Dienstag, 07. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Dienstag, der 7. April 2020

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Germanwings ist Geschichte.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine weitere Fluggesellschaft verschwindet vom Himmel: Die Lufthansa stellt den Betrieb ihres Tochterunternehmens Germanwings ein. Der Konzern will zudem die Flotte verkleinern und etliche Flugzeuge auch anderer Teilgesellschaften stilllegen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:17 Uhr

AKK fürchtet um ihre Frisur

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Könnte bald wie in den 80ern aussehen: CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Auswirkungen geschlossener Friseursalons spürt so mancher Politiker aktuell am eigenen Kopf. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sagte der "Saarbrücker Zeitung": "Wenn Friseure noch länger geschlossen sind, werde ich bald zumindest frisurtechnisch wieder wie in den 1980er Jahren aussehen." Sie lasse ihre Haare nun gezwungenermaßen wachsen, "was bei Kurzhaarfrisuren echt schwer ist", sagte die Verteidigungsministerin. "Morgens versuche ich sie irgendwie zu bändigen."

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer vermisse Friseurbesuche in der Corona-Krise bereits, sagte eine Sprecherin der Zeitung. Dreyer hoffe, "so gut es geht einen Bad-Hair-Day zu vermeiden".

Solche Probleme kennt Wirtschaftsminister Peter Altmaier nicht: "Da bin ich in einer guten Situation: Seit meiner Ernennung zum Bundesumweltminister im Jahre 2012 schneide ich meine wenigen verbliebenen Haare grundsätzlich selbst", sagte er. "Dennoch wünsche ich allen Friseurgeschäften von Herzen, dass sie schon bald wieder für ihre Kunden da sein können", betonte Altmaier.

21:49 Uhr

101-Jährige flüchtet aus Seniorenheim - aus wichtigem Grund

Das ist eine rührende Geschichte ohne Happyend.

Eine 101 Jahre alte Frau hat sich am Montag aus einem Braunschweiger Seniorenheim geschlichen - um ihrer Tochter zum Geburtstag zu gratulieren.

Sie habe dafür den Notausgang genommen, teilte die Polizei mit. Wenig später war eine Streifenbesatzung zu einer offensichtlich orientierungslosen älteren Dame gerufen worden. Bei den Beamten bestritt diese zunächst, in dem nahe gelegenen Altenheim zu leben. Im Gespräch mit der Tochter stellte sich aber heraus, dass sie dort seit zwei Wochen wohnt, ihre Tochter aber schmerzlich vermisst.

Zumindest aus dem Streifenwagen konnte sie ihre Tochter kurz sehen, bevor die Polizisten sie zurückfuhren.

21:14 Uhr

Passant entdeckt menschliches Skelett

Einen schrecklichen Fund hat ein Passant im niedersächsischen Nordenham gemacht. In einem trockenliegenden Graben entdeckte er eine skelettierte Leiche.

Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, sind die Todesursache sowie die Identität der oder des Verstorbenen zunächst unklar. Es wurde eine rechtsmedizinische Untersuchung angeordnet.

Einem Polizeisprecher zufolge wird auch geprüft, ob es sich um die menschlichen Überreste einer in den vergangenen Monaten vermissten Person handelt.

20:37 Uhr

Diplomat kassiert Corona-Eintrittsgeld für Konsulat

Wie so viele Menschen auf der ganzen Welt, hat auch der bulgarische Konsul in Den Haag während der Corona-Krise seinen Job verloren. Doch was ihn von allen anderen unterscheidet, ist, dass er daran selber schuld war.

Der Diplomat habe verlangt, dass Besucher des Konsulats aus den Niederlanden sowie aus anderen Staaten ein von ihm wegen der Corona-Pandemie erfundenes Eintrittsgeld für das Konsulat in Höhe von zehn Euro pro Person zahlten. Bulgaren habe er zum halben Preis eingelassen, teilte das Außenministerium in Sofia mit.

Diese Praxis sei völlig unvereinbar mit dem bulgarischen diplomatischen Dienst, erläutert das Ministerium. Gegen den Konsul wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Es war vorerst unklar, wie viele Personen die rechtswidrige Gebühr bezahlt haben sowie wofür der Konsul das Geld verwendet hat.

19:45 Uhr

Mann sticht auf Supermarktmitarbeiter ein - wegen Corona-Regeln

In Bielefeld hat ein junger Mann einem Supermarktmitarbeiter bei einem Streit um eine Corona-Regel mit einem Messer ins Bein gestochen. Der Täter floh.

Der 52-jährige Mitarbeiter stand bei dem Vorfall am Montagnachmittag am Eingang, als er einen jungen Mann bat, das Geschäft nicht über den Eingang, sondern den Ausgang zu verlassen. Grund dafür waren Corona-Sicherheitsregelungen. Laut Polizei sei das der Auslöser für den nachfolgenden Streit gewesen, bei dem der Mitarbeiter dann verletzt wurde.

Die Polizei fahndet nach dem Täter, der etwa 1,70 Meter groß, zwischen 20 und 25 Jahre alt war und eine dunkle Winterjacke trug. Er hatte schwarze Haare und einen schwarzen Oberlippenbart. Er hatte ein südländisches Erscheinungsbild. Hinweise zu dem Täter nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0521-5450 entgegen.

19:07 Uhr

Kronprinzessin Mette-Marit macht Skiurlaub - trotz Corona-Krise

Eigentlich sind die Skipisten rund um Oslo um diese Jahreszeit prall gefüllt, derzeit gibt es dort aber nur drei Menschen weit und breit: Ausgerechnet Norwegens Kronprinzenfamilie bestehend aus Prinzessin Mette-Marit, Prinz Haakon und Tochter Prinzessin Ingrid Alexandra.

Mette-Marit postete von ihrem Trip eine Bildstrecke auf Instagram und war sichtlich stolz, dass sie trotz ihrer Lungenfibrose den Berg offenbar ohne Lift erklimmen konnte.

"Ich habe es bis auf den Gipfel geschafft", schrieb die Prinzessin, die ihren Familienausflug von ihrer Heimat auf Gut Skaugum in der Nähe der norwegischen Hauptstadt startete. "Wie schön ist doch Ostern in Oslo. Denkt daran, aufeinander zu achten und zwei Meter Abstand zu halten von denen, die ihr mögt, aber mit denen ihr nicht zusammenwohnt, und zu allen anderen auch", fügte Mette-Marit zu ihrem Post hinzu.

*Datenschutz

18:33 Uhr

Trump teilt gegen WHO aus

Donald Trump sucht weiter nach dem Schuldigen; diesmal muss die WHO Kritik einstecken. Der US-Präsident wirft der Weltgesundheitsorganisation im Umgang mit dem Coronavirus Versagen und übermäßige China-Hörigkeit vor.

Die Organisation habe es "wirklich vermasselt", schrieb Trump auf Twitter. Obwohl die USA einen großen Teil des WHO-Budgets zahlten, sei die Organisation zu sehr auf China ausgerichtet. "Wir werden uns das gut ansehen", schrieb er weiter. Die Empfehlung der WHO, die Grenzen nicht für Reisende aus China zu schließen, sei "falsch" gewesen. "Wieso gaben sie uns so eine falsche Empfehlung?", fragte Trump.

17:56 Uhr

Neuseelands Gesundheitsminister missachtete Corona-Regeln

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Neuseeland Gesundheitsminister Clark zeigt Reue.

(Foto: Wikipedia / Weirdgoingpro)

Neuseelands Gesundheitsminister David Clark hat sich nach eigenen Verstößen gegen die Corona-Ausgangssperre reumütig als "Idioten" bezeichnet - und darf seinen Job behalten. Er habe Regierungschefin Jacinda Ardern gebeichtet, dass er entgegen den Regeln mit seiner Familie 20 Kilometer weit zum Strand gefahren sei, und ihr deshalb seinen Rücktritt angeboten, erklärte Clark. Anstelle seiner Rolle als Vorbild gerecht zu werden, habe er sich wie ein "Idiot" benommen und "das Team" im Stich gelassen - "in einer Zeit, in der wir von den Neuseeländern historische Opfer verlangen", erklärte Clark weiter. Die Ausgangsbeschränkungen in Neuseeland sehen vor, dass sich Familien stets in der Nähe ihres Zuhauses aufhalten müssen.

17:24 Uhr

Trumps Sprecherin Grisham verlässt ihren Posten

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Trumps Sprecherin Grisham räumt ihren Posten, bleibt aber im Weißen Haus.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Stephanie Grisham räumt nach weniger als einem Jahr ihren Posten.

Sie werde ab sofort als Stabschefin für Melania Trump arbeiten, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf das Büro der First Lady berichteten. Grishams Nachfolge solle "in den kommenden Tagen" angekündigt werden, hieß es weiter.

Dem US-Nachrichtensender CNN zufolge hing Grishams Abgang mit der Neubesetzung des Postens von Trumps Stabschef zusammen. Dort löste der frühere Abgeordnete Mark Meadows unlängst Mick Mulvaney ab.

17:14 Uhr
Breaking News

Lufthansa stellt Tochter Germanwings ein

Als Reaktion auf die Corona-Krise schließt die Lufthansa den Flugbetrieb ihrer Kölner Tochter Germanwings. Zudem sollen etliche Flugzeuge auch anderer Teilgesellschaften stillgelegt werden, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:46 Uhr

Polizei: "Ein Buch auf einer Bank lesen ist nicht erlaubt"

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Verboten!

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Liebe Leserinnen und Leser, stellen Sie sich vor, Sie haben einen Monat auf einer unbewohnten Insel ohne Internet verbracht. Und das Erste, was Sie nach Ihrem Digital Detox lesen, ist dieser Tweet der Polizei München.

 

15:56 Uhr

Covid-19: Veronica Ferres trauert um zwei Freunde

Schwere Zeiten auch für Veronica Ferres. Die Schauspielerin postete ein Bild von sich, dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und dessen an Covid-19 verstorbenen Lebensgefährten Jörn Kubicki auf Instagram. Dazu schrieb sie in eindringlichen Worten: "Ich habe in einer Woche zwei gute Freunde verloren. Vor neun Tagen starb Jörn - ein großartiger Mann, den ich sehr vermisse."

Sie sei erschüttert und könne das alles immer noch nicht begreifen. Diese Vorfälle hätten ihr noch mehr bewusst gemacht, wie wichtig es sei, dass man die Corona-Ausbreitung verlangsamen könne: "Also: Begebt euch (so gut es geht) nicht unter Menschen! Bitte haltet euch daran. Wir können damit Leben retten."

Vor wenigen Tagen postete Ferres ein Foto von dem ebenfalls an Covid-19 verstorbenen Star-Wars-Schauspieler und Dialekt-Coach Andrew Jack und schrieb dazu: "Mein Herz ist gebrochen. Ich habe einen guten Freund und eine unglaubliche Person verloren.

*Datenschutz

15:29 Uhr

Allergiker aufgepasst: Vorsicht vor diesem Brotaufstrich

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Dieser Brotaufstrich ist vom Rückruf betroffen.

Die Firma Bio Gourmet aus Erdmannhausen in Baden-Württemberg hat einen Brotaufstrich zurückgerufen. Betroffen sei das Produkt "Paprika & Cashew" im Glas mit der Charge "irm" und dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18. März 2021, teilte das Unternehmen mit. Wegen eines falschen Etiketts sei das in dem Aufstrich enthaltene Allergen Sesam nicht deklariert worden. Für Menschen ohne Sesam-Allergie sei das Produkt aber uneingeschränkt zum Verzehr geeignet. Betroffen seien Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Kunden können den Aufstrich auch ohne Kassenbon zurückgeben und erhalten Ersatz.

14:42 Uhr

14-Jähriger leitete Kinderporno-Ring

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Der 14-Jährige überredete zwei Mädchen dazu, Kinderpornos zu drehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Polizei in Baden-Württemberg ist ein Schlag gegen einen Kinderpornoring gelungen. Besonders brisant: Der Haupttäter ist selbst noch minderjährig. Die Ermittlungen richten sich gegen den zur Tatzeit 14-Jährigen sowie 41 weitere Verdächtige, teilte die Polizei in Freiburg mit.

  • Der Jugendliche verkaufte kinderpornografisches Material über das Internet. Er soll zwei Mädchen im Kindesalter dazu überredet haben, ihm selbst hergestellte kinderpornografische Bilder und Videos zu übersenden.
  • Insgesamt 31 Männer im Alter von 16 bis 58 Jahren konnten identifiziert werden, die von dem Jungen dieses Bild- und Filmmaterial kauften.
  • Die Geschäfte liefen über virtuelle Währungen im Internet ab. Um das virtuelle Geld in reales umzuwandeln, verkaufte der Teenager Gutscheine an andere Jugendliche, die von den Geschäften des Hauptverdächtigen wussten und teilweise selbst Kinderpornografie vertrieben.
  • Der Hauptverdächtige wurde inzwischen nach Jugendstrafrecht schuldig gesprochen. Er musste eine Geldauflage zahlen und Schmerzensgeld leisten. Gegen die neun anderen Jugendlichen wurden erzieherische Maßnahmen ergriffen. Die Ermittlungen gegen die weiteren Verdächtigen laufen noch.
Mehr dazu lesen Sie hier.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den sonnigen Feierabend, ich übernehme seinen Platz in der Redaktion und begleite Sie noch bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:01 Uhr

Einige private Arbeitgeber wollen keine Bonuszahlung für Pflegekräfte

Bei der Zahlung einer Sonderprämie für Pflegekräfte stellt sich ein Teil der Arbeitgeber quer. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) erklärte, es müsse jetzt klargestellt werden, "wo das Geld herkommt". Das Bundesgesundheitsministerium müsse sagen, "in welcher Höhe und für wen diese zusätzliche Prämie finanziert wird", verlangte Verbandspräsident Bernd Meurer.

Den von der Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) und der Gewerkschaft Verdi verhandelten Spezial-Tarifvertrag für die Bonuszahlung bezeichnete Meurer als "Klamauk". Das gelte auch für das Vorhaben von BVAP und Verdi, den Tarifvertrag für allgemein verbindlich erklären zu lassen. Gleichwohl betonte Meurer eine "Prämie für die in dieser Zeit hart arbeitenden Pflegekräfte" sei "unstrittig".

13:36 Uhr

Betrunkener schießt Nachbarin bei Gartenarbeit an

Mit einer Druckluftwaffe soll ein betrunkener 61-Jähriger seiner 81-jährigen Nachbarin ins rechte Bein geschossen haben, während sie in einem Blumenbeet arbeitete. Ein Projektil wurde im Beet gefunden, eine dazu passende Waffe fand die Polizei bei einer Durchsuchung in der Wohnung des Tatverdächtigen, teilte die Polizei mit. Die Frau erlitt bei dem Vorfall am Montagabend eine blutende Wunde am Oberschenkel. Der Tatverdächtige bestritt, seine Nachbarin angeschossen zu haben. Er musste die Waffe abgegeben, für die er keine gültige Waffenkarte hatte. Jetzt wird gegen ihn wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ermittelt.

13:08 Uhr

Sechs Millionen Menschen leben in überbelegten Wohnungen

Nicht nur in Zeiten von gewünschter sozialer Distanz sind enge Wohnverhältnisse eine besondere Belastung - mit Stand Ende 2018 waren davon rund sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen. Damit lebten 7,4 Prozent der Bevölkerung in überbelegten Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt berichtete. Bei den Alleinerziehenden war dieser Anteil besonders hoch: 20 Prozent von ihnen lebten mit ihren Kindern auf beengtem Raum - verbunden mit dem damit einhergehenden Mangel an Privatsphäre. Im europäischen Vergleich sei der deutsche Wert aber ein geringer Anteil, hieß es: Der EU-28-Durchschnitt lag den Angaben zufolge bei 15,5 Prozent. Bei den Alleinerziehenden betrug der Durchschnitt 22,4 Prozent. Als überbelegt gilt eine Wohnung dann, wenn sie über zu wenige Zimmer im Verhältnis zur Zahl der Bewohner verfügt.

12:43 Uhr

Wirbelsturm "Harold" wütet über Vanuatu

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Auf Vanuatu stürzten Häuser ein und es kam zu Sturzfluten.

(Foto: WATAS CELAC via REUTERS)

Zyklon "Harold" hat bei seinem Durchzug über Vanuatu schwere Verwüstungen angerichtet, Menschen kamen ersten Berichten zufolge aber nicht zu Schaden. Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 235 Kilometern pro Stunde sei der Zyklon "Harold" auf der Insel Santo auf Land getroffen, teilte der Wetterdienst mit. Von dort bewegte er sich langsam südöstlich in Richtung der Hauptstadt Port Vila weiter. Die Behörden warnten vor zerstörerischen Stürmen und Überschwemmungen. Inselbewohner posteten Fotos, die Überschwemmungen und beschädigte Gebäude zeigten. Zu Toten oder Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Vanuatu ist ein Archipel aus 83 Inseln mit rund 300.000 Einwohnern und liegt etwa 2000 Kilometer nordöstlich der Ostküste Australiens.

12:21 Uhr

Wenn das Coronavirus Musik wäre - so würde es klingen

Gleich vorab: Drücken Sie doch schon mal den Play-Button und hören Sie rein:

Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Boston ist es gelungen, Schwingungen der aus Aminosäuren bestehenden Proteine hörbar zu machen und sie in Musik zu übersetzen. Solche Spike-Proteine finden sich auch im Coronavirus wieder. Entsprechend lässt sich Sars-CoV-2 ebenfalls in eine "vielschichtige algorithmische Komposition" übertragen.

"Wenn Sie sich das Protein anhören, werden Sie feststellen, dass das komplizierte Design zu unglaublich interessanten und tatsächlich angenehmen, entspannenden Klängen führt", sagte der MIT-Chemiker Markus J. Buehler zu dem fast zwei Stunden langen Ergebnis.

11:56 Uhr

Deutscher Hollywood-Komponist Hans Zimmer lässt sich scheiden

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Hans Zimmer

(Foto: imago images / Cronos)

Kein Deutscher war öfter für einen Oscar nominiert als Hans Zimmer. Der Komponist ist eine Hollywood-Größe, wenn es um Filmmusik geht. Privat scheint es beim 62-Jährigen allerdings zu kriseln. Laut "TMZ" hat Zimmer vor dem Obersten Gerichtshof in Los Angeles Dokumente eingereicht, um sich von Suzanne Zimmer scheiden zu lassen. Suzanne ist Zimmers zweite Frau. Er war zuvor mit Vicki Carolin verheiratet. Sie ließen sich 1992 scheiden. Der Komponist hat eine erwachsene Tochter mit Vicki und vier Kinder mit Suzanne.

11:27 Uhr

Betreiber von Darknet-Bunker angeklagt

Weil sie in einem ehemaligen Bundeswehrbunker in Rheinland-Pfalz ein Rechenzentrum für illegale Webseiten betrieben haben sollen, hat die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz Anklage gegen acht mutmaßliche Täter erhoben. Die Gruppe soll kriminellen Kunden Schutz vor staatlichen Zugriffen gegeben haben, wie die Anklagebehörde und das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt (LKA) mitteilten. Damit leisteten sie laut Anklage Beihilfe zu den von den Kunden begangenen Straftaten, weil sie diese durch ihre Server maßgeblich unterstützt und gefördert hätten. Unter den illegalen Webseiten hätten sich zahlreiche Drogenmärkte im Darknet befunden.

11:03 Uhr

Florian Silbereisen offen für neue Beziehung

Florian Silbereisen hat sich trotz seiner vielen Arbeit offen für eine neue Beziehung gezeigt. "Liebe hat für mich nichts mit Zeit zu tun und planen kann man sowieso nicht", sagte der 38-Jährige dem Magazin "Bunte". "Flirten ist doch was Schönes - ich habe nicht vor, ins Kloster zu gehen." Er und seine Exfreundin Helene Fischer seien "beste Freunde" und tauschten sich regelmäßig aus, sagte Silbereisen.

In der Corona-Krise sieht der Moderator, Schlagersänger und Schauspieler seine Arbeit zwiespältig. "Als Unterhalter fühlt man sich zum einen völlig überflüssig - andererseits wird man gerade jetzt auch gebraucht", sagte er. Niemand wisse, wie die Welt danach aussehen werde. "Wir werden gemeinsam die Krise meistern und irgendwann wieder zusammen lachen und feiern", sagte Silbereisen.

11:00 Uhr

Japan ruft Notstand aus

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand für Tokio und sechs andere Provinzen ausgerufen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:38 Uhr

SPD-Flügel pocht auf Abmachung zur Flüchtlingsaufnahme

Der linke Flügel der SPD-Bundestagsfraktion will eine rasche Umsetzung der Abmachung mit der Union, Hunderte unbegleitete Kinder aus den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln aufnehmen zu wollen. "Der deutsche Anteil der 1600 Kinder, auf deren koordinierte Aufnahme sich eine europäische Koalition der Willigen geeinigt hat, muss schnellstmöglich in einer Koalition der Handelnden nach Deutschland kommen", forderte die Parlamentarische Linke. "Die Aufnahme dauert schon viel zu lange."

Ein negativer Test auf das Coronavirus sei als Voraussetzung ebenso unabdingbar wie Sicherheitsmaßnahmen nach der Ankunft in Deutschland. Die Parlamentarische Linke unter Vizefraktionschef Matthias Miersch umfasst mit 72 Abgeordneten fast die Hälfte der SPD-Fraktion.

10:10 Uhr

Western-Schauspieler James Drury ist tot

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James Drury als "The Virginian"

(Foto: dpa)

"Die Leute von der Shiloh Ranch" war eine bekannte Western-Serie in den 1960er Jahren. James Drury, in der Rolle des Cowboys "Virginian", war ein wichtiger Bestandteil. Der amerikanische Schauspieler ist nun im Alter von 85 Jahren gestorben. Nach Angaben seiner Assistentin Karen Lindsey starb er am Montag in seinem Haus im texanischen Houston, wie das US-Branchenblatt "Hollywood Reporter" berichtete. Der gebürtige New Yorker kam in den 1950er Jahren nach Hollywood, wo er in Filmen wie "Die Saat der Gewalt", "Alarm im Weltall" und "Pulverdampf und heiße Lieder", dem ersten Spielfilm mit Elvis Presley, auftrat.

09:47 Uhr

44 Bullen bei verheerendem Stallbrand getötet

Beim Brand eines Kuhstalls in Ellewick (Kreis Borken) sind 44 Bullen und ein Esel verendet. Die Anwohner des Hofes blieben unverletzt, wie die Polizei mitteilte. Ein Traktor, der sich in dem circa 20x40 Meter großen Rinderstall befand, brannte vollständig aus. Insgesamt 84 Feuerwehrleute waren die ganze Nacht im Einsatz.

Die Löscharbeiten dauerten bis zum Morgen an, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr. Erst am Dienstagmorgen gegen 8.15 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatzort wieder verlassen. Die Brandursache ist noch unklar. Hinweise auf Brandstiftung gebe es laut Polizei aktuell nicht. Der Gesamtschaden liegt bei rund 400.000 Euro.

09:21 Uhr

Oscar-Preisträger spielt virtuelles Bingo mit Senioren

Oscar-Preisträger Matthew McConaughey hat virtuelles Bingo mit Senioren aus seinem US-Heimatbundesstaat Texas gespielt. In einem Videoanruf fungierte der Schauspieler als Spielmeister und las den Senioren die Bingo-Zahlen vor. Das zeigte ein Video, das das Seniorenheim auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte.

Der Schauspieler hat sich bereits in der Vergangenheit darum bemüht, anderen Menschen ihre Ängste in der Corona-Pandemie etwas zu nehmen. "In diesen verrückten Zeiten, in denen wir uns mit dem Coronavirus herumschlagen, sollten wir auf uns selbst und aufeinander aufpassen", hatte McConaughey in einem Instagram-Video gesagt, das er Ende März veröffentlichte.

09:11 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

Betrüger wollten weltgrößte Statue für vier Milliarden verkaufen

Die Statue der Einheit zeigt den indischen Unabhängigkeitskämpfer und Politiker Vallabhbhai Patel. Sie ist mit 182 Meter Höhe die größte Statue der Welt. Die indische Polizei hat diese Woche ein Verfahren gegen Online-Betrüger eingeleitet, die versucht hatten, die Statue für vier Milliarden US-Dollar zu verkaufen.

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Fast doppelt so hoch wie die New Yorker Freiheitsstatue - die Statue der Einheit.

(Foto: REUTERS)

Dabei war der Hintergedanke ganz solidarisch. Der Erlös sollte dazu verwendet werden, die Regierung des Bundesstaates Gujarat bei der Finanzierung ihres Kampfes gegen das Coronavirus zu unterstützen.

08:08 Uhr

dm-Chef erklärt leere Klopapier-Regale

Einen Engpass beim Klopapier gibt es laut Industrie nicht, die Regale in Supermärkten und Drogerien sind dennoch oft leer. dm-Geschäftsführer Christoph Werner hat dem "Handelsblatt" erklärt, warum das so ist. Dafür gebe es laut Werner zwei Gründe:

Zum einen wird zu Hause tatsächlich mehr Klopapier benötigt. "Bisher ist es ja so gewesen, dass Menschen zum Teil zu Hause waren und zum Teil in der Gastronomie, am Arbeitsplatz oder auch in Hotels, bei Veranstaltungen - und da die Toiletten benutzt haben", erklärte Werner. "Und jetzt haben wir die Situation, dass die Menschen vor allem zu Hause sind und nicht mehr woanders auf die Toilette gehen. Das heißt, die Menschen erleben bei sich, dass das Toilettenpapier schneller zur Neige geht als sonst."

Zum anderen wurden durch die anfänglichen Hamsterkäufe die Puffer, mit denen eine erhöhte Nachfrage abgefangen werden soll, bei den Zulieferungen aufgebraucht. So wird neu geliefertes Toilettenpapier nicht mehr gelagert, sondern geht direkt in den Verkauf.

07:44 Uhr

Der Süden erlebt den ersten Sommertag des Jahres

Heute bleibt es im Süden nicht nur sonnig, sondern es wird sogar noch etwas wärmer als gestern. Von Darmstadt bis nach Stuttgart und bis zur Schweizer Grenze könnte es mit 25 Grad oder etwas mehr den ersten Sommertag des Jahres geben. In der Nordhälfte sind dagegen neben einer leichten Abkühlung vorübergehend auch ein paar Wolken und im Emsland anfangs auch Nebelfelder dabei. Die Temperaturen bringen es an den Küsten auf 13 Grad, in Hamburg auf 19 Grad und am Oberrhein auf bis zu 26 Grad.

Die weiteren Aussichten: Es bleibt überwiegend freundlich bis sonnig und von ganz vereinzelten Schauern mal abgesehen auch trocken. Und auch die frühlingshaften bis frühsommerlichen Temperaturen bleiben uns meistens erhalten. Morgen bei 18 bis 25 Grad. Am Donnerstag und Karfreitag geht es an den Küsten bei 10 bis 13 Grad nach wie vor frisch weiter, während am Rhein bis zu 25 Grad möglich sind.

Ihr Björn Alexander

07:18 Uhr

Vermisste Kennedy-Enkelin tot aufgefunden

Seit dem vergangenen Donnerstag gilt die Enkelin von US-Senator Robert F. Kennedy als vermisst. Nach einem Kanu-Unfall ist sie unauffindbar. Jetzt haben Rettungskräfte nach tagelanger Suche die Leiche von Maeve Kennedy McKean gefunden. Von ihrem achtjährigen Sohn Gideon fehlt weiter jede Spur.

Die McKeans, die zu der in den USA legendären Kennedy-Familie gehören, waren wegen der Corona-Pandemie aus der Hauptstadt Washington zeitweise in ein Haus der Familie an der Chesapeake Bay gereist - einer Bucht, die in den Atlantik mündet. Die Kinder sollten dort nach Angaben von McKeans Mann David mehr Platz haben. Mutter und Sohn kehrten am Donnerstag nicht zu dem Anwesen der Familie zurück, nachdem sie mit einem Kanu einen Ball aus der Bucht holen wollten.

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07:09 Uhr

Das wird heute wichtig

Gute Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind wohlauf und bleiben das auch. Das Thema Coronavirus bestimmt weiterhin das Geschehen, daher möchte ich Ihnen unseren Liveticker ans Herz legen. Heute richten sich alle Augen auf London, denn dort liegt der am Virus erkrankte britische Premierminister Boris Johnson gerade auf der Intensivstation. Alle neuen Informationen zu seinem Gesundheitszustand werden wir Ihnen natürlich umgehend liefern.

Und das wird heute sonst noch wichtig:

  • Die Finanzminister der Eurogruppe und der übrigen EU-Länder beraten über weitere finanzielle Hilfen in der Corona-Wirtschaftskrise. Zur Debatte steht nach Angaben des Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno ein "Sicherheitsnetz" für EU-Staaten im Wert von rund einer halben Billion Euro.
  • Der Deutsche Ethikrat äußert sich zur Corona-Krise. In der politischen Debatte geht es unter anderem darum, wann und nach welchen Kriterien die massiven Alltags-Beschränkungen gelockert werden könnten.
  • Die Weltgesundheitsorganisation will einen Bericht zur globalen Situation der Pflegekräfte veröffentlichen.
  • Angesichts der Corona-Krise will das türkische Parlament über einen umstrittenen Gesetzentwurf zu vorzeitigen Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen debattieren.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Nachrichten bekommen Sie natürlich ebenfalls in "Der Tag". Kommen Sie gut in den Dienstag und bleiben Sie gesund.

06:52 Uhr

Drogenlabor bei kolumbianischem Botschafter entdeckt

Der kolumbianische Botschafter in Uruguay, Fernando Sanclemente, hat bei Präsident Iván Duque seinen Rücktritt eingereicht, weil auf einer Finca ein Drogenlabor entdeckt wurde. Berichten zufolge konnte dort mindestens eine Tonne Kokain pro Monat produziert werden, um dann über den Flughafen El Dorado in Bogotá ins Ausland transportiert zu werden.

Die Polizei hatte auf dem Grundstück der Familie Sanclemente in dem Departament Cundinamarca, 60 Kilometer von der Hauptstadt Bogotá entfernt, im Februar ein Labor entdeckt, in Brand gesteckt und fünf Personen festgenommen. Gegen Sanclemente wird nun ermittelt.

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06:35 Uhr

Medienaufseher starten Offensive gegen Porno-Portale

Pornoanbieter haben lange "gemacht, was sie wollen". Dieser Ansicht ist die Landesanstalt für Medien NRW (LfM). Die Medienaufseher wollen nun die großen Porno-Portale im Internet zwingen, die in Deutschland geltenden Jugendschutzvorgaben einzuhalten. Ein Bescheid an den vermutlichen Marktführer mit Sitz in Zypern sei bereits verschickt, sagte LfM-Chef Tobias Schmid in Düsseldorf. Die Behörde will zunächst die reichweitenstärksten Porno-Portale dazu zwingen, in ihren deutschsprachigen Angeboten eine wirksame Altersbeschränkung einzuführen. Der Zustand, dass in Deutschland Zehnjährige spielend leicht harte Pornografie konsumieren könnten, sei nicht hinnehmbar.

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06:10 Uhr

Kardinal Pell überraschend von Missbrauchsvorwürfen freigesprochen

Der australische Kardinal George Pell ist in einem Berufungsverfahren vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden. Das Oberste Gericht Australiens hob die bisherige Verurteilung des früheren Finanzchefs des Vatikans in allen Punkten auf. Weniger als drei Stunden nach dem Richterspruch kam der 78-Jährige dann auf freien Fuß.

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Auf freiem Fuß: Kardinal Pell.

(Foto: dpa)

Das Oberste Gericht gelangte zu dem Schluss, dass es keine hinreichenden Belege für die gegen den Kardinal vorgebrachten Anschuldigungen gebe. Es bestehe die "bedeutsame Möglichkeit", dass Pell als "unschuldige Person" verurteilt worden sei, hieß es in dem einstimmig ergangenen Urteil.

Pell war seit März 2019 in Haft gewesen. Er war der ranghöchste katholische Geistliche weltweit, der im Zuge der Missbrauchsskandale verurteilt worden war. Seine Haftstrafe belief sich auf sechs Jahre.

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05:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht