutzmaßnahmen - Hygiene, Lüften, zu Hause bleiben bei Krankheitssymptomen - und erinnert insbesondere Risikogruppen an die Grippeschutzimpfung. Denn auch wenn der Winterkalender voranschreitet, ist die Infektsaison noch nicht vorbei.

Quelle: ntv.de, hny

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