mit Heidi UlrichDas war Dienstag, der 3. September 2024
Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend. Der Dienstag war ereignisreich und heiß. Was heute wichtig war, können Sie hier im Rückblick nachlesen:
Unwetter sorgt in Rheinland-Pfalz für Probleme
Ein Unwetter hat im Raum Bingen in Rheinland-Pfalz für Verkehrsbehinderungen gesorgt: So ist die Bahnstrecke zwischen Bad Kreuznach und Bingen gesperrt, nachdem es einen Erdrutsch gab. Die Bahn hat nach eigenen Angaben einen Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Probleme gibt es auch im Straßenverkehr. Die Bundesstraße 9 wurde zwischen Trechtingshausen und Niederheimbach in beide Richtungen gesperrt, nachdem auch dort Erde von einem Hang rutschte. Laut der Freiwilligen Feuerwehr Rhein-Nahe verteilte sich die Erde über eine Länge von etwa hundert Metern und einer Höhe von 15 bis 20 Zentimetern auf der Bundesstraße. Verletzt wurde niemand.
Vergewaltigungsprozess in Frankreich: Angeklagter hatte auch Nacktbilder der Tochter
Ein Prozess in Frankreich um einen unfassbaren Vergewaltigungs-Fall legt noch weitere Abgründe offen. Der Richter verlas die Ermittlungsergebnisse, wonach der Angeklagte auch Nacktbilder seiner Tochter auf seinem Computer gespeichert hatte. Die Tochter verließ daraufhin zitternd und unter Tränen den Saal, dabei wurde sie von ihren Brüdern begleitet.
Ihr Vater hatte bereits bei Vernehmungen zugegeben, dass er seine Ehefrau immer wieder mit Medikamenten bewusstlos gemacht hatte und von Dutzenden Männern vergewaltigen ließ. Die Ermittler hatten Hunderte Videos der Vergewaltigungen auf dem Computer des Mannes gefunden. Neben ihm müssen sich 50 weitere Männer vor Gericht verantworten.
Ministerium irritiert mit Anti-Salafisten-Video
Das bayerische Innenministerium veröffentlicht auf X ein Video, das vor Salafismus warnen soll. Daraufhin hagelt es eine Menge Kritik, Rassismus-Vorwürfe stehen im Raum. Das Ministerium löscht das Video und nimmt öffentlich Stellung. Die Kampagne wollen sie aber offenbar nicht gänzlich einstellen.
Date vorgetäuscht: Täter sollen Mann ausgeraubt und in Kanal geworfen haben
Kriminelle missbrauchen Dating-Plattformen häufig für ihre Zwecke. Die Berliner Polizei ermittelt in so einem Fall, bei dem ein 57-Jähriger offenbar beinahe ums Leben gekommen wäre. Vier Männer wurden verhaftet. Sie sollen das Opfer in der Nacht zu Donnerstag zu einem vermeintlichen Date mit einem anderen Mann gelockt haben, ihn dann zusammengeschlagen und gewürgt haben - und in den Landwehrkanal geworfen haben. Den Angaben aus dem Polizeibericht zufolge konnte sich das Opfer nur noch mit letzter Kraft aus dem Kanal retten. Vorher soll einer der Tatverdächtigen den 57-Jährigen vom Treffpunkt am einem U-Bahnhof in Charlottenburg zu einem dunklen Weg am Landwehrkanal geführt haben. Dort sollen die anderen drei Männer bereits gewartet haben. Die Männer sollen ihm Handy, Uhr und Portemonnaie gestohlen haben. Die Polizei prüft, ob die Verdächtigen womöglich weitere Taten nach diesem Muster begangen haben.
Türkei will zur BRICS-Gruppe gehören
Die Türkei will in die BRICS-Gruppe aufstrebender Volkswirtschaften aufgenommen werden. "Das Verfahren läuft", heißt es von der Regierungspartei AKP. Die Türkei wäre das erste NATO-Land in der Vereinigung, zu der Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika, Ägypten, der Iran, Äthiopien und die Vereinigten Arabischen Emirate gehören.
Ziel der Allianz ist es, ein Gegengewicht zur geopolitischen und wirtschaftlichen Dominanz des Westens zu bilden. Auch ihre Abhängigkeit vom US-Dollar als globale Leitwährung möchten die BRICS-Länder reduzieren.
Der türkische Präsident Erdogan hatte im Juli erklärt, die Türkei sehe die BRICS nicht als " Alternative zu anderen Strukturen". Die Türkei ist nach wie vor offiziell EU-Beitrittskandidat.
Bus rast in Schülergruppe - Tote und Verletzte
Im chinesischen Taian fährt ein Schulbus in eine Schülergruppe. Der Fahrer erfasst zahlreiche Menschen, darunter auch Eltern der Schüler. Berichten zufolge kommen elf Menschen ums Leben, mehr als ein Dutzend sind verletzt. Die Polizei ermittelt nun zu den Umständen des Unfalls.
Hetz-Plakate in Solingen aufgetaucht, Bekenntnis von Rechtsextremen
Anderthalb Wochen nach dem Messerangriff in Solingen sind in der Innenstadt Hetz-Plakate aufgetaucht. Die Plakate zeigen ein Ortsschild mit der Aufschrift "Klingenstadt Solingen Zentrum der Messermigration". Zudem werden Messer und Blutflecken dargestellt. Am unteren Rand werden das Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen sowie offizielle Symbole der Bundesregierung und des Bundesinnenministeriums widerrechtlich verwendet. Zu sehen waren die Plakate laut dem "Solinger Tageblatt" auf Stromkästen, aber auch auf einer Plakatwand. Bei der Polizei gingen Dutzende Anzeigen ein, der Staatsschutz ermittelt. Auf der Plattform X bekannte sich die rechtsextreme Gruppierung "Revolte Rheinland" dazu und postete Fotos, die vermummte Personen zeigen, die die Plakate anbringen. Zudem wollte die Gruppierung einen Zusammenhang zwischen Messerangriffen und einer multikulturellen Gesellschaft herstellen.
Die Terrororganisation Islamischer Staat hatte den Messerangriff von Solingen für sich reklamiert, bei dem drei Menschen getötet und acht weitere verletzt wurden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen einen 26-jährigen Syrer, der eigentlich im vergangenen Jahr abgeschoben werden sollte.
Namibia lässt Hunderte Wildtiere wegen Dürre töten
Namibia erlebt die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten. Wegen der Wasserknappheit sollen 700 Wildtiere getötet werden, darunter Flusspferde, Elefanten, Zebras, Büffel. Etwa 160 Tiere seien bereits getötet worden, erklärt das Umweltministerium. Die Keulungen sollen die Wasserreserven entlasten und Fleisch für Tausende Menschen bereitstellen, die wegen der Dürre hungern, heißt es zur Begründung. Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert, die Keulung werde das Dürre-Problem nicht lösen.
Peter Fox: "Berlin gehört nicht den Messerstechern"
In den Medien wird das Columbiabad im Berliner Bezirk Neukölln häufig mit Messerangriffen und Gewalt in Verbindung gebracht. Doch nun verwandeln Musiker das Freibad spontan in eine große Party. Mit dabei ist Peter Fox, der in einer Rede den ernsten Hintergrund für die Aktion nennt.
Verdächtiger sitzt nach Raser-Unfall in U-Haft
Er soll durch Darmstadt gerast sein und einen Unfall verursacht haben, durch den ein 29-jähriger Mann schwer verletzt wurde: ein 24-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft. Er habe billigend in Kauf genommen, Menschen zu verletzen oder zu töten, werfen ihm Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt vor. Der Fahrer soll am Montagnachmittag auch über den Bürgersteig und über eine rote Ampel gefahren sein. Sein Auto kam erst zum Stehen, als er in den Wagen des 29-Jährigen krachte. Das Motiv ist unklar. Die Ermittler prüfen Hinweise auf eine psychische Erkrankung. Sie sagen aber auch, dass in alle Richtungen ermittelt wird. Anhaltspunkte für ein politisches oder religiöses Motiv hätten sie bisher nicht. Die Ergebnisse vom Drogen- und Alkoholtest stehen noch aus.
Migrantenboot im Ärmelkanal gekentert: Mindestens zwölf Tote
Im Ärmelkanal sind mindestens zwölf Menschen ertrunken, nachdem ihr Boot gekentert ist. Zwei weitere Menschen würden vermisst, sagt der französische Innenminister Gérald Darmanin. Das Unglück ereignete sich vor dem nordfranzösischen Küstenort Le Portel. Mindestens 60 Migranten sollen sich an Bord des Bootes befunden haben, mit dem sie von Frankreich nach Großbritannien gelangen wollten. Das Boot sei auseinandergebrochen, erklärt die zuständige Präfektur. Dutzende Menschen seien aus dem Wasser gerettet worden. Mehrere von ihnen befinden sich laut französischen Medienberichten in Lebensgefahr.
Winterkorn will Erklärung abgeben
Der frühere VW-Chef Martin Winterkorn steht seit heute in Braunschweig vor Gericht. Es geht um seine Rolle beim Dieselskandal. Die Anklage wirft ihm gewerbsmäßigen Betrug, Marktmanipulation und uneidliche Falschaussage vor. Die Staatsanwaltschaft ist davon überzeugt, dass Winterkorn schon früher über die Abgasmanipulation Bescheid wusste, als er gesagt hat. Er habe spätestens im Mai 2014 davon gewusst, heißt es in der Anklageschrift. Dennoch habe er es "pflichtwidrig unterlassen", den Verkauf der betroffenen Autos in den USA zu stoppen. Winterkorn weist die Vorwürfe zurück. Laut einem seiner Anwälte ist geplant, dass der Ex-VW-Chef morgen eine Erklärung abgibt. Dem 77-Jährigen drohen bis zu zehn Jahre Haft.
IS reklamiert Anschlag in Kabul für sich
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamiert einen tödlichen Anschlag in Kabul für sich. Ein IS-Mitglied habe eine Sprengstoffweste gezündet, behauptet die Miliz bei Telegram und spricht von Dutzenden Toten. Die Polizei hingegen spricht von sechs Todesopfern sowie 13 Verletzten. Afghanistan wird von den radikalislamischen Taliban kontrolliert. Immer wieder kommt es zu Anschlägen, für viele davon will der IS verantwortlich sein.
Ozeanriese "Disney Dream" funkelt im Hamburger Hafen
Das Kreuzfahrtschiff "Disney Dream" ist das erste Schiff, das die Reederei Disney Cruise Line auf der Meyer-Werft in Papenburg bauen ließ. Jetzt läuft der Ozeanriese erstmals Hamburg an und lockt Disney- und Schiffsfans an den Hafen.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
ich fange gleich an und denke für den Rest des Tages einfach nicht mehr ans Wetter. Das kann meine Vorgängerin jetzt nach einem langen Arbeitstag voll auskosten. Sabine Oelmann macht auch das einzig Vernünftige bei über 30 Grad und Sonne und begibt sich an ein Gewässer. Vielleicht haben Sie heute ja auch noch die Chance, sich abzukühlen. Immerhin bleibt es die nächsten Tage ziemlich heiß – es soll sogar die heißeste erste Septemberwoche seit 70 Jahren werden. Wenn Sie Hinweise zu "Der Tag" haben, erreichen Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.
Caroline von Monaco spricht ein Machtwort
Der heimlichen Landesmutter reicht's, sie zieht ihrem kleinen Bruder die Hammelohren lang. Caroline von Monaco spricht ein Machtwort. Worum geht's? Wie "Paris Match" berichtet, kam es bereits Ende Juli zu Groß-Razzien in Paris, Nizza und Monaco. Allein zur Hausdurchsuchung bei einem der "G4", Gerichtshofpräsident Didier Linotte, rückte die Polizei mit 28 Beamten an!
Seit Wochen ist das Fürstentum in den Schlagzeilen, weil eine Korruptions-Äffare Fürst Alberts II. dunkelste Geheimnisse ans Licht zu bringen droht. Im Zuge dieser Affäre hatte der Fürst sich wohlweislich von seinen engsten Beratern, den sogenannten "G4", getrennt. Ausgelöst wurde die ganze Angelegenheit durch die Entlassung des langjährigen Vermögensverwalters der Fürstenfamilie, Claude Palermo. Fürst Albert feuerte den Buchhalter nicht nur, sondern zeigte ihn auch wegen Korruption an. Daraufhin veröffentlichte dieser pikante Details aus dem Finanzhaushalt der Royals, die für Aufruhr sorgen. Von dubiosen Immobilienprojekten ist die Rede und von einer verschwimmenden Grenze zwischen zu versteuernden Ausgaben und Spesen, weiß auch das Magazin "Stern". Palmero erzählte außerdem, dass der Fürst etwa 250 Millionen Dollar seines Milliardenvermögens in Offshore-Konten angelegt habe.
Unterstützung erhält Caroline nun von ihrer jüngeren Schwester Stephanie und ihrem Sohn Pierre Casiraghi. Die drei wollen versuchen, das Schlimmste abzuwenden.
Heidi Klum gewährt Blick auf Halloween-Kostüm
Auch zu diesem Halloween wird Heidi Klum ganz sicher ein extravagantes Kostüm vorführen. Es dürfte wieder in die gruselige Richtung gehen, wie das Model durch erste Einblicke vermuten lassen. Neben einem Auge zeigt sie auf Instagram eine glibberige, weiße Oberfläche.
Mann von S-Bahn in München mitgeschleift
Weil er seine in der Tür eingeklemmte Einkaufstüte nicht losließ, ist ein bislang unbekannter Mann in München mehrere Meter von einer anfahrenden S-Bahn mitgeschleift worden. Er habe sich dabei blutende Kopfverletzungen zugezogen, teilte die Bundespolizei mit. Der Mann habe zuvor versucht, in den Zug einzusteigen. Dabei hätten sich die Türen geschlossen und den Beutel eingeklemmt.
Erst nach einer Zwangsbremsung habe die S-Bahn angehalten. Der Mann wurde anschließend von den Einsatzkräften eines Rettungswagens versorgt. Bis die Polizei ankam, war er schon verschwunden. Der Mann sowie Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich zu melden.
"Das sind keine alten Fotos" -Salma Hayek zeigt Bikinibody zum 58. Geburtstag
Salma Hayek hat sich zu ihrem 58. Geburtstag am 2. September selbst via Instagram gratuliert und dazu zahlreiche Bilder in knapper Bademode gezeigt. Zudem betont sie, dass die sexy Aufnahmen aktuell sind. Wir gratulieren noch recht herzlich!
Die Schauspielerin fühlt sich offensichtlich auch mit Ende 50 noch sehr wohl in ihrer Haut und zeigt das gern der ganzen Welt. Gleich 18 Bilder im Bikini und Badeanzug postete sie für ihre 28,8 Millionen Follower. "Alles Gute zum 58. Geburtstag für mich", schrieb sie dazu und schickte noch den Nachsatz hinterher: "Keines davon ist ein Rückblick."
Die Bilder zeigen Hayek an Bord einer Yacht. Auf dem ersten Foto etwa posiert sie vor Sonnenuntergang und Meer im Hintergrund in einem tief ausgeschnittenen Badeanzug in leuchtenden Farben. Dazu trägt sie einen Strohhut, eine schwarze Sonnenbrille und goldene Creolen. Auf anderen Bildern sieht man die Schauspielerin, wie sie auf dem Schiff entspannt und in verschiedenen Bikinis für die Kamera posiert.
Söder, sein Bart und seine Absichten
Vor zwei Wochen hat der Söder Markus seine Follower auf Instagram gefragt, ob er den Sommer-Bart dranlassen soll. Anscheinend hat sich die Mehrheit dafür entschieden, denn der Bart ist ja immer noch dran, wie man auf den Bildern aus Gillamoos von gestern noch sehen kann.
Der CSU-Chef, der sich nun doch vorstellen könnte, Kanzler zu werden - und dies sei keine Überraschung für diejenigen, die Markus Söder kennen würden, schrieb die Nürnberger Zeitung - stehe nun allerdings in der Pflicht, die Unions-Kandidatenkür besser hinzukriegen als 2021.
An seine Beteuerung nach der verlorenen Bundestagswahl, jetzt die bundespolitischen Ambitionen an den Nagel zu hängen, hatte sowieso keiner geglaubt.
Und zugegeben, es gibt wichtigere Fragen als nach mit oder ohne Bart, deswegen:
Wal taucht auf und schleudert Schnorchler durch die Luft
Das muss der Schock des Lebens sein! Vor der Küste Australiens trifft eine Touristengruppe beim Schnorcheln auf drei Buckelwale. Die Urlauber sind mit ihrem Guide im Wasser durch ein Seil verbunden, als plötzlich ein Wal auftaucht und ein Mitglied der Gruppe in die Luft schleudert.
Bahn angehalten wegen Grapscher
Nichts ging mehr, als gegen 18 Uhr ein Zug der Linie S5 zwischen den Haltestellen Neugraben und Fischbek in Hamburg liegengeblieben war. Zunächst ging man von einem technischen Defekt aus , schreibt die "Bild"-Zeitung.
Grund des unplanmäßigen Halts war ein Fahrgast, der die Notbremse gezogen hatte. Zuvor soll in einem S-Bahn-Waggon ein Betrunkener mehrere Frauen belästigt und sogar berührt haben, so die Bundespolizei.
Dann musste der Zug zum Bahnhof Neugraben mithilfe einer Reservebahn zurückgeschleppt werden, dort konnten die etwa 450 Fahrgäste aussteigen.
Weiterer Nachwuchs für die Schweden-Royals
Die schwedischen Royals freuen sich über weiteren Nachwuchs: Prinzessin Sofia und Prinz Carl Philip erwarten ihr viertes gemeinsames Kind. Das gab das schwedische Königshaus am Montagnachmittag auf Instagram bekannt. Der Sprössling soll im Februar 2025 auf die Welt kommen.
Wollen die beiden vielleicht doch noch ein Mädchen? Sofia und Carl Philip sind seit 2015 verheiratet und haben drei gemeinsame Söhne: die Prinzen Alexander (8), Gabriel (7) und Julian (3). Schätzungsweise sagt auch dieses Paar: Hauptsache gesund. Der Prinzessin gehe es laut eigener Aussage übrigens gut. Sie wird ihre offiziellen Termine im Herbst vermutlich wie geplant wahrnehmen können.
So viel Schönheit in Venedig
Mehr zu den Filmfestspielen im Ressort Unterhaltung ...
James Darren ist tot
James Darren ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Schauspieler wirkte in vielen Filmen und Serien mit. Bekannt war er vor allem für seine Rolle im Film "April entdeckt die Männer" sowie die Serie "T.J. Hooker" bekannt. Zu Beginn seiner Karriere galt Darren als Teenie-Idol. Später führte er auch Regie.
Sein Sohn, Jim Moret, erzählt, dass sein Vater im Krankenhaus einen Aortenklappen-Ersatz bekommen sollte, aber als zu schwach für die Operation eingestuft worden sei. "Ich dachte immer, er würde es schaffen, weil er so cool war. Er war immer cool."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. An so einem frischen (zumindest jetzt noch, es soll heiß werden heute) Dienstag in der Früh fragt man sich schonmal, wohin mit seiner Kraft. Jemand wie Benjamin Netanjahu zum Beispiel schwört Rache - während Israel also bitteren Abschied nimmt von den zuletzt im Gazastreifen getöteten Geiseln, schwört der von den Hinterbliebenen kritisierte Regierungschef Vergeltung. Statt sich um die anderen 100 Geiseln zu kümmern, damit sie es lebend zurück aus der Hölle schaffen; statt alle Kraft in sämtliche Möglichkeiten zu investieren, die einen Waffenstillstand bringen könnten. Nein, er kündigt an, die Hamas werde einen "sehr hohen Preis" für die Ermordung der sechs israelischen Geiseln zahlen, deren Leichen vergangene Woche in einem unterirdischen Tunnel im Süden des Gazastreifens entdeckt worden waren. Den hohen Preis zahlt aber nicht die Hamas, sondern die Bewohner Palästinas. Genauso wie die sechs Geiseln, die etwa 48 bis 72 Stunden vor der Autopsie aus nächster Nähe erschossen wurden. Es fällt oft nicht leicht einen guten Morgen zu wünschen, ich tu's trotzdem. Verwenden Sie Ihre Kraft heute für etwa Sinnvolles, Schönes!
Was sonst noch ansteht:
Vertreter von Ampel-Koalition, Union und Bundesländern wollen ab 15.00 Uhr über Konsequenzen aus dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag von Solingen beraten. Wesentliche Grundlage soll nach Angaben des federführenden Bundesinnenministeriums das "Sicherheitspaket" der Bundesregierung aus der vergangenen Woche sein.
Nach jahrelanger Verzögerung soll der Strafprozess zur VW-Dieselaffäre gegen den früheren Konzernboss Martin Winterkorn beginnen. Die Verlesung der Anklage gegen den 77-Jährigen ist für 11.00 Uhr im Landgericht Braunschweig geplant.
Die Thüringer CDU hat den Weg für erste Gespräche mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht und der SPD frei gemacht. Thüringens CDU-Generalsekretär Christian Herrgott sagte, der Landesvorstand habe ihn selbst und CDU-Landeschef Mario Voigt ermächtigt, die Gespräche zu führen.
Trotz zusätzlicher Kosten für Zuschüsse zum Deutschlandticket soll in den meisten Bundesländern das Angebot im Nah- und Regionalverkehr vorerst aufrechterhalten werden. Schleswig-Holstein hatte im Juni Streichungen angekündigt: Man müsse sparen und könne den Schienennahverkehr ab 2025 nicht vollständig aufrechterhalten, hieß es - zwei Prozent der Verkehrsleistungen auf der Schiene würden gestrichen.
Unweit der Front hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Saporischschja bei einem Treffen mit dem niederländischen Regierungschef Dick Schoof erneut reichweitenstarke Waffen gefordert. Nötig sei nicht nur die Freigabe von Waffen für Schläge gegen Ziele im russischen Hinterland, sondern auch die Lieferung dieser Raketen, sagte Selenskyj
Show oder Zeitenwende beim Migrationstreffen?
Aus der Union kommen klare Forderungen an das Migrations-Treffen von Ampel-Koalition, Union und Bundesländern – während die Bundesregierung vor zu hohen Erwartungen warnt.
Nicht das Waffenrecht und Abschiebungen seien das eigentliche Problem, findet Unionsfraktionschef Merz, sondern der nach wie vor ungesteuerte Zuwanderungsdruck. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Hessens Regierungschef Boris Rhein verlangt: "Der Bund muss die Kontrollen an den Binnengrenzen fortsetzen und endlich anfangen, an den Grenzen konsequent zurückzuweisen. Wir brauchen außerdem eine konsequente Umsetzung der Dublin-Regeln auf europäischer Ebene, mehr sichere Herkunftsstaaten, Asylverfahren in Drittstaaten. Es muss natürlich auch nach Afghanistan und Syrien abgeschoben werden. Straftätern und Gefährdern gehört die Staatsbürgerschaft entzogen, Abschiebe- und Haftmöglichkeiten müssen ausgeweitet werden."
Grundlage für die Beratungen ist aus Sicht der Bundesregierung das in der vergangenen Woche verabschiedete "Sicherheitspaket". Es sieht Maßnahmen in drei Bereichen vor: eine härtere Gangart bei der Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihre Herkunftsländer, Schritte zur entschiedeneren Bekämpfung des islamistischen Terrors und Verschärfungen beim Waffenrecht.
Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, warnt vor einem "einseitigen Fokus auf Verschärfungen in der Migrationspolitik".
Von der Leyen hat zu viele Männer
Ursula von der Leyen hat ein Männerproblem: Die im Juli wiedergewählte EU-Kommissionspräsidentin will in Kürze die Kandidatinnen und Kandidaten für die neue Brüsseler Kommission vorstellen. Doch entgegen ihrem erklärten Wunsch nach Gleichstellung der Geschlechter hat sie deutlich mehr Männer als Frauen auf ihrer Liste.
Inzwischen haben alle Mitgliedsländer ihre nationalen Kommissionsanwärter an von der Leyen gemeldet. Als Letztes tat dies am Montag Belgien und schlug Außenministerin Hadja Lahbib vor. Dennoch ist die Gesamtbilanz wenig paritätisch: 17 Männer stehen maximal zehn Frauen gegenüber, es gibt also fast doppelt so viele Herren wie Damen.
Zehn Frauen in der 27-köpfigen Kommission "Von der Leyen II" - das wäre eine Frauenquote von einem guten Drittel und weniger als in der ersten Amtszeit der Deutschen. Von der Leyen ist mit ihrer Forderung nach Geschlechterparität also bei den Mitgliedsländern gescheitert. "Mehr als peinlich" sei der sich abzeichnende "Old Boys' Club" (Klub alter Jungs), findet die Europäische Frauenlobby (EWL) - ein Dachverband, der sich für die Gleichstellung der Geschlechter in Europa einsetzt.
Burnout vom Online-Dating?
Insbesondere junge Menschen fühlen sich angesichts der vielen Optionen bei der Partnersuche oft unsicher. Das fand eine Untersuchung aus Indien heraus, die kürzlich bei einer Konferenz in Prag präsentiert wurde. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer von meist 18 bis 30 Jahren gab an, bei der Partnersuche irritiert zu sein - Frauen häufiger als Männer.
Gründe könnten den Forschern zufolge bearbeitete Fotos und die Vielzahl der Optionen im Internet sein. Wenn man dort täglich mit manipulierten Bildern konfrontiert sei, steige bei vielen Menschen die Erwartung an potenzielle Partner. Hinzu komme die Masse an möglichen Partnern in Dating-Apps und sozialen Medien, berichtet das Team um Chayan Munshi von der Ethophilia Research Foundation. In sozialen Medien werden junge Menschen demnach zudem oft mit sexuell stimulierenden Inhalten überschüttet. Auch das verschiebe die Realität und die Erwartungen an potenzielle Partner und Partnerinnen.
Wera Aretz, Paartherapeutin und Psychologin an der Hochschule Fresenius in Köln, warnt vor einem Dating-Burnout. Anhaltender Stress und Frust beim Online-Dating könnten zu dem psychosomatischen Syndrom führen, schreibt sie im "Journal of Business and Media Psychology". Dating-Burnout sei zwar keine eigenständige Krankheit, äußere sich aber unter anderem in emotionaler Erschöpfung, Zynismus und verminderter Leistungsfähigkeit.