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Mysteriöse Todesfälle bei Rügen Robbensterben beunruhigt Naturschutzamt

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Ein Experte des Deutschen Meeresmuseums untersucht eine der toten Kegelrobben.

picture alliance / Stefan Sauer/

Im Herbst sterben im Greifswalder Bodden 23 Kegelrobben. Die Population der Tiere bricht damit dramatisch ein, ihre Erholung ist ungewiss. Woran die Robben gestorben sind und wer dafür verantwortlich ist, können die Ermittler noch nicht sagen.

Der mysteriöse Tod von 23 Kegelrobben im Greifswalder Bodden hat nach Einschätzung des Bundesamtes für Naturschutz drastischere Folgen als bislang angenommen. In den Boddengewässern südlich von Rügen lebten in den Herbstmonaten der letzten Jahre bis 2016 durchschnittlich etwa 50 Tiere. Durch die Todesfälle im Herbst südlich der Küste der Rügen-Gemeinde Thiessow seien somit rund 50 Prozent der sonst üblichen Herbstpopulation in dieser Region umgekommen, sagte der Leiter der Abteilung Meeresnaturschutz des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Henning von Nordheim. Wann sich der Bestand wieder erholt, könne nicht prognostiziert werden.

Unterdessen laufen die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zum Tod der Meeressäuger weiter. Anhaltspunkte, wer in Verbindung mit dem Tod der Robben stehen könnte, würden weiter geprüft, sagte der Sprecher der Stralsunder Staatsanwaltschaft Martin Cloppenburg.

Zwischen September und Dezember 2017 waren 23 tote Kegelrobben an der Nordküste des Greifswalder Boddens entdeckt worden. Experten des Deutschen Meeresmuseums hatten die äußerlich unversehrten Tiere untersucht und konnten ausschließen, dass die Tiere an Viren, Bakterien oder Giften starben. Sie gehen davon aus, dass die Meeressäuger an akutem Herz- und Kreislaufstillstand durch Ertrinken starben. Ein solcher Tod sei in nach oben geschlossenen Reusen möglich. Die Fischereibranche, die seit Jahren über die wachsenden Robbenbestände klagt, hatte einen Verdacht zurückgewiesen.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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