Das war Mittwoch, der 4. Januar 2023
Liebe Leserinnen und Leser,
wie gestern bestimmten heute erneut die hitzig geführten Debatten nach den Silvester-Randalen das Nachrichtengeschenen - und auch ein wenig das fortgesetzte Wahldebakel der Republikaner im US-Kongress.
An diesem regnerischen Mittwoch mit recht milden Temperaturen für den Jahresbeginn möchte ich Sie zum späten Abend hin aber noch einmal mit einer schönen Geschichte aus dem "Tag" entlassen. Wir berichteten heute nämlich über eine US-Bürgerin, in deren Nachlass-Versprechen der Kölner Zoo sehr großzügig bedacht wurde - mit vielen Millionen Euro.
Die kinderlose Elizabeth Reichert stammte selbst aus Köln. Dort hatte sie 1944 Arnulf Reichert kennengelernt - der sich als Jude vor den Nazis verstecken musste. Nach dem Krieg emigrierte das Paar in die USA, in denen es mit Geschick einen Zoogroßhandel aufbaute. Arnulf Reichert starb 1998, Elizabeth Reichert nun Mitte Februar des vergangenen Jahres. Das Paar habe den Kölner Zoo "aufgrund seiner Dankbarkeit Köln gegenüber und seiner Liebe zu Tieren" mit seinem Geld unterstützen wollen, erklärte der Tierpark heute. Der Wunsch von Elizabeth Reichert sei gleichwohl gewesen, dass die Mittel ganz "för de Dierche" verwendet werden sollen.
Liebe Elizabeth und lieber Arnulf Reichert, aus Berlin ein Dankeschön für diese wunderbare Geschichte von Großzügigkeit. Liebe Leserinnen und Leser, haben Sie eine gute Nacht.
"Teufelin"-Autorin Fay Weldon gestorben
Die britische Schriftstellerin Fay Weldon ist tot. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ihre Familie. Feldon starb demnach "friedlich" am heutigen Mittwochmorgen. Sie wurde 91 Jahre alt. Die Britin, die in Neuseeland aufgewachsen war, hinterlässt ein Werk von mehr als 30 Romanen, darunter auch das in Deutschland bekannte Buch "Die Teufelin" (Originaltitel: "The Life and Loves of a She-Devil"), das mit Roseanne Barr und Meryl Streep verfilmt wurde. Neben Romanen, in denen meist Frauen die Hauptrolle spielten, verfasste Weldon auch Kinderbücher, Drehbücher und Gastbeiträge für Zeitungen. Zeitweise verdingte sie sich auch als Werbetexterin.
Lehrerverband für "Migrationsquoten" an Schulen
Für den Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sind die Vorfälle der Silvesternacht eine "Frage der Werteerziehung". Dies sagte Meidinger der "Bild. Um diese frühzeitig an der Schule zu gewährleisten, spricht er sich dem Medium zufolge für Quoten für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund an Schulen hierzulande aus. "Wir haben ein Integrationsproblem in Deutschland", so der Philologe. Wenn Integration erfolgreich sein solle, müssten "verpflichtende vorschulische Förderung, flächendeckende Sprachstandtests und Migrationsquoten" eingeführt werden. Integration gelinge nicht, wenn zum Beispiel in Klassen an Brennpunktschulen zu 95 Prozent nicht-deutsche Schüler vertreten seien, zitiert ihn die Zeitung. Wie hoch die Quote sein sollte, sagte Meidinger der "Bild" nicht.
Republikaner McCarthy auch im fünften Wahlgang durchgefallen
Der Republikaner Kevin McCarthy ist auch im fünften Anlauf bei der Wahl zum Vorsitzenden des Repräsentantenhauses gescheitert. Das ergab sich aus dem Ergebnis der mündlichen Abstimmung, das formell noch von der Leiterin der Sitzung in der Parlamentskammer bestätigt werden musste. McCarthy hatte bereits in den vorherigen Wahlgängen nicht die erforderliche Zahl an Stimmen erreicht, weil ihm diverse Parteikollegen die Unterstützung verweigerten.
Erste Szenenbilder zeigen Johnny Depp als König Ludwig XV.
Im Laufe dieses Jahres werden Kinozuschauer Johnny Depp wieder in einer größeren Filmrolle erleben können. Im Historien-Drama "Jeanne du Barry" schlüpft der 59-Jährige in die Haut des französischen Königs Ludwig XV. (1710-1774). Das Filmmagazin "Première" zeigt nun auch eine Reihe von ersten Szenenbildern aus dem Kostümfilm auf Instagram. Eines Berichts des US-Magazins "People" zufolge wird "Jeanne du Barry" möglicherweise bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes im Mai seine Weltpremiere feiern. Urteilen Sie selbst, wie sich Depp als Adliger macht:
Wahlchaos im US-Kongress: Republikaner McCarthy scheitert erneut
Erneut verpasst der Republikaner Kevin McCarthy die erforderliche Mehrheit bei der Wahl zum Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses. Es ist bereits der vierte Wahldurchgang gewesen.
Streit um Meeresterritorium: Peking und Manila wollen friedliche Lösung
Bei einem Treffen in Peking haben Chinas Staatschef Xi Jinping und der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. beteuert, ihre Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer friedlich beilegen zu wollen. Chinesischen Staatsmedien zufolge sprachen sich Xi und Marcos für "freundschaftliche Konsultationen zur angemessenen Lösung maritimer Fragen" aus. Zwischen Peking und Manila gibt es schon länger starke Spannungen wegen des expansiven chinesischen Kurses im strategisch und wirtschaftlich wichtigen Südchinesischen Meer. China beansprucht praktisch das gesamte Seegebiet für sich - trotz eines internationalen Gerichtsurteils, wonach diese Ansprüche illegal sind. Neben den Philippinen erheben auch die Anrainer Brunei, Indonesien, Malaysia und Vietnam Ansprüche auf Teile des Meeresgebiets.
Dieb kracht mit gestohlenem Auto Hang hinab in ein Wohnhaus
Aufnahmen aus dem US-Bundesstaat New Jersey zeigen, wie ein Auto in ein Wohnhaus kracht. Der Wagen war zuvor als gestohlen gemeldet worden. Als sich Polizisten dem Fahrzeug nähern, versucht der Dieb darin zu fliehen. Dabei durchbricht er eine Leitplanke und stürzt gut sechseinhalb Meter in die Tiefe.
Frankreich will Ukraine "leichte Kampfpanzer" liefern
Frankreich will der Ukraine "leichte Kampfpanzer" liefern. Das habe der französische Staatschef Emmanuel Macron seinem ukrainischen Kollegen Wolodymyr Selenskyj zugesagt, teilt der Élyséepalast nach einem Telefonat der beiden Präsidenten mit.
Christliche Gräber auf Berg Zion in Jerusalem geschändet
In Jerusalem sind nach Angaben von Kirchenbehörden dutzende christliche Gräber geschändet worden. Es seien "mehr als 30" zertrümmerte Grabsteine und Kreuze entdeckt worden, sagte der anglikanische Bischof Hosam Naoum heute vor Journalisten. Die Schäden auf dem protestantischen Friedhof auf dem Berg Zion nahe der Altstadt seien gestern entdeckt worden. Auf dem Friedhof auf dem Berg Zion, wo nach christlichem Glauben das letzte Abendmahl stattgefunden haben soll, lagen Steingräber in Trümmern und Kreuze waren umgestürzt. Die "Jerusalem Post" berichtet unter Berufung auf das "Jerusalem University College", dass zwei Teenager auf Videoaufnahmen bei der Verwüstung des Friedhofs zu sehen seien. Dieser war bereits Jahre zuvor Ziel von Attacken.
Die Bischofsdiözese bezeichnete den Vorfall in einer Erklärung als "kriminelle Handlung" und "von religiösem Fanatismus und Hass auf Christen motiviert". Die israelische Polizei teilte mit, sie habe eine Ermittlung eingeleitet. Das israelische Außenministerium forderte eine strafrechtliche Verfolgung der Täter und schrieb im Onlinedienst Twitter, "diese unmoralische Tat" sei "ein Affront gegen die Religion".
Geisterfahrt auf Autobahn in Sachsen reißt zwei Menschen in den Tod
Bei einem Unfall auf der Autobahn 4 bei Meerane in Sachsen sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war eine 82-Jährige an der Anschlussstelle Glauchau-Ost in verkehrter Richtung auf die Autobahn (Erfurt-Dresden) gefahren. Nach etwa zehn Kilometern sei ihr Wagen frontal in ein entgegenkommendes Fahrzeug geprallt. Sowohl die Seniorin als auch der Fahrer des anderen Wagens starben bei dem Unfall nahe der sächsisch-thüringischen Landesgrenze. Weitere Menschen seien nicht in den Autos gewesen, hieß es.
Eine Polizeisprecherin sprach von einem verheerenden Bild an der Unfallstelle. Nach Angaben von Augenzeugen wurden durch die Wucht des Zusammenpralls die Motoren beider Fahrzeuge aus den Autos gerissen. Eines der Fahrzeuge hat sich überschlagen und lag am Rand der Autobahn. Für beide Personen kam jede Hilfe zu spät. Die Leichen mussten von Feuerwehrleuten mit schwerem Gerät aus den Wracks geholt werden. Die 82-Jährige stammte aus dem Landkreis Zwickau in Sachsen. Bei dem anderen Fahrer handelte es sich laut Polizei um einen 52-Jährigen aus Thüringen.
Gönnerin aus den USA beschert Kölner Zoo hohes Millionenerbe
Das nennt man Verbundenheit zur alten Heimat: Nach dem Tod einer reichen Gönnerin in den USA steht dem Kölner Zoo über viele Jahre hinweg ein Geldsegen ins Haus. Elizabeth Reichert, die dem Tierpark bereits vor Jahren ein großes Erbe im Falle ihres Ablebens versprochen hatte, sei Mitte Februar 2022 im Alter von 96 Jahren gestorben, teilte der Zoo mit. In den Monaten nach ihrem Tod seien Nachlassfragen wie vorher festgelegt geregelt werden. Reichert hinterlasse dem Zoo somit rund 26 Millionen US-Dollar (rund 24,5 Mio Euro). Die Summe sei in eine Stiftung eingebracht worden, aus der der Zoo fortan eine jährliche Dividendenausschüttung erhalte. Die erste Zahlung sei bereits eingetroffen: Mehr als 700.000 US-Dollar.
Das Nachlass-Versprechen der wohlhabenden US-Amerikanerin hatte schon im Jahr 2017 für Aufsehen gesorgt. Die kinderlose Elizabeth Reichert stammte selbst aus Köln. Dort hatte sie 1944 Arnulf Reichert kennengelernt - der sich als Jude vor den Nazis verstecken musste. Nach dem Krieg emigrierte das Paar in die USA, in denen es mit Geschick einen Zoogroßhandel aufbaute. Arnulf Reichert starb 1998. Das Paar habe den Kölner Zoo "aufgrund seiner Dankbarkeit Köln gegenüber und seiner Liebe zu Tieren" mit seinem Geld unterstützen wollen, erklärte der Tierpark.
Dieter Bohlen überrascht mit religiösem Bekenntnis
Dieter Bohlen ist in der Öffentlichkeit für seine Musik bekannt, für seine Rolle als DSDS-Juror und zudem für kuriose Geschichten wie einen lange vergangenen Penisbruch. Aber für seine Frömmigkeit eher nicht. In einem Interview auf "RTL" legt Bohlen nun dar, wie religiös er eigentlich ist. "Ich bin evangelisch und bete jeden Tag", erklärt er. "In die Kirche gehe ich selten, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, gerne. In den ganzen großen Hauptstädten dieser Welt war ich in der Kirche und habe gebetet." Dem Gebet scheint Bohlen vor allem zuhause nachzugehen: "Ich mag es auch, dass die Familie täglich zum Frühstück betet, und ich könnte gar nicht einschlafen ohne Gebet."
Berliner Polizei bittet um Bilder und Videos aus Silvesternacht
In den sozialen Medien sind bereits zahlreiche Videos von Randalen in der Silvesternacht zu finden. Nun bittet die Berliner Polizei offiziell um die Übersendung von Bildern und Videos und hat hierfür ein Hinweisportal eingerichtet. Vorrangig wird "eigenproduziertes" Material angefragt. Mithilfe dessen will die Polizei insbesondere Angriffe auf Einsatz- und Rettungskräfte verfolgen.
Junge in Vietnam ist laut Behörden nach Sturz in Betonrohr gestorben
Eine wirklich tragische Nachricht aus Vietnam macht die Hoffnung zunichte, dass der Junge, der vor mehreren Tagen in ein 35 Meter tiefes Betonrohr gefallen war, vielleicht doch überlebt haben könnte. Behörden haben den Zehnjährigen nun für tot erklärt. Der Junge sei 100 Stunden nach erfolglosen Rettungsversuchen gestorben, sagte Doan Tan Buu, der stellvertretende Regierungschef der südvietnamesischen Provinz Dong Thap, vor Reportern. Man wolle nun so schnell wie möglich seine Leiche bergen, fügte er hinzu. Demnach waren ein Team aus Ärzten, Gerichtsmedizinern und örtlichen Behörden zum Schluss gekommen, dass der Junge aufgrund verschiedener Faktoren ums Leben gekommen sei. Dazu gehörten neben dem Ort des Unfalls auch die Tiefe des Rohrs, die Dauer der Bergungsarbeiten sowie mögliche Verletzungen, die er erlitten habe. Noch am Mittwochvormittag waren die Versuche weitergegangen. Eine zuvor in das Rohr herabgelassene Kamera hatte kein Lebenszeichen des Kindes gezeigt.
Toter Mann am Strand von Norderney entdeckt
Am Strand der Nordseeinsel Norderney ist eine Leiche entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei in Aurich wurde der leblose Mann von einem Passanten entdeckt, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelte es sich bei dem Verstorbenen um einen 37-jährigen Inselbewohner. Die Todesursache und die näheren Umstände des Geschehens sind laut Polizei bislang noch unklar. Hinweise auf Fremdeinwirkung lägen bisher aber nicht vor. Die Ermittlungen laufen.
Schichtwechsel
Hallo liebe Leserinnen und Leser! Meine Kollegin Sabine Oelmann hat sich in ihren wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Ich heißte Max Perseke und begleite Sie an diesem regnerischen Tag bis zum Abend mit den wichtigsten Nachrichten aus aller Welt. Aber zunächst möchte auch ich Ihnen ein frohes neues Jahr wünschen - hoffentlich sind Sie gut "reingerutscht".
Till-Lindemann-Statue in Rostock gestohlen - nach nur einem Tag
Eine Bronzestatue des anonymen Künstlers Roxxy Roxx von Rammstein-Sänger Till Lindemann ist nur einen Tag nach der Aufstellung in Rostock gestohlen worden. Das teilte die Polizei mit. Die Statue stand auf einer Grünfläche im Rostocker Stadtteil Evershagen, wo Lindemann einen Teil seiner Jugend verbrachte.
Die Polizei sei am Mittwochvormittag gegen 10 Uhr über den Diebstahl informiert worden. Das Kunstwerk stand auf einem Sockel und war als "frühes Geburtstagsgeschenk" für Lindemann aufgestellt worden, der heute seinen 60. Geburtstag feiert.
Ist der Veganuary wirklich sinnvoll?
Wenig Zucker, kein Fertigessen, kein Fleisch, kein Alkohol - das hab' ich mir als Einziges für den Januar zu Silvester vorgenommen. Und wenn ich an ein oder zwei Tagen sündige, dann muss ich am Schluss zwei Straftage für einen Sündentag anhängen an meinen Veganuary. Dieser Veganuary - also der möglichst vegane oder zumindest vegetarische Januar - ist etwas für alle, die es mit einer pflanzlichen Ernährung probieren wollen.
Im Januar 2022 haben rund 629.000 Menschen weltweit am Veganuary teilgenommen. Mit beeindruckenden Ergebnissen: Die Hälfte der Befragten gab in einer Umfrage an, bereits nach 30 Tagen erste gesundheitliche Verbesserungen bemerkt zu haben. Knapp 50 Prozent berichten von mehr Energie und einer besseren Stimmung. Knapp 40 Prozent der befragten Teilnehmer planten, vegan zu bleiben; fast alle anderen gaben an, sie würden auch nach dem Veganuary weiter vegane Produkte in ihre Ernährung einbauen.
Vorteile laut Ernährungswissenschaftlerin Dr. med. Petra Bracht:
Erste Effekte nach einem Tag: Nach 24 Stunden Verzicht auf Fleisch verändert sich die Darmflora hin zur besseren und gesünderen Bakterienvielfalt. Das hat sofort positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Die Verdauung verbessert sich, die Schlafqualität nimmt zu, chronische Entzündungen heilen ab, wie beispielsweise bei rheumatischen Erkrankungen, das Bauchfett weicht und auch die chronische Müdigkeit verabschiedet sich langsam. Selbst der erhöhte Blutzucker verbessert sich.
Laut einer Studie der Harvard University wurden im Veganuary 2021 knapp 104.000 Tonnen CO₂-Äquivalent und rund 6,2 Millionen Liter Wasser eingespart. Außerdem wurden geschätzt 3,4 Millionen weniger Tiere für die Lebensmittelproduktion benötigt und somit vor dem Schlachthof bewahrt.
Wer sich richtig auf die Challenge vorbereitet, sollte keine Probleme haben
Für ausreichend Eiweiß sorgen Gemüsesorten wie Brokkoli und Rosenkohl oder Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen.
Tofu, Kichererbsen, Mandeln und grünes Gemüse liefern dem Körper Kalzium.
Spinat, Haferflocken, Quinoa und Leinsamen liefern Eisen.
Für ausreichend Omega-3-Fettsäuren sorgen pflanzliche Öle wie Leinöl oder Walnussöl sowie Chiasamen.
Mareile Höppner hinterfragt nicht mehr jede Delle
Älterwerden hat auch seine Vorteile: Die Fernsehmoderatorin Mareile Höppner fühlt sich mit steigendem Alter sicherer vor der Kamera. "Man hinterfragt nicht mehr jede Delle am Oberschenkel oder ob der Po zu dick für den Rock ist", so die 45-Jährige in der "Gala". Sie sei nun in einem Alter, in dem sie sich selbstbewusster fühle.
"Ich möchte den Appell an alle Frauen senden, dass wir sein dürfen und uns kleiden dürfen, wie wir wollen." In der Hinsicht sei das Model Heidi Klum für sie ein Positivbeispiel. "Ich bin nicht mit allem einverstanden, was Heidi Klum tut, aber ich finde stark, dass sie sagt: Ich bin ich, das ist mein Leben, das ist mein Körper."
Dr. Specht hält Einreisekontrollen für relativ nutzlos
Weil China die größte Infektionswelle der Pandemie erlebt, wird in Europa über den Umgang mit Reisenden aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt diskutiert. Medizinjournalist Dr. Christoph Specht erklärt bei ntv, warum die viel geforderten Reisebeschränkungen und verpflichtende Tests nicht viel nutzen werden.
Das Wetter - geht so
Am Mittwoch legt der kräftige Dauerregen im Norden nur selten Pausen ein, dazu weht teils stürmischer Wind. Auch im Rest des Landes gibt es teils kräftige Schauer, allerdings sind auch immer wieder Trockenphasen dabei. Die Temperaturen bleiben mild bei 7 bis 13 Grad.
Noah und Elias Becker halten zu Vater Boris
Noah und Elias Becker haben in einem Interview über die Haftzeit ihres Vaters Boris Becker gesprochen. "Wir gehen offen damit um, wenn Probleme auftauchen," so Elias in der kommenden Ausgabe der "Bunte". Mit Blick auf die Freilassung des früheren Tennis-Stars ergänzte er: "Aber natürlich sind wir alle erleichtert." Sein großer Bruder Noah sagte: "Familie ist das Wichtigste und wir halten auch in Krisenzeiten zusammen. Das ist für uns selbstverständlich."
Becker war im April vergangenen Jahres von einem Gericht in London zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil er Teile seines Vermögens in einem Insolvenzverfahren nicht ordnungsgemäß angegeben hatte. Er war Mitte Dezember - nach 231 Tagen hinter Gittern - freigekommen.
"Mein Verhältnis mit meinen vier Kindern war immer sehr offen, sehr direkt, sehr liebevoll", sagte Becker selbst einmal. Sie hätten seine Stärken und Schwächen kennengelernt.
Was haben Harry Sussex und Harry Potter gemeinsam?
Dass vor dem Erscheinen der Memoiren von Prinz Harry ein ebenso enormer Aufwand betrieben wird, um die Inhalte so lange wie möglich unter Verschluss zu halten, wie seinerzeit bei der Harry-Potter-Serie der Bestseller-Autorin Joanne K. Rowling. Einige Millionen Pfund seien investiert worden, um Leaks zu vermeiden. Angeblich werden die Zustellungen an Buchläden bis zur letzten Minute hinausgezögert werden.
Der Rest ist bekannt: Die wenigen, die Harrys autobiografisches Buch "Spare" (deutsch: "Reserve") bereits kennen, schüren hohe Erwartungen: "Ich glaube, dass das Buch schlimmer für sie sein wird, als die Royal Family erwartet", so eine namentlich natürlich nicht genannte Insiderquelle gegenüber der "Times". Man könne sich "nicht vorstellen, wie Harry und William sich danach wieder versöhnen können", so die Quelle.
"Letzte Generation" mit Presslufthämmern vor Bundesverkehrsministerium
Die "Letzte Generation" sperrte am Morgen die Straße vor dem Bundesverkehrsministerium mit Zäunen und Flatterband ab und versuchte, sie im Anschluss mit Presslufthämmern aufzubrechen. "Sie stoppten den Verkehrsfluss und damit den lebensbedrohlichen Alltagstrott. Denn die Straße in die Klimahölle ist mit Volker Wissing frisch geteert. Über den Bauarbeiten vor dem Verkehrsministerium prangt ein Banner mit der Aufschrift: "2022 war erst der Anfang". So heißt es in der Pressemitteilung der Aktivisten.
Zeitgleich mit dem Protest vor dem Ministerium blockieren Unterstützerinnen und Unterstützer der "Letzten Generation" heute zwei weitere Straßen in Berlin. Dazu Carla Rochel, Sprecherin der "Letzten Generation": "Wälder brannten, Flüsse versiegten, Menschen verloren ihre Heimat, ein Hitzerekord jagte den nächsten - aber 2022 war erst der Anfang der Katastrophen. Der aktuelle politische Kurs führt uns mit Vollgas in die Klimahölle. All die Freiheiten, für die Verkehrsminister Wissing und seine Parteifreunde sich so leidenschaftlich aussprechen, werden wir unwiderruflich verlieren, wenn Städte reihenweise unbewohnbar werden, Nahrungsmittel zur Neige gehen und unsere Wirtschaft komplett zusammenbricht."
Kai Arne Springorum aus den Reihen der "Letzten Generation" dazu: "Während wir über Duschzeiten reden und darüber, wer wie viel Auto fährt, jagen fossile Reiche im Privatjet über unsere Köpfe hinweg, sabotieren jede Debatte um die Energiewende und zerstören somit unsere Demokratie. Sie haben uns auf dem Weg in den flammenden Abgrund schon so weit vorangetrieben, dass uns der Rauch in die Nase sticht. Es ist höchste Zeit, diesen tödlichen Pfad ein für alle Mal zu zertrümmern."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen. Jeden Morgen hoffe ich, dass es auch wirklich ein guter Tag wird. Das liegt nur zum Teil in unserer Hand, aber wir können einiges dazu beitragen, um den Tag und die Welt ein bisschen besser zu machen. Ich würde zum Beispiel keine einzige Meldung mehr zu Harry und Meghan, diesen unsäglichen Marionetten ihrer selbst, bringen wollen. Aber - Sie lesen das anscheinend immer zu gern. Oder auch die Frage, ob "Böllern oder nicht" erscheint mir eigentlich überflüssig. Natürlich brauchen wir keine Böllerei. Vielmehr brauchen wir Menschen, die damit umgehen könnten, ob nun verboten oder nicht. Ich hatte gestern eine interessante Diskussion dazu, und meine Kollegin Solveig Bach hatte sich auch schon ausführlich Gedanken dazu gemacht, hier können Sie lesen, was sie geschrieben hat. Ansonsten wünsche ich Ihnen einen wunderbaren 4. Januar. Unter dertag@ntv.de sind wir erreichbar.
Was noch?
Das US-Repräsentantenhaus hat nach drei gescheiterten Wahlgängen die Abstimmung über seinen Vorsitz auf heute vertagt. Der Fraktionschef der Republikaner, Kevin McCarthy, scheiterte bei der Wahl zum Sprecher des Repräsentantenhauses am Widerstand von Vertretern des konservativen Flügels seiner Partei. Zum ersten Mal seit 100 Jahren wurde der Vorsitzende der Kongress-Kammer nicht im ersten Wahlgang gewählt.
Immer noch Corona - Vertreter der EU-Staaten wollen über einheitliche Maßnahmen gegen die Coronavirus-Welle in China beraten. Mehrere EU-Staaten wie Frankreich, Italien und Spanien verlangen bereits negative Corona-Tests für Einreisende aus China. Deutschland bisher nicht. Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, pocht auf eine europaweite Testpflicht für alle Einreisenden aus China. "Wir wissen nicht, was in China derzeit passiert. Die Infektionen laufen völlig unkontrolliert ab. Daher halte ich es für sinnvoll, eine PCR-Testpflicht bei der Einreise vorzuschreiben."
Der Gründer der kollabierten Kryptowährungsbörse FTX hat bei einer ersten Anhörung vor einem US-Gericht wie erwartet auf "nicht schuldig" plädiert. Wie geht es weiter? Die US-Behörden werfen Sam Bankman-Fried "Betrug epischen Ausmaßes" und Geldwäsche vor. Das eigentliche Verfahren dürfte erst im September oder Oktober beginnen. Bei einer Verurteilung drohen dem 30-Jährigen bis zu 115 Jahre Gefängnis. Unabhängig davon wollen FTX-Kunden eine Sammelklage einreichen.
Russland hat den Tod von 89 Soldaten bei einem Raketenangriff auf eine Stadt in der besetzten Ost-Ukraine eingeräumt. Das Verteidigungsministerium in Moskau erhöhte damit die Zahl der Toten von zuvor 63, nachdem eine improvisierte Kaserne in der Stadt in Donezk von vier Raketen getroffen worden war. Die Ukraine sprach dagegen von Hunderten getöteten russischen Soldaten.
Im Streit über Reparationszahlungen wegen des Zweiten Weltkriegs hat Polens Vize-Außenminister Deutschland schwere Vorwürfe gemacht. "Deutschland verfolgt keine freundliche Politik gegenüber Polen, sie wollen hier ihren Einflussbereich ausbauen und behandeln Polen wie einen Vasallen-Staat", sagt Arkadiusz Mularczyk. Der Dialog mit Deutschland über diese Frage werde "über internationale Organisationen" fortgesetzt.
Erster Transgender in den USA hingerichtet
In den USA ist erstmals ein Transgender hingerichtet worden. Die Todesstrafe gegen die wegen Mordes verurteilte Amber McLaughlin sei am Dienstagabend vollstreckt worden, teile die Gefängnisverwaltung des Bundesstaates Missouri mit. Die 49-Jährige wurde demnach in der Haftanstalt Bonne Terre für tot erklärt. Laut einem Bericht des örtlichen Senders Fox2now war ihr eine Giftspritze verabreicht worden.
McLaughlin ist der erste Transgender-Mensch überhaupt, der in den USA hingerichtet wurde. McLaughlin, die 2006 noch ein Mann war, war in jenem Jahr wegen Mordes an ihrer Ex-Freundin in einem Vorort von St. Louis verurteilt worden. Dem Urteil zufolge hatte McLaughlin ihr im Jahr 2003 aufgelauert, sie vergewaltigt, mit einem Küchenmesser erstochen und ihre Leiche in den Mississippi geworfen.
In dem Prozess sprachen die Geschworenen McLaughlin schuldig, konnten sich aber nicht auf die Strafe einigen. Der Richter schritt daher ein und verhängte die Todesstrafe.
Einmal die 100, bitte: China-Restaurants seit 1923 in Deutschland
Vor 100 Jahren soll das erste Chinarestaurant Deutschlands eröffnet worden sein. Das Jahr 1923 gilt bis heute als Schicksalsjahr der jungen Weimarer Republik. Wirtschaft am Boden, Staat pleite. Die angeworfene Notenpresse ließ die Inflation explodieren. Ein Brötchen beim Bäcker kostete bis zu 25 Milliarden Mark. Doch es passierte in jenem Jahr natürlich nicht nur Katastrophales, sondern auch Kulinarisches: 1923 eröffnete das erste chinesische Restaurant in Berlin in der Kantstraße 130b. So schreibt es zumindest die Bundeszentrale für politische Bildung. "Es wurde vom ehemaligen Koch der Gesandtschaft betrieben und hieß 'Tientsin'." 'Tientsin' ist eine frühere Bezeichnung für die nordchinesische Stadt und Provinz Tianjin.
Heute steht an der Kantstraße 130b/Ecke Leibnitzstraße ein eher unscheinbares Haus mit Brillenladen und Apotheke im Erdgeschoss. Laut Bundeszentrale kamen erste Chinesen Anfang des 20. Jahrhunderts nach Berlin und studierten zum Beispiel an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Am nahen Kurfürstendamm befand sich damals auch die chinesische Botschaft. In den 20ern habe der seit 1902 bestehende Verein chinesischer Studenten sein Büro in der Kantstraße 118 gehabt. Bis heute gilt die Kantstraße als Asia- oder Chinatown der deutschen Hauptstadt, wenn auch keineswegs vergleichbar mit amerikanischen Vierteln etwa in San Francisco oder New York.
In den 20ern war ein Lokal mit außereuropäischer Küche absolut ungewöhnlich, das 'Tientsin' war wohl das erste Chinarestaurant in Deutschland, das sich auch an die deutsche Bevölkerung richtete und zum Beispiel junge Intellektuelle und Bohemians anzog.
Kohle-Comeback sabotiert 2022 deutsche Klimaziele
Der verstärkte Einsatz von Kohlekraftwerken als Gas-Ersatz hat die deutschen Klimaziele einer Studie zufolge 2022 durchkreuzt. Obwohl der Energieverbrauch insgesamt vor allem wegen der hohen Preise um fast fünf Prozent zurückgegangen sei, machte der Kohle- und Öl-Einsatz die Treibhausgas-Einsparung wieder zunichte, heißt es in einer Auswertung des Thinktanks Agora Energiewende. "2022 sind die Klimaziele aufgrund kurzfristiger Maßnahmen für die Energiesicherheit ins Hintertreffen geraten", kritisierte Müller. Auch der Verkehrs- und Gebäudesektor konnte seine Vorgaben im vergangenen Jahr wieder nicht erfüllen. Deutschland produzierte so aufgrund vorläufiger Zahlen mit 761 Millionen Tonnen Treibhausgas fast genau so viel wie 2021. Die selbstgesetzte Obergrenze für 2022 wurde um rund fünf Millionen Tonnen verfehlt.