Dienstag, 30. Juni 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:32 Uhr

Das war Dienstag, der 30. Juni

Liebe Leserinnen und Leser,

während chinesische Forscher bereits vor einem neuen Schweinegrippe-Virus warnen, das später vielleicht einmal das Vakuum einer überstandenen Corona-Pandemie füllen könnte, gibt es auch Entdeckungen, die fein und weniger marktschreierisch sind. Und die deshalb zum Ausklang des Nachrichtentages noch einen Platz bekommen sollen:

Groß wie ein Mensch: Neuer Fischsaurier entdeckt

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Die neu entdeckte Fischsaurier-Art Hauffiopteryx altera aus dem Posidonienschiefer von Dotternhausen in dreidimensionaler Erhaltung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Forscherinnen haben durch den Vergleich bereits bekannter Fossilien aus England und Baden-Württemberg eine neue Fischsaurier-Art bestimmt. Nach Angaben der Paläontologin Erin Maxwell vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Stuttgart stammt das Fossil der neuen Art Hauffiopteryx altera aus den 182 Millionen Jahre alten und fossilienreichen Posidonienschiefern in Südwestdeutschland. Beide Paläontologinnen schätzen, dass die neu bestimmte Saurier-Art ungefähr so groß war wie ein erwachsener Mensch. Auf ihre Spur waren die Expertinnen durch den Abgleich bekannter deutscher Fossilien der Fischsaurier-Art Hauffiopteryx typicus gekommen. Sie wurde erstmals vor 90 Jahren am Fuße der Schwäbischen Alb entdeckt und kommt auch in gleichalten Gesteinsschichten in England vor.

Auch eine andere Entdeckung wendet den Blick zurück, nämlich auf die Ursprünge des Corona-Virus. Mein Kollege Kai Stoppel berichtet von Abwasserproben aus Barcelona, die schon im März 2019 positiv auf Sars-CoV-2 anschlugen. Das wirft natürlich interessante Fragen auf.

Und das war heute sonst noch wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen guten Abend und eine gute Nacht. Morgen gibt es hier wieder einen neuen Tag.

22:03 Uhr

Arbeitet Coca-Cola an neuer Alkohol-Brause?

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"Hard Seltzer" sind USA ein neuer Trend: Alkoholhaltige Brausen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der Getränke-Riese Coca-Cola hat viele Sorten im Regal, aber Alkohol ist nicht dabei. Das könnte sich ändern. Das Branchenmagazin "The Grocer" berichtet, dass der Konzern an einem Getränk tüftelt, das eine Mischung aus Fruchtgeschmack, Alkohol und Sprudel zusammenrührt. In den USA gibt es so etwas bereits: "Hard Seltzer" heißt das leichte Stöffchen - es ist kalorienärmer als Bier und kommt mit nur fünf Prozent Alkoholgehalt daher. Das Magazin will wissen, dass Coca-Cola für die Prickeloffensive bereits eine eigene Tochterfirma gegründet hat. Alles andere -Name, Zeit, Ort des Erscheinens - ist allerdings noch unklar.

21:46 Uhr

Auch VW, Adidas und Puma boykottieren Facebook

Im Kampf gegen Hass und Hetze im Internet beteiligt sich nun auch Volkswagen an einem weltweiten Anzeigen-Boykott gegen Facebook. Ein VW-Konzernsprecher bestätigte dem "Handelsblatt", dass der Konzern seine Werbeaktivitäten zunächst für den Monat Juli aussetze. "Der Volkswagen-Konzern steht für ein offenes und gleichberechtigtes Miteinander. Ein Umfeld von Falschmeldungen oder Hassbotschaften ist daher für uns nicht akzeptabel", sagte der Sprecher. Auch die beiden Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma kündigten an, sich dem Anzeigen-Boykott gegen Facebook und den Bilderdienst Instagram anzuschließen. Der Boykott soll nach Unternehmensangaben zunächst für Juli gelten. Zuvor hatten bereits 90 US-Unternehmen und 200 Unternehmen weltweit Druck auf Facebook gemacht.

21:25 Uhr

Angriff auf Börse: Pakistan beschuldigt Indien

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Sicherheitskräfte bewachen die Börse am Tag nach dem Angriff.

(Foto: picture alliance/dpa)

Pakistan hat das verfeindete Nachbarland Indien bezichtigt, Drahtzieher des Anschlags auf die Börse in Karachi zu sein. "Wir haben keine Zweifel, dass Indien hinter dem Angriff steckt", sagte Pakistans Premierminister Imran Khan am Dienstag in einer Parlamentsrede in Islamabad. Bewaffnete Angreifer hatten am Montagmorgen versucht, das Börsengebäude in Pakistans größter Stadt zu stürmen. Sie wurden von pakistanischen Einsatzkräften gestoppt. Insgesamt starben sieben Menschen - die vier Angreifer, zwei Sicherheitskräfte und ein Polizist. Die separatistische Baluchistan-Befreiungsarmee (BLA), die die Abspaltung der pakistanischen Provinz Baluchistans anstrebt, bekannte sich zu dem Anschlag.

20:54 Uhr

Nicht verzehren: Sennereibutter enthält Listerien

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Die österreichische Sennereigenossenschaft Hatzenstädt, die sich nahe der deutschen Grenze befindet, ruft Butter zurück. In der Sennereibutter, die auch an deutsche Besucher verkauft werde, sei eine Verunreinigung mit Listerien festgestellt worden, hieß es vom Unternehmen. Betroffen seien die Mindesthaltbarkeitsdaten 30. Juni bis 12. Juli 2020. Das Produkt sei nicht zum Verzehr geeignet und könne in der Käserei zurückgegeben werden. Der Kaufpreis werde auch ohne Beleg zurückerstattet. Für Säuglinge, Schwangere oder ältere Personen können Listerien lebensgefährlich sein. Gesunde Erwachsene bekommen bei einer Infektion allerdings höchstens Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

20:28 Uhr

Explosion erschüttert Klinik in Teheran

In einer Privatklinik im Norden der iranischen Hauptstadt Teheran ist es am Abend zu einer gewaltigen Explosion gekommen. Ein Sprecher der Feuerwehr bestätigte gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA die Explosion in der Sina Atthar Klinik. Die Ursache sei zwar noch unklar, die Feuerwehr geht aber von einer Explosion der Sauerstoffbehälter im Tiefgeschoss der Klinik aus. In der Sina Atthar Klinik soll es mehrere Arztpraxen, Radiologie-Abteilungen sowie ein große Apotheke geben. Ob es bei der Explosion Tote gab, war zunächst unklar. Die Feuerwehr wollte weitere Details bekanntgeben.

*Datenschutz

 

20:10 Uhr

Adidas-Vorständin stolpert über Rassismus-Vorwürfe

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Parkin arbeitete 23 Jahre bei Adidas und war die einzige Frau im Vorstand. Ihre Entschuldigung nahmen die Mitarbeiter nicht an.

(Foto: REUTERS)

Adidas-Personalchefin Karen Parkin nimmt nach Kritik an ihrem Umgang mit dem Thema Rassismus bei dem weltweit zweitgrößten Sportartikelhersteller den Hut. Der Aufsichtsrat habe ihr Rücktrittsgesuch zum Monatsende angenommen, teilte das Unternehmen am Abend mit. Eine Gruppe von Mitarbeitern hatte sich nach einem Bericht des "Wall Street Journal" kürzlich über die 55-Jährige beschwert. Sie hatte im vergangenen Jahr bei einer internen Veranstaltung der US-Tochter Reebok Rassismus als "Lärm" abgetan habe, über den nur in Amerika debattiert werde, und gesagt, sie glaube nicht, dass Adidas ein Rassismus-Problem habe. Eine Entschuldigung von Parkin bezeichneten die Belegschaftsvertreter als unzureichend und forderten eine Untersuchung. "Um das Unternehmen zu einen, ist es besser, wenn ich mich zurückziehe und den Weg für einen Wandel bereite", begründete die Personalchefin nun ihren Rücktritt. Parkin arbeitet seit 23 Jahren für Adidas, seit 2017 ist sie im Vorstand und dort die einzige Frau.

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19:45 Uhr

Lebenslauf gefälscht: Bolsonaro steht ohne Bildungsminister da

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Brasiliens Präsident Bolsonaro bei der Präsentation seines designierten Bildungsministers Decotelli.

(Foto: picture alliance/dpa)

Carlos Decotelli sollte Brasliens neuer Bildungsminister werden, doch nun kommt es wohl anders. Anders als er behauptet hatte, war Decotelli nicht zwei Jahre Postdoktorand an der Universität Wuppertal. Die Pressestelle der Universität bestätigte, "dass Prof. Dr. Carlos Decotelli im Januar 2016 für drei Monate zu einem Forschungsaufenthalt an den Lehrstuhl von Prof. Dr. Brigitte Wolf an die Bergische Universität Wuppertal kam". Einen Titel habe Decotelli an der Universität nicht erworben. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte die Wahl des Nachfolgers von Abraham Weintraub zum neuen Bildungsminister in der vergangenen Woche bekanntgemacht. Dabei erklärte er, Decotelli habe an der argentinischen Universität Rosario den Doktortitel erworben und sei als Postdoktorand an der Universität Wuppertal tätig gewesen. Allerdings soll Decotelli den Doktortitel nicht erhalten haben. Ohne Doktortitel kann er auch nicht als Postdoc forschen. Die für heute geplante Vereidigung Decotellis als Minister wurde verschoben. Nach Informationen des Portals "G1" will die Regierung in Brasília nun seinen Lebenslauf komplett überprüfen.

19:44 Uhr
Breaking News

Airbus kappt 15.000 Jobs, 5100 in Deutschland

Airbus will in der Coronakrise weltweit 15.000 Stellen streichen. Der europäische Flugzeugbauer reagiert damit auf den Einbruch der Nachfrage infolge des praktisch weltweit zusammengebrochenen Flugverkehrs. Der Abbau solle spätestens im Sommer 2021 umgesetzt werden, teilte Airbus mit, eine Einigung mit den Sozialpartnern soll im Herbst stehen.

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19:02 Uhr

Geheimdienste: Trump beleidigte Merkel am Telefon

Ein Telefonat von US-Präsident Donald Trump löst die Ukraine-Affäre aus und mündet in ein Amtsenthebungsverfahren. Nun berichtet der US-Sender CNN, dass sich Trump am Telefon auch gegenüber anderen Staats- und Regierungschefs ungewöhnlich verhält. Dessen "bösartigste Angriffe" hätten der Bundeskanzlerin Angela Merkel gegolten, berichtete der Sender unter Berufung auf Geheimdienstbeamte und Quellen aus dem Weißen Haus. Trump soll Merkel am Telefon als "dumm" bezeichnet und beschuldigt haben "unter dem Einfluss der Russen zu stehen", zitierte CNN eine Quelle. Merkel sei gelassen geblieben und habe Trump Fakten entgegen gehalten. Ein deutscher Regierungsbeamter habe die Anrufe CNN gegenüber als "ungewöhnlich" und "problematisch" bezeichnet, weswegen Berlin Maßnahmen ergriffen habe, um sicherzustellen, dass ihr Inhalt geheim bleibe. Ein deutscher Regierungssprecher wollte den CNN-Bericht nicht kommentieren.

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18:39 Uhr

Iran verhängt Todesstrafe gegen Aktivisten

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Der Journalist und Aktivist Sam wurde aus dem Asyl in Frankreich entführt.

(Foto: AP)

Im Iran ist der frühere Betreiber der Protest-Plattform "Amadnews" zum Tode verurteilt worden, weil er Ende 2017 zu regierungsfeindlichen Unruhen aufgerufen haben soll. Ruhollah Sam sei von einem Revolutionsgericht für schuldig befunden worden, sagte ein Justizsprecher der Nachrichtenagentur Misan. Er könne Berufung gegen das Urteil einlegen. Sam, ein früherer Journalist, der zum regierungskritischen Aktivisten wurde, war im vergangenen Jahr im Ausland festgenommen worden. Der Sohn eines reformorientierten schiitischen Geistlichen hatte das Internet-Portal "Amadnews" geleitet, das mehr als eine Million Follower hatte. 2018 wurde "Amadnews" eingestellt, nachdem die iranischen Behörden erklärt hatten, es werde dort zu gewaltsamen Protesten aufgerufen. Wenig später erschien der Kanal unter neuem Namen. Im Oktober teilten die Revolutionsgarden mit, sie hätten Sam gefasst, der in Frankreich politisches Asyl erhalten und sich auch in anderen europäischen Ländern aufgehalten hatte. Wo dies geschehen ist, hatte die Eliteeinheit nicht mitgeteilt.

18:05 Uhr

Griechenland plant schwimmende Barrieren gegen Migranten

Die griechische Regierung will einem Bericht zufolge Migranten demnächst mit schwimmenden Barrieren daran hindern, von der Türkei nach Lesbos überzusetzen. Der Plan sei bereits im Januar entworfen worden und die Kunststoffbarrieren damals bestellt worden. In den kommenden Tagen sollen sie nun vor der Insel Lesbos installiert werden, berichtete das Nachrichtenportal "Real". Kreise der Küstenwache wollten diese Nachricht am Dienstag weder bestätigen noch dementieren. Athen hat seit März scharfe Überwachungsmaßnahmen entlang der gesamten Grenzlinie mit der Türkei eingerichtet. Sie sind eine Folge der Politik des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dieser hatte im März die Grenze zu Griechenland und damit zur EU für Migranten für offen erklärt.

17:33 Uhr

Arbeitsloser Fleischer: "Meine Eltern aus Wut getötet"

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Fühlte sich von der Mutter erniedrigt, vom Vater misshandelt: Der 39-Jährige legt ein Geständnis ab.

(Foto: picture alliance/dpa)

Aus Wut hat ein 39-Jähriger nach eigenem Geständnis vor Gericht am Silvestermorgen 2019 in Rostock seine Eltern umgebracht. Diese Gefühle gegen seine Eltern habe er schon häufiger in seinem Leben verspürt, sagte der arbeitslose Fleischer im Landgericht Rostock. Seine Mutter habe ihn häufig erniedrigt, sein Vater oft geschlagen. Laut Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte mit einem Hammer auf seinen schlafenden Vater eingeschlagen und dann 21 Mal auf den älteren Mann eingestochen haben. Danach habe er seine Mutter mit 41 Stichen getötet. Die Opfer waren 62 und 61 Jahre alt.

17:02 Uhr

The Queen is not amused: Briten leiden unter knappen Klos

Nicht einmal ein Schloss der Queen ist britischen Wildpinklern heilig: Inmitten der Corona-Krise hat Großbritannien ein drängendes Toilettenproblem. Immer mehr Briten beschweren sich über Gestank und unangenehme Hinterlassenschaften in Städten, Parks, Stränden und Wäldern. Ob in London oder in der Nähe des schottischen Landsitzes der Queen: Ausflüge und Treffen von mehreren Menschen sind unter bestimmten Auflagen zwar wieder erlaubt, aber viele öffentliche Klos wegen der Pandemie noch verschlossen.

  • "Man muss sein Gebäude bewachen, als ob man in einem Kriegsgebiet ist", zitierte der Nachrichtensender Sky News einen Mann aus London, der in der Nähe einer Parkanlage wohnt. "Die Leute kommen einfach ums Eck und pinkeln sogar auf die Treppe."
  • In Bournemouth an der südenglischen Küste schilderten Anwohner, dass ihre Vorgärten als Toiletten genutzt werden.
  • Auch Königin Elizabeth II. (94) dürfte über den Zustand rund um ihr schottisches Schloss Balmoral empört sein. Auf dem offiziellen Twitter-Account wurden mehrere Bilder unter anderem mit Klopapier neben Wegen und Denkmälern veröffentlicht.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:45 Uhr
Breaking News

Kommission: Mindestlohn soll in vier Stufen steigen

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll Anfang 2021 um 15 Cent auf 9,50 Euro steigen und zur Jahresmitte 2022 in drei weiteren Schritten 10,45 Euro erreichen. Auf diese Empfehlung verständigte sich die Mindestlohn-Kommission aus Vertretern der Arbeitgeber und der Gewerkschaften.

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16:31 Uhr

NYT legt nach: Trump wusste vom Kopfgeld auf US-Soldaten

In der Affäre um ein mögliches russisches Kopfgeld auf US-Soldaten in Afghanistan hat die "New York Times" bekräftigt, dass Präsident Donald Trump über die Vorwürfe gegen Moskau unterrichtet worden sei. Die Geheimdienstinformationen seien Ende Februar in einem täglichen schriftlichen Bericht für Trump enthalten gewesen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Der Nachrichtensender CNN berichtete, das Dokument sei "im Frühling" angefertigt worden. Trump ist bekannt dafür, die täglich für ihn zusammengestellten Berichte zur nationalen Sicherheit und zur Außenpolitik häufig nicht zu lesen. Der Präsident wird allerdings auch regelmäßig mündlich unterrichtet.

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16:05 Uhr

Buschfeuer töteten 5000 Koalas

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Das Koala-Weibchen Anwen wird wegen seiner Brandwunden behandelt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im australischen Bundesstaat New South Wales könnte es einer Studie zufolge schon in 30 Jahren keine Koalas mehr geben. Das Aussterben der Beuteltiere bis zum Jahr 2050 könne nur durch eine "dringende Intervention der Regierung" verhindert werden, teilte ein Parlamentsausschuss des Bundesstaats als Ergebnis einer parlamentarischen Untersuchung mit. Durch die Buschfeuer zu Beginn des Jahres sind nach Expertenmeinungen mindestens 5000 Koalas allein in dem Bundesstaat ums Leben gekommen, heißt es in der Studie. Außerdem seien über 5,5 Millionen Hektar Land verbrannt, in etwa die Fläche Kroatiens. Das sei ein Viertel des Lebensraumes der Koalas auf öffentlichem Gebiet.

 

15:40 Uhr

Rentner klagt gegen Zwangssterilisierung

In Japan ist ein Rentner mit seiner Forderung nach einer staatlichen Entschädigung wegen seiner im Alter von 14 Jahren erfolgten Zwangssterilisierung gescheitert. Ein Gericht in Tokio habe die Forderung des 77-Jährigen nach umgerechnet 249.000 Euro vom Staat wegen Verjährung des Falles zurückgewiesen, berichteten örtliche Medien. Die Verjährungsfrist beträgt demnach 20 Jahre. Der Kläger war 1957 als Jugendlicher ohne Angaben von Gründen zwangssterilisiert worden. Grundlage war ein mittlerweile abgeschafftes Eugenik-Gesetz. Das Gericht in Tokio erkannte zwar die Entschädigungsansprüche des Betroffenen nicht an, stellte aber fest, dass die Sterilisation des Klägers gegen dessen verfassungsmäßige Rechte verstoßen habe. Das Eugenik-Gesetz richtete sich gegen Menschen mit Behinderungen und war bis 1996 in Kraft. Mindestens 16.500 Menschen wurden auf dieser Grundlage ohne ihre Einwilligung durch Operationen unfruchtbar gemacht.

15:30 Uhr
Breaking News

Tönnies verlässt Schalke

Clemens Tönnies tritt einem "Bild"-Bericht zufolge von seinem Amt als Aufsichtsratsvorsitzender beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zurück. Der 64-Jährige war nach Corona-Fällen in seinem Fleisch-Unternehmen zuletzt massiv in die Kritik geraten.

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15:17 Uhr
Breaking News

Das KSK wird teilweise aufgelöst

Nach einer einer Ansammlung von rechtsextremen Vorfällen wird das Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr teilweise aufgelöst. Das berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Der verbliebene Rest der Spezialkräfte wird drastisch reformiert und steht bis zum Herbst unter verschärfter Beobachtung. Sollten das Kommando als Ganzes und seine verbleibenden Angehörigen bis dahin nicht einwandfrei auf der Grundlage der Normen und Werte des Grundgesetzes agieren, drohen weitere Schritte. Die Auflösung und komplette Neuaufstellung des Verbandes bleibe eine Option, hieß es in dem Bericht weiter.

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15:11 Uhr

Drei weitere Festnahmen im Missbrauchsfall Münster

Im Kampf gegen massenhaften Kindesmissbrauch haben die Ermittler in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern den Druck auf die Täter weiter erhöht: Bei Durchsuchungen in vier Bundesländern verhafteten Polizisten nach Behördenangaben drei weitere Männer, die wegen der Missbrauchsfälle von Münster ins Visier geraten waren. Die konzertierte Aktion habe in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein stattgefunden.

  • Zwei der Festgenommenen stammen aus Hannover.
  • Insgesamt gebe es in dem Komplex nun 21 Verdächtige, von denen 10 in Haft seien. "Weitere Kinder wurden damit aus der tagtäglichen Hölle befreit", sagte der nordrheinwestfälische Innenminister Herbert Reul.
  • Auch im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach liefen die Ermittlungen nach Aufdeckung von 30.000 Spuren mit Hochdruck weiter.

14:11 Uhr

Römische Münzen bei illegalem Schatzsucher entdeckt

Bei einer Razzia gegen einen illegalen Schatzsucher haben Polizisten in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wertvolle archäologische Funde beschlagnahmt. Darunter seien unter anderem römische Münzen und sogenannte Gewandschließen aus der Zeit der Völkerwanderung, wie die Polizei mitteilte.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 55-jährigen Mann. Er war aufgefallen, als er mit einem Metalldetektor auf einem Feld in der Nähe des bekannten Wikingermuseums Haithabu in Schleswig-Holstein gesichtet wurde.

Ermittlungen führten dann zu dem 55-Jährigen aus Baden-Württemberg, der beruflich häufiger in der Gegend unterwegs ist. Eine Genehmigung für Metalldektorsuchen hatte er nicht.

Gegen den Mann wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Denkmalschutzgesetz ermittelt.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Und schon ist Halbzeit und mein Kollege Janis Peitsch verabschiedet sich nach gut getaner Arbeit. Ich heiße Barbara Mauersberg und bin bis zum Abend an dieser Stelle für Sie da. Fragen, Kritik oder Lob gerne an barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:41 Uhr

Gangster-Rapper Gzuz entschuldigt sich bei 19-Jähriger

In seinen Musikvideos gibt sich Gangster-Rapper Gzuz gerne als unbelehrbarer Rowdy. Vor dem Hamburger Amtsgericht hat sich der 32-Jährige nun aber von einer anderen Seite gezeigt. Dort entschuldigte er sich bei einer jungen Frau, der er vor einer Diskothek auf der Reeperbahn ins Gesicht geschlagen hatte.

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Gzuz entschuldigte sich vor Gericht bei der Frau.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Das war eine Scheiß-Situation. Ich habe dich unglücklich getroffen. Das tut mir leid", meinte Gzuz, der mit bürgerlichen Namen Kristoffer Klauß heißt. Er habe nur das Handy treffen wollen.

  • Zuvor hatte die 19-Jährige den Vorfall im März geschildert. Zunächst habe Gzuz sich bereit erklärt, ein Handyfoto mit ihr und zwei anderen Jungs zu machen.
  • Als sie später noch ein Selfie mit ihm alleine haben wollte, habe der Rapper jedoch abgelehnt. Stattdessen habe er ihr mit der Hand ins Gesicht geschlagen und das Handy sei runtergefallen.
  • Sie wisse nicht, ob er das Handy treffen wollte. Schon damals habe sich der Rapper bei ihr entschuldigt und gesagt, das sei nicht seine Absicht gewesen.

Gzuz werden derzeit unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz, versuchter Diebstahl und Körperverletzung vorgeworfen.

13:12 Uhr

Obstbauern rechnen diese Saison mit weniger Kirschen

Die laufende Ernte von Süß- und Sauerkirschen verleitet Deutschlands Obstbauern derzeit nicht zu Freudensprüngen. Laut einer Schätzung für das Statistische Bundesamt werden rund 53.500 Tonnen erwartet. Das wären 11 Prozent weniger als in den beiden Vorjahren, wie das Amt berichtete. Die Rückgänge erklären die Statistiker mit Spätfrösten und Trockenheit.

  • Vor allem bei der dominierenden Süßkirsche gehen die Erträge in diesem Sommer voraussichtlich um 19 Prozent zurück. Hier ist Baden-Württemberg mit knapp der Hälfte der Anbaufläche wichtigster Erzeuger.
  • Bei den Sauerkirschen bleibt die Menge mit 15.400 Tonnen fast konstant zum Vorjahr. Hier gibt es die meisten Plantagen in Rheinland-Pfalz und Sachsen.
  • Entgegen dem Trend rechnen die Brandenburger Obstbauern mit einer überdurchschnittlichen Süßkirschenernte. Nach Schätzungen wird eine Ernte von 681 Tonnen Süßkirschen erwartet. Im Vergleich zu 2019 wäre das ein Plus von 36 Prozent.
12:31 Uhr

"Sesamstraße"-Darsteller Gernot Endemann ist tot

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In der "Sesamstraße" spielte Endemann den Fahrradhändler Schorsch.

(Foto: imago stock&people)

An der Seite von Tiffy und Samson wurde Gernot Endemann durch die Kinderserie "Sesamstraße" bundesweit bekannt. Nun ist der 78-Jährige nach Angaben der "Bild"-Zeitung gestorben. Demnach hatte der Schauspieler bereits seit drei Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Nach einem kürzlichen Herzinfarkt fiel Endemann ins Koma. Laut einer Patientenverfügung soll er lebenserhaltende Maßnahmen abgelehnt haben.

In der "Sesamstraße" spielte Endemann ab 1986 über zwölf Jahre den Fahrradhändler Schorsch. Zuvor trat er in den 60er und 70er Jahren in TV-Serien wie "Grashüpfer" und "Die Unverbesserlichen" auf. Bis zuletzt war er in der Theaterszene aktiv.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

Jugendlicher Biker tot in Waldstück entdeckt

Ein Jugendlicher ist bei Freudenberg in NRW mit einem Motorrad offenbar von der Straße abgekommen und tödlich verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, hatten andere Verkehrsteilnehmer am gestrigen Abend zufällig seine Leiche entdeckt. Woher der 17-Jährige das Motorrad hatte, wird laut Polizei noch ermittelt.

Der Jugendliche sei wohl in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, gegen einen Baum geprallt und noch einige Meter weiter in einen angrenzenden Wald geschleudert worden, mutmaßen die Beamten.

Die Zeugen fanden die Leiche gegen 23 Uhr. Wann es zu dem Unfall kam und wie lange der Jugendliche bereits im Wald lag, ist noch unklar.

11:14 Uhr

Streamingplattform sperrt Trumps Wahlkampfteam

Im Kampf gegen Hass und Diskriminierung im Internet machen immer mehr soziale Netzwerke Ernst. Nachdem die Online-Plattform Reddit eine Pro-Trump-Gruppe mit Hunderttausenden Mitgliedern wegen Regelverstößen gesperrt hat, wird nun auch Twitch aktiv.

Die Streamingplattform hat den Account des Wahlkampfteams von US-Präsident Donald Trump vorübergehend gesperrt. Grund dafür sind Hassinhalte und der Verstoß gegen die Community-Richtlinien der Plattform, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf eine Twitch-Sprecherin berichteten. Konkret geht es um zwei Videos von Trumps Wahlkampfveranstaltungen, in denen er unter anderem Mexikaner als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnete.

Auf Twitch, das zum Amazon-Konzern gehört, werden normalerweise Videospiele gestreamt. Die Plattform verzeichnete in den letzten Monaten im Schnitt über zwei Millionen Zuschauer pro Tag.

10:47 Uhr

Kaitlynn Carter spricht über ihre Beziehung mit Miley Cyrus

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Für Kaitlynn Carter war die Trennung von Miley Cyrus hart, aber auch lehrreich.

(Foto: imago images/MediaPunch)

Wirklich offiziell war die Beziehung zwischen Popstar Miley Cyrus und Bloggerin Kaitlynn Carter nie. Spätestens nachdem Carter im November einen Essay über die kurze Liaison verfasst hatte, waren aber zumindest alle Zweifel ausgeräumt. Jetzt hat die 31-Jährige in einem Podcast erneut über die Trennung gesprochen - und was sie daraus für Lehren gezogen hat.

"Was mir über das Dating bewusst geworden ist, ist, dass ich es lieber privat halte", so Carter im Gespräch mit Schauspieler Nick Viall in dessen Podcast "The Viall Files". Nachdem die "Situation" mit Cyrus im September 2019 beendet gewesen sei, habe sich Carter geschworen, nie wieder eine Beziehung in der Öffentlichkeit zu führen.

Dabei hatten die beiden Frauen durchaus versucht, alles aus den Medien fernzuhalten: "Aber es war, wie es eben war. Und es ist wirklich hart, eine Trennung im Blickpunkt der Öffentlichkeit durchzustehen", gesteht Carter.

Im August 2019 hatte Cyrus bekannt gegeben, dass die Ehe zu Schauspieler Liam Hemsworth gescheitert sei. Es folgte die Kurzbeziehung mit Carter. Seit Anfang Oktober 2019 ist Cyrus offenbar mit Sänger Cody Simpson liiert.

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10:08 Uhr

"Kein Rassist": Trump und Sohn von John Wayne verteidigen ihn

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John Wayne trat in mehr als 150 Filmen auf.

(Foto: imago images / United Archives)

John Wayne erlangte als raubeiniger Westernheld Berühmtheit. Doch war der US-Schauspieler auch ein Rassist? In einem Interview sagte der Hollywoodstar einst, das Weiße Schwarzen überlegen seien. Die Demokraten fordern deshalb, den nach John Wayne benannten Flughafen in Kalifornien umzubenennen.

Doch gegen den Vorstoß regt sich Widerstand. "John Wayne war kein Rassist", sagte nun der Sohn der Filmlegende, Ethan Wayne, dem Promiportal "TMZ". "Diejenigen, die ihn kannten, wussten, dass er jeden als Individuum beurteilte und glaubte, jeder verdiene die gleiche Chance", so der 58-Jährige. Sein Vater habe in keiner Weise "die 'weiße Vorherrschaft'" unterstützt und geglaubt, "dass verantwortungsbewusste Menschen ohne Gewaltanwendung an die Macht kommen sollten".

Auch US-Präsident Trump schaltete sich ein. Auf Twitter bezeichnete er den Vorschlag der Demokraten als "unglaubliche Dummheit". Trump hat sich bei früheren Gelegenheiten selbst als Fan des 1979 verstorbenen Schauspielers bezeichnet.

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09:27 Uhr

Im Norden und Westen zeigt sich die Sonne nur kurz

Heute erwarten uns zweigeteilte Aussichten: Im Süden und Osten wird es verbreitet sommerlich schön mit 9 bis 13 Sonnenstunden. Im Norden und Westen sieht es hingegen ganz anders aus. Hier überwiegen die Wolken und bringen zeitweise auch mal Regen oder Nieselregen mit. Dementsprechend zeigt sich die Sonne ebenfalls verhaltener bei 1 bis 6 ungetrübten Betriebsstunden. Zudem weht ein teilweise starker bis stürmischer Wind, der insbesondere an den Küsten sowie auf den höheren Mittelgebirgen auch mit Sturmböen einhergehen kann.

Die Temperaturen erreichen dabei zwischen 18 Grad im windig-kühlen Norden und 27 Grad am Oberrhein.

Die weiteren Aussichten: Morgen im Süden erneut lange schön bei Spitzenwerten bis 31 Grad. Ansonsten ist es wechselhafter mit teils gewittrigen Regengüssen. Am kühlsten zeigt sich nach wie vor der Norden bei 20 Grad.

Am Donnerstag sorgt eine Kaltfont auch im Süden für kühlere Werte und zum Teil für kräftige Schauer und Gewitter bei Höchstwerten zwischen 18 und 26 Grad. Kurzum: Unser Sommer bleibt launisch. Ihr Björn Alexander

08:42 Uhr

Sorge vor Pandemie: Neue Art der Schweinegrippe entdeckt

In China haben Wissenschaftler eine neue Art der Schweinegrippe entdeckt, die eine Pandemie auslösen könnte. Das Virus mit dem Namen G4 besitze "alle wesentlichen Eigenschaften, um Menschen infizieren zu können", schrieben die Forscher in einem Artikel in der US-Fachzeitschrift PNAS. G4 stamme vom H1N1-Virus ab, das bereits 2009 eine Pandemie auslöste.

Für die Studie nahmen Forscher 30.000 Nasenabstriche von Schweinen in Schlachthöfen in zehn chinesischen Provinzen. Dabei konnten 179 verschiedene Schweinegrippe-Viren isoliert werden. Die meisten davon waren von einer neuen Art, die seit 2016 vermehrt bei Schweinen auftritt.

Tests zeigten auch, dass jegliche Immunität, die Menschen durch die saisonale Grippe gewinnen, keinen Schutz vor G4 bietet. Den Wissenschaftlern zufolge waren bereits 10,4 Prozent der Schweinehalter infiziert.

Die Hauptsorge der Wissenschaftler ist, dass das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Es sei besorgniserregend, dass sich das Virus an den Menschen anpasse, schrieben die Forscher.

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08:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

die Diskussion über eine Wahlrechtsreform, mit der ein weiteres Aufblähen des Bundestags verhindert werden soll, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Die Spitze der Unionsfraktion will dazu heute in der Fraktionssitzung drei Modelle zur Debatte stellen. Zudem feiern zwei ehemalige Profisportler Geburtstag. Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher ist nun 45 Jahre alt, der frühere Schwergewichtsboxer Mike Tyson hat 54 Lenze auf dem Buckel.

Folgende Termine stehen auf dem Programm:

  • Die Bundesregierung und die Bahnwirtschaft starten einen neuen Anlauf, um den Zugverkehr klimaschonender und zuverlässiger zu machen. Dazu unterzeichnen sie in Berlin einen sogenannten "Schienenpakt".
  • Die für den Mindestlohn zuständige Kommission legt ihre Empfehlung für die weitere Entwicklung der allgemeinen Lohnuntergrenze vor.
  • In China wird mit der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitsgesetzes für Hongkong gerechnet.
  • Bayerns Kabinett will ein Konzept für landesweite Corona-Tests beschließen.

Bis 14 Uhr versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de. Los geht's.

07:54 Uhr

Parkbesucherin von Bison aufgespießt

Im Yellowstone-Nationalpark im US-Bundesstaat Wyoming werden Besucher darauf hingewiesen, zu den dort lebenden Wildtieren einen Mindestabstand von 22 Metern einzuhalten. Eine 72-Jährige hat diese Regel nicht beherzigt. Weil die Kalifornierin einem Bison zu nahe kam, wurde sie von dem Tier kurzerhand auf die Hörner genommen. Das teilte die Parkverwaltung in einem Statement mit.

Demnach näherte sich die Frau auf einem Campingplatz mehrmals bis auf drei Meter dem Tier, um Fotos zu machen. Dadurch fühlte sich der Bison offenbar bedroht und griff an. Die Frau erlitt bei der Attacke mehrere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Informationen zum Gesundheitszustand der Frau teilte die Parkverwaltung nicht mit.

"Bisons sind wilde Tiere, die auf Bedrohungen reagieren, indem sie aggressive Verhaltensweisen zeigen", heißt es in der Mitteilung. "Wenn dies nicht dazu führt, dass sich die Bedrohung (in diesem Fall war es eine Person) entfernt, kann ein bedrohter Bison angreifen."

07:10 Uhr

Ehefrau von Dr. Dre reicht Scheidung ein

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Dr. Dre und Nicole Young sind seit 24 Jahren verheiratet.

(Foto: imago/Future Image)

Seit 24 Jahren sind sie verheiratet, nun ist anscheinend alles aus: Nicole Young, Ehefrau von Rap-Mogul Dr. Dre, hat offenbar die Scheidung eingereicht. Das berichtet unter anderem das US-Promi-Portal "TMZ". In den Gerichtsdokumenten habe Young als Grund für die Scheidung "unüberbrückbare Differenzen" angegeben, heißt es.

Dr. Dre (bürgerlich André Romelle Young) und Nicole Young heirateten im Mai 1996. Gemeinsam haben sie zwei erwachsene Kinder.

Die Scheidung könnte für den Musikproduzenten eine teure Angelegenheit werden. Die Noch-Eheleute sollen vor der Heirat keinen Ehevertrag geschlossen haben. Laut dem US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" beläuft sich das Vermögen von Dr. Dre auf rund 800 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 712 Millionen Euro.

Gut möglich, dass er sich also bald wieder ans Mischpult setzen muss, um Hits wie diesen zu produzieren.

06:13 Uhr

Verschwundene Studenten in Mexiko: Polizei fasst Kartellboss

Ein mutmaßlicher Anführer des Kartells Guerreros Unidos, das an der Entführung und mutmaßlichen Ermordung von 43 Studenten im Jahr 2014 beteiligt war, ist in Mexiko festgenommen worden. Entsprechende Medienberichte bestätigte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. José Ángel Casarrubias Salgado, genannt "El Mochomo", wurde demnach in dem Ort Metepec, 60 Kilometer westlich von Mexiko-Stadt, gefasst.

Der Fall hatte vor fast sechs Jahren weltweit Empörung ausgelöst. Polizisten hatten die 43 Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa in der Nacht zum 27. September 2014 in Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und dem Verbrechersyndikat Guerreros Unidos übergeben.

Den offiziellen Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und verbrannt. Unabhängige Untersuchungen zweifeln das allerdings an. Die Einzelheiten und Hintergründe der Tat sind noch immer unklar. Mehr als 140 Menschen wurden festgenommen, mindestens 77 von ihnen wurden wegen Verfahrensfehlern wieder freigelassen - in vielen Fällen wurden Aussagen mit Folter erzwungen. Verurteilt wurde bis heute niemand.

05:54 Uhr

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