Freitag, 07. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:31 Uhr

Das war Freitag, der 7. August 2020

Liebe Leserinnen und Leser, bis zu 38 Grad werden am Wochenende in Deutschland erwartet. Also nichts wie ab ans Wasser! Benutzen Sie Sonnencreme, trinken Sie viel Wasser und passen Sie am Strand auf Ihre Wertsachen auf - besonders wenn Sie dort einem Wildschwein begegenen.

Hier finden Sie noch ein paar Tipps von einem Hitze-Experten.

Und hier die meistgelesenen Artikel des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende!

21:50 Uhr

Motorradfahrer stößt mit Lkw zusammen und stirbt

Bei einem Zusammenstoß mit einem Lastwagen ist ein 38-jähriger Motorradfahrer im nordrhein-westfälischen Nettersheim gestorben. Der Unfall ereignete sich als der Lastwagen auf der Landstraße links abbiegen wollte. Dabei kollidierte er mit dem entgegenkommenden Motorrad. Der Lkw-Fahrer erlitt einen Schock.

21:19 Uhr

Kanada kündigt Vergeltungszölle gegen USA an

Einen Tag nachdem US-Präsident Donald Trump neue Zölle auf den Import von kanadischem Aluminium ausgerufen hat, kündigte Kanada neue Gegenzölle an.

  • "Wir werden nicht eskalieren und wir werden nicht zurückstecken", sagte die stellvertretende Premierministerin Chrystia Freeland. Kanada werde "entschieden und stark" in der Verteidigung seiner Aluminium-Branche agieren und auf US-amerikanische Produkte im Volumen von rund 3,6 Milliarden Kanadischen Dollar (2,3 Milliarden Euro) Zölle einführen, sagte Freeland.
  • In den nächsten dreißig Tagen soll eine Liste mit möglichen Gütern diskutiert werden, hieß es weiter.
  • Trump hatte seine Exekutivorder am Donnerstag beim Besuch einer Waschmaschinen-Fabrik in Ohio angekündigt und geklagt, Kanada nutze die Vereinigten Staaten aus. Schon 2018 hatte es in den USA Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada und Mexiko gegeben, diese waren aber im Folgejahr aufgehoben worden.
21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:42 Uhr

DJs spielen "falsches" Lied ab und müssen dafür in Haft

Drei Tage vor der Präsidentenwahl im autoritär regierten Belarus wurde gestern eine Großkundgebung der Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja kurzfristig verboten. Die Behörden begründeten die Absage mit einer Reihe von spontan organisierten "Festen", die zufälligerweise ausgerechnet auf allen sechs Plätzen in Minsk stattfinden, auf denen Wahlkampfveranstaltungen überhaupt erlaubt sind.

Tausende Regimegegner kamen daraufhin aus Protest zu einem dieser "Feste". Zwei Tontechniker, die das Event eigentlich mit "regierungsfreundlichen" Musik versorgen mussten, sorgten für einen Zwischenfall: Die jungen Männer spielten plötzlich das Lied "Peremen" (Veränderungen) der Rockband "Kino" aus den 1980er Jahren ab. Der Song wird im russischsprachigen Raum oft bei Protesten gesungen.

Dafür erhielten die beiden tosenden Applaus aus der Menge. Auf Videos war zu sehen, wie Beamte verzweifelt versuchten, die Stecker aus den Lautsprechern herauszuziehen.

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"Ich glaube, wir haben gerade unseren Job verloren", sagte einer der DJs den Journalisten. Nach der Veranstaltung wurden die jungen Männer festgenommen und heute zu zehn Tagen Haft verurteilt. Mit ihrer Aktion sollen sie die öffentliche Ordnung gestört haben, hieß es.

Ebenfalls zu zehn Tagen Haft wegen angeblichen "Rowdytums" wurde heute ein Journalist der "Deutschen Welle" verurteilt. Dies könne nur als "fadenscheiniger Vorwand" interpretiert werden, um eine kritische Berichterstattung im Vorfeld der Wahl an diesem Sonntag zu verhindern, schrieb daraufhin DW-Intendant Peter Limbourg in einem Protestbrief an den Botschafter von Belarus in Berlin.

20:03 Uhr

Zwei Kleinflugzeuge stoßen am Himmel zusammen

Zwei Kleinflugzeuge sind im bayerischen Landkreis Neu-Ulm zusammengestoßen. Einer der Flieger sei abgestürzt, der andere habe landen können, sagte ein Polizeisprecher. Ob es Tote oder Verletzte gab, ist bisher unklar.

19:40 Uhr

Waldbrand in Südfrankreich - Jugendlicher unter Verdacht

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Der Brand in Südwestfrankreich zerstörte 165 Hektar Wald und mehrere Häuser.

(Foto: picture alliance/dpa)

Rund eine Woche nach einem verheerenden Waldbrand in der Nähe des Badeorts Biarritz ermitteln die französischen Behörden gegen einen Minderjährigen.

Der 16-Jährige habe vor seinen Freunden damit geprahlt, das Feuer gelegt zu haben, zitierte der Sender France Bleu den Staatsanwalt von Bayonne, Jérôme Bourrier. Es sei ein Ermittlungsverfahren gegen ihn eröffnet worden. Der Verdächtige sei wegen Diebstahls und einer Neigung zu Brandstiftung bekannt.

19:02 Uhr

Mädchen klebt sich mit Sekundenkleber an Stange fest - für Likes

Für Likes auf einem Social-Media-Kanal hat sich ein Mädchen in Mannheim mit Sekundenkleber an eine Stange geklebt. Es filmte sich offenbar selbst bei der Aktion, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

  • Rettungskräfte mussten die Schülerin letztendlich von der Stange befreien, sie kam mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus.
  • "Macht daher bitte nicht jeden Kram aus dem Internet nach", warnte die Polizei auf Facebook. Insbesondere seien Klicks auf der eigenen Social-Media-Seite oder die Teilnahme bei der sogenannten "Super Glue Challenge" schlechte Gründe für derartige Aktionen.
  • Bei der "Super Glue Challenge" filmen sich meist junge Menschen dabei, wie sie sich Körperteile zusammen oder an Gegenstände kleben.
18:20 Uhr

Neue Videos zeigen Wucht der Explosion in Beirut

Eine Frau und drei Kinder werden unter Glas begraben, in einer Kirche fliegen Bänke durch den Raum: Neu aufgetauchte Handyvideos und Bilder aus Überwachungskameras in Beirut zeigen den Moment, als die Druckwelle den Alltag in einen Albtraum verwandelt.

17:47 Uhr

Flugzeug zerbricht nach Landung in Indien

Bei der Bruchlandung einer Passagiermaschine in der südindischen Stadt Kozhikode ist das Flugzeug offenbar in zwei Teile zerbrochen. Nach übereinstimmenden Medienberichten waren fast 200 Menschen an Bord. Ob es Tote oder Verletzte gab, ist bisher unklar. Die Maschine kam aus Dubai.

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17:34 Uhr

Explosion in bayerischer Bäckerei - Inhaber schwer verletzt

Bei der Explosion eines Backofens ist ein Bäcker in Bayern schwer verletzt worden. Der 51-Jährige befand sich zum Unglückszeitpunkt direkt vor dem Ofen seiner Bäckerei in Tann im Landkreis Rottal-Inn.

  • Zuvor hatten Mitarbeiter festgestellt, dass der Backofen nicht richtig funktioniert. Der 51-jährige Inhaber wollte nachsehen, warum der Ofen nicht heiß wird, als er explodierte.
  • Durch herumfliegende Glassplitter wurde er schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden, wo er notoperiert wurde.
  • Polizei und Staatsanwaltschaft nahmen Ermittlungen auf. Die Beamten gehen von einem technischen Defekt aus.
17:12 Uhr

USA verhängen Sanktionen gegen Hongkongs Regierungschefin

Die USA haben im Streit um Hongkongs Recht auf Selbstbestimmung Sanktionen gegen die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, Carrie Lam, verhängt.

Das US-Finanzministerium wirft Lam und zehn weiteren Offiziellen eine "Untergrabung der Autonomie" der früheren britischen Kronkolonie und eine Einschränkung der Freiheiten der Bewohner vor. Mögliches Vermögen von ihnen in den USA wird deswegen eingefroren. Betroffen sind auch Hongkongs Polizeichef Chris Tang und Sicherheitsminister John Lee.

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16:36 Uhr

Wildschwein klaut Laptop - Foto von nacktem Verfolger geht viral

Neugierige Wildschweine treffen am Berliner Teufelssee im Grunewald auf Badegäste: Bilder auf Facebook zeigen, wie ein nackter Mann auf einer Wiese einem Wildschwein und zwei Jungtieren hinterherrennt.

Das Tier, das wohl auf Nahrungssuche war, hat eine gelbe Tüte im Maul, die dem Mann gehörte - darin soll sich ein Laptop befunden haben. Das schreibt eine Facebook-Nutzerin, die die Bilder teilte und dafür nach eigenen Angaben die Erlaubnis des Nackt-Jägers eingeholt hatte. Er habe schallend gelacht, als sie ihm die Fotos gezeigt habe. Auch andere Badegäste verfolgten die Szene mit staunenden und lachenden Gesichtern, wie auf Facebook zu sehen ist.

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16:00 Uhr

"Dirty Dancing" bekommt eine Fortsetzung - mit Jennifer Grey

Der 1980er-Jahre-Kultfilm "Dirty Dancing" bekommt eine Fortsetzung. Das meldet "The Wrap" unter Berufung auf Lionsgate-Geschäftsführer Jon Feltheimer.

  • "Es wird genau die Art von romantischem, nostalgischem Film sein, auf den die Fans gewartet haben und die ihn zum meistverkauften Titel in der Unternehmensgeschichte gemacht haben", so Feltheimer.
  • Demnach wird US-Schauspielerin Jennifer Grey, eine der beiden Hauptdarsteller des Originals, das Sequel produzieren. Außerdem wird sie in einer noch nicht näher konkretisierten Rolle zu sehen sein.
  • Der New Yorker Filmemacher Jonathan Levine wird auf dem Regiestuhl Platz nehmen.
  • Über die Handlung der Fortsetzung ist noch nichts bekannt.
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15:24 Uhr

Polizei befreit Kleinkinder aus überhitztem Auto

Als Passanten in München zwei nass geschwitzt und bewusstlos wirkende Kleinkinder in einem Auto sahen, alarmierten sie die Polizei. Der Wagen stand in der prallen Sonne. Die Kinder, beide jünger als vier Jahre, reagierten nicht auf Klopfen.

In einem nahen Garten traf eine Passantin auf den Vater. Er öffnete das Auto, sodass die Kinder ambulant untersucht werden konnten. Beide waren ansprechbar und benötigten keine medizinische Versorgung. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Außentemperatur 27 Grad Celsius. Im Inneren des Autos maß die Feuerwehr einen Wert zwischen 40 und 45 Grad Celsius.

Die Polizei ermittelt nun gegen den Vater wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Das zuständige Jugendamt wurde informiert.

14:39 Uhr

ITV verlegt sein "Dschungelcamp" nach Großbritannien

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Rapsfelder statt Palmen, Wildschweine statt Kakerlaken? Es kann gut sein, dass das nächste "Dschungelcamp" in Deutschland stattfindet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit 2004 ist die RTL-Sendung "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" 14 Mal aus Australien gesendet worden - jetzt erwägt der Sender angesichts der Corona-Krise eine Verlegung des Camps. Der britische Sender ITV gab heute bekannt, dass die englischsprachige Version "I'm a Celebrity...Get me out of here!" das nächste Mal aus einer Schlossruine im eigenen Land gesendet wird.

RTL und ITV benutzen dieselbe Kulisse in Australien für die Sendung voller Ekel-Prüfungen.

Ein RTL-Sprecher sagte dazu: "Wir werden alles dafür geben, im Januar mit "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" wieder On-Air zu sein, in welcher Form auch immer. Wir stellen uns der coronabedingten Challenge und prüfen derzeit sehr gewissenhaft, ob wir wieder in das bewährte australische Dschungelcamp gehen können. Gleichzeitig denken wir auch über passende Alternativen für die 15. Staffel nach."

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Michael Bauer startet jetzt schon in das Wochenende, schön für ihn. Dafür verbringe ich den ganzen Nachmittag und Abend in unserer gut gekühlten Redaktion und versorge Sie, liebe Leserinneun und Leser, mit Nachrichten aus ganzer Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, los geht's!

14:04 Uhr

1200 Schweine verenden bei Brand in Forschungseinrichtung

Bei einem Großbrand auf einem von der Universität Göttingen für Forschungen genutzten Landgut in Niedersachsen sind etwa 1200 Schweine verendet. Rund 1000 Schweine sowie Lamas und Schafe hätten gerettet werden können oder haben sich selbst in Sicherheit gebracht, teilte die Polizei mit. Das Feuer war demnach am Donnerstagabend auf dem Gut bei Dassel ausgebrochen und erfasste mehrere Ställe.

Die Ursache für den Brand sei noch unklar, teilten die Beamten in Northeim mit. Brandermittler begannen am Freitag vor Ort mit ihren Untersuchungen. Das Versuchsgut dient den Nutztierwissenschaftlern der Universität für ihre Forschungen zu Tierzucht und Tierhaltung.

13:34 Uhr

"Deutscher Spiderman" bezwingt schwerste Kletterroute der Welt

Alexander Megos hat als erst zweiter Mensch eine Felsroute der höchsten Schwierigkeitsstufe erklettert und so für einen Weltrekord gesorgt. Der als "deutscher Spiderman" bekannte Kletterer aus Erlangen bezwang die Route namens "Bibliographie" in den französischen Alpen und bewertete den rund 35 Meter langen, überhängenden Felsabschnitt als Erstbesteiger selbst mit dem Schwierigkeitsgrad 9c.

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Denselben Grad hat weltweit nur die Route "Silence" in Norwegen, die Adam Ondra aus Tschechien vor knapp drei Jahren als Einziger geschafft hatte. "Das ist ein persönlicher Meilenstein meines Kletterlebens", schrieb Megos bei Instagram, nachdem er die Route in Céüse La Falais in der Nähe von Gap am Mittwochabend durchgeklettert war. Der 26-Jährige ist neben Ondra der beste Felskletterer der Welt. Für die "Bibliographie"-Route hatte sich Megos mehr als 60 Tage vorbereitet.

13:12 Uhr

Viele Eltern lassen Kinder täglich TV glotzen - mit schlechtem Gewissen

Sechs von zehn kleinen Kindern sehen einer Umfrage zufolge nahezu täglich oder sogar mehrmals täglich fern. 15 Prozent der Eltern von drei- bis achtjährigen Kindern gaben in der repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa an, ihr Nachwuchs schaue mehrmals täglich fern. Demnach schauen 45 Prozent der Kinder täglich oder fast täglich Fernsehen. Dabei ist der Fernseher bei Kindern zumindest dieser Altersgruppe noch beliebter als PC oder Laptop: 81 Prozent der Eltern gaben an, ihre Kinder würden diese Geräte selten oder nie nutzen.

Mit 47 Prozent hat fast die Hälfte der befragten Eltern von Kindern, die mindestens einmal wöchentlich fernsehen, jedoch von Zeit zu Zeit ein schlechtes Gewissen deswegen. Von ihnen gab fast die Hälfte als Grund an, dass die Mediennutzung ihr Kind zu sehr bei anderen Tätigkeiten einschränke. Als Grund fürs Fernsehen nannten 45 Prozent der befragten Eltern, dass ihr Kind sich aus Langeweile vor das Gerät setze.

12:46 Uhr

Gefundener Schädel auf Urlaubsinsel wirft Fragen auf

Ein von Touristen gefundener menschlicher Schädel vom Strand der Insel Norderney stammt von einer Frau. Ein Abgleich mit DNA-Mustern von vermisst Gemeldeten verlief aber negativ, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Hinweise auf ein Tötungsdelikt liegen bislang nicht vor. Wie alt die Knochen sind, blieb auch nach der Untersuchung beim Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen unklar - ebenso das Alter der Frau. Die Identität werde vermutlich nicht mehr geklärt, sagte Sprecherin Wiebke Baden. Wenn es sich zum Beispiel um einen Fall von vor 50 Jahren handle, könne die DNA nicht registriert sein, weil es die Technik damals nicht gegeben habe.

Weil die Polizei nach dem Fund im Februar ausgeschlossen hatte, dass der Schädel jahrhundertealt ist, wurde er beim LKA genetisch untersucht. Eine mögliche Erklärung hatte zunächst gelautet, dass er von einem früheren Friedhof der Insel stammen und aufgespült worden sein könnte.

12:05 Uhr

Neuer Bußgeldkatalog: Million Autofahrern droht Fahrverbot

Mehr als einer Million Autofahrern in Deutschland droht durch den im April eingeführten verschärften Bußgeldkatalog ein Fahrverbot. 2019 hätten Behörden alleine außerorts 930.019 Autofahrer registriert, die zwischen 26 und 40 Kilometer pro Stunde zu schnell gefahren sind, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten. Nach den neuen Regelungen erhalten Autofahrer dafür ein einmonatiges Fahrverbot.

Durch die Verschärfung des Bußgeldkatalogs sollten Autofahrer innerorts bereits ab 21 und außerorts ab 26 Kilometer pro Stunde zu viel mit einem Monat Fahrverbot bestraft werden. Zuvor lagen die Grenzen bei 31 und 41 Kilometer pro Stunde. Wegen eines Formfehlers wurden die neuen Regelungen im Juli außer Kraft gesetzt.

11:43 Uhr

Erstickungsgefahr - Dekoartikel-Anbieter ruft Eiswürfelset zurück

Der Dekoartikel-Anbieter Depot ruft das Eiswürfelset "Fruits" zurück. Die darin enthaltene Eiswürfel-Erdbeere könnte mit einer echten Frucht verwechselt und verschluckt werden, teilte die Gries Deco Company mit Sitz in Niedernberg mit. Es bestehe Erstickungsgefahr. Deswegen werde vom Gebrauch der Plastik-Eiswürfel abgeraten. Der Artikel mit der Produktnummer YTL0.021.240 ist vom 14. Juli bis zum 5. August 2020 in den Depot Filialen und im Depot Online Shop verkauft worden. Kunden können das Eiswürfelset - auch ohne Vorlage des Kassenbons - gegen Erstattung des Verkaufspreises in jeder Filiale zurückgeben.

11:24 Uhr

Seehofer blockiert auch Flüchtlingsaufnahme in Thüringen

Thüringen will 500 Geflüchtete in dem Bundesland zusätzlich unterbringen. Innenminister Horst Seehofer blockiert laut einem Medienbericht auch den Wunsch des Bundeslandes, ein Sonderkontingent aus Lagern in Griechenland aufzunehmen. Wie der "Spiegel" berichtete, teilte Innen-Staatssekretär Hans-Georg Engelke die Ablehnung des Thüringer Antrags der Landesregierung in einem Schreiben mit. Zuvor hatte Seehofer bereits den Wunsch des Landes Berlin zurückgewiesen, eine Gruppe von Flüchtlingen aus den überfüllten griechischen Camps aufzunehmen.

10:56 Uhr

Urlaubsparadies droht Ölkatastrophe: Frachter auf Grund gelaufen

Ein auf Grund gelaufener Frachter vor der Küste von Mauritius verliert Öl. Das Schiff Wakashio sei bereits vor mehreren Wochen auf Grund gelaufen, sagte die Exekutivdirektorin der Mauritian Wildlife Foundation, Deborah de Chazal. Es seien bereits Sperren eingerichtet worden, um das Öl in der Nähe des Wracks einzudämmen und einige wichtige Orte, wie einen nahe gelegenen Marinepark, zu schützen. Die Sorgen über die Auswirkung auf die Umwelt sind groß. Auf der Insel leben etliche vom Aussterben bedrohte und stark gefährdete Tiere.

Das Schiff liegt vor der Ostküste der Hauptinsel Mauritius, nahe Mahébourg. Die einstige französische und britische Kolonie Mauritius mit rund 1,3 Millionen Einwohnern liegt vor Madagaskar im Indischen Ozean. Der Inselstaat gilt als Urlaubsparadies, allerdings ist er stark von den Folgen des Klimawandels bedroht, etwa von Wirbelstürmen und einem steigenden Meeresspiegel.

10:22 Uhr

Prähistorische "Höllenameise" in Bernstein entdeckt

Eine lange ausgestorbene Ameisenart ist nun gut konserviert in Bernstein wiederentdeckt worden. Die rund 99 Millionen Jahre alte "Höllenameise" beeindruckt vor allem mit ihrem sensenartigen Kiefer. Im Bernstein ist das Insekt auch noch beim Beutezug zu sehen, denn eine Schabe ist gleich mit eingeschlossen.

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Die Höllenameise bei der Jagd

(Foto: Barden et al., Current Biology, 2020)

Laut Wissenschaftlern des New Jersey Institute of Technology ist die Ameise eine neu identifizierte Art, bekannt als Ceratomyrmex ellenbergeri, und es ist das erste Mal, dass wir eine Höllenameise gesehen haben, die sich aktiv ernährt. Ameisen zählen zu den vielfältigsten Kreaturen auf dem Planeten. Bis heute haben Wissenschaftler über 12.500 verschiedene Arten identifiziert und sie glauben, dass es wahrscheinlich weitere 10.000 gibt, die nur darauf warten, unter den Füßen entdeckt zu werden.

09:48 Uhr

Proteste und Brände vor Räumung von linker Szenekneipe "Syndikat"

Bei Protesten gegen eine bevorstehende Zwangsräumung der Kiezkneipe "Syndikat" in Berlin hat die Polizei mehrere Menschen vorläufig festgenommen. Eine genaue Zahl nannte ein Polizeisprecher zunächst nicht. Demonstranten setzten demnach in der Nacht zum Freitag rund um das weiträumig abgesperrte Lokal Barrikaden in Brand, die die Feuerwehr löschen musste. Es habe auch Sachbeschädigungen gegeben. Ob bei den Auseinandersetzungen Polizisten verletzt wurden, war zunächst nicht klar.

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Videos, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, zeigten, wie sich Demonstranten und Polizisten gegenüberstanden. Darauf waren auch Rangeleien und einzelne abgeschossene Feuerwerkskörper zu sehen.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Die Kneipe hat seit Längerem keinen Mietvertrag mehr, die Betreiber wollen aber nicht ausziehen. Den Unterstützern geht es allerdings nicht nur um das Lokal, sondern auch um stark gestiegene Mietpreise. Viele fürchten Verdrängung.

Update 13.03 Uhr: Mittlerweile ist die Kneipe in Neukölln geräumt worden. Am Vormittag demonstrierten und protestierten weit mehr als tausend Menschen in den Straßen rund um die Kneipe laut und zum Teil aggressiv gegen die Räumung. Die Polizei nahm nach ersten Zahlen bis zum frühen Morgen 44 Menschen vorläufig fest.

09:17 Uhr

Spaniens Ex-König Juan Carlos in Abu Dhabi gesichtet

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Juan Carlos

(Foto: dpa)

Der ehemalige spanische König Juan Carlos verlässt sein Heimatland inmitten von Korruptionsvorwürfen mit unbekanntem Ziel. Über seinen Aufenthaltsort wird seitdem gerätselt. Auch der Palast hält sich bedeckt. Eine erste Vermutung, er sei in der Dominikanischen Republik, wurde widerlegt.

Neuesten Berichten zufolge soll er nach Abu Dhabi geflogen sein. Ein Privatjet auf dem Weg von Paris in das Emirat habe am Montag in der nordwestspanischen Stadt Vigo einen Zwischenstopp eingelegt, berichtete die Zeitung "ABC" am Freitag. Neben Juan Carlos seien vier Personenschützer und eine weitere Person zugestiegen. Juan Carlos hatte nach dem Tod von Diktator Francisco Franco 1975 eine wichtige Rolle bei der Demokratisierung Spaniens gespielt und sich damit große Sympathien in der Bevölkerung erworben. Zuletzt machte er jedoch vor allem mit Affären von sich reden.

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09:08 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:58 Uhr

"Knight Rider"-Film kommt - kehrt "The Hoff" zurück?

" K.I.T.T., hol mich ab" und "Turboboost" waren wohl die bekanntesten Kommandos von David Hasselhoff in der 80er-Kultserie "Knight Rider". Nun soll es für Michael Knight und die Knight Foundation auf die große Leinwand gehen. "Aquaman"-Regisseur James Wan soll bei der neuen Spielfilmversion als Produzent an Bord sein, wie die US-Branchenportale "Variety" und "Deadline.com" berichteten. Der Videospiel-Autor TJ Fixman soll das Drehbuch liefern. Über Regie- und Rollenbesetzung wurde zunächst nichts bekannt.

"Knight Rider" mit Hauptdarsteller Hasselhoff und seinem sprechenden, intelligenten Auto K.I.T.T. lief von 1982 bis 1986 beim US-Sender NBC und war auch in Deutschland ein großer Erfolg. Im Fokus der Serie stand aber vor allem Hasselhoffs Wunderauto, ein Pontiac Trans AM mit rotem Sensorlicht vor dem Kühler.

08:23 Uhr

Forscher entdecken "Paten" von Loch-Ness-Monster

Ein skurriles Reptil mit einem Hals wie eine Giraffe und Nasenlöchern wie ein Krokodil hat Wissenschaftlern seit Jahrzehnten Rätsel aufgegeben. Das Viech der Gattung Tanystropheus könnte für Abbildungen des sagenumwobenen Monsters im schottischen Loch Ness Pate gestanden haben.

  • Es hatte auch einen ähnlichen Lebensraum wie eine Studie unter der Leitung der Universität Zürich (UZH) zeigt: Paläontologen haben mit neuester Computertomografie herausgefunden, dass Tanystropheus vor etwa 242 Millionen Jahren tatsächlich im Wasser lebte, wie sie in der Fachzeitschrift "Current Biology" berichten.
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    Tanystropheus

    (Foto: dpa)

  • Ein besonders guter Schwimmer war der Tanystropheus allerdings nicht, wie seine Gliedmaßen und der Schwanz zeigen. "Wahrscheinlich jagte er, indem er langsam durchs trübe Wasser schwamm und sich seiner Beute heimlich näherte", sagt UZH-Paläontologe Stephen Spiekman. "Sein kleiner Kopf und der sehr lange Hals halfen ihm, möglichst lange verborgen zu bleiben." Der Hals von Tanystropheus war dreimal so lang wie sein Torso.
07:50 Uhr

Brauerei nennt Biersorte nach Übersetzungspanne "Schamhaar"

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Can't get enough of that wonderful "huruhuru".

(Foto: imago images/Shotshop)

Nicht alles lässt sich mit dem Google-Übersetzer lösen: Zwei Unternehmen sind in Neuseeland mit ihrer kreativen Namensfindung böse auf die Nase gefallen. Die kanadische "Hell’s Basement"-Brauerei nannte eine ihrer Biersorten "Huruhuru" - in der Annahme, das Wort bedeute auf Maori, der Sprache der indigenen Bevölkerung des Landes, "Feder". Der Google-Übersetzer spuckt als Bedeutung "Pelz" aus, weswegen ein Ledergeschäft in der Hauptstadt Wellington wohl gleich seinen ganzen Laden "Huruhuru" nannte.

Für Aufklärung sorgte dann aber der TV-Star Te Hamua Nikora. Der ehemalige Rapper betonte, das Wort sei in der Maori-Kultur eine Bezeichnung für "Schamhaar". Er habe die beiden Unternehmen kontaktiert und darauf hingewiesen. Die Brauerei entschuldigte sich daraufhin und gelobte Besserung.

Heute ist übrigens der Internationale Tages des Bieres - Zeit für einen Faktencheck rund ums Bier.

07:34 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Corona-Zahlen in Deutschland steigen zwar, doch Gesundheitsminister Spahn gibt Entwarnung. Er sieht derzeit keine kritische Schwelle überschritten. "Im Moment sind wir in jedem Fall noch in einer Größenordnung, mit der das Gesundheitswesen und der öffentliche Gesundheitsdienst umgehen kann", sagte der CDU-Politiker gestern Abend dem ZDF-"Heute Journal". Um beim Corona-Geschehen auf dem Laufenden zu bleiben, empfehle ich Ihnen unseren Ticker.

Und diese Themen werden uns heute ebenfalls beschäftigen:

  • Die Deutsche Fußball Liga veröffentlicht heute um 12 Uhr den Spielplan der Bundesliga und der 2. Bundesliga für die Saison 2020/21. Für die Spielplan-Experten der DFL ist die Gestaltung eine Herausforderung gewesen, da die nächste Saison wegen der Corona-Krise verkürzt ist.
  • Das Bundesverfassungsgericht veröffentlicht um 09.30 Uhr seine Entscheidung über eine Verfassungsbeschwerde mehrerer kreisfreier Städte in Nordrhein-Westfalen. Dabei geht es um Aufgaben, die die Kommunen bei den sogenannten Bildungs- und Teilhabeleistungen seit 2011 bundesweit zusätzlich schultern müssen.
  • Nach seinem Geständnis vor Gericht soll sich der Hauptangeklagte im Mordfall Lübcke um 10 Uhr weiteren Fragen stellen. Neben dem Senat des Oberlandesgerichts Frankfurt und dem Anklagevertreter könnte auch die Familie des Opfers zu Wort kommen.
  • Die US-Regierung gibt um 14.30 Uhr (MESZ) die Arbeitslosenquote für den Monat Juli bekannt. Angesichts jüngster Wirtschaftsdaten rechneten Analysten nicht mit einer deutlichen Verbesserung der Lage am Arbeitsmarkt.
  • Die Bundesbank veröffentlicht die Falschgeldzahlen für das erste Halbjahr 2020.
  • Mit den beiden Achtelfinal-Rückspielen Manchester City gegen Real Madrid und Juventus Turin gegen Olympique Lyon startet die Champions League um 21 Uhr aus der Corona-Pause.

Bei Fragen und Anregungen schreiben Sie mir doch einfach unter michael.bauer[at]nama.de eine E-Mail. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:14 Uhr

Deutschlandweit viel Sonnenschein und hohe Temperaturen

In Deutschland regiert Hoch "Detlef". Dabei wird sehr warme bis heiße Luft herangeführt und es ist verbreitet hochsommerlich mit viel Sonne. Nach derzeitigem Stand dauert die Hitzewelle bis weit in die nächste Woche an, wobei die höchsten Temperaturen durch den Zustrom nordafrikanischer Luftmassen am Wochenende in der Westhälfte Deutschlands anzutreffen sind. Nur vereinzelt kommt es dabei zu Hitzegewittern in teils feuchterer Luftmasse. Die Waldbrandgefahr wird zunehmend verbreiteter hoch bis sehr hoch (im Osten ist sie gebietsweise schon sehr hoch), im Süden bleibt sie noch geringer.

Heute gibt es erneut viel Sonnenschein, tagsüber ziehen von Osten her ein paar lockere Quellwolken oder dünne Schleierwolken auf. Zum Nachmittag und Abend hin besteht am ehesten in den östlichen Mittelgebirgen, an Oder/Neiße sowie an den Alpen örtlich eine leichte Schauer- und Gewitterneigung. Nach Nordwesten und Westen hin ist es durchweg sonnig. Die Höchsttemperaturen liegen meist bei hochsommerlichen 27 Grad an den Alpen, 32 Grad im Thüringer Becken und im Hamburger Raum bis 36 Grad am Niederrhein, bei Seewind an den Küsten ist es etwas weniger warm. Schwacher, teils mäßiger Wind weht meist aus Ost bis Südost, an der Ostsee teils aus Nordost.

07:08 Uhr

Ein Toter nach Auseinandersetzung am Berliner Alexanderplatz

Bei einer Auseinandersetzung am Berliner Alexanderplatz ist ein Mensch ums Leben gekommen, ein weiterer wurde verletzt. Eine Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. Nach ersten Informationen aus Polizeikreisen sollen Schüsse gehört worden sein, es könne sich aber auch um eine Schreckschusswaffe gehandelt haben. Zudem hieß es, eine Person habe einen oder mehrere Messerstiche erlitten. Ein Polizeisprecher nannte zunächst keine Einzelheiten zum Tatgeschehen und zum Hintergrund.

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06:41 Uhr

Trump macht Energiesparlampen für orangen Hautton verantwortlich

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(Foto: imago/ZUMA Press)

US-Präsident Donald Trump findet sich im Licht klassischer Glühbirnen schöner als bei modernen Energiesparlampen. "Ich mag sie besonders, weil ich nicht so orangefarben aussehe", sagte der 74-Jährige bei einer Rede vor Angestellten eines Haushaltsgeräteherstellers. "Ihr seid alle schöne Leute, aber ihr habt mit der alten Glühbirne besser ausgesehen, als mit den furchtbaren neuen Glühbirnen", sagte Trump im US-Bundesstaat Ohio. "Ich mag diesen Look nicht", sagte er mit Blick auf das Licht energieeffizienter Lampen.

Seine Regierung hatte schon vor einiger Zeit eine Verordnung kassiert, die den Verkauf der eher verschwenderischen Birnen mit Glühdraht - ähnlich wie in der EU - weitestgehend verboten hätte. Trump behauptet, Energiesparlampen seien schädlich für die Umwelt. Für seinen unnatürlich wirkenden Teint wird der Republikaner immer wieder verspottet. Er hat zum Beispiel auch wiederholt erklärt, er halte Pressekonferenzen lieber im Freien, weil er bei natürlichem Licht besser aussehe.

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06:12 Uhr

Saudischer Kronprinz soll hinter "Mordkommando" stecken

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman steht international im Verdacht, Drahtzieher des Attentats auf den Journalisten Jamal Khashoggi im Oktober 2018 gewesen zu sein. Ein früherer saudiarabischer Spion wirft bin Salman nun vor, hinter einem Komplott zu seiner Ermordung gesteckt zu haben. Der Kronprinz habe im Jahr 2018 ein "Mordkommando" nach Kanada geschickt, um ihn töten und zerstückeln zu lassen, führt der frühere Geheimdienstmitarbeiter Saad Aljabri in einer Klage bei einem Bundesgericht in Washington ins Feld.

Die kanadischen Sicherheitskräfte hätten damals das Attentat verhindert, heißt es in der Klage. Die Pläne zu seiner Ermordung würden in Riad jedoch weiter verfolgt, erklärt Aljabri darin. Der Ex-Spion lebt in Kanada im Exil.

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05:49 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht