Der Tag
20. März 2024
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Zum Archiv
22:18 Uhr

Das war Mittwoch, der 20. März

Liebe Leserinnen und Leser,

auch heute war wieder einiges los. Etwa muss Russland derzeit heftig Grenzregion Belgorod heftig kämpfen. Mein Kollege Alexander Schultze schlüsselt die Situation auf dem Schlachtfeld auf. Außerdem hat sich mein Kollege Martin Morcinek angeschaut, ob in Deutschland demnächst die Eier knapp werden. Verzeihen Sie den harten Themensprung, doch das wollte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Gilt auch für folgende Themen:

So, das wäre es erstmal von meiner Seite. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht!

Das war Mittwoch, der 20. März
21:41 Uhr

20-Pfund-Brosche wirft kleines Vermögen ab

Laut "New York Times" entdeckte die britische Kunsthistorikerin Flora Steel vor mehr als drei Jahrzehnten auf einem Antiquitätenmarkt eine Silberbrosche. Sie kaufte das Stück für rund 20 Pfund (damals etwa 35 US-Dollar). Mehrere Jahre zierte sie einen ihrer Lieblingsmäntel, dann verschwand sie in einem ihrer Schränke. Im vergangenen Jahr stieß sie jedoch auf ein BBC-Beitrag, in dem die Brosche in der Fernsehsendung "Antiques Roadshow" präsentiert wurde. In dem Clip zeigte der Moderator Geoffrey Munn eine Seite mit Skizzen anderer Broschen, die von dem Architekten und Künstler William Burges aus dem viktorianischen Zeitalter entworfen worden waren. Darunter fand sich auch Steels Brosche. Sie witterte eine Chance. Vergangenen Dienstag wurde die Brosche bei Gildings Auctioneers in Market Harborough, England, für 9500 Pfund (etwa 12.000 US-Dollar) an einen privaten Sammler verkauft. Sie ist aus Silber, Lapislazuli, Malachit und rosa Koralle gefertigt.

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Steel und die Brosche. (Foto: Gildings Auctioneers)
20-Pfund-Brosche wirft kleines Vermögen ab
21:00 Uhr

Demonstranten brüllen gegen Scholz-Rede an

Die Rede von Bundeskanzler Olaf Scholz zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse ist am Abend mehrfach von Demonstranten unterbrochen worden. Während der Rede riefen mehrere im Gewandhaus verteilte Aktivisten laut, aber weitgehend unverständlich in die Ansprache des SPD-Politikers. Weite Teile des Protestes wurden zudem von anhaltendem Beifall des Publikums übertönt. "Uns alle führt hier in Leipzig die Macht des Wortes zusammen - nicht des Geschreis", sagte Scholz begleitet von Applaus. Nach einigen Minuten konnte er seine Eröffnungsrede fortsetzen.

Demonstranten brüllen gegen Scholz-Rede an
20:24 Uhr

Kokainschmuggler kassiert sechsjährige Haftstrafe

Ein 32-jähriger Mann wird mit rund 40 Kilogramm Kokain im Handgepäck am Frankfurter Flughafen erwischt. Das Landgericht Frankfurt am Main hat ihn nun wegen Drogenschmuggels zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt, sagte ein Gerichtssprecher. Für seinen Schmuggel reiste er laut Anklage im November mit dem Flugzeug von der Hauptstadt Santo Domingo nach Frankfurt am Main. Dort flog er jedoch auf - das Kokain hatte er demnach in einem Rucksack und einem Kabinenkoffer verstaut. Die insgesamt 39 Kokainportionen sollen zum Weiterverkauf bestimmt gewesen sein. Der Mann befand sich bereits seit November in Untersuchungshaft. Laut dem Sprecher berücksichtigte das Gericht strafmildernd, dass er Hinweise auf weitere Beteiligte am Drogenhandel gegeben habe.

Kokainschmuggler kassiert sechsjährige Haftstrafe
19:36 Uhr

EU-Kommission zeigt Herz für Praktikanten

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Wissen gibt es bei Praktika häufig, dafür wenig bis kein Geld. (Foto: picture alliance / Shotshop)

Praktika sind meist mit einer schlechten Bezahlung verbunden, obwohl sie in vielen Branchen einiges abverlangen. Letzteres will die EU-Kommission nun ändern. Unternehmen müssten "bezahlte Praktika anbieten, die allen jungen Menschen unabhängig von ihrem sozioökonomischen Hintergrund zugänglich sind", erklärte Vizekommissionspräsident Valdis Dombrovskis bei der Vorstellung eines entsprechenden Gesetzesvorschlags. Das Gesetz soll verhindern, dass Praktikantinnen und Praktikanten als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden. Brüssel will damit zudem den Fachkräftemangel bekämpfen. Wenn sie die gleiche Arbeit machen, sollen Beschäftigte im Praktikum dem Vorschlag zufolge genauso viel verdienen wie regulär Angestellte.

Das Gesetz soll zudem verhindern, dass Unternehmen ihre regulär Beschäftigten über Praktikumsverträge anstellen, um Geld zu sparen. Die Behörden in den EU-Staaten sollen die Betriebe regelmäßig kontrollieren, als Kriterium soll etwa die Vertragslaufzeit gelten. Betriebsräte sollen sich für die Rechte von Praktikantinnen und Praktikanten einsetzen dürfen. In Deutschland müssen Arbeitgeber für Praktika ab einer Dauer von drei Monaten den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Pflichtpraktika im Rahmen des Studiums oder der Ausbildung sowie kürzere Praktika werden jedoch häufig geringer oder gar nicht bezahlt. Der Haken: Sind diese verpflichtend, gehen sogar mit einem temporären Umzug einher, können Betroffene diese häufig nicht stemmen. Es sei denn: Sie haben Rücklagen - oder Unterstützung.

EU-Kommission zeigt Herz für Praktikanten
19:06 Uhr

Banksy-Bild wird übermalt - Stadt ist empört

Es ist doch eine recht verrückte Geschichte: Streetartist Banksy malt ein Gemälde an eine Londoner Hauswand unweit des Flinsbury Parks. Es ist nichts besonders Agitatorisches, vielmehr handelt es sich das Bildnis einer Person, die Laub auf eine weiße Wand malt. Irgendwo zwischen den Metaebenen findet sich etwas Klimakritik, also vielleicht. Eine unbekannte Person hat das Bild nun mit weißer Farbe beschmiert, im Graffitijargon sagt man, es wurde gecrosst. Das ist im Wettbewerb um Szeneanerkennung, aber auch bei Ablehnung eines Urhebers nicht unüblich, auch wenn das Überpinseln ein Werk nicht zwangsläufig schöner macht. Die Stadtverwaltung ist empört, lässt kurzerhand Zäune errichten und Kameras installieren. Offenbar kommt es lediglich auf den Bekanntheitsgrad an, wer guerillamäßig eine Wand bemalen darf. Naja, schön, wenn der obrigkeitskritische Künstler von der Obrigkeit eine Sonderbehandlung bekommt.

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Für die Stadt ein Großereignis: Banksy hat ein Bild gemalt. (Foto: picture alliance / empics)
Banksy-Bild wird übermalt - Stadt ist empört
18:16 Uhr

Luftwaffe darf neue Patriot-Systeme anschaffen

Neues aus der Welt der Aufrüstung: Die Bundeswehr bekommt vom Bundestag grünes Licht für den Kauf von vier Flugabwehrsystemen vom Typ Patriot. Nach dem Verteidigungsausschuss gab am Mittwoch in Berlin auch der Haushaltsausschuss seine für die Beschaffung nötige Zustimmung, wie es aus dem Bundestag hieß. Die Luftwaffe hatte zwei ihrer Patriot-Systeme an die Ukraine abgegeben und verfügte zuletzt nur noch über zehn der Anlagen. Sie zählen zu den modernsten der Welt. Mit ihnen werden feindliche Flugzeuge, ballistische Raketen und Marschflugkörper bekämpft. Der Gesamtkosten für die vier Systeme betragen schätzungsweise 1,3 Milliarden Euro.

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Für die Bundeswehr gibt es Nachschub. (Foto: picture alliance/dpa)
Luftwaffe darf neue Patriot-Systeme anschaffen
17:33 Uhr

Uhren aus Michael Schumachers Sammlung kommen unter den Hammer

Ein Audemars-Piguet-Royal-Oak-Chronograph, eine F.-P.-Journe-Vagabondage-1-Armbanduhr mit einem Ziffernblatt in roter Ferrarifarbe, einer Widmung auf dem goldenen Uhrwerk und kleinen Symbolen, die an die Weltmeistertitel von Michael Schumacher erinnern sollen. Diese Schmuckstücke aus dem Privatbesitz des Formel-1-Giganten werden am 13. Mai vom Auktionshaus Christie's versteigert. Ferner sollen noch mehr seiner Uhren unter den Hammer kommen. Wie viele, ist jedoch unklar. Die Auktion markiere den 30. Jahrestag von Schumachers erstem Weltmeistertitel 1994, teilte das Auktionshaus Christie's mit. Der Formel-1-Rekordweltmeister hat sich bei einem Ski-Unfall Ende 2013 schwer verletzt und ist seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten.

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Die Uhren sind vor allem etwas für Ferrarifans. (Foto: picture alliance/dpa/Christie's)
Uhren aus Michael Schumachers Sammlung kommen unter den Hammer
17:02 Uhr

Feuerwalze frisst sich durch Hochzeit mit 850 Gästen

Auf einer Hochzeit in Mexiko bricht ein Feuer aus. Rasend schnell breitet sich der Brand in einem Festzelt aus. Gäste geraten in Panik und versuchen, sich vor den Flammen zu retten. Die Feuerwehr evakuiert die rund 850 Gäste vom Veranstaltungsgelände. Fünf Menschen kommen mit Verletzungen in ein Krankenhaus.

Feuerwalze frisst sich durch Hochzeit mit 850 Gästen
16:27 Uhr

Tausende protestieren gegen Stellenabbau bei Bosch

Um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, beabsichtigt Bosch Tausende Stellen abzubauen. Über alle Geschäftsbereiche hinweg stehen bislang mehr als 7000 Stellen zur Disposition - davon bis zu 3200 in der Autozulieferung. Nun regt sich bundesweit Widerstand. Tausende Bosch-Beschäftigte haben bundesweit gegen den geplanten Stellenabbau bei dem Technologieunternehmen protestiert. Allein vor die Konzernzentrale auf der Gerlinger Schillerhöhe bei Stuttgart sind mehr als 10.000 Menschen gekommen, wie Betriebsrat und IG Metall am Mittwoch mitteilten. Weitere Aktionen gab es demzufolge in Ansbach, Blaichach/Immenstadt, Bamberg, Eisenach, Hildesheim, Homburg, Nürnberg und Salzgitter - mit weiteren etwa 15.000 Teilnehmern.

Sie alle hätten eine Botschaft, sagte der Betriebsratschef der Zuliefersparte, Frank Sell, am Mittwoch in Gerlingen. "Die Botschaft ist: Stopp, so geht es nicht weiter. So lassen wir mit uns nicht umgehen. Stoppt diesen wahnsinnigen Personalabbau." Man stehe hier, weil man über Chancen sprechen wolle. Zentrale Gespräche würden bislang von der Geschäftsführung jedoch abgelehnt: "Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: so ein Riesenunternehmen. Und dann wird uns mitgeteilt: Der Personalabbau soll Standort für Standort verhandelt werden. Nach dem Motto: Teile und herrsche."

Tausende protestieren gegen Stellenabbau bei Bosch
16:01 Uhr

Albaniens Premier fasst Journalistin ins Gesicht

Die albanische Journalistin Ambrozia Meta befragt Ministerpräsident Edi Rama zu einem umstrittenen Immobilienprojekt. Als sie ihm widerspricht, greift er der Frau ins Gesicht und verlässt die Interviewsituation. Sein übergriffiges Verhalten bringt ihm den Vorwurf der Einschüchterung ein.

Albaniens Premier fasst Journalistin ins Gesicht
15:39 Uhr

FDP drängt erneut auf Corona-Kommission

Seit einiger Zeit fordert die FDP eine Kommission zur Aufarbeitung der Corona-Politik. Ein Anliegen, das auch in Reihen der CDU befürwortet wird. Nun drängen FDP-Gesundheitsexperte Andrew Ullmann und FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki erneut dazu, eine Enquete-Kommission einzurichten, was eine etwas weniger gängige Formulierung für Prüfkommission ist. Kubicki sagte, aus seiner Sicht hätten einige Maßnahmen wie 2G-Zugangsregeln schwere gesellschaftliche Schäden verursacht und Spaltungstendenzen vertieft. "Es ist unsere Aufgabe, mit einer sauberen und vorbehaltlosen Aufklärung dazu beizutragen, dass Gräben wieder zugeschüttet werden." Auch Ullmann warnt vor katastrophalen Schäden in der Gesellschaft. Sie richten sich in einem Schreiben an die SPD- und Grünen-Fraktionsführungen: "Wir möchten auch Sie und Ihre Fraktion überzeugen", heißt es darin.

FDP drängt erneut auf Corona-Kommission
15:12 Uhr

CDU kassiert Shitstorm für skurriles Rotkäppchen-Video

Die CDU in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Anlauf auf die sozialen Medien und feiert auf Tiktok das neue Landesgesetz zum Abschuss von Wölfen. Verkleidet als Rotkäppchen und der böse Wolf tollen zwei Abgeordnete umher - und lecken einander über das Gesicht. Die Reaktionen auf das skurrile Video folgen prompt: "Das C in CDU steht für Cringe."

CDU kassiert Shitstorm für skurriles Rotkäppchen-Video
14:48 Uhr

Polizei schnappt Dating-Schwindler nach jahrelanger Flucht

Ein Mann soll laut Behördenangaben in den USA auf Dating-Plattformen im Netz Kontakt zu Frauen aufgenommen, sich ihr Vertrauen erschlichen und sie anschließend dazu gebracht haben, ihm insgesamt mindestens 250.000 US-Dollar zu überweisen. Vor knapp vier Jahren schrieb die USA ihn zur Fahndung aus. Nun haben Einsatzkräfte am Frankfurter Flughafen den Mann festgenommen, teilt die Bundespolizei mit. Am Montag sei er aufgefallen, als er mit einem Flug aus der chinesischen Hauptstadt Peking in Frankfurt ankam und in eine Maschine ins rumänische Bukarest umsteigen wollte. Direkt am Flieger hätten die Handschellen geklickt. Der Mann werde nun voraussichtlich in die USA ausgeliefert, wo ihm bis zu 42 Jahre Haft drohten, teilte die Polizei mit.

Polizei schnappt Dating-Schwindler nach jahrelanger Flucht
14:18 Uhr

Nordkorea: Triebwerk für neue Hyperschallrakete getestet

Kim Jong Un frohlockt: Die selbst ernannte Atommacht Nordkorea hat nach eigenen Angaben neue Fortschritte bei der Entwicklung von Hyperschall-Raketen erzielt. Der Test eines Feststoff-Strahltriebwerks für eine Hyperschall-Rakete "neuen Typs" mit mittlerer Reichweite sei erfolgreich gewesen, berichteten Staatsmedien. Dank des Tests habe die Raketenbehörde jetzt bestimmen können, bis wann das neue Waffensystem von strategischem Wert fertiggestellt werden könne, hieß es. Ein genauer Zeitpunkt dafür wurde nicht genannt.

Nordkorea berichtete über die Erprobung eines Triebwerks zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel. Nordkoreas Machthaber Kim nannte den Berichten zufolge das neue Waffensystem mit Blick auf das Sicherheitsumfeld als genauso wichtig wie Interkontinentalraketen. Das gelte auch im Hinblick auf die Erfordernisse für einen Einsatz der Volksarmee, "und die Feinde sollten das besser wissen", wurde Kim zitiert.

Nordkorea: Triebwerk für neue Hyperschallrakete getestet
14:17 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Friederike Zörner verabschiedet sich in den Feierabend - ich übernehme an ihrer Stelle. Mein Name ist Tim Kröplin und ich führe Sie durch den restlichen Tag. Sie haben Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir gerne: tim.kroeplin@ntv.de.

Schichtwechsel
13:58 Uhr

Leiche gefunden - wohl Mutter von getöteter Ukrainerin vom Rheinufer

Die intensiv gesuchte Mutter einer am Rhein bei Hockenheim aufgefundenen getöteten Frau aus der Ukraine ist laut Polizei wohl ebenfalls tot. Einsatzkräfte hätten eine Leiche in einem See bei Bad Schönborn (Landkreis Karlsruhe) entdeckt, bei der es sich "augenscheinlich" um die 51-jährige Mutter handele, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

In der vergangenen Woche wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Die 43 und 44 Jahre alten Personen hatten das fünf Wochen alte Baby der Frau bei sich, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie wurden am Donnerstag in Untersuchungshaft genommen. Gegen sie bestehe der dringende Verdacht, die 27-jährige Frau - nach früheren Angaben eine ukrainische Geflüchtete - getötet zu haben.

Leiche gefunden - wohl Mutter von getöteter Ukrainerin vom Rheinufer
13:44 Uhr

Irischer Regierungschef tritt überraschend zurück

"Nach sieben Jahren im Amt denke ich, dass ich nicht mehr die richtige Person dafür bin": Der irische Ministerpräsident Leo Varadkar hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Auch den Posten als Chef der Regierungspartei Fine Gael werde er abgeben, teilte der 45-Jährige in Dublin mit. Er trete sowohl aus persönlichen als auch aus politischen Gründen ab. Varadkars Rückzug von der Spitze der Drei-Parteien-Koalition löst nicht automatisch eine Neuwahl aus. Varadkar erklärte, dass er den Posten des Regierungschefs räumen werde, sobald ein Nachfolger feststehe und das Amt übernehmen könne.

Er sei stolz, dazu beigetragen zu haben, dass das EU-Land moderner und gleichberechtigter geworden sei. Es gebe keinen guten Zeitpunkt für einen Rücktritt. Doch jetzt sei ein besserer als sonst. Der Haushalt sei bewilligt, die Beziehungen zum Vereinigten Königreich nach den Brexit-Streitigkeiten seien verbessert, sagte er in einer emotionalen Stellungnahme.

Irischer Regierungschef tritt überraschend zurück
13:22 Uhr

Neues Banksy-Motiv in London mit weißer Farbe beschmiert

Ein neues Banksy-Motiv in London ist nur wenige Tage nach seinem Erscheinen beschmiert worden. Das grüne Werk des mysteriösen Streetart-Künstlers ist auf eine weiße Wand hinter einem kahlen Baum gesprüht und erweckt aus dem richtigen Blickwinkel den Anschein, der Baum trage Blätter. Wie auf aktuellen Fotos zu sehen ist, wurden zwei Streifen weißer Farbe über einen Teil des grünen Kunstwerks gemalt. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Das Grundstück rund um den Baum und die Fassade sind nun mit einem Zaun abgesperrt.

Neues Banksy-Motiv in London mit weißer Farbe beschmiert
12:54 Uhr

Zehnjährige in Kinderheim vergewaltigt: Täter muss in Haft

Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einem Kinderheim in Oberfranken ist ein 26-Jähriger wegen Vergewaltigung des Mädchens zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Die Jugendkammer des Landgerichts Hof sprach den Angeklagten unter anderem der Vergewaltigung und des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig. Eine Beteiligung am Tod des Mädchens konnte dem Angeklagten nicht nachgewiesen werden, wie der Vorsitzende Richter Christopher Feulner sagte.

Die Zehnjährige war am Morgen des 4. April 2023 tot in einem Bett des Kinderheims in Wunsiedel gefunden worden. Der Angeklagte soll in der Nacht zuvor in das Heim eingestiegen sein und das Mädchen im Beisein eines damals elf Jahre alten Jungen aus dem Heim vergewaltigt haben. Die Ermittlungen kamen zum Schluss, dass der Junge die Zehnjährige bei einem Streit in derselben Nacht getötet habe. Er kann aufgrund seines Alters nicht strafrechtlich verfolgt werden. Eine mögliche Beteiligung des Angeklagten am Tod des Mädchens war nicht Teil der Anklage.

Zehnjährige in Kinderheim vergewaltigt: Täter muss in Haft
12:24 Uhr

Drei Jahre untergetaucht: Bremer Millionendiebin stellt sich

Eine Mitarbeiterin einer Bremer Geldtransportfirma stiehlt am 21. Mai 2021 knapp 8,2 Millionen Euro aus Sicherheitstaschen. Das Geld bringt sie in einem Rollcontainer durch eine Schleuse aus der Firma. Anschließend meldet sie sich krank und setzt sich ins Ausland ab, der Diebstahl wird erst einige Tage später bemerkt. Fahndern gelingt es daraufhin nicht, die Tatverdächtige aufzuspüren.

Fast drei Jahre nach dem Millionendiebstahl ist die inzwischen 31-Jährige festgenommen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, nahmen Zielfahnder die frühere Mitarbeiterin am Dienstag am Bremer Flughafen fest. Die Frau habe über ihren Rechtsanwalt ihre Absicht zur Rückkehr bekundet, erklärten die Beamten. Dazu flog sie am Dienstag von der Türkei nach Bremen und wurde umgehend festgenommen. Nach Beschluss eines Haftrichters kam sie noch am selben Tag in Untersuchungshaft. Die weiteren Vernehmungen und Ermittlungen dauerten an.

Drei Jahre untergetaucht: Bremer Millionendiebin stellt sich
11:58 Uhr

Melania Trump zeigt sich nach einiger Zeit wieder an der Seite ihres Mannes

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Kein Archivbild, sondern aktuell: Melania neben Donald Trump in der Öffentlichkeit. (Foto: AP)

Als Melania Trump Anfang des Monats nicht der Super-Tuesday-Siegparty ihres Gatten beiwohnt, flammen erneut Spekulationen um Eheprobleme der früheren First Lady und des Ex-Präsidenten Donald Trump auf. Zuvor hatte sie auch auf der Weihnachtskarte gefehlt, die die Verlobte von Donald Trump Jr., Kimberly Guilfoyle, im Dezember an die Familie geschickt hatte. Damals hieß es allerdings, dass sie sich um ihre schwerkranke Mutter Amalija Knavs kümmere. Melania Trump musste ihre Mutter am 18. Januar in Palm Beach, Florida, zu Grabe tragen.

Mit einem gemeinsamen Auftritt an diesem Dienstag versucht das Ex-Präsidentenpaar wohl, Zusammenhalt zu demonstrieren. Die 53-Jährige absolvierte ihren ersten öffentlichen Auftritt nach der Beerdigung ihrer Mutter. Gemeinsam mit dem 77-jährigen republikanischen Präsidentschaftsanwärter ging sie am Tag der Vorwahlen in Florida zu den Wahllokalen.

Melania Trump zeigt sich nach einiger Zeit wieder an der Seite ihres Mannes
11:27 Uhr

Villa von Remmo-Clan in Berlin-Neukölln an Staat übergeben

Nach jahrelangem Rechtsstreit und begleitet von einem großen Polizeieinsatz ist die beschlagnahmte Villa des bekannten arabischstämmigen Remmo-Clans in Berlin-Neukölln an den Staat übergeben worden. Der angekündigte Räumungstermin einer Gerichtsvollzieherin am großen Haus im Stadtteil Buckow verlief am Vormittag reibungslos. Die Villa war bereits nicht mehr bewohnt, Türen und mehrere Fenster standen offen. Einige Möbelstücke waren vor der Tür abgestellt. 130 Polizisten, die den Termin begleiteten, sperrten das Gelände und die Straße ab. Polizisten und ein Vertreter des Bezirks begleiteten die Gerichtsvollzieherin in das Haus. Ein Sprecher des Bezirks Neukölln wertete die Übergabe als großen Erfolg.

Villa von Remmo-Clan in Berlin-Neukölln an Staat übergeben
11:13 Uhr

Berlins Regierungschef Wegner will bei Kanzler-Frage mitreden

Ziemlich beste Freunde sind sie wohl nicht: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Friedrich Merz hatten in den vergangenen Monaten mehrmals Differenzen. Hauptstreitpunkt ist die Schuldenbremse im Grundgesetz. Wegner fordert eine Reform, was Merz ablehnt. Merz hatte Wegner dafür Ende 2023 öffentlich kritisiert. Auch in der Bewertung einer Koalition mit den Grünen lagen beide zeitweise über Kreuz. Jetzt gibt der Berliner CDU-Landeschef zu Protokoll, dass er Mitsprache der Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden bei der Auswahl des Kanzlerkandidaten der Union im Herbst fordert.

Gefragt nach Merz sagte Wegner dem "Tagesspiegel": "Aus heutiger Sicht ist klar: Wir haben einen Parteivorsitzenden und einen Fraktionsvorsitzenden, der einen guten Job macht. Wir haben gute Umfragewerte. Selbstverständlich ist Friedrich Merz in der Favoritenrolle. Wir müssen aber in einem geordneten Verfahren und in größtmöglicher Geschlossenheit unseren Kanzlerkandidaten nominieren. Die Ministerpräsidenten und Landesvorsitzenden werden sicherlich dabei ein gewichtiges Wort haben." Auf die Frage, ob er für Merz Wahlkampf machen würde, antwortete Wegner: "Selbstverständlich."

Berlins Regierungschef Wegner will bei Kanzler-Frage mitreden
10:52 Uhr

Frau macht erst Yoga und bricht dann in Bäckerei ein

Tiefenentspannt auf Diebestour: In Australien ist eine Frau festgenommen worden, die vor ihrem mutmaßlichen Einbruch in eine Bäckerei auf dem Kundenparkplatz erst einmal einige Yoga-Übungen absolviert hat. Wie die Polizei mitteilte, nahmen Überwachungskameras die Beschuldigte dabei auf, wie sie nachts auf dem Parkplatz der Bäckerei in Melbourne mindestens zwei Minuten lang Übungen wie die Brücke machte, bevor sie in die Hauptniederlassung der Bäckerei-Kette Phillippa's Bakery eindrang.

Ihre Beute bestand laut Polizei aus einem Mandelcroissant, ein Paar Schuhen und einigen Reinigungsmitteln. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Beschuldigte kam auf Kaution frei und soll am 22. Mai vor Gericht erscheinen. Das betroffene Unternehmen Phillippa's Bakery reagierte "ziemlich überrascht" auf den Fall. "Es scheint, dass Yoga ein Muss vor einem Einbruch ist", erklärte die Bäckerei-Kette auf Instagram. Demnach stahl die Frau neben anderen Dingen nicht nur ein, sondern mehrere Croissants, die "eindeutig zu verführerisch waren für diese gelenkige Einbrecherin".

Frau macht erst Yoga und bricht dann in Bäckerei ein
10:27 Uhr

CDU-Politiker: "Toxischer" Bericht zur Muslimfeindlichkeit darf nicht erscheinen

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Christoph de Vries fordert von Nancy Faeser, "Rückgrat zu zeigen". (Foto: Jonathan Penschek/dpa)

Nach dem rassistischen Anschlag von Hanau ruft der damalige Bundesinnenminister Horst Seehofer einen Expertenkreis ins Leben, der im Juni vergangenen Jahres seinen Abschlussbericht veröffentlicht. Darin kommen die Autorinnen und Autoren zu dem Ergebnis, dass Feindlichkeit gegenüber Muslimen und dem Islam in Deutschland weitverbreitet sei. Nach Beschwerden und einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg entfernt das Innenministerium den Text jedoch zunächst wieder. Vergangene Woche kündigt ein Ministeriumssprecher schließlich an, "dass der Bericht den Vorgaben des Oberverwaltungsgerichts entsprechend in Kürze erneut veröffentlicht werden soll".

Das will Christoph de Vries verhindern. Der Unionsabgeordnete appelliert an Bundesinnenministerin Nancy Faeser, den zurückgezogenen Bericht zur Muslimfeindlichkeit auch in geänderter Form nicht erneut online zu stellen. "Ich möchte Sie bitten, in dieser Sache Rückgrat zu zeigen und darauf hinzuwirken, dass dieser toxische Bericht in keiner Weise mehr veröffentlicht wird", schreibt der CDU-Politiker an die Ministerin. In dem Brief heißt es weiter: "Wir erwarten mindestens, dass die Nennung meiner Person und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Zusammenhang mit Muslimfeindlichkeit vollständig unterbleibt." In der ursprünglichen Fassung des Berichts hieß es, in Äußerungen von Unionsabgeordneten wie de Vries zeige sich eine "unklare Abgrenzung von der AfD". Zur Begründung wurde ausgeführt, dass zwar, mit einer gewissen Berechtigung, mögliche Gefahren durch den islamischen Extremismus betont, "zugleich aber auch reguläre Strukturen des Islams und strengreligiöse Verhaltensweisen eines orthodox-konservativen Teils" der Muslime in die Argumentation einbezogen würden.

CDU-Politiker: "Toxischer" Bericht zur Muslimfeindlichkeit darf nicht erscheinen
10:00 Uhr

Zweijähriges Kind wird von Auto erfasst und stirbt

Ein zweijähriges Kind ist in Nordrhein-Westfalen von einem einparkenden Auto erfasst worden und dabei ums Leben gekommen. Ein 51-Jähriger habe am späten Dienstag in seiner Hauseinfahrt in Bergkamen einparken wollen und dabei das Kind übersehen, erklärte die Polizei in Unna. Das Kind hatte sich zuvor von seiner Mutter losgerissen und war in die Einfahrt gerannt. Das Kind erlitt dabei tödliche Verletzungen. Das Auto des 51-Jährigen wurde beschlagnahmt. Notfallseelsorger und Opferbetreuer der Polizei waren vor Ort.

Zweijähriges Kind wird von Auto erfasst und stirbt
09:32 Uhr

"Ungewöhnlich": Geburtenrate fällt auf tiefsten Stand seit 2009

Innerhalb der vergangenen beiden Jahre ist die Geburtenrate in Deutschland ungewöhnlich deutlich zurückgegangen. Sie fiel von 1,57 Kindern pro Frau im Jahr 2021 auf rund 1,36 im Herbst 2023. Diese Zahlen gab das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden bekannt. Damit war das Niveau so niedrig wie seit 2009 nicht mehr.

Das Bundesinstitut wertete diesen starken Rückgang innerhalb von zwei Jahren als "ungewöhnlich, da sich Phasen sinkender Geburtenraten in der Vergangenheit eher langsamer vollzogen haben". Als mögliche Ursache vermuten die Forschenden multiple Krisen wie die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine, die Inflation oder die Klimakrise.

"Ungewöhnlich": Geburtenrate fällt auf tiefsten Stand seit 2009
09:08 Uhr

Dementi macht Nachfolge-Rennen um James Bond wieder spannend

Er hätte vermutlich eine gute Figur gemacht, doch offenbar ist das Rennen um die Nachfolge von Daniel Craig als James Bond immer noch nicht entschieden. Dass der britische Schauspieler Aaron Taylor-Johnson in die Rolle schlüpfen wird, wurde nun dementiert. Nachdem "The Sun" am Vortag berichtet hatte, dass dem "Kick-Ass"-Star "offiziell angeboten wurde, James Bond zu spielen", hat die BBC den Spekulationen nun ein Ende gesetzt. Ein Insider der Produktion verriet, dass "an den Gerüchten nichts dran ist".

Ursprünglich hieß es, dass der Deal mit Taylor-Johnson so gut wie unter Dach und Fach sei und er kurz davorstehe, die Rolle offiziell anzunehmen. Damit wäre er erst der siebte Schauspieler, der den kultigen britischen Geheimagenten seit dem Start der erfolgreichen Filmreihe im Jahr 1962 spielt. Wenn es nach den Zuschauerinnen und Zuschauern geht, soll übrigens Idris Elba neuer 007 werden. Das ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage. Doch der 51-Jährige hat sich in der Vergangenheit selbst aus dem Rennen genommen, um sich auf sein Kriminaldrama "Luther" zu konzentrieren.

Dementi macht Nachfolge-Rennen um James Bond wieder spannend
08:34 Uhr

Nach Taurus-Debakel: Strack-Zimmermann will Kreis bei geheimen Ausschuss-Runden verkleinern

Geheimhaltung bei 105 anwesenden Personen? Das ist bei einer Sondersitzung des Verteidigungsausschusses, als es um den Marschflugkörper Taurus ging, gehörig schiefgegangen. Die Kritik ist groß, vor allem an der Vorsitzenden des Gremiums. Jetzt will Marie-Agnes Strack-Zimmermann Vorkehrungen treffen, dass sich so ein Fauxpas nicht noch einmal wiederholt: Die FDP-Politikerin will bei bestimmten Sitzungen den Teilnehmerkreis verringern, um die Gefahr der Weitergabe vertraulicher Informationen zu reduzieren. Sie kündigte dazu am Morgen im Deutschlandfunk Gespräche an. So sollten die Ministerien von ihnen entsandte Mitarbeiter zurückziehen, wenn Geheimes besprochen wird. "Den Vorschlag werden wir machen. Das wird keine Freude auslösen", sagte Strack-Zimmermann.

Verteidigungsminister Boris Pistorius habe ihr gegenüber bereits erklärt, dies machen zu wollen. Auch der Ausschuss selbst könne Vorschläge machen, einen Teil der Mitarbeiter zu bitten, bei geheimen Themen den Raum zu verlassen. Mit den Obleuten im Ausschuss wolle man über das Vorgehen reden.

Nach Taurus-Debakel: Strack-Zimmermann will Kreis bei geheimen Ausschuss-Runden verkleinern
08:18 Uhr

Eier vor Ostern ein "knappes Gut"

Wenn bei Ihnen nicht eigene Hühner im Garten rumhüpfen, warne ich Sie hiermit vor: Kurz vor Ostern könnten Eier in Deutschland knapp werden. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Wolfgang Schleicher, sagte der "Rheinischen Post": "Vor Ostern sind Eier in der Regel ein knappes Gut." Dies sei auch in diesem Jahr wieder zu beobachten. "Die Grundversorgung der Verbraucher mit frischen Konsumeiern ist nach derzeitiger Einschätzung gegeben", sagte Schleicher. Auch seien die Legehennenbetriebe bemüht, "die hohe Eiernachfrage zu Ostern zu bedienen".

Schleicher weiter: "Allerdings ist nicht auszuschließen, dass auch in Deutschland bestimmte Sortimentsbereiche kurzzeitig nicht im gewohnten Umfang zur Verfügung stehen und der Verbraucher auf eine andere Verkaufsverpackung als gewohnt oder eine andere Haltungsform zurückgreifen muss." Zugleich betonte der Hauptgeschäftsführer: "Dass die Eierpreise oft vor Ostern steigen, liegt an der höheren Nachfrage." Wie sich die Preise bis Ostern entwickeln würden, lasse sich noch nicht vorhersagen.

Eier vor Ostern ein "knappes Gut"
07:58 Uhr

Hohe Strafen drohen: Neuseeland verbietet Einweg-E-Zigaretten

Wer in Zukunft in Neuseeland E-Zigaretten an Minderjährige verkauft, muss mit hohen Strafen rechnen. Die neuseeländische Regierung hat sich nämlich dazu entschlossen, Einweg-E-Zigaretten generell zu verbieten sowie Geldstrafen für Händler, die elektronische Zigaretten an Kinder und Jugendliche verkaufen, zu erhöhen. Das kündigte der stellvertretende Gesundheitsminister Casey Costello an. E-Zigaretten seien zwar einerseits "ein wichtiges Mittel zur Raucherentwöhnung", so Costello. "Während das Dampfen zu einem deutlichen Rückgang der Raucherquoten beigetragen hat, ist der rapide Anstieg des Rauchens bei Jugendlichen ein echtes Problem für Eltern, Lehrer und Gesundheitsexperten."

Nach den neuen Gesetzen müssen Einzelhändler, die E-Zigaretten an Personen unter 18 Jahren verkaufen, mit Geldstrafen von bis zu 100.000 neuseeländischen Dollar (rund 56.000 Euro) rechnen. Weitere Vorschriften sollen verhindern, dass E-Zigaretten mit Bildern, die Jugendliche ansprechen könnten, oder mit verlockenden Namen angeboten werden. Erst im Februar hatte die Regierung ein wegweisendes Gesetz der Vorgängeradministration gekippt, das jungen Menschen den Kauf von Zigaretten lebenslang verboten hätte.

Hohe Strafen drohen: Neuseeland verbietet Einweg-E-Zigaretten
07:35 Uhr

Warum Jürgen Klopp beim FC Bayern kein Thema ist

Jürgen Klopp ist für Bayern Münchens Sportvorstand Max Eberl bei der Trainersuche derzeit kein Thema. "Ich weiß, was es bedeutet, wenn man Aussagen tätigt wie Kloppo, der meinte: 'Ich habe keine Energie mehr.' Wenige können das besser beurteilen als ich, da ich es durchgemacht habe", sagte Eberl der "Sportbild". "Wenn ein Mensch das sagt, dann steht der Job an zweiter Stelle. Und der Mensch an erster. Von daher werde ich ihn nicht anrufen."

Eberl war als Sportdirektor bei Borussia Mönchengladbach Ende Januar 2022 zurückgetreten und ist über die Zwischenstation Leipzig als Sportvorstand in München gelandet. Derzeit sucht er nach dem angekündigten vorzeitigen Abschied von Thomas Tuchel nach einem neuen Trainer für die Bayern. Klopp hört am Saisonende beim FC Liverpool auf.

Diese Meldung stammt von meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Sport-Tag. Falls Sie Interesse haben: hier entlang.

Warum Jürgen Klopp beim FC Bayern kein Thema ist
07:13 Uhr

Linken-Chefin Janine Wissler erlitt Beckenbruch bei Überfall

Ihre erste Rede im Bundestag hielt sie mit einer Gehirnerschütterung und einem Beckenbruch: Im Frühjahr 2022 wurde Linken-Chefin Janine Wissler überfallen. "Das war abends in Berlin auf dem Heimweg. Ein Mann kam von hinten und versuchte, mir die Tasche zu entreißen. Er gab mir einen so heftigen Stoß, dass ich zu Boden stürzte", erzählte sie im Interview mit dem "Stern". Wie schwer sie sich verletzt hatte, bemerkte sie zunächst nicht: "Ich hatte Schmerzen, konnte aber einigermaßen laufen. Erst Tage später stellte sich heraus, dass es ein Beckenbruch war." Ihre erste Rede im Bundestag hielt sie, ohne von den Verletzungen zu wissen. "Schmerzmittel sei Dank, hat es niemand gemerkt."

Anzeige gegen den Täter erstattete sie nicht. "Weil ich ihn nicht hätte identifizieren können. Ich habe sein Gesicht nicht gesehen", sagte Wissler: "Und weil ich davor zurückschreckte, meine Adresse bei der Polizei anzugeben." Wissler erhielt 2020 Morddrohungen von einem Mann, der sich als "NSU 2.0" ausgab. Damals wurde der Täter geschnappt: Er hatte die hessische Privatanschrift der Linken-Politikerin bei der Polizei abgefragt.

Linken-Chefin Janine Wissler erlitt Beckenbruch bei Überfall
06:51 Uhr

Biden über Trump: "Ich meine, dieser Typ verachtet Latinos"

Der Wahlkampf in den USA ist in vollem Gange. US-Präsident Joe Biden warb zuletzt in den Bundesstaaten Nevada und Arizona um Stimmen der wichtigen Wählergruppe der Latinos. Dabei beschuldigte er seinen Rivalen Donald Trump, die Bevölkerungsgruppe zu verachten. "Ich meine, dieser Typ verachtet Latinos", sagte Biden dem spanischsprachigen Sender Univision. Biden verwies auf Trumps wiederholte Verwendung einwanderungsfeindlicher Rhetorik. Dieser hatte gesagt, dass Einwanderer "das Blut unseres Landes vergiften".

"Latinos waren entscheidend für meinen Sieg im Jahr 2020, und sie werden wieder entscheidend sein", sagte Biden. "Ich arbeite hart daran, ihre Stimme zu gewinnen." Traditionell neigen die US-Bürger lateinamerikanischer Herkunft dazu, bei der Präsidentenwahl dem demokratischen Kandidaten ihre Stimme zu geben. Obwohl Trump gegen Einwanderer Stimmung macht und erklärt, von Mexiko aus würden "Vergewaltiger" und Drogendealer über die Grenze in die USA strömen, zeigen jüngste Umfragen jedoch, dass Trump in der Latino-Wählerschaft Boden gut macht und der Rückhalt für Biden schwächer wird.

Biden über Trump: "Ich meine, dieser Typ verachtet Latinos"
06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

die gesamte Bevölkerung des umkämpften Gazastreifens ist nach Einschätzung von US-Außenminister Antony Blinken von akuter Ernährungsnot betroffen. Nach den anerkanntesten Bewertungen der Lage litten "100 Prozent der Bevölkerung in Gaza unter schwerwiegender akuter Ernährungsunsicherheit", sagte Blinken gestern zum Abschluss eines Besuchs auf den Philippinen. "Das ist das erste Mal, dass eine ganze Bevölkerung so eingestuft wurde", fügte er hinzu.

Derweil stoppt Kanada nach Angaben aus Regierungskreisen seine Waffenlieferungen an Israel. Die Situation vor Ort erlaube es dem nordamerikanischen Land nicht mehr, Waffen zu exportieren, hieß aus Regierungskreisen. Die von Kanada seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der islamistischen Hamas vor fünf Monaten erteilten Genehmigungen für den Verkauf von Waffen hätten nur die Ausfuhr nicht tödlicher Waffen betroffen. Seit Januar habe es keine Exporte mehr gegeben. In der Vergangenheit war Israel einer der Hauptempfänger kanadischer Waffenexporte. Ungeachtet der internationalen Kritik hält Israels Premier Benjamin Netanjahu an der Bodenoffensive in Rafah fest. Wir behalten die Lage in Nahost im Blick.

Diese Termine stehen heute auf der Agenda:

  • Vor dem EU-Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs gibt Bundeskanzler Olaf Scholz ab 13 Uhr eine Regierungserklärung im Bundestag ab. Im Mittelpunkt dürfte einmal mehr die militärische Unterstützung der Ukraine stehen, die auch beim bevorstehenden Gipfeltreffen eine zentrale Rolle spielen wird.

  • Die EU will zur Unterstützung europäischer Landwirte wieder Zölle auf hohe Mengen bestimmter Agrarprodukte aus der Ukraine einführen. Darauf einigten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments in der Nacht in Brüssel. Aktuelle Entwicklungen rund um den Krieg entnehmen Sie unserem Liveticker.

  • Das Bundesverfassungsgericht befasst sich ab 10 Uhr mit Klagen der AfD-Fraktion zu Vorsitzen in Bundestagsausschüssen.

  • Das Bundeskabinett will heute eine Nationale Hafenstrategie beschließen. Ziel ist es, die deutschen Häfen zu stärken.

  • Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) wird um 19 Uhr ihre Entscheidung zum weiteren Kurs der Geldpolitik inklusive der Höhe des Leitzinses bekannt geben. Um 19.30 Uhr stellt sich dann Notenbankchef Jerome Powell den Fragen von Journalisten.

  • Nach der jüngsten Warnstreikwelle des Luftsicherheitspersonals an deutschen Flughäfen wird wieder verhandelt. Vertreter der Gewerkschaft Verdi wollen mit den privaten Unternehmen der Luftsicherheit heute in Berlin zusammenkommen.

  • Die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech stellt ihre Geschäftszahlen für das Gesamtjahr vor.

  • Die Leipziger Buchmesse wird um 19 Uhr eröffnet - mit dabei ist Bundeskanzler Olaf Scholz.

  • Nach dem Tod einer Zehnjährigen in einem Kinderheim in Wunsiedel verkündet das Landgericht Hof heute Mittag das Urteil gegen einen 26-Jährigen. Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses eingeräumt, dass er das Mädchen vergewaltigt hatte, eine Beteiligung am Tod aber von sich gewiesen.

  • Die Sitzung der Exekutive des Internationalen Olympischen Komitees geht in Lausanne weiter. Um 17.30 Uhr ist eine Pressekonferenz mit IOC-Präsident Thomas Bach angesetzt.

Kommen Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag halte ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt auf dem Laufenden. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.

Das wird heute wichtig
06:23 Uhr

Südkoreanischer Chemikalien-Tanker kentert - Seeleute werden vermisst

Ein mit Chemikalien beladener südkoreanischer Tanker ist am frühen Morgen vor einer Insel im Südwesten Japans gekentert. Vier Besatzungsmitglieder seien gerettet worden, teilte die japanische Küstenwache mit. Sieben weitere gelten als vermisst, nach ihnen werde gesucht. Die "Keoyoung Sun" habe aufgrund rauen Wetters einen Notruf abgesetzt. Sie sei in der Nähe der Insel Mutsure, etwa 1000 Kilometer von der Hauptstadt Tokio entfernt, gekippt. Aufnahmen des Fernsehsenders NHK zeigten, wie das Schiff mit dem Kiel nach oben im Wasser liegt. Dem Bericht zufolge befanden sich an Bord ein chinesischer Staatsangehöriger, zwei Südkoreaner und acht Indonesier.

Update 10.14 Uhr: Die japanische Küstenwache teilt mit, dass sieben Seeleute ums Leben gekommen sind. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde lebend geborgen. Der Zustand eines weiteren ist unklar. Zwei Menschen werden noch gesucht.

Südkoreanischer Chemikalien-Tanker kentert - Seeleute werden vermisst
05:52 Uhr

Krankenhausmitarbeiter wollte an Daten von Prinzessin Kate

Wie geht es Prinzessin Kate nach ihrer ominösen Bauch-OP? Das fragen sich derzeit viele Menschen. Und bei den Fragen und Spekulationen bleibt es offenbar nicht bei allen. Manche handeln. Mindestens ein Belegschaftsmitglied der Londoner Privatklinik, in der die 42-Jährige behandelt wurde, soll einem Medienbericht zufolge versucht haben, an die Krankenakte der Prinzessin zu kommen. Das berichtete der "Mirror". Der Datenschutzbeauftragte des Vereinigten Königreichs teilte laut britischer Nachrichtenagentur PA mit: "Wir können bestätigen, dass wir einen Bericht über eine Datenschutzverletzung erhalten haben." Die zur Verfügung gestellten Informationen würden bewertet. Berichten zufolge wurde in der Londoner Klinik eine Untersuchung eingeleitet. Weitere Details sind bislang nicht bekannt.

Krankenhausmitarbeiter wollte an Daten von Prinzessin Kate