Wissen

Die Nasa ist Pence zu langsam USA wollen erste Mond-Astronautin stellen

113533902.jpg

Astronaut Edwin "Buzz" Aldrin steht am 20. Juli 1969 neben der US-Flagge auf dem Mond.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das letzte Mal sind Menschen 1972 auf dem Mond gelandet. Innerhalb der nächsten fünf Jahre wollen die USA auf den Erdtrabanten zurückkehren und damit deutlich früher als bisher geplant. Vizepräsident Pence fordert dafür eine neue Mentalität bei der Nasa ein.

Die US-Regierung will binnen fünf Jahren wieder Astronauten auf den Mond bringen. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump sehe die "offizielle Politik" vor, dass die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond Astronauten aus den USA sein sollen, sagte Vizepräsident Mike Pence in einer Rede in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Die nächsten Menschen auf dem Mond würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten.

*Datenschutz

Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet. Die nächste bemannte Mission war ursprünglich für 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde jüngst auf 2021 verschoben.

In seiner Rede übte Pence außerdem scharfe Kritik an der Nasa. Der Vizepräsident warf der US-Raumfahrtbehörde "bürokratische Schwerfälligkeit" und eine "Paralyse durch Analyse" vor, die zur Verzögerungen bei der SLS-Rakete geführt hätten und forderte eine "neue Mentalität".

Scheitern ist "keine Option"

Sollte die Nasa diesen Forderungen nicht nachkommen, will die US-Regierung für die nächste Mondmission auf private Raumfahrtunternehmen zurückzugreifen: "Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es kommerzielle Raketen sein."

Pence mahnte in seiner Rede zur Eile. Ein Scheitern des Fünf-Jahres-Ziels sei "keine Option". Er verwies dabei auf die Raumfahrt-Konkurrenz aus China und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der 1960er-Jahre befänden sich die USA in einem "Wettlauf", nur dass heute die "Herausforderungen größer" seien.

Washington hatte sein Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus.

Quelle: n-tv.de, Ivan Couronne, AFP

Mehr zum Thema