Der Tag
16. Februar 2023
DSCF2333-2-Zuschnitt-Autorenboxmit Friederike Zörner
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22:16 Uhr

Das war Donnerstag, der 16. Februar 2023

An einem Tag, der einige traurige und ernste Nachrichten parat hatte, lohnt sich vielleicht ein Blick zu den Närrinnen, Jecken und wie sie sonst so alle heißen. Der Straßenkarneval findet nach den Pandemie-Jahren wieder ohne Corona-Auflagen und mit einigem Frohsinn statt und das ist doch etwas, worüber man sich auch als Person, die Fasching nur im Kindergarten gefeiert hat (so wie ich), irgendwie freuen kann.

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Bewies Humor und kam mit einem relativ milden Urteil davon: Wolfgang Kubicki. (Foto: dpa)

Dazu passend möchte ich Ihnen auch diese Nachricht nicht vorenthalten: FDP-Politiker Wolfgang Kubicki muss 210 Liter Strafwein, Austern und Champagner an das traditionelle Narrengericht in Stockach (Kreis Konstanz) zahlen. Kubicki waren in der Verhandlung zuvor unter anderem Sexismus und die Gefährdung der politischen Kultur vorgeworfen worden - weil er die Meinungsfreiheit bis aufs Äußerte strapaziere. Der Beklagte plädierte für nicht schuldig. Fastnachts-Richter Jürgen Koterzyna zeigte sich gnädig und sprach Kubicki nur der Gefährdung der politischen Kultur schuldig. Der Bundestagsvizepräsident muss zudem an den Bodensee zurückkehren: Denn er darf auch noch als Eintänzer bei einer Stockacher Damenrunde auftreten. Der "Verurteilte" nahm den Rechtsspruch an.

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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

Das war Donnerstag, der 16. Februar 2023
21:50 Uhr

Urteil: Auch Beifahrer darf keine Blitzer-App nutzen

Ende Januar 2022 wird ein 64-jähriger Autofahrer aus dem Rhein-Neckar-Kreis von der Polizei angehalten. Er war mit seinem Pkw deutlich zu schnell durch Heidelberg gefahren. Als die Beamten ihn kontrollierten, schob er das Handy seiner Beifahrerin bewusst zur Seite. Die Polizisten entdeckten eine Blitzer-App auf dem Smartphone der Frau. Das Amtsgericht Heidelberg verhängte deswegen eine Geldbuße in Höhe von 100 Euro gegen den Autofahrer, die der Mann aber nicht zahlen wollte.

Jetzt hat das Oberlandesgericht Karlsruhe ein Urteil in der Sache gefällt: Die Nutzung einer Blitzer-App beim Autofahren ist demnach auch dann verboten, wenn ein Beifahrer die App auf seinem Handy laufen hat. Die Strafe sei damit rechtens. Die Straßenverkehrsordnung verbiete nicht nur einem Fahrer die Nutzung einer App mit Blitzer-Warnungen. Verboten sei auch, so eine App auf dem Handy eines anderen Fahrzeuginsassen aktiv laufen zu lassen.

Urteil: Auch Beifahrer darf keine Blitzer-App nutzen
21:14 Uhr

Bruce Willis hat Demenz

Ende März vergangenen Jahres muss Hollywood-Star Bruce Willis seine Karriere mit sofortiger Wirkung beenden. Der Grund, wie seine Familie seinerzeit in einem Statement öffentlich macht, ist eine Erkrankung namens Aphasie. Dabei handelt es sich um eine Sprachstörung, die durch eine Schädigung des Gehirns ausgelöst wird. Bei der betroffenen Person können Probleme mit dem Sprechen und dem Verstehen von Sprache auftreten. Dem Schauspieler ist es damit unmöglich, seinen Job auszuüben.

Knapp ein Jahr später kommt die nächste Schreckensnachricht für Freunde und Fans des 67-Jährigen: Willis leidet an frontotemporaler Demenz. Das teilten seine Ex-Frau Demi Moore, seine jetzige Frau Emma Heming Willis und andere Angehörige in den sozialen Medien mit. In einer Erklärung auf Instagram drückten sie ihre "tiefste Dankbarkeit für die vielen Liebesbekundungen" aus und erklärten, erleichtert zu sein, nun eine genaue Diagnose zu haben. Demnach seien die Kommunikationsschwierigkeiten des früheren Actionstars nur eines der Symptome, die mit Erkrankung einhergingen.

Bruce Willis hat Demenz
20:58 Uhr

Nancy Faeser "überrascht" über Unzufriedenheit der Länder

Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat die Entscheidung verteidigt, dass der heute abgehaltene Flüchtlingsgipfel ohne Bundeskanzler Olaf Scholz stattgefunden hat. Einige Länder und Kommunen hatten gefordert, dass das Thema Migration zur "Chefsache" gemacht werden müsse. Dazu sagte Faeser in der Sendung "RTL Aktuell": "Es geht darum: Wer hat denn seit Kriegsausbruch des furchtbaren Angriffskriegs Putins in der Ukraine die Arbeitsstrukturen mit den jeweiligen Ebenen gehalten? Das war das Innenministerium." Man habe seit Ausbruch des Krieges einen sehr engen Austausch mit den Ländern gepflegt und habe nun auch die Kommunen stärker einbinden wollen: "Deswegen glaube ich, war es sehr folgerichtig, dass mein Haus heute zu diesem Zusammentreffen auch eingeladen hat."

Verwunderung äußerte die SPD-Politikerin über die Kritik, dass die zugesicherten 2,75 Milliarden Euro des Bundes für die Unterbringung von Geflüchteten in diesem Jahr nicht reichen würden. "Dass man Mitte Februar eines Jahres, für das die 2,75 Milliarden zur Verfügung gestellt wird, sagt, das reicht nicht, das ist natürlich auch ein wenig - ich sage mal vorsichtig zurückhaltend - überraschend."

Nancy Faeser "überrascht" über Unzufriedenheit der Länder
20:47 Uhr

Bezug zu China? Biden äußert sich zu abgeschossenen Flugobjekten

Die drei rätselhaften, jüngst vom US-Militär abgeschossenen Flugobjekte waren US-Präsident Joe Biden zufolge höchstwahrscheinlich zu Forschungszwecken unterwegs. Nach Einschätzung der Geheimdienste gehörten sie wohl Privatunternehmen oder Forschungseinrichtungen, wie Biden in Washington sagte. "Wir wissen noch nicht genau, worum es sich bei diesen drei Objekten handelte, aber im Moment deutet nichts darauf hin, dass sie mit Chinas Spionageballonprogramm in Verbindung standen", sagte Biden weiter. Es spreche auch nichts dafür, dass sie zu Spionagezwecken im Auftrag eines anderen Landes unterwegs gewesen seien.

Nachdem das US-Militär am 4. Februar einen mutmaßlichen chinesischen Spionageballon abgeschossen hatte, holte es seit Ende vergangener Woche drei weitere bisher nicht identifizierte und kleinere Flugobjekte vom Himmel. Eines wurde über Alaska abgeschossen, eines über Kanada und eines über dem Huronsee, der zu den Großen Seen im Norden der USA an der Grenze zu Kanada gehört. Seitdem wurde über Ursprung und Zweck der Flugobjekte spekuliert.

Bezug zu China? Biden äußert sich zu abgeschossenen Flugobjekten
20:28 Uhr

Früherer Stabhochspringer Tim Lobinger gestorben

Tim Lobinger ist Medienberichten zufolge im Alter von 50 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Der ehemalige Hallenweltmeister im Stabhochsprung wurde nur 50 Jahre alt. In einem Statement der Familie gegenüber RTL/ntv heißt es: "Die ehemalige Stabhochsprung-Legende ist im engen Kreise friedlich eingeschlafen, er hat den Kampf nicht verloren, sondern auf seine Weise gewonnen."

Früherer Stabhochspringer Tim Lobinger gestorben
20:26 Uhr

Assad zynisch: Krieg hat Syrer auf Umgang mit Erdbeben vorbereitet

Wie zynisch kann ein Mensch sein? Syriens Präsident Baschar al-Assad hat in einer Fernsehansprache einen düsteren Zusammenhang hergestellt zwischen der Erdbeben-Katastrophe und dem von ihm befeuerten Bürgerkrieg im Land. Die Folgen des seit bald zwölf Jahren laufenden Krieges hätten die Bevölkerung auf die Erdbeben vorbereitet, sagte Assad in einer Ansprache im Staatsfernsehen. Er geht in dem Krieg mit mehr als 350.000 Toten seit 2011 brutal gegen die eigene Bevölkerung vor. Ihm werden etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit angelastet, darunter der Einsatz von Chemiewaffen. "Der Krieg, der Ressourcen erschöpfte und Fähigkeiten schwächte, hat der syrischen Gesellschaft die Erfahrung gegeben, um mit dem Erdbeben umzugehen", sagte Assad.

Bei den Beben in der türkisch-syrischen Grenzregion vor mehr als einer Woche waren laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO allein in Syrien bislang rund 5900 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl dürfte weiter steigen.

Assad zynisch: Krieg hat Syrer auf Umgang mit Erdbeben vorbereitet
20:04 Uhr

Klimaaktivisten kleben sich auf roten Teppich der Berlinale

Aktivisten der Klimagruppe Letzte Generation haben sich am Abend am Rande des roten Teppichs der Berlinale festgeklebt. Dort saßen ein junger Mann und eine junge Frau, als die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Eröffnungsfeier schon im Gebäude waren. Größere Störungen gab es nicht, wohl aber einige Protestrufe.

Die Letzte Generation fordert eine radikale Klimawende. Aktivistinnen und Aktivisten kleben sich immer wieder auch auf Straßen fest, um den Verkehr zu stören.

Klimaaktivisten kleben sich auf roten Teppich der Berlinale
19:38 Uhr

Tesla ruft mehr als 360.000 Autos zurück

Beim Superbowl stellt ein Werbespot den Full-Self-Driving-Modus (FSD) von Tesla als "eine Gefahr für die Allgemeinheit" dar. Jetzt folgen die Konsequenzen. Wie der US-Sender CNBC unter Berufung auf eine entsprechende Ankündigung berichtet, ruft der Autobauer freiwillig 362.758 Fahrzeuge zurück, die mit dem eigenständig fahrenden und steuernden Autopiloten ausgestattet sind. Das System FSD Beta könne Unfälle verursachen, weil entsprechende Fahrzeuge zum Teil geradeaus über eine Kreuzung fuhren, obwohl sie sich auf einer Abbiegespur befanden, sowie nicht ordnungsgemäß auf Stoppschilder und Ampelschaltungen reagierten, heißt es in einer Mitteilung der National Highway Traffic Safety Administration.

Die Gruppe der betroffenen Fahrzeuge umfasst die folgenden Jahre und Modelle: Model S und Model X (2016-2023), Model 3 (2017-2023) und Model Y (2020-2023), die mit FSD Beta ausgestattet sind oder dessen Einbau ansteht. Wie CNBC berichtet, kostet es Tesla-Eigentümer in den USA 15.000 Dollar im Voraus oder 199 Dollar pro Monat, das Fahrassistenzsystem zu installieren. "Die Besitzer müssen einen hohen Fahrsicherheitswert erreichen, der von der Tesla-Software, die ihre Fahrgewohnheiten überwacht, ermittelt wird, und diesen beibehalten, um Zugang zu FSD Beta zu erhalten."

Tesla wird die Fahrzeuge nun mit einem Software-Update ausstatten, um die Probleme zu beheben, heißt es in der Rückrufankündigung.

Tesla ruft mehr als 360.000 Autos zurück
19:20 Uhr

Langjährige Youtube-Chefin schmeißt hin

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Sie wolle sich auf ihre Familie, Gesundheit und persönliche Projekte fokussieren: Susan Wojcicki. (Foto: dpa)

1998 vermietet Susan Wojcicki ihre Garage an Larry Page und Sergey Brin. Es ist das erste Büro von Google. Kurz darauf wird Wojcicki eine der ersten Managerinnen der Internetfirma. Der Rest ist Geschichte. Jetzt folgt der Abschied: Nach neun Jahren an der Spitze von Googles Videoplattform Youtube räumt die 54-Jährige ihren Posten. Sie wolle sich auf ihre Familie, Gesundheit und persönliche Projekte fokussieren, schreibt sie in einem Blogeintrag. Neuer Chef wird Neal Mohan, der bereits einer der Top-Manager der Videoplattform war.

Unter Wojcicki war Youtube für den Internet-Riesen zu einer wichtigen Quelle von Werbeeinnahmen geworden. Im vergangenen Quartal etwa brachte der Dienst knapp acht Milliarden Dollar (rund 7,48 Mrd Euro) an Anzeigenerlösen ein. Wojcicki musste Youtube in den vergangenen Jahren aber auch durch verschiedene Turbulenzen führen. Unter anderem hatten Anzeigenkunden zeitweise ihre Werbung gestoppt, weil sie fürchteten, dass ihre Marken neben extremistischen Inhalten auftauchen könnten. Zuletzt brachte etwa die Popularität der Kurzvideo-App Tiktok neuen Konkurrenzdruck.

Langjährige Youtube-Chefin schmeißt hin
18:57 Uhr

Berliner Polizistin beschlagnahmte Koks und konsumierte es selbst

Eine Berliner Kriminalpolizistin soll beschlagnahmtes Kokain unterschlagen und zusammen mit Kollegen geschnupft haben. Bei der Durchsuchung von Wohn- und Diensträumen von drei Beamten am Morgen wurde bei der 44-jährigen Kriminalpolizistin eine "kokainsuspekte Substanz" gefunden, teilt die Polizei mit. Es bestehe der Verdacht, dass die Frau "von zuvor beschlagnahmtem Kokain etwas für sich behalten haben soll". Weiter hieß es: "Mit mehreren Polizeibeamten - namentlich bekannt sind bislang ein Kriminalpolizist und eine Schutzpolizistin - soll sie dieses Anfang Februar gemeinsam konsumiert haben." Die Polizei prüft dienstrechtliche Schritte und ermittelt strafrechtlich gegen die Kollegen.

Berliner Polizistin beschlagnahmte Koks und konsumierte es selbst
18:36 Uhr

RKI zur Corona-Lage: Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an

Gefühlt ist Corona längst "vorbei". Doch das ist leider nicht ganz so: Die bundesweite Corona-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) zwar weiterhin auf einem "vergleichsweise niedrigen Niveau". Die Sieben-Tage-Inzidenz sei in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche allerdings leicht angestiegen, schrieb das RKI in seinem wöchentlichen Bericht am Abend.

  • Der Anteil der bisher dominierenden Omikron-Linie BA.5 ging indes weiter zurück und lag in der Woche bis zum 5. Februar nur noch bei 54 Prozent. Der Anteil der Linien BA.2 und XBB.1 inklusive Sublinien stieg dagegen auf 22 und 20 Prozent.

  • Insgesamt ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen in Deutschland in der vergangenen Woche gestiegen. Sie liege "im oberen Wertebereich der vorpandemischen Jahre um diese Zeit".

  • Der Anteil der festgestellten Influenza B-Viren von allen Influenzaviren stieg laut RKI in den vergangenen Wochen erheblich an. Es bleibe daher wichtig, bei Symptomen Kontakte zu meiden und zu Hause zu bleiben.

RKI zur Corona-Lage: Sieben-Tage-Inzidenz steigt leicht an
18:11 Uhr

Lamm in Sachsen kommt mit sechs Beinen zur Welt

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Um "Dolly" das Laufen zu erleichtern, wurde ein Bein hochbandagiert. (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

"Es wollte von Anfang an einfach leben, und wir geben ihr jetzt die Chance dazu": In einem Schafstall in Torgau (Sachsen) ist ein Lamm mit sechs Beinen geboren worden. Züchter Bernd Tinter berichtet, dass es "Dolly" schwerfalle, zu saugen und allein aufzustehen. Damit sie sich besser bewegen kann, wurde ein Bein mit einem Verband hochgebunden.

Ein Tierarzt habe abgesehen von der Fehlbildung keine Probleme festgestellt. Das Tier sei wohlauf, hieß es. Unklar ist, wie sich die Behinderung künftig auf das Leben von "Dolly" auswirkt. Es wird davon ausgegangen, dass die Fehlbildung durch das Schmallenberg-Virus verursacht wurde. Der Erreger wird durch Insekten übertragen. Werden trächtige Schafe infiziert, kann das Virus in die Gebärmutter gelangen und am Embryo zu Missbildungen führen.

Lamm in Sachsen kommt mit sechs Beinen zur Welt
17:44 Uhr

Meloni sagt kurzfristig Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz ab

Auch Regierungschefinnen sind nicht vor Viruserkrankungen gefeit: Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni muss ihre Teilnahme an der Münchner Sicherheitskonferenz wegen einer Grippe absagen. Die Politikerin habe alle weiteren Termine in dieser Woche gestrichen, teilte ihr Amtssitz in Rom mit. Meloni steht seit Oktober an der Spitze einer Rechts-Regierung. Sie war als eine von rund 40 Staats- und Regierungschefs nach München eingeladen.

Dort steht dieses Jahr der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine im Fokus. Zuletzt hatte Melonis Koalitionspartner Silvio Berlusconi mit Bemerkungen über den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Empörung gesorgt. Der langjährige Regierungschef gab Selenskyj die Schuld an den vielen Toten und schlug vor, dass der Westen seine finanziellen und militärischen Hilfen stoppt. Meloni unterstrich dagegen ihre Unterstützung für Kiew.

Meloni sagt kurzfristig Teilnahme an Münchner Sicherheitskonferenz ab
17:29 Uhr

Joe Biden unterzieht sich Gesundheitscheck

Ist Joe Biden zu alt für sein Amt? Diese Frage begleitet den mittlerweile 80-jährigen Staatschef, seitdem er 2020 für das Amt kandidierte. Um die mögliche Verunsicherung in der Bevölkerung ob der Belastbarkeit von Präsidenten entgegenzuwirken, ist es in Washington inzwischen zu einer Art Ritual geworden, sich regelmäßig Gesundheitschecks zu unterziehen und die Ergebnisse mit der Öffentlichkeit zu teilen. Rechtlich vorgeschrieben ist das nicht.

Biden ging also heute ins Walter-Reed-Militärkrankenhaus nahe der Hauptstadt Washington, wo diverse medizinische Untersuchungen anstanden. Das Weiße Haus kündigte an, noch im Laufe des Tages - wie üblich - ein Ergebnis zu veröffentlichen. Biden war als ältester Präsident aller Zeiten ins Weiße Haus eingezogen. Der Demokrat hat bislang die Absicht erklärt, für eine zweite Amtszeit anzutreten. Eine endgültige Entscheidung dazu hat er noch nicht verkündet - der Entschluss wird mit Spannung erwartet. Angesichts seines hohen Alters gibt es selbst in Bidens eigener Partei Vorbehalte, ob er der beste Kandidat wäre. Bei der nächsten Präsidentenwahl 2024 wäre Biden 81 Jahre alt, beim Start in eine zweite Amtszeit 82, am Ende dann 86.

Joe Biden unterzieht sich Gesundheitscheck
17:06 Uhr

Jesus war Vorbild: Fastender Pastor stirbt nach 40 Tagen

In Mosambik ist nach Angaben eines Mediziners ein Pastor bei dem Versuch gestorben, 40 Tage "wie Jesus" zu fasten. Der Mann sei am Montag im Zentralkrankenhaus der Stadt Beira gestorben, sagte der Chefarzt des Krankenhauses, Neusa Joel. Der Pastor, der die evangelische Kirchengemeinde Santa Trindade in der Provinz Manica im Zentrum des südostafrikanischen Landes leitete, sei am 38. Tag des Fastens "in kritischem Zustand und mit kaum wahrnehmbaren Vitalzeichen" in das Krankenhaus gebracht worden, sagte Joel. Zwei Tage später sei der Mann an Organversagen gestorben.

Nach Angaben der Ehefrau habe der Pastor eine Passage aus dem Matthäus-Evangelium des Neuen Testaments nachahmen wollen, laut der Jesus 40 Tage und 40 Nächte in der Wüste fastete, ohne Brot zu essen oder Wasser zu trinken. Lokalen Medienberichten zufolge hatte der fastende Pastor keine Nahrung und kaum Flüssigkeit zu sich genommen. Familienmitglieder und Mitglieder der Kirchengemeinde hätten zu spät erkannt, dass der Pastor medizinische Hilfe benötigte.

Jesus war Vorbild: Fastender Pastor stirbt nach 40 Tagen
16:31 Uhr

Kohleofen explodiert direkt neben türkischem Minister

Beim Besuch des türkischen Gesundheitsministers in der Region Hatay kommt es zu einem kurzen Schreckmoment. Während Fahrettin Koca gerade vor der Kamera mit Rettungskräften spricht, explodiert ein in der Mitte der Gruppe stehende Kohleofen.

Kohleofen explodiert direkt neben türkischem Minister
16:06 Uhr

Iris Klein spricht Tacheles: Auszug und Scheidung

Wenn Sie jetzt diesen Tag-Eintrag lesen, geht es Ihnen vermutlich wie mir: Eigentlich interessieren Sie sich nicht sonderlich für Trash-TV-Formate und das Privatleben von Menschen, die Sie eigentlich gar nicht so richtig kennen, die aber irgendeine berühmte Verwandte haben. Aber dann sind Sie doch gefesselt von dem Ehedrama um Iris und Peter Klein und wollen auf dem neuesten Stand dieser real gewordenen Seifenopfer bleiben.

Von daher spanne ich Sie nicht länger auf die Folter: Iris Klein zieht einen Schlussstrich. Wie RTL berichtet, ist die Mutter von Daniela Katzenberger aus der gemeinsamen Finca auf Mallorca mit Noch-Ehemann Peter ausgezogen. Laut dem Sender ist sie entschlossener denn je, sich von dem vermeintlichen Ehebrecher scheiden zu lassen. Auf Instagram schreibt die 55-Jährige: "Wir waren grade essen und haben geredet. Er möchte alleine bleiben mit den Hunden auf der Finca. Und ja, wir werden uns definitiv scheiden lassen."

Iris Klein spricht Tacheles: Auszug und Scheidung
15:45 Uhr

Protestcamp in sächsischem Waldgebiet geräumt

Die Polizei hat das Protestcamp im Waldstück Heidebogen nördlich von Dresden geräumt. Am Nachmittag wurde die letzte Klimaaktivistin aus luftiger Höhe geborgen. Die Frau hatte sich in einer Dixi-Toilette verschanzt, die zwischen zwei Bäumen auf einer Palette schwebte. Wie die Polizei mitteilte, wurde bei der gesamten Räumungsaktion niemand verletzt.

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Mehrere Aktivistinnen und Aktivisten räumten das Camp schließlich freiwillig. (Foto: dpa)

Zuvor waren mehrere Aktivistinnen und Aktivisten der Aufforderung der Polizei gefolgt, die Baumhäuser freiwillig zu verlassen. Andere wurden von Beamten auf Hebebühnen gezogen und nach unten gebracht. Eine junge Frau hatte sich in der Spitze eines Baumes angeseilt und kletterte den Höhenrettern schließlich entgegen. Nun stehen nur noch Restarbeiten und die Rodung des Geländes an.

Seit gut eineinhalb Jahren hatten in dem Camp Naturschützer gegen den Kiesabbau in dem Waldstück protestiert. Zuletzt hielten sich noch etwa 30 Frauen und Männer dort auf. Auf Anordnung der Behörden wurde das Terrain seit Mittwoch beräumt.

Protestcamp in sächsischem Waldgebiet geräumt
15:32 Uhr

Umfrage: Stadtbewohner und Paare geben mehr Geld für Urlaub aus

Wer aufm Dorf wohnt, gibt rund 50 Prozent weniger Geld für seinen Urlaub aus, als Stadtbewohner. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage unter 3000 Erwachsenen in Deutschland, die von der Stiftung für Zukunftsfragen durchgeführt wurde. Eine weitere Erkenntnis: Kinderlose Paare sowie Eltern lassen sich Urlaubsreisen rund 400 Euro pro Person mehr kosten als Singles.

Das hat verschiedene Gründe: "Singles sind nicht an Ferienzeiten gebunden und können flexibler agieren, um günstigere Angebote wahrzunehmen (u.a. Last-Minute)", heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung. "Auch geben Singles oftmals weniger Geld für typische Paar- und Familienaktivitäten wie z.B. Restaurant- oder Freizeitparkbesuche aus und sind zudem oftmals eher bereit, Kompromisse bei der Unterkunft einzugehen, während Paare oder Familien mehr Komfort und Annehmlichkeiten suchen und dafür mehr Geld ausgeben." Hinzu komme, dass Alleinstehende insgesamt ein geringeres Urlaubsbudget hätten, "da ihre alltäglichen Ausgaben höher sind und sie mehr Steuern zahlen". Stadtbewohner würden wiederum auf Reisen oftmals überdurchschnittlich viel Geld ausgeben, weil sie im Vergleich zu Dorfbewohnern über ein höheres Lohnniveau verfügten, häufiger Flugreisen unternehmen würden und länger unterwegs seien.

Umfrage: Stadtbewohner und Paare geben mehr Geld für Urlaub aus
15:15 Uhr

Video: Pilot rettet Flutopfer mit beeindruckender Flugeinlage

Das Video eines Rettungsteams in Neuseeland sorgt im Netz für Aufsehen. Die Aufnahme zeigt einen Hubschrauber im Fluteinsatz in Hawke's Bay. Anwohner sind vor den Wassermassen auf ihr Dach geflüchtet. Mit viel Geschick balanciert der Pilot seine Maschine mit nur einer Kufe auf dem Dach und ermöglicht so den Einstieg.

Video: Pilot rettet Flutopfer mit beeindruckender Flugeinlage
14:49 Uhr

Lebenslange Haft für Brüder nach Mord an Schwester in Berlin

Der Fall sorgte bundesweit für Entsetzen: Zwei Brüder locken ihre Schwester am 13. Juli 2021 in eine Falle und bringen sie um. Der Grund: Die zweifache Mutter wollte ihr Leben nach eigenen Vorstellungen führen. Das passte den beiden in Afghanistan geborenen Männern nicht. Die Leiche ihrer Schwester bringen Yousuf und Mahdi H. in einem Rollkoffer von Berlin per ICE nach Bayern. Die Tote wird rund drei Wochen später in einem Erdloch in der Nähe des bayrischen Wohnortes des älteren Angeklagten entdeckt.

Das Berliner Landgericht verurteilte die zwei heute Nachmittag wegen gemeinsamen Mords zu lebenslanger Haft. Das Gericht folgte mit dem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Lebenslange Haft für Brüder nach Mord an Schwester in Berlin
14:26 Uhr

Bolivien meldet großen Dengue-Ausbruch

Im Osten des Landes kommen die Kliniken bereits an ihre Grenzen: Bolivien ist von einem großen Ausbruch von Dengue-Fieber betroffen. Seit Jahresbeginn habe es Tausende Infektionen und bereits mehr als 25 Todesfälle gegeben, melden die Behörden. Kinder seien besonders betroffen, hieß es. In der Region Santa Cruz sind demnach mehr als die Hälfte der Dengue-Patienten in den Kliniken Minderjährige.

Die Dengue-Fallzahlen seien aktuell doppelt so hoch wie im Vorjahr in Bolivien, heißt es in den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes in Berlin. Die Erkrankung geht üblicherweise mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gliederschmerzen einher. Vor allem bei Kindern kann es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen.

Bolivien meldet großen Dengue-Ausbruch
14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, meine Kollegin Sarah Platz hat sich in den Feierabend verabschiedet und kann hoffentlich die letzten Sonnenstrahlen über Berlin genießen. Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum späten Abend durch die Nachrichtenwelt. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir gerne an friederike.zoerner[at]ntv.de

Schichtwechsel
13:59 Uhr

Polizei Köln: Viele Jugendliche schon am Mittag stark alkoholisiert

Zu Beginn des Straßenkarnevals an Weiberfastnacht waren am Mittag in Köln nach Polizei-Angaben schon viele Jugendliche stark alkoholisiert. Es sei so, "dass sehr viele Jugendliche sehr viel Alkohol in sich reingeschüttet haben", sagt ein Polizeisprecher. Manche hätten ärztliche Hilfe benötigt. "Der eine oder andere hat die Party durch den Seiteneingang jetzt schon verlassen. Im Grunde genommen gibt es viele, die relativ schnell harte Getränke in sich reinkippen, und dann merkt man, dass um die Mittagszeit für den einen oder anderen schon schnell Schluss ist."

Es habe auch schon einige Auseinandersetzungen mit blutender Lippe gegeben. Nun müsse man abwarten, wie sich die Dinge weiter entwickelten, "wenn der Alkohol noch weiter seinen Tribut fordert". Wegen zu großen Andrangs von Feiernden war das Zülpicher Viertel bereits am Mittag gesperrt worden. Feiernde wurden aufgerufen, Ausweichflächen zu nutzen. Das Studentenviertel mit seinen Bars und Kneipen übt im Karneval seit langem eine große Anziehungskraft vor allem auf junge Leute aus.

Polizei Köln: Viele Jugendliche schon am Mittag stark alkoholisiert
13:35 Uhr

17-Jährige nach 248 Stunden aus Trümmern gerettet

248 Stunden nach dem verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet haben türkische Rettungskräfte ein 17-jähriges Mädchen aus den Trümmern gerettet. Aleyna Ölmez, deren Nachname auf Türkisch "Die, die nicht sterben wird" bedeutet, wurde in der stark zerstörten Stadt Kahramanmaras lebend geborgen, wie Rettungskräfte berichten. "Sie schien wohlauf zu sein. Sie öffnete und schloss die Augen", sagte der an der Rettungsaktion beteiligt Bergmann Ali Akdogan.

"Wir arbeiten jetzt seit einer Woche hier in diesem Gebäude", berichtete Akdogan. "Wir freuen uns immer, wenn wir etwas Lebendiges finden - sogar eine Katze." Der Onkel des Mädchens umarmte die Retter einen nach dem anderen und sagte unter Tränen: "Wir werden dich nie vergessen."

17-Jährige nach 248 Stunden aus Trümmern gerettet
13:07 Uhr

Brief von 1916 erreicht Londoner Adresse nach über 100 Jahren

Er war "offensichtlich ziemlich überrascht und verwirrt", sagt der Londoner Finlay Glen über eine ganz besondere Postzustellung: Nach über 100 Jahren erreichte ein Brief seine Adresse. Wieso das mit einer 1-Pence-Briefmarke von König Georg V. frankierte und im Februar 1916 im westenglischen Bath abgestempelte Schreiben erst nach so langer Zeit ankam, ist nicht bekannt. Die Royal Mail teilte auf Anfrage mit: "Vorfälle wie dieser sind sehr selten, und wir sind unsicher, was in diesem Fall passiert ist."

In dem Brief schreibt Christabel Mennell, Tochter eines Tee-Unternehmers, aus dem Urlaub in Bath an ihre Freundin Katie, die Ehefrau des Londoner Briefmarkenhändlers Oswald Marsh. Sie fühle sich "hier mit einer sehr schweren Erkältung elend". Unklar ist, warum Glen den Brief nach dem Erhalt 2021 noch zwei Jahre in einer Schublade aufbewahrte, bevor er ihn öffentlich machte. Sollten die Nachfahren der Beteiligten sich melden, werde er ihnen den Brief gerne übergeben.

Brief von 1916 erreicht Londoner Adresse nach über 100 Jahren
12:35 Uhr

Flüchtlingsunterkunft in Hessen brennt

Im hessischen Hattersheim ist in einer Flüchtlingsunterkunft ein Brand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, teilte die Polizei Wiesbaden mit. Bei einem Feuerwehrmann bestand der Verdacht auf eine leicht Rauchvergiftung. Das Feuer brach am Mittwochabend in dem dreistöckigen Gebäude aus. Die knapp 40 Bewohner konnten die Unterkunft selbstständig verlassen.

Sie wurden zunächst im Gerätehaus der Feuerwehr untergebracht, bevor sie durch die Stadt anderweitig untergebracht werden konnten. Die Unterkunft ist bis auf Weiteres nicht mehr bewohnbar. Warum der Brand ausbrach, ist noch unklar. Erste Ermittlungen wiesen auf die Küche im Dachgeschoss als Ausbruchsort hin.

Flüchtlingsunterkunft in Hessen brennt
12:01 Uhr

Leni Klum und Ellen Pompeo auf der New York Fashion Week

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Das Mutter-Tochter-Duo setzt auf Monochrom-Looks. (Foto: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP)

Star-Designer Michael Kors stellt seine Herbst/Winter-Kollektion auf der New York Fashion Week vor - das lässt sich Hollywood nicht entgehen. So nimmt etwa "Grey's Anatomy"-Star Ellen Pompeo in der ersten Reihe Platz. Die Schauspielerin erscheint in einem monochromen, beigen Look bestehend aus einem locker sitzenden Rollkragenpullover, einem schimmernden Fransenrock und Pumps aus Wildleder. Pompeo ist dabei in Begleitung ihrer achtjährigen Tochter Sienna May - ein besonders seltener Auftritt.

Als gefragtes Nachwuchsmodel lässt sich auch Leni Klum die Show nicht entgehen. Die 18-Jährige kommt in einem kurzen, schwarz-roten Blusenkleid mit Fransen sowie einem Oversize-Blazer. Das Mode-Spektakel ließen sich auch Berühmtheiten wie Kate Hudson und Katie Holmes nicht entgehen.

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Auch die Tochter von Supermodel Heidi Klum ist Gast von Stardesigner Michael Kors. (Foto: picture alliance / Evan Agostini/Invision/AP)
Leni Klum und Ellen Pompeo auf der New York Fashion Week
11:11 Uhr

China und Iran bauen militärische Zusammenarbeit aus

China und der Iran wollen ihre militärische Kooperation ausweiten. In einer gemeinsamen Erklärung zum Abschluss des dreitägigen Besuches des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi in Peking heißt es, die strategische Kommunikation der Verteidigungsministerien und das Ausmaß der gemeinsamen Manöver und des Trainings von Personal sollten ausgebaut werden. Die Streitkräfte wollten Austausch und Kooperation "auf allen Ebenen und in verschiedenen Feldern" pflegen, heißt es in der Erklärung, die das chinesische Staatsfernsehen verbreitete.

China und der Iran hatten mit Russland im Januar vergangenen Jahres im Indischen Ozean bereits gemeinsame Marinemanöver abgehalten. Der Iran war 2021 auch der von China und Russland angeführten Shanghaier Kooperationsorganisation (SCO) beigetreten.

China und Iran bauen militärische Zusammenarbeit aus
11:15 Uhr

Reul: "Wissen, wann es genug Kölsch gewesen sind"

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Karnevalisten feiern an Weiberfastnacht die Eröffnung des Straßenkarnevals in Köln. (Foto: picture alliance/dpa)

Kaum hat der Karneval begonnen, zieht Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul klare Grenzen für die Feierlichkeiten. "Jeder sollte wissen, wann es genug Kölsch gewesen sind", mahnte im im "Kölner Stadtanzeiger" und appelliert an die Karnevalisten, friedlich zu feiern. "Unsere Polizisten sind gehalten, gegen Belästigungen und Übergriffe konsequent vorzugehen - auch an Karneval", sagte der CDU-Politiker der Zeitung. Eine erhöhte Polizeipräsenz soll demnach Ausschreitungen vorbeugen.

Nicht nur für Kölnerinnen und Kölner sei Weiberfastnacht ein Highlight der Saison. Sicher sei es in diesem Jahr auch "ein besonderer Karneval". "Denn die vergangen drei Jahren haben ihre Spuren hinterlassen", sagte der Landesinnenminister mit Blick auf Pandemie, Krieg, Inflation und Geldsorgen. "Umso wichtiger finde ich, dass es diese Tage gibt, an denen man mal für einige Stunden abschalten und die Sorgen beiseite legen kann".

Reul: "Wissen, wann es genug Kölsch gewesen sind"
10:34 Uhr

Unbekannter schießt in Sushi-Restaurant auf 54-Jährigen

Am späten Mittwochabend kommt ein noch unbekannter Mann in ein beliebtes Sushi-Restaurant in Frankfurts Innenstadt und schießt auf einen Besucher. Noch bevor ihn jemand fassen kann oder die Polizei eintrifft, flüchtet der Täter. Nun suchen die Ermittler den Flüchtigen, zu dem es bisher noch keine weiteren Angaben gibt.

Ein Erfolg gelingt den Beamten jedoch bereits eine Stunde nach der Tat: Sie finden die Tatwaffe nur rund 180 Meter entfernt in einem steinernen Kübel vor einem griechischen Restaurant, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Das 54-Jährige Opfer sei verletzt in die Klinik gebracht worden, sagt ein Sprecher der Polizei noch in der Nacht. Sein Zustand sei nicht lebensbedrohlich.

Unbekannter schießt in Sushi-Restaurant auf 54-Jährigen
10:29 Uhr

Karlsruhe kassiert Regelungen zur Datenanalyse bei der Polizei

Das Bundesverfassungsgericht hat Regelungen in Hessen und Hamburg für verfassungswidrig erklärt, die es der Polizei erlauben, persönliche Daten zur vorbeugenden Verbrechensbekämpfung mithilfe einer speziellen Software automatisiert weiterzuverarbeiten. Die Richterinnen und Richter in Karlsruhe bemängeln in ihrem Urteil, dass die Landesgesetze nicht genau genug regelten, in welchen Fällen die Daten weiterverarbeitet werden dürften. Beide Länder müssen nun nachbessern.

Karlsruhe kassiert Regelungen zur Datenanalyse bei der Polizei
10:07 Uhr

Polizei räumt Obdachlosen-Camp unweit des Weißen Hauses

Das Obdachlosen-Camp unweit des Weißen Hauses war ein Symbol für die wachsende soziale Ungleichheit in den USA - nun ist es geräumt worden. Polizisten und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes bauten am McPherson Square im Herzen der US-Hauptstadt Zelte ab und warfen die Habseligkeiten von Obdachlosen in Müllwagen.

Die Behörden kündigten bereits im November an, das Camp bis spätestens April zu räumen. Die Räumung sei nun "aus Sorge um die Sicherheit und Gesundheit" vorgezogen worden, erklärte der National Park Service, der für viele Grünflächen in Washington verantwortlich ist. Die Camp-Bewohner wurden aufgefordert, stattdessen in Obdachlosen-Unterkünfte zu gehen.

Polizei räumt Obdachlosen-Camp unweit des Weißen Hauses
09:36 Uhr

Berliner Sparkasse kündigt 17.000 Kunden

Die Berliner Sparkasse hat offenbar eine große Kündigungswelle gestartet. So sollen 17.000 Kunden demnach ein Kündigungsschreiben erhalten, wie der "Tagesspiegel" berichtet. Grund dafür sollen fehlende Zustimmungen zu den neuen AGB sein. Die betroffenen Kunden hätten diesen trotz mehrfacher Aufforderung nicht zugestimmt. Mit Erhalt des Kündigungsschreibens haben sie allerdings eine dreimonatige Frist, dies nachzuholen.

Bei finanziell schwachen Kunden, Minderjährigen und Senioren will die Sparkasse laut der Zeitung jedoch eine Ausnahme machen - ihnen wird auch bei fehlender AGB-Zustimmung nicht gekündigt.

Berliner Sparkasse kündigt 17.000 Kunden
09:00 Uhr

Karl Lauterbach: 60. ist "schwieriger Geburtstag für mich"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach fremdelt noch ein wenig mit dem Gedanken, in Kürze seinen 60. Geburtstag zu feiern. "Das ist in der Tat ein schwieriger Geburtstag für mich", sagte Lauterbach dem "Stern". "Ich konnte mich darauf innerlich noch nicht richtig vorbereiten." Einen Vorzug des Alterns findet Lauterbach dann aber doch: "Ich mache seit 25 Jahren Gesundheitspolitik und profitiere jetzt von dieser Erfahrung."

Auch wenn seine Talkshow-Auftritte zunehmend ein weiteres Problemchen offenbaren: "Mit jedem Jahr, das ich altere, dauert es länger in der Maske. Dort wird mittlerweile intensiv an mir gearbeitet. Früher war es eine Sache von Sekunden." Der runde Geburtstag steht übrigens am 21. Februar an. Lauterbach plant, "im kleinen Kreis, sehr privat" zu feiern.

Karl Lauterbach: 60. ist "schwieriger Geburtstag für mich"
08:25 Uhr

Schüler von Güterzug erfasst - schwer verletzt

Ein 15-jähriger Schüler ist an einem Bahnübergang im Kölner Stadtteil Ossendorf von einem Güterzug erfasst und schwer am Kopf verletzt worden.

  • Nach ersten Ermittlungen sei der Jugendliche gegen 17.30 Uhr trotz roter Ampel, akustischen Signals und geschlossener Schranke mit seinem Fahrrad über die Gleise gefahren, berichtet die Polizei.

  • Zeugenaussagen zufolge hat der Schüler während der Fahrt telefoniert.

  • Der Junge kam ins Krankenhaus. Lebensgefahr bestehe jedoch nicht, so ein Polizeisprecher.

Schüler von Güterzug erfasst - schwer verletzt
07:54 Uhr

Jens Spahn verkauft Luxusvilla in Berlin

Jens Spahn und sein Mann Daniel Funke ziehen einen Schlussstrich unter das Kapitel Luxusvilla: "Ja, wir haben das Haus verkauft", bestätigte der CDU-Politiker auf Anfrage von "t-online". Das Ehepaar hat demnach keinen Gewinn gemacht - dem Verkaufserlös von 5,3 Millionen Euro stehen Erwerbs- und Renovierungskosten in Höhe von 5,5 Millionen Euro gegenüber.

Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion räumt zugleich Fehler in Bezug auf Zeitpunkt und Umgang mit dem Immobilienerwerb ein: "Der Kauf damals, das war der falsche Zeitpunkt, mitten in der Pandemie." Aus dem erhofften Rückzugsort sei ein Unruheherd geworden, "auch durch eigene Fehler im Umgang damit." Bis heute stünden Demonstranten und Schaulustige vor dem Haus: "Regelmäßig kommt anonyme Post, erst kürzlich wieder ein Paket mit Fäkalien", sagte Spahn.

Jens Spahn verkauft Luxusvilla in Berlin
07:33 Uhr

Milde Temperaturen machen Lust auf Frühling - aber nur im Süden

Milde Temperaturen und Sonnenschein geben dem Süden heute Vorgeschmack auf den Frühling. Der Norden muss sich hingegen auf dicke Wolken und Regenschauer einstellen.

Milde Temperaturen machen Lust auf Frühling - aber nur im Süden
07:18 Uhr

Das wird heute wichtig

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ob Nancy Faeser eine unruhige Nacht hinter sich hat, kann ich nicht sagen - sicher ist jedoch, dass die Erwartungen an die Bundesinnenministerin an diesen Morgen hoch sind. Die Sozialdemokratin hat Vertreter der Länder und kommunalen Spitzenverbände zum Flüchtlingsgipfel geladen. Das Thema des Tages: die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Seit Wochen erreichen das Innenministerium Hilferufe aus den Kommunen - viele sind aufgrund steigender Flüchtlingszahlen überfordert und fordern Unterstützung vom Bund.

Außerdem werden diese Themen heute interessant:

  • Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zu neuen Ermittlungsmöglichkeiten der Polizei mit einer speziellen Analyse-Software. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF), die die Überprüfung in Karlsruhe angestoßen hat, befürchtet, dass auch unbescholtene Menschen ins Visier geraten.

  • Der europäische Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Airbus legt seine Geschäftszahlen für 2022 vor. Erwartet wird weniger Gewinn.

  • Erstmals seit drei Jahren beginnt zu Weiberfastnacht wieder ein Straßenkarneval ohne Corona-Einschränkungen.

  • Nach dem gewaltsamen Tod einer Afghanin, deren Leiche in Bayern gefunden wurde, wird im Prozess gegen deren Brüder das Urteil erwartet. Die Männer sollen die 34-Jährige ermordet haben, weil die zweifache Mutter ihr Leben nach eigenen Vorstellungen führen wollte.

  • In Berlin beginnen die Internationalen Filmfestspiele. Zum Auftakt läuft am Abend die Komödie "She Came to Me" von Regisseurin Rebecca Miller.

  • Bayer Leverkusen und Union Berlin wollen sich an eine gute Ausgangslage für den Einzug ins Achtelfinale der Europa League erarbeiten. Beide Fußball-Bundesligisten treten dann zu ihren Playoff-Hinspielen an, die Rückspiele finden am Donnerstag kommender Woche statt.

Ich bin Sarah Platz und begleite Sie bis zum Nachmittag durch die Nachrichtenlage. Haben Sie Kritik, Anregungen oder Tipps? Schreiben Sie mir gerne an: sarah.platz@ntv.de.

Haben Sie einen tollen Start in den Tag!

Das wird heute wichtig
06:49 Uhr

Rebellen entführen Piloten - Foto zeigt Verschleppten

Der-entfuehrte-Philip-Mehrtens-steht-neben-bewaffneten-Kaempfern-der-West-Papua-National-Liberation-Army-TPNPB-dem-bewaffnete-Fluegel-der-Separatistenbewegung-in-Indonesien-Ihr-genauer-Ort-ist-unbekannt
Der entführte Philip Mehrtens steht neben bewaffneten Kämpfern der West Papua National Liberation Army (TPNPB), dem bewaffnete Flügel der Separatistenbewegung in Indonesien. Ihr genauer Ort ist unbekannt. (Foto: picture alliance/dpa/West Papua National Liberation Army)

Vor rund einer Woche entführen Rebellen einen neuseeländischen Piloten in der indonesischen Provinz Papua - nun gibt es erstmals ein Foto der Geisel. Den Bildern zufolge ist der verschleppte Philip Mehrtens offenbar wohlauf. Er steht mitten im Dschungel, umringt von teils schwer bewaffneten Indigenen.

Die indonesischen Behörden kündigen derweil Verhandlungen mit den Rebellen an. "Wir hoffen, mit Hilfe der lokalen Regierung und der Anführer der indigenen Gemeinschaften mit den Entführern in Kontakt treten zu können", sagt der Polizeisprecher der Region, Benny Adi Prabowo. Zuvor veröffentlichten die Rebellen ein Video, in dem sie drohten, den Piloten zu töten, falls Sicherheitskräfte versuchten, ihn mit Gewalt zu befreien.

Rebellen entführen Piloten - Foto zeigt Verschleppten
06:22 Uhr

Bericht: Deutlich mehr Einser-Abis während Corona

Die Corona-Pandemie war für die meisten Schüler eine enorme Herausforderung - den Abiturnoten hat dies offenbar jedoch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: 2022 nahmen die Abi-Spitzennoten deutlich zu, wie "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" unter Berufung auf die Notenstatistik der Kultusministerkonferenz (KMK) über das vergangene Prüfungsjahr berichten. In jedem Bundesland habe mindestens jeder vierte Abiturient eine Durchschnittsnote zwischen 1,0 und 1,9 im Abschlusszeugnis erreicht.

Die meisten Abiturienten mit der Note Eins vor dem Komma registrierte die KMK-Statistik laut dem Bericht mit Werten von mehr als vierzig Prozent in Thüringen und Sachsen. In Brandenburg, Hessen, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern erreichten 35 Prozent oder mehr Prüflinge solche Abschlussergebnisse.

Bericht: Deutlich mehr Einser-Abis während Corona