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Wetteraufzeichnung in fünf Minuten USA starten "revolutionären" Satelliten

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Um 18:42 Uhr Ortszeit startete "Goes-R" in Cape Canaveral.

AP

Der US-Satellit "Goes-R" soll eine Wende in der Wetterbeobachtung bringen. Er ist so konzipiert, dass er innerhalb weniger Minuten ein umfassendes Bild der Atmosphäre liefern kann. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Menschenleben zu retten.

Die USA haben einem Bericht der "Washington Post" zufolge in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida einen neuen "revolutionären" Wettersatelliten ins All geschossen. "Goes-R" wird demnach bei seinen Erdumkreisungen in der Lage sein, Hurrikane und schwere Schneestürme mit größerer Auflösung zu sehen als jeder andere US-Satellit seiner Art vor ihm.

Die Scans sollen in kürzerer Zeit erfolgen und wesentlich schneller zur Erde übertragen werden können, heißt es weiter. Dank einer neuartigen Kamera sei "Goes-R" in der Lage, innerhalb von fünf Minuten die gesamte Hemisphäre zu scannen, schreibt die Zeitung. Die Atmosphäre einzelner Regionen könne sogar in wenigen Sekunden aus dem All überblickt werden. Der Satellit soll 2017 aktiviert werden und hauptsächlich Aufzeichnungen der Atmosphäre über Nordamerika liefern.

Zudem ist der künstliche Himmelskörper der erste in einer ganzen Serie, die in den nächsten Jahren in den Orbit geschickt werden und alternde Beobachtungssatelliten und Wetterballons ablösen soll. Mit "Goes-R" besitzen die USA nun vier Satelliten, die über dem Atlantischen und Pazifischen Ozean positioniert sind und Aufzeichnungen über die Wetterentwicklungen liefern.

Über die gesammelten Ergebnisse wollen die USA mit anderen Wetterbeobachtungsstellen auf der Welt - darunter in China, Russland und Europa - austauschen. "Goes-R" wird laut "Washington Post" damit Teil eines internationalen Netzwerkes von Satelliten sein, in dem Daten innerhalb von 200 Ländern frei zirkulieren. Das soll zu präziseren Wettervorhersagen beitragen und helfen, die Vorwarnspannen vor möglichen Naturkatastrophen zu verlängern und somit Menschenleben zu retten.

Quelle: n-tv.de, lsc/dpa

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