Wirtschaft
Ziel der Verhandlungen ist, einen erneuten langen Streik abzuwenden.
Ziel der Verhandlungen ist, einen erneuten langen Streik abzuwenden.(Foto: REUTERS)

Streik-Ende binnen zwölf Stunden?: Bahn verhandelt wieder mit der GDL

Geht es diesmal glimpflich aus für die Bahnkunden? Noch bevor der Streik im Personenverkehr beginnt, wollen sich Bahn und GDL wieder an den Verhandlungstisch setzen. GDL-Chef Weselsky zeigt sich offen, stellt aber klare Bedingungen an den Konzern.

Die Deutsche Bahn will noch an diesem Dienstag mit der Lokführergewerkschaft GDL verhandeln. "Wir werden noch im Laufe dieses Tages, nämlich ab 11.00 Uhr, mit der GDL an einem Tisch sitzen", sagte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber in der ARD. Sie hätten als Experten auch einen renommierten Arbeitsrechtler hinzugezogen. Zur Frage, ob der angekündigte Streik verhindert werden könnte, sagte Weber: "Das will ich nicht sagen, aber das ist unser Ziel."

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Zuvor hatte GDL-Chef Weselsky gesagt, dass beim Start einer Schlichtung binnen eines Tages eine Lösung gefunden werden könnte. Er halte es für möglich, den Arbeitskampf "innerhalb einer kurzen Zeit von zwölf bis 14 Stunden zu beenden". Bedingung dafür sei aber, dass die Deutsche Bahn die nötigen Grundvoraussetzungen herbeiführe. Neben den eigentlichen Tarifforderungen zu Entlohnung und Arbeitszeit geht es in dem Konflikt im Kern um die Tarifeinheit.

Die Frage, ob "Tarifverträge gleich, widerspruchsfrei und konkurrenzfrei sein müssen", dürfe nicht Teil einer Schlichtung sein, sagte der GDL-Vorsitzende. Es sei das "Grundrecht" der Gewerkschaft, für ihre Mitglieder einen Tarifvertrag abzuschließen, "egal, ob er abweicht von anderen Tarifverträgen". Die Bahn will in den separat geführten Verhandlungen mit der GDL und der konkurrierenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) unterschiedliche Regelungen für gleiche Berufsgruppen verhindern.

Bahn veröffentlicht Ersatzfahrplan

Wegen des Streits beginnt die GDL am Dienstag um 15.00 Uhr mit ihrem nächsten Ausstand, zunächst beim Güterverkehr. Ab Mittwochmorgen um 02.00 Uhr wird auch wieder der Personenverkehr bestreikt. Ein Enddatum nannte die GDL zunächst nicht; voraussichtlich wird auch das verkehrsreiche Pfingstwochenende betroffen sein. Die Deutsche Bahn will noch am Dienstag einen Ersatzfahrplan veröffentlichen.

In dem verfahrenen Tarifkonflikt sieht der GDL-Chef auch die Bundesregierung als Eigentümer der Bahn in der Pflicht. "Man kann hier nicht einfach zuschauen, Geld verbrennen und rumjammern, dass so viel Geld vernichtet wird, während das Geld ausreicht, um die Tarifforderungen der GDL allesamt zu bedienen", sagte Weselsky in der ARD.

Quelle: n-tv.de

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