Freitag, 22. Juli 2022Der Tag

mit Heidi Ulrich
Heidi Ulrich
22:37 Uhr

Das war Freitag, der 22. Juli 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

eine spannende Personalie läutet das Wochenende ein: Volkswagen-Chef Diess tritt überraschend ab. Porsche-Chef Blume soll sein Amt zusätzlich übernehmen. Die genauen Gründe für den Schritt sind nicht bekannt. Von mit den Beratungen im Aufsichtsrat vertrauten Personen heißt es jedoch, die Eigentümerfamilien Porsche und Piech hätten die Notwendigkeit für einen Führungswechsel gesehen. Einer der Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters, Diess habe Volkswagen zum Positiven verändert. "Aber seine Kommunikation ist miserabel." Mal schauen, ob wir bald noch mehr dazu erfahren. Wichtig waren heute auch diese Meldungen:

Ich sage tschüss und ein schönes Wochenende!

22:10 Uhr

Eurojackpot mit 120 Millionen Euro geknackt

Die 120 Millionen Euro aus dem Eurojackpot gehen nach Dänemark. Laut Westlotto hat eine Person oder eine Tippgemeinschaft die gezogenen Zahlen 1 - 11 - 17 - 19 - 33 und die Eurozahlen 3 und 7 richtig angekreuzt. Der bisherige Gewinnrekord lag bei 110 Millionen Euro, die eine Tippgemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen im Mai gewonnen hatte.

Nur als Erinnerung, falls Sie nun einen Moment betrübt sein sollten, weil Sie nicht Lottomillionär oder -Millionärin sind: Die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Eurojackpot liegt bei 1 zu 140 Millionen. Das Geld, das Sie nicht für Lotto ausgegeben haben, ist also nach aller Wahrscheinlich besser angelegt.

21:54 Uhr

Schwester von Sarah Connor feiert Hochzeitsparty

Na dann nochmal herzlichen Glückwunsch! Popsängerin Lulu Lewe und ihr Mann Basti haben zwei Jahre nach ihrer standesamtlichen Trauung eine große Hochzeitsparty gefeiert. Die 30-Jährige sowie Schwester Valentina Lewe teilten erste Bilder von der Feier in ihren Insta-Storys. Bei der Zeremonie trug Lulu Lewe ein klassisches weißes Hochzeitskleid mit Tüll und Glitzer, ihr Ehemann einen blauen Anzug.

21:29 Uhr

Jury spricht Trumps Ex-Berater Bannon schuldig

Der einstige Chefstratege von Ex-US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, ist vor einem Bundesgericht in Washington wegen Missachtung des Kongresses verurteilt worden. CNN berichtet, die Geschworenen hätten den 68-Jährigen einstimmig für schuldig befunden. Ein Strafmaß soll erst zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Bannon war im November angeklagt worden, weil er eine Vorladung des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 ignoriert hatte. Ihm wurde auch vorgeworfen, angeforderte Dokumente nicht zur Verfügung gestellt zu haben. Die "Washington Post" berichtet, in beiden Punkten drohten Bannon jeweils zwischen 30 Tage und einem Jahr Haft. Allerdings sei seit dem Kalten Krieg niemand mehr wegen Missachtung des Kongresses inhaftiert worden.

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21:14 Uhr

Verfassungsschutz-Chef beschäftigt "Nerds", die "kauen Gummibärchen ohne Ende"

Ob diese Beschreibung seiner Mitarbeitenden tatsächlich zutrifft und es beim Verfassungsschutz einen hohen Gummibärchen-Verbrauch gibt? Diese Frage stellt sich nach einem SWR-Interview des Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang. Darin spricht er über die Gefahr durch Hackerangriffe etwa aus China. Seiner Einschätzung nach könnte China mit Blick auf Cyberangriffe in Zukunft noch größere Probleme machen als Russland. Um ausländischen Hackern erfolgreich zu begegnen, habe der Verfassungsschutz zuletzt verstärkt junge Menschen eingestellt, die nicht dem Typus des klassischen Beamten entsprächen. Das seien Menschen, die "kauen Gummibärchen ohne Ende und trinken literweise Cola". Diese "Nerds" arbeiteten nicht unbedingt zu den normalen Büro-Arbeitszeiten. Das klingt nach sehr viel Zucker und erstmal auch nach etwas überholten Klischees.

20:55 Uhr

Verdächtige nach Morden im Amazonas angeklagt

Die brasilianische Generalstaatsanwaltschaft klagt drei Verdächtige wegen der Ermordung des britischen Journalisten Dom Phillips und des Indigenen-Experten Bruno Pereira im Amazonasgebiet an. Von der Staatsanwaltschaft heißt es, zwei der Angeklagten hätten das Verbrechen gestanden, während die Beteiligung des dritten Angeklagten durch Zeugenaussagen belegt sei. Phillips und Pereira waren am 5. Juni während einer Reise in das Javari-Tal im Westen Brasiliens verschwunden, später wurden ihre sterblichen Überreste identifiziert. Der Generalstaatsanwaltschaft zufolge wurde Pereira mit drei Schüssen getötet. Phillips wurde demnach nur getötet, weil er auch vor Ort war. Pereira hatte illegale Machenschaften im Javari-Tal für die Behörden dokumentiert. Er hatte mit einem der Angeklagten wegen illegalen Fischfangs in indigenem Gebiet im Konflikt gelegen und der Polizei gemeldet, mehrmals bedroht worden zu sein. Phillips recherchierte für ein Buch über den Schutz des Amazonasgebiets.

20:22 Uhr

Telefonbetrüger ergaunern über 400.000 Euro

Telefonbetrüger versuchen es in letzter Zeit öfter mit einer Masche, bei der Angehörige angeblich einen Unfall gebaut haben. In einem Fall verlor eine Münchner Rentnerin dadurch mehr als 400.000 Euro. Die über 70 Jahre alte Frau erhielt einen sogenannten Schockanruf. Dabei gab sich der Anrufer als Polizist aus und behauptete, der Sohn der Frau habe einen schweren Unfall verursacht, solle in Haft und brauche viel Geld für die Kaution. Die Seniorin übergab dann tatsächlich Bargeld und Gold im Wert von mehr als 200.000 Euro an einen Abholer. Kurz danach riefen die Betrüger erneut an und sagten, das vermeintliche Unfallopfer sei gestorben, die Kaution sei daher nun höher. Die vermögende Rentnerin fuhr daraufhin zu ihrem Bankschließfach und übergab dem Abholer nochmals mehr als 200.000 Euro. Erst als sie ihren Sohn kontaktierte, flogen die Lügen auf. Ebenfalls am Donnerstag fiel eine ältere Frau aus dem Landkreis Starnberg auf die Lügengeschichte herein. Sie übergab mehrere Zehntausend Euro an die Betrüger.

19:48 Uhr

Trump bezeichnet Ausschuss als "Scheingericht"

Von seiner früheren Lieblingsplattform Twitter wurde Donald Trump verbannt, nachdem Hunderte seiner Anhänger das Kapitol gestürmt hatten. Nun meldet sich der ehemalige US-Präsident von seinem eigenen Onlinenetzwerk Truth Social zu Wort und bezeichnet den Untersuchungsausschuss zum Kapitol-Sturm als "korrupt und hoch parteiisch". Er wirft die Frage auf, warum der U-Ausschuss den für den Schutz des Präsidenten zuständigen Secret Service nicht zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen befragt habe. "Weil sie die Antwort kennen und sie nicht mögen. Ein Scheingericht!", schreibt Trump. Er bezieht sich auf Anschuldigungen, wonach er am Tag des Kapitol-Sturms versucht haben soll, dem Fahrer die Kontrolle über seine Limousine zu entreißen, um sich den Demonstranten anzuschließen. Der Kongressausschuss hatte Trump absichtliche Untätigkeit vorgeworfen, als seine Anhänger am 6. Januar 2021 den Sitz des US-Kongresses in Washington gestürmt hatten.

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19:24 Uhr

Polizei rettet Küken aus Gully

Hier und da gibt es neben den vielen schrecklichen Ereignissen auch schöne Meldungen: Im nordrhein-westfälischen Herne hat die Polizei sieben Entenküken aus einem Gully gerettet. Die Küken waren durch das Metallgitter hindurchgefallen. Eine Spaziergängerin bemerkte gestern Abend die aufgeregte Entenmutter und das Piepsen der Küken und rief die Polizei. Ein Polizist stieg in den Abwasserschacht hinab und hob die Küken nach oben. "Alle sieben Küken kamen mit dem Schrecken davon und konnten unversehrt mit ihrer Mama vereint werden", schreibt die Polizei.

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Hier sitzen die Küken noch im Abwasserschacht fest. Hilfe ist aber auf dem Weg.

(Foto: dpa)

19:09 Uhr

Spanien erlebt bisher schlimmstes Waldbrand-Jahr

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Feuerwehrleute bekämpfen am Donnerstag einen Waldbrand in der Region Castilla y Leon.

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Waldbrände machen Spanien immer mehr zu schaffen. Tausende Menschen mussten sich deshalb in diesem Sommer schon in Sicherheit bringen. Den Flammen fielen Dutzende von Häusern, Läden und Fabriken sowie unzählige Tiere zum Opfer. Schon jetzt ist 2022 für Spanien das verheerendste Waldbrand-Jahr seit Beginn der Erfassungen. In den ersten knapp sieben Monaten des laufenden Jahres hätten die Flammen mehr als 197.000 Hektar Wald zerstört, berichtet der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf das europäische Erdbeobachtungssystem Copernicus. Das entspricht rund 80 Prozent der Fläche des Saarlandes. Im Bericht heißt es, das sei bereits mehr als im gesamten bisherigen Rekordjahr 2012, als die Waldbrände in Spanien 189.376 Hektar vernichteten.

Eine seit Monaten anhaltende Dürre und starke Winde begünstigten den Ausbruch und die Ausbreitung der Flammen. Gestern verbesserte sich die Lage allerdings deutlich. Nachmittags waren laut verschiedener Regionalbehörden nur wenige größere Feuer aktiv, darunter in Galicien im Nordwesten des Landes sowie auf Teneriffa.

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18:46 Uhr

Niedersachsen recherchiert nicht zu Menschenrechtslage in Xinjiang

Neben der Top-Personalie bei Volkswagen gerät auch die umstrittene Autofabrik in der chinesischen Region Xinjiang erneut in den Fokus. Zur dortigen Menschenrechtslage hat Niedersachsen als zweitwichtigster VW-Eigentümer keine gesonderten Nachforschungen betrieben. Das geht aus einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Landtag in Hannover hervor. Die Grünen werfen der Landesregierung mit Blick auf die Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren vor, sich wegzuducken. Das Wirtschaftsministerium mit Ressortchef Bernd Althusmann, der zusammen mit Ministerpräsident Stephan Weil im Aufsichtsrat des Konzerns sitzt, erklärt nun, man habe mit Blick auf VW bei dem Thema "keine entsprechenden Aktivitäten und Recherchen veranlasst". Misshandlungen verurteile man jedoch generell "aufs Schärfste".

Volkswagen betreibt im Urumqi ein Werk mit dem staatlich gelenkten Joint-Venture-Partner SAIC. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen werden Uiguren in dem Gebiet systematisch unterdrückt, etwa durch Internierung in Umerziehungslagern. Es gibt viel Kritik dafür, dass VW an seiner Präsenz festzuhalten will.

18:04 Uhr
Breaking News

Volkswagen-Chef Diess geht überraschend

Volkswagen-Vorstandschef Herbert Diess verlässt überraschend den Wolfsburger Autobauer Ende August. Sein Nachfolger werde der Chef der Sportwagen-Tochter Porsche AG, Oliver Blume, teilt VW mit. Darauf hätten sich der Aufsichtsrat und Diess "einvernehmlich" geeinigt. Blume werde seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Porsche AG fortführen. Diess hatte seit Monaten innerhalb des Konzerns in der Kritik gestanden. Ihm wurde unter anderem vom Betriebsrat vorgeworfen, nicht ausreichend auf die Halbleiter-Krise reagiert zu haben.

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17:57 Uhr

Aktivisten: Sieben Tote durch russischen Luftangriff in Syrien

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Helfer der Weißhelme in Al-Jadida in der Provinz Idlib versuchen, die Leichen von Kindern zu bergen.

(Foto: dpa)

Bei einem russischen Luftangriff in Syrien sollen sieben Menschen getötet worden sein, darunter vier Kinder. Unter den Toten des Luftangriffs auf ein ländliches Gebiet nahe der Stadt Dschisr asch-Schughur seien "vier junge Geschwister, zwei Männer und eine nicht identifizierte Person", sagt der Leiter der in Großbritannien ansässigen syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman. Sechs der sieben Toten seien Zivilisten. Weitere Menschen seien noch unter den Trümmern verschüttet, unter ihnen Frauen und Kinder.

Die Provinz Idlib wird noch zu einem großen Teil von bewaffneten Gegnern der syrischen Regierung von Machthaber Baschar al-Assad kontrolliert, darunter auch radikalislamische Milizen. Russland, das den Luftangriff ausgeführt haben soll, ist einer der wichtigsten Unterstützer der Assad-Regierung im seit 2011 andauernden syrischen Bürgerkrieg.

17:19 Uhr

Frankfurt droht Rückzahlung von bis zu 400 Millionen Euro

Auf die Stadt Frankfurt kommen wegen des Cum-Ex-Steuerskandals, so wie es aussieht, Rückerstattungen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro zu. Die "Wirtschaftswoche" berichtet, die Steuertricksereien bei Banken hätten zu hohen Gewinnen und somit auch zu entsprechenden Gewerbesteuerzahlungen geführt. Weil die illegalen Geschäfte nun rückabgewickelt würden, müssten auch die zu viel gezahlten Steuern erstattet werden. Der Kämmerer der Stadt, Bastian Bergerhoff, sagte der Zeitung, "in Summe bereiten wir uns auf eine Gewerbesteuerrückzahlung von etwa 200 bis 400 Millionen Euro vor". Noch seien die illegal erzielten Gewinne nicht vollständig berechnet, die Stadt sei aber "vorbereitet, jederzeit binnen drei Tagen einen dreistelligen Millionenbetrag erstatten zu können".

Bei den sogenannten Cum-Ex-Geschäften wird der Staat ausgetrickst, so dass eine nur einfach gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach zurückerstattet wird. Zu diesem Zweck werden Aktienpakete um den Dividendenstichtag zwischen mehreren Geschäftspartnern hin und her gehandelt.

16:47 Uhr

Eurofighter- und Tornado-Flüge eingeschränkt

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Die Verteidigungsministerin besucht das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg.

(Foto: IMAGO/Political-Moments)

Die Bundeswehr schränkt Flüge der Kampfflugzeuge Eurofighter und Tornado ein. Für ein Bauteil der Schleudersitze sei ein Mangel gemeldet worden, der nun überprüft werde, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. "Derzeit kann nicht zweifelsfrei sichergestellt werden, dass die uneingeschränkte Funktionalität der Schleudersitze, aufgrund einer möglichen fehlerhaften Befüllung der Auslösekartuschen, gewährleistet ist. Die Eintrittswahrscheinlichkeit wird jedoch als äußerst gering bewertet", schreibt das Verteidigungsministerium an die Obleute des Verteidigungsausschusses. Als reine Vorsichtsmaßnahme sei der Aus- und Weiterbildungsflugbetrieb mit Eurofighter und Tornado zunächst ausgesetzt worden. Auch wurde beim Besuch von Verteidigungsministerin Lambrecht in Neuburg an der Donau auf einen Demonstrationsflug verzichtet. Aufträge zur Sicherung des Luftraums und der Landes- und Bündnisverteidigung würden in Deutschland weiter erfüllt.

16:28 Uhr
Breaking News

Abkommen zur Getreideausfuhr unterzeichnet

Die Ukraine und Russland haben Abkommen über die Wiederaufnahme der Ausfuhr von Getreide auf dem Weg über das Schwarze Meer unterzeichnet. In Istanbul setzten Minister beider Länder ihre Unterschriften unter zwei separate, aber vom Wortlaut her identische Abkommen mit der Türkei und der UNO, welche die Getreidelieferungen auf dem Seeweg regeln, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichten. Die Regierung in Kiew hatte es wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine abgelehnt, dasselbe Dokument zu unterzeichnen wie der Vertreter Moskaus.

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15:26 Uhr

Mann nimmt offenbar Jungen in Hamburg mit

Was für ein Glück, dass ein Passant laut einer Zeugenaussage im richtigen Moment aufmerksam war und geistesgegenwärtig gehandelt hat! Demnach hat er einer Mutter ihren knapp zwei Jahren alten Sohn zurückgebracht, nachdem dieser gestern Nachmittag offenbar von einem Mann mitgenommen wurde. Die Polizei schreibt, nach bisherigen Erkenntnissen habe die 22-Jährige ihren Sohn aus ihrem Fahrradanhänger gehoben und anschließend begonnen, ihr Fahrrad anzuschließen. In diesem Moment soll ein Unbekannter das Kind ergriffen und mitgenommen haben. Ein Passant soll dem Mann gefolgt sein, ihn festgehalten und ihm das Kind abgenommen haben. Der Unbekannte soll sich aber aus seinem Griff gelöst haben und dann geflüchtet sein. Das Kind sei unverletzt geblieben, heißt es von der Polizei. Sie fahndet nach dem Mann. Zeugenangaben zufolge soll er zwischen 45 und 50 Jahre alt sein. Er wird als 180 bis 185 Zentimeter groß beschrieben, mit Vollglatze, Falten auf der Stirn, von normaler Statur, mit leichtem Bauchansatz. Der Täter trug demnach eine graue Jogginghose und eine schwarze Sweatshirtjacke mit Kapuze.

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14:55 Uhr

Auch Vater und Tochter bei Kanu-Unfall gestorben

Bei dem Kanu-Unfall in den Niederlanden sind neben der Mutter, eine Tochter, sowie der Vater einer vierköpfigen Familie ums Leben gekommen. Die Polizei schreibt, das Mädchen sei heute tot aufgefunden worden, der tote Vater sei gestern gegen 22 Uhr aus dem Gewässer Veluwemeer geborgen worden. Auch die Leiche der Mutter war bereits gestern geborgen worden. Nur eine sieben Jahre alte Tochter der Familie aus Deutschland wurde gerettet. Keiner der Familienmitglieder trug eine Schwimmweste. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar.

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14:36 Uhr

Bericht: Sven B. gesteht geplante Entführung von Lauterbach

Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass kurz vor Ostern vier Männer festgenommen wurden, die eine Entführung von Gesundheitsminister Lauterbach geplant haben sollen. Einer von ihnen, Sven B., legt dem "Spiegel" zufolge ein Geständnis ab. Der Buchhalter und ehemalige NVA-Soldat räume die Vorwürfe der Bundesanwaltschaft weitgehend ein, schreibt das Magazin und beruft sich auf den Verteidiger des 54-Jährigen. Demnach plante Sven B., den Minister durch Bewaffnete vorübergehend gefangen zu nehmen und vor laufenden Kameras einen "Haftbefehl" gegen ihn zu verkünden. Anschließend sollten mehrere hundert Telegram-Kontaktpersonen an einem geheimen Ort zusammenkommen, um einen Regierungswechsel vorzubereiten. B.s Motiv sei eine tiefe Unzufriedenheit mit der deutschen Politik, insbesondere den Corona-Maßnahmen, gewesen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt insgesamt gegen fünf Verdächtige, vier sitzen in Untersuchungshaft. Die Gruppe soll außerdem Pläne für einen bundesweiten Blackout geschmiedet haben.

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

einen schönen Nachmittag! An dieser Stelle geht es mit mir weiter - ich bin Heidi Ulrich und sage hallo! Sie erreichen mich über dertag(at)n-tv.de, wenn Sie Fragen oder Kritik zu "Der Tag" haben.

13:53 Uhr

Riesiger Sandsturm walzt durch chinesische Städte

Es sind beeindruckende Bilder, die Menschen in Qinhai festhalten: Die chinesische Provinz wird von einem gewaltigen Sandsturm überrollt. Vielerorts fällt die Sicht unter 200 Meter, der Verkehr ist stark beeinträchtigt.

13:14 Uhr

Giftige Bananenspinnen sorgen für Supermarkt-Schließung im Saarland

Vermutlich hochgiftige Bananenspinnen haben einen Einkaufsmarkt im Saarland lahmgelegt. Der Leiter des Markts in Kleinblittersdorf entdeckte die zwei Spinnen beim Auspacken von Bananenkisten und alarmierte die Polizei, wie die Beamten in Saarbrücken mitteilten.

Anschließend brachte der Mann die vermutlich aus Südamerika in den Bananenkisten eingereisten Tiere ins Kühllager, wo sie später aber nicht mehr auffindbar waren. Deshalb sollen sich jetzt Schädlingsbekämpfer des Problems annehmen. Der Supermarkt bleibt so lange geschlossen.

12:27 Uhr

Hund mit Stein in der Donau ertränkt

Ein schlimmer Fall von Tierquälerei beschäftigt derzeit die Polizei in Ulm. Mithilfe eines schweren Steins hat eine unbekannte Person einen Hund in der Donau ertränkt. Eine Frau entdeckte das tote Tier in der Nähe einer Kläranlage bei Riedlingen, wie die Polizei mitteilte.

Zusammen mit der Feuerwehr barg die Polizei den Hund aus dem Fluss. An der Leine des Tieres - laut Polizei mutmaßlich ein American Staffordshire Terrier - war ein etwa fünf Kilogramm schwerer Stein befestigt. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

12:24 Uhr
Breaking News

Rettung steht - Bund steigt mit 30 Prozent bei Uniper ein

Die Rettung des durch die Gaskrise in Bedrängnis geratenen Versorgers Uniper steht. Der Bund steigt mit rund 30 Prozent bei Deutschlands größtem Gas-Importeur ein, gibt Uniper bekannt.


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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

US-Republikaner bei Wahlveranstaltung angegriffen

Im US-Bundesstaat New York wird im November ein neuer Gouverneur gewählt. Einer der Kandidaten ist der Kongressabgeordnete Lee Zeldin. Bei einer Wahlveranstaltung in der Kleinstadt Perinton ist der Republikaner nun von einem Mann attackiert worden.

Der Angreifer habe mit einem spitzen Schlagring in der Hand versucht, den Hals des Politikers zu treffen, teilte die Polizei von Monroe County. Dabei habe er zu Zeldin gesagt: "Du bist erledigt."

Zuhörer schritten ein und konnten den Mann zurückhalten, bis die Polizei eintraf. Verletzt wurde niemand. Gegen den 43-jährigen Angreifer wurde Strafanzeige erstattet. Das Motiv für die Tat ist noch unklar

Der treue Trump-Verbündete Zeldin äußerte sich nach dem Vorfall auf Twitter: "Jemand hat versucht, mich bei der Veranstaltung heute Abend auf der Bühne abzustechen, aber glücklicherweise konnte ich sein Handgelenk greifen und ihn für einige Momente aufhalten, bis andere ihn überwältigten."

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11:18 Uhr

Frankfurter Flughafen: Passagiere sollen nicht zu früh anreisen

Der Flughafen Frankfurt erwartet an diesem Wochenende pro Tag 180.000 bis 200.000 Fluggäste. Trotz des erwarteten Ansturms rät die Bundespolizei an Deutschlands größtem Airport aber von zu frühem Anreisen ab.

Teils seien Passagiere schon bis zu sieben Stunden vor ihrem Abflug am Flughafen, sagte ein Sprecher. Das sei zu früh und behindere teilweise die Abläufe. Es werde empfohlen, zweieinhalb bis drei Stunden vor dem Abflug zu kommen.

10:36 Uhr

Axt-Mord in Kalletal - Polizei fasst Verdächtigen

Einen Nebenbuhler brutal im Bett mit der Axt getötet, die Ex-Freundin vergewaltigt, der mutmaßliche Täter über Wochen auf der Flucht - der Fall Kalletal hat Ermittler und die Bevölkerung seit Ende Juni in Atem gehalten.

Jetzt wurde der gesuchte Tatverdächtige im brandenburgischen Brieskow-Finkenheerd nahe der polnischen Grenze festgenommen worden. Spezialeinsatzkräfte der brandenburgischen Polizei hätten den Zugriff am Donnerstagabend durchgeführt, teilten die Behörden mit.

Im Laufe des Tages soll der Mann nach Detmold gebracht und dort einer Haftrichterin vorgeführt werden.

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10:02 Uhr

Britney Spears legt Nacktbild-Marathon hin - Fans in Sorge

Einmal mehr sorgt Britney Spears auf Instagram für Aufsehen. Die Sängerin teilte auf ihrem Account zehn Nacktfotos von sich - innerhalb einer Stunde. Viele Fans meldeten sich daraufhin besorgt in den Kommentaren.

Auf den Fotos zeigt sich Spears lediglich im türkisfarbenen Leoparden-Tanga bekleidet, während sie auf einem Bett liegt. Die Schnappschüsse habe sie selbst mit dem Handy geknipst, verrät sie. Aktuell befinde sie sich in einem Hotel in London. Zu guter Letzt postete die 40-Jährige noch ein Video von sich, in dem sie auf dem Bett verschiedene Posen einnimmt und in die Kamera lächelt.

Was zum Teufel ist passiert?", kommentiert ein Fan. "Diese Fotos fühlen sich komisch an", schreibt ein weiterer. Ein Fan wendet sich direkt an Spears: "Bist du okay?"

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09:33 Uhr

Geldtransporter-Überfall in Köln - Räuber geben Schüsse ab

Spektakulärer Raub in Köln: Mehrere Maskierte haben am Morgen in der Domstadt einen Geldtransporter überfallen und beschossen. Am Tatort seien Patronenhülsen gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Ob die Täter Beute machten, ist noch unklar.

Nach Polizeiangaben bremsten die Täter den Transporter gegen 7.30 Uhr im Stadtteil Marienburg aus. Als die Türen nicht geöffnet wurden, schossen die Unbekannten. Eines der beiden Täterfahrzeuge ließen die Täter zurück. Zuvor zündeten sie es an. Sie flüchteten mit einem dunklen Mercedes Vito.

Die Polizei fahndet großräumig nach den Tätern. Der Tatort wurde abgesperrt, die Spurensicherung ist vor Ort.

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09:00 Uhr
08:53 Uhr

Warum der Frankfurter Flughafen rät, keine schwarzen Koffer zu nutzen

Wenn Sommerreise-Ansturm an Flughäfen auf Personalmangel trifft, ist Chaos programmiert, viele Urlauber haben die Tortur in den letzten Wochen schon durch. Nun droht vor allem am Frankfurter Flughafen erneut großes Durcheinander. Ein Problem sind dabei auch gestrandete Koffer. Wegen der schwierigen Identifizierung empfiehlt der Flughafen daher, auf schwarze Gepäckstücke zu verzichten.

08:18 Uhr

Polio-Virus in New York aufgetaucht

Erstmals seit fast zehn Jahren ist im US-Bundesstaat New York wieder ein Fall von Polio diagnostiziert worden. Bei dem betroffenen jungen Erwachsenen in einem Vorort New Yorks deuteten Tests darauf hin, dass das hoch ansteckende Virus möglicherweise außerhalb der USA seinen Ursprung hat, teilte das New Yorker Gesundheitsamt mit. Der junge Mensch sei ungeimpft. Wie oder wo er sich infiziert hat, werde geprüft.

Polio ist oft asymptomatisch, kann aber grippeähnliche Symptome wie Halsschmerzen, Fieber, Müdigkeit und Übelkeit hervorrufen. In einem kleinen Prozentsatz der Fälle kann das Virus in das Nervensystem eindringen und irreversible Lähmungen verursachen. Die Krankheit war einst in den USA die am meisten gefürchtete Krankheit mit Infektionswellen, die jährlich rund 35.000 Menschen betraf.

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07:37 Uhr

Auf diesen Strecken rechnet der ADAC mit langen Staus

Zum Ende der zweiten Ferienwoche steht Niedersachsen eines der staureichsten Wochenenden der Urlaubssaison bevor. Da mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg mittlerweile alle Bundesländer Sommerferien haben, sind voraussichtlich zwischen Freitag und Sonntag besonders viele Reisende unterwegs, wie der ADAC mitteilte.

  • Vor allem die Autobahn 1 zwischen Bremen und Lübeck und die Autobahn 7 in südlicher Richtung sind demnach betroffen. Besonders voll werden soll es am Freitagnachmittag und am Samstag.
  • Auch im Raum Hamburg müssten Reiserückkehrer mit teilweise langen Wartezeiten rechnen, sagte eine Sprecherin. Wegen einer Vollsperrung in Richtung Süden sei der Elbtunnel von Freitag 22.00 bis Montag 5.00 Uhr nicht passierbar. Eine Umleitung ist ab Neumünster-Süd eingerichtet.
  • Mit längeren Fahrtzeiten müssen Urlauber laut ADAC auch auf dem Weg in die Niederlande rechnen.
07:08 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Sie heute von Frankfurt aus in den Urlaub fliegen wollen, seien Sie gewarnt. Deutschlands größter Airport erwartet für dieses Wochenende so viele Fluggäste wie seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr. Die Betreibergesellschaft Fraport rechnet mit bis zu 200.000 Urlaubern. Wegen des Personalmangels sind lange Wartezeiten praktisch vorprogrammiert.

Ansonsten sind heute noch folgende Themen wichtig:

  • Verteidigungsministerin Christine Lambrecht besucht das Taktische Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau.
  • Twitter legt mitten im Rechtsstreit um die Übernahme durch Tech-Milliardär Elon Musk frische Geschäftszahlen vor.
  • Im Eurojackpot liegen 120 Millionen Euro - so viel wie noch nie in der Lottogeschichte. Gezogen werden die Zahlen am Abend in Helsinki.

Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Nachmittag begleite ich Sie durch den "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Los geht's!

06:51 Uhr

Kanutour von deutscher Familie endet in Tragödie

Der Kanuausflug einer deutschen Familie in den Niederlanden hat ein tödliches Ende genommen. Medienberichten zufolge war die Familie auf dem Gewässer Veluwemeer unterwegs, als das Kanu aus unbekannter Ursache kenterte.

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Das Veluwemeer liegt etwa 75 Kilometer östlich von Amsterdam.

(Foto: picture alliance/dpa/ANP)

Alarmierte Rettungskräfte retteten eine Tochter der Familie von einer Boje. Die Mutter entdeckte die Polizei im Wasser. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb sie.

Der Vater und eine weitere Tochter sind noch immer vermisst und vermutlich ertrunken. Über die Identität der Opfer oder die Herkunft der Familie machte die Polizei im niederländischen Biddinghuizen keine Angaben.

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06:12 Uhr

Lauterbach fürchtet "katastrophale" Corona-Entwicklung

Obwohl die Infektionszahlen nicht mehr so hoch sind wie im Frühjahr, ist die Corona-Pandemie noch nicht vorbei. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach warnt nun vor einer "katastrophalen" Entwicklung, sollten vor dem Herbst keine tauglichen Maßnahmen im Kampf gegen das Virus beschlossen werden.

"Wenn wir so wie jetzt in den Herbst hineingingen, also ohne weitere Schutzmaßnahmen, ohne Masken, ohne alles, dann würde das bedeuten, dass die Fallzahlen stark steigen würden, aber auch die Intensivstationen überlastet würden", sagte der SPD-Politiker bei seinem Besuch in der US-Hauptstadt Washington.

Gleichzeitig würde dann auch Personal in den Kliniken ausfallen, sagt Lauterbach. "Das ist wie eine Kerze, die an beiden Enden brennt." Unten brenne das Personal weg und oben die Patienten.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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