mit Juliane KipperDas war Montag, der 12. Dezember 2022
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
Durchsuchungen, Festnahmen und ein Parteiausschluss - das EU-Parlament steht im Fokus umfangreicher Korruptionsermittlungen belgischer Ermittler. Bundeskanzler Olaf Scholz ist alarmiert, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht von "sehr schwerwiegenden" Vorwürfen: Eine Vizepräsidentin des Europaparlaments soll sich vom Emirat Katar bestechen lassen haben.
Mein Kollege Hubertus Volmer hat in seinem Fragen und Antworten den Fall Eva Kaili noch einmal aufgeschlüsselt. In ihrem Interview mit der Korruptions-Expertin Anna-Maija Mertens von der NGO Transparency International geht meine Kollegin Frauke Niemeyer der Frage nach: Ist Korruption auf EU-Ebene eine Bagatelle?
Außerdem möchte ich Ihnen noch folgende Texte empfehle:
"Könnte Ära grüner, unerschöpflicher Energie einläuten" von Kai Stoppel
Abgebautes WM-Stadion steht noch - alles nur Propaganda? Von Stephan Uersfeld, Doha
Mit diesen Lese-Empfehlungen verabschiede ich mich. Wir lesen uns morgen wieder, wenn Sie mögen.
Nach Razzia im "Reichsbürger"-Milieu: Ermittler stoßen auf neue "Feindesliste"
Bei der Razzia im "Reichsbürger"-Milieu haben die Fahnder eine weitere mögliche "Feindesliste" mit Namen von Politikern gefunden. Nach "Spiegel"-Informationen wurde bei einem der Verhafteten, Marco v. H., eine von Hand verfasste Liste mit Namen von zehn Politikern aus Baden-Württemberg gefunden.
Vermerkt hatte er darauf jeweils die Adressen der Wahlkreisbüros der Abgeordneten. Notiert hat sich das mutmaßliche Mitglied der "Reichsbürger"-Terrorgruppe laut Erkenntnissen der Ermittler auch die Namen von mehreren Ärzten. Hier sollen jeweils die Adressen ihrer Praxis mit auf den Notizen gestanden haben.
Marco v. H. ist einer von 25 Männern und Frauen, die in der vergangenen Woche unter Terrorverdacht festgenommen wurden. Als Rädelsführer der Gruppe gelten Heinrich XIII. Prinz Reuß und der ehemalige Kommandeur eines Fallschirmjägerbataillons, Rüdiger v. P. Zuvor war bereits eine weitere mutmaßliche "Feindesliste" bekannt geworden. Auf ihr stehen nach "Spiegel"-Informationen die Namen von sieben Kabinettsmitgliedern und Bundestagsabgeordneten. Neben Bundeskanzler Olaf Scholz waren darauf auch die Namen von Annalena Baerbock, Kevin Kühnert und Saskia Esken, Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen festgehalten.
Mann attackiert in Supermarkt Menschen mit Beil und Messer
Mit einem Messer und einem Beil bewaffnet hat ein Mann am Abend einen französischen Supermarkt betreten und drei Menschen verletzt. Anschließend habe er versucht, sich selbst zu töten, berichteten mehrere französischen Medien. Die Tat ereignete sich in einem Lidl-Markt in Jeumont an der belgischen Grenze. Wie schwer die Opfer und der Täter verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt. Auch das Motiv ist den Angaben zufolge derzeit noch unklar.
Joe Biden geht dem Weihnachtsmann zur Hand
US-Präsident Joe Biden hat auf einem Militärstützpunkt Festtagsstimmung verbreitet und sich als Helfer für den Weihnachtsmann betätigt. Gemeinsam mit First Lady Jill Biden sortierte er auf dem Stützpunkt Myer-Henderson Hall im US-Bundesstaat Virginia Geschenke. Er feierte das 75-jährige Bestehen der Stiftung "Toys for Tots" (deutsch etwa: "Spielzeug für Knirpse"). Diese sammelt vor Weihnachten Spielzeug und verteilt es an bedürftige Kinder in den USA.
"Dieses Programm gibt so viel mehr als nur Geschenke. Es gibt Hoffnung", sagte Biden. Bei der Veranstaltung waren Kinder von Angehörigen des US-Militärs anwesend. "Ihr unterstützt eure Eltern bei Umzügen und Einsätzen und habt manchmal geholfen, Familienmitglieder zu pflegen, die mit Krankheiten oder Verletzungen nach Hause gekommen sind", sagte Jill Biden. Sie ließ einen kleinen Jungen aus einem Weihnachtsbuch vorlesen und fragte die Kinder, wie viele Weihnachtsbäume es im Weißen Haus gebe. Einige tippten auf weit über hundert Bäume. Die richtige Antwort wäre gewesen: 77.
Illustrator Wolf Erlbruch gestorben
Der deutsche Kinderbuchillustrator, Autor und Hochschullehrer Wolf Erlbruch ist tot. Das hat der Hanser Verlag in einer Mitteilung bestätigt. Demnach starb Erlbruch am 11. Dezember in seinem Geburtsort Wuppertal. Bekannt war er vor allem für seine Werke wie "Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat", "Das Hexeneinmaleins"oder "Ente, Tod und Tulpe".
Weiter schreibt der Verlag: "Mit ihm verlieren wir einen Künstler mit unverwechselbarer Bildsprache, der nicht nur als herausragender Zeichner, sondern vor allem als innovativer Gestalter und Illustrator durch seinen ungewöhnlichen Umgang mit Technik und Bildmaterial bis heute stilbildend für jede Generation ist."
Heftiger Schneefall in England: Dutzende stranden im Pub
Dutzende Menschen haben in England die Nacht von Sonntag auf Montag wegen heftigen Schneefalls unfreiwillig in einem Pub verbracht. Wie die BBC berichtete, blieben in der Nähe des "Bear Inn" in der Grafschaft East Sussex Dutzende Autofahrer im Schnee stecken - und fanden dort eine Unterkunft für die Nacht. Nachdem die Fremdenzimmer des Lokals vergeben waren, schufen die Pub-Betreiber mit Matratzen Abhilfe für die Kinder der Gestrandeten und gaben kostenlos Heißgetränke und Essen aus.
Eine Frau beschrieb die Szene dem lokalen BBC-Radiosender gegenüber als "biblisch". Im Südosten Englands schneit es selten. Doch am Sonntagabend fielen innerhalb kurzer Zeit mehrere Zentimeter Schnee, was zu Chaos auf Straßen, Schienen und an Flughäfen führte. Dem Bericht zufolge vertrieben sich die Menschen im "Bear Inn" die Zeit teilweise mit dem Singen von Weihnachtsliedern. Eine Cellistin gab eine Kostprobe ihres Könnens.
Busfahrer fällt in Sekundenschlaf und fährt in Haltestelle
Ein Busfahrer ist am Steuer kurz eingeschlafen und in eine Haltestelle in Friedrichshafen am Bodensee gefahren. Der Mann und zwei Fahrgäste seien am Montag leicht verletzt worden, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer musste zur Behandlung in ein Krankenhaus. An dem nun abrissreifen Bushäuschen wartete zum Unfallzeitpunkt niemand. An Bord des Busses waren etwa zehn Fahrgäste. Laut Polizei entstand nach ersten Schätzung ein Schaden an der Haltestelle in Höhe von 10 000 Euro und am Bus in Höhe von etwa 40.000 Euro.
Institut: Knappheit bei Fiebersäften ist "Verteilungsproblem"
Die Knappheit bei Fiebersäften für Kinder ist aus Sicht eines Bundesinstituts teilweise darauf zurückzuführen, dass sich manche Apotheken und Großhändler das Lager zu voll machen und die Arzneien andernorts fehlen. Es sei weiter von einer Verteilproblematik auszugehen, teilte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mit. Eine weitere Ursache für die Engpässe sei die erhöhte Zahl an Atemwegsinfektionen bei Kindern, wodurch die Nachfrage steige.
Der Beirat des Bundesinstituts empfiehlt Apotheken und Großhändlern dringend, "keine Vorräte über den Bedarf einer Woche hinaus anzulegen, da dies zu Unterversorgungen an anderer Stelle führt". Außerdem solle geprüft werden, ob bei älteren Kindern nicht auch Tabletten mit dem gleichen Wirkstoff eine Alternative seien - bei Paracetamol könnten Kinder ab vier Jahren teilbare Tabletten einnehmen und bei Ibuprofen Kinder ab sechs Jahren.
Polizei durchsucht Räume des EU-Parlaments in Brüssel
Im Zuge des Korruptionsskandals im Europäischen Parlament hat die belgische Polizei am Nachmittag Räumlichkeiten des Parlaments in Brüssel durchsucht. Ziel der Durchsuchungen sei es gewesen, die Daten elektronischer Geräte aus den Büros von zehn Abgeordneten sicherzustellen, erklärte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft. Die seit Sonntag in Untersuchungshaft befindliche Parlamentsvizepräsidentin Eva Kaili soll demnach am Mittwoch erstmals zu einer gerichtlichen Anhörung erscheinen.
Wie die Ermittler weiter erklärten, waren die bei der Durchsuchung zu beschlagnahmenden Geräte bereits am Freitag "eingefroren" worden, um ein "Verschwinden für die Ermittlungen nötiger Daten" zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft informierte über die Durchsuchungen drei Tage nach Bekanntwerden des Korruptionsskandals im EU-Parlament, in den unter anderen die griechische Parlamentsvizepräsidentin Eva Kaili verwickelt ist.
Geschäftsinhaber schießt auf Angreifer: Ein Toter nach Schüssen in Dinslaken
Bei einer gewaltsamen Auseinandersetzung mit einer Schusswaffe in einem Geschäft in Dinslaken in Nordrhein-Westfalen ist ein Mensch ums Leben gekommen. Ein 47-Jähriger gab an, er sei in dem Laden von drei Männern überfallen und mit Reizgas besprüht worden, sagte ein Polizeisprecher in Duisburg. Daraufhin habe er sich mit einer Schusswaffe zur Wehr gesetzt. Er traf einen 36-Jährigen, der notärztlich versorgt wurde, aber kurz nach dem Vorfall am Nachmittag im Krankenhaus starb.
Die zwei anderen Männer sind auf der Flucht. Woher der 47-Jährige die Schusswaffe hatte und ob er sie legal besaß, war zunächst unklar. Auch wenn der Mann mutmaßlich Beziehungen ins Rocker-Milieu habe, gebe es keine Hinweise auf einen Zusammenhang zu dem Vorfall. Der Hintergrund sei noch unklar. Die Polizei sperrte weiträumig ab.
Mehrere Menschen sterben bei Angriff auf Hotel in Kabul
Bei einem bewaffneten Angriff auf ein bei chinesischen Geschäftsleuten beliebtes Hotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul werden mehrere Menschen getötet und verletzt. Zeugen berichteten von einer "sehr lauten Explosion" und anschließend "vielen Schüssen". Laut Taliban-Angaben werden drei Angreifer getötet.
Wassermassen in Antalya treiben Autos durch die Straßen
Starker Regen hat in der südtürkischen Provinz Antalya für Überschwemmungen gesorgt. Auf Bildern aus dem Landkreis Kumluca war zu sehen, wie Wassermassen Autos davontrugen. Bürgermeister Mustafa Köleoglu sagte dem türkischen Sender NTV, eine solche Situation habe der Landkreis seit 50 Jahren nicht erlebt.
Auch im Landkreis Finike hatte der am Sonntag beginnende starke Regen Überschwemmungen ausgelöst und Häuser unter Wasser gesetzt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Menschen hätten aus Fahrzeugen und Häusern gerettet werden müssen. In beiden Landkreisen wurde der Schulunterricht für einen Tag ausgesetzt. Einsatzkräfte und Bewohner räumten die teilweise von Schlamm bedeckten Straßen von Treibgut leer, wie auf Bildern zu sehen war.
Mann fährt an Außenseite von Regionalzug mit - bei 100 Kilometer pro Stunde
Ein 36 Jahre alter Mann ist in Nordrhein-Westfalen auf dem Trittbrett an der Außenseite eines Zuges mitgefahren, weil er keine Mund-Nasen-Maske dabei hatte. Wie die Bundespolizei in Köln mitteilte, entdeckte ein Zugbegleiter den Trittbrettfahrer bei einem Blick aus dem Fenster. Der Zug war zwischenzeitig bereits auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigt.
Laut Polizeiangaben sprang der Mann am Sonntagabend im Leverkusener Stadtteil Opladen auf das Trittbrett des fahrenden Regionalzugs auf. Der Zugbegleiter sah den Mann demnach etwa einen Kilometer nach Abfahrt vom Bahnhof bei einem Blick aus dem Seitenfenster. Der Lokführer leitete daraufhin eine Vollbremsung ein. Zwei Mitarbeiter der Bahn hielten den Mann fest und verständigten die Bundespolizei. Gegenüber den Polizisten gab der Mann als Grund für seine Fahrt auf dem Trittbrett an, keine Mund-Nasen-Maske dabei gehabt zu haben. Wie sich später herausstellte, wurde der Mann wegen Diebstahls und Widerstands gesucht. Die Bundespolizei leitete zudem ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.
"Brandneues Gesicht": Jay Leno scherzt über seine Verbrennungen
Jay Leno nimmt seine schweren Verbrennungen mit Humor. In einem Beitrag für das "Wall Street Journal" scherzt die Talkshow-Ikone über seine Verbrennungen zweiten und dritten Grades. "Acht Tage später hatte ich ein brandneues Gesicht. Und es ist besser als das, was vorher da war".
Jay Leno erlitt Mitte November bei einem Brand schwere Verbrennungen. In seiner Garage hatte sich wohl beim Schrauben an einem Auto Benzin entzündet. Der Talkmaster trug im Gesicht, am Hals, den Armen und an der Brust Verbrennungen davon und musste sich Hauttransplantationen unterziehen. Am 22. November wurde Leno aus dem Krankenhaus entlassen.
Taliban eröffnen Feuer auf Grenzstadt in Pakistan
Afghanische Grenztruppen töten bei einem Angriff auf pakistanisches Staatsgebiet am wichtigen Grenzübergang Chaman mindestens sechs Menschen. Die pakistanische Armee erwidert das Feuer, ein afghanischer Soldat stirbt bei dem Vergeltungsangriff. Die Ursache des Gefechts ist noch unklar.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin hat sich in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle und versorge Sie bis in den späten Abend mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern bei mir: juliane.kipper@ntv.de.
Klima-Aktivisten blockieren erneut Autobahnzufahrten in Berlin
Klimaaktivisten der Gruppe "Letzte Generation" haben am Morgen wieder wichtige Autobahnauffahrten in Berlin blockiert. Die Polizei war an sechs Orten im Einsatz, die bis zum späten Vormittag erst zum Teil geräumt waren. Wieder wurden Forderungen nach schärferen Mitteln gegen die Proteste laut. Die Gewerkschaft der Polizei plädierte für die Option eines Gewahrsams von bis zu sieben Tagen. Die "Letzte Generation" demonstriert seit knapp einem Jahr fast täglich für eine radikale Klimawende - mit Blockadeaktionen auf Straßen, wo sich Aktivisten auf der Fahrbahn festkleben, aber auch in Museen, Fußballstadien, Ministerien und auf den Rollfeldern von Flughäfen. Die Gruppe selbst berichtete am Montag, man habe in Berlin an fünf Orten Auffahrten blockiert; zudem habe sich ein 72 Jahre alter Mann auf einer Schilderbrücke über eine Autobahn festgekettet.
Geiselnahme in Dresden: Mutter starb durch Kopfschuss
Der Geiselnehmer von Dresden hat seine Mutter erschossen. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die 62-Jährige infolge eines Kopfschusses gestorben ist, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. "Die Waffe befand sich nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht legal im Besitz des Beschuldigten." Der 40-Jährige sei "geringfügig und nicht einschlägig vorbestraft" und zuletzt 2016 wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Im Zuge der Ermittlungen wird auch Hinweisen nachgegangen, dass der Mann weitere Menschen in der Innenstadt bedroht haben soll.
Der bewaffnete Deutsche hatte am Samstagvormittag einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Er soll die Frau am Morgen in deren Wohnung am Stadtrand getötet und dann versucht haben, mit Waffengewalt beim Sender Radio Dresden in der City einzudringen. Mit dem Kind einer Bekannten soll er sich danach im Büro eines Geschäfts in der Altmarkt-Galerie verschanzt und noch eine Angestellte als Geisel genommen haben.
England: Drei Jungen nach Einbruch in gefrorenen See gestorben
Tragische Nachrichten aus England: Drei der vier Jungen, die beim Spielen auf einem gefrorenen See durch die dünne Eisdecke gebrochen waren (Eintrag 9.06 Uhr), sind gestorben. Die Kinder im Alter von acht, zehn und elf Jahren seien von Rettungskräften in der Stadt Solihull nahe Birmingham geborgen und in Krankenhäuser gebracht worden, teilte die Polizei mit. Allerdings konnten sie dort nicht mehr gerettet werden. Ein vierter, sechsjähriger Junge befinde sich weiterhin in kritischem Zustand.
Rettungskräfte suchen im Wasser nach weiteren Opfern. Augenzeugen hatten zuvor berichtet, dass womöglich noch weitere Kinder in den See gestürzt waren. Premierminister Rishi Sunak informierte sich im Gespräch mit dem örtlichen Parlamentsabgeordneten Saqib Bhatti über den Vorfall. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen, sagte Sunak, der Vater zweier Töchter ist. Seit Sonntag herrscht in weiten Teilen Großbritanniens Winterwetter.
Nach Trennung von ihrem Mann: Adele ging fünfmal am Tag zur Therapie
Sängerin Adele hatte mit ihrer Scheidung von Simon Konecki schwer zu kämpfen. Während der Trennungsphase sei sie fünfmal am Tag zur Therapie gegangen, erklärte sie nun laut "Daily Mail" während eines Auftritts in Las Vegas am Freitagabend. Auch jetzt befinde sie sich wieder in Therapie. Auf der Bühne des Colosseum im Hotel Ceasar's Palace sagte Adele: "Ich musste wieder anfangen." Sie habe für die Konzerte in der Zockerstadt in Topform sein wollen und dafür ein Ventil gefunden.
Damals, nach der Trennung von Konecki, habe sie das gleiche Ventil benutzt, um ihre Beziehungsprobleme zu verarbeiten, so Adele weiter. Eben bis zu fünfmal am Tag. Ein paar Jahre sei sie anschließend ohne Therapie ausgekommen: "Ich habe aufgehört, mich für mein eigenes Verhalten und die Dinge, die ich sage, verantwortlich zu fühlen." Sie wolle alles geben und ließe sich deswegen "jede Woche aufpäppeln". Der Grund: Lampenfieber. Sie sei vor Live-Auftritten "mit Angst erfüllt", dennoch sei sie derzeit begeistert von ihrem festen Las-Vegas-Engagement.
Reaktion auf Korruptionsskandal: Griechenland friert Vermögenswerte von EU-Parlamentsvize ein
Die Vermögenswerte der unter Korruptionsverdacht stehenden EU-Vizeparlamentspräsidentin Eva Kaili in Griechenland sind eingefroren worden. Wie griechische Medien übereinstimmend berichteten, veranlasste der Chef der Anti-Geldwäsche-Behörde, Charalambos Vourliotis, den Schritt. Auch die Vermögenswerte der Eltern und der Schwester Kailis sowie die ihres Lebenspartners sollen gesperrt worden sein. Es gehe darum, zu prüfen, ob die Vermögenswerte aus illegalen Aktivitäten stammen. Untersucht würden Konten, Immobilienbesitz, Unternehmensbeteiligungen und ähnliche Vermögenswerte.
Estland: Tausende nach Schneestürmen ohne Strom
Die eisigen Temperaturen sorgen momentan in vielen Ländern für Probleme. Wegen Schneestürmen sind Tausende Menschen in Estland von der Stromversorgung abgeschnitten worden. Rund 13.000 Haushalte waren nach Angaben des nationalen Versorgers am Morgen zeitweise ohne Strom. Am stärksten betroffen gewesen seien die Ostsee-Inseln Saaremaa und Hiiumaa, aber auch in anderen Teilen des baltischen EU-Landes waren Bewohner von der Versorgung abgeschnitten. Im Straßen-, Zug-, Schiffs- und Flugverkehr kam es zu Behinderungen und Ausfällen. Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz. Angesichts der Fahrbedingungen und der Wetteraussichten riefen Behörden die Bevölkerung auf, das Auto stehen zu lassen und wenn möglich gleich ganz zu Hause zu bleiben. Meteorologen sagten im Tagesverlauf weitere Schneestürme voraus mit Geschwindigkeiten von 15 bis 21 Metern pro Sekunde im Landesinnern, und bis zu 26 Meter pro Sekunde auf den Inseln und der Küste.
Nach Massenkeulung: 10.000 Nerze zum Wiederaufbau der Zucht auf Weg nach Dänemark
Gut zwei Jahre nach der Massenkeulung aller Nerze in Dänemark sind die ersten Tiere zum Aufbau einer neuen Zucht auf dem Weg in das EU-Land. Es handele sich um 10.000 Tiere aus isländischen Nerzfarmen, berichtete der Sender DR. Die Nerzzucht zur Pelzproduktion ist in Dänemark vom 1. Januar an wieder erlaubt. Regierungschefin Mette Frederiksen hatte im November 2020 verkündet, dass alle Nerze in Dänemark - rund 13,5 Millionen Tiere - getötet werden sollen.
Begründet wurde der radikale Schritt damit, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Später hatte sich herausgestellt, dass für den radikalen Schritt die Rechtsgrundlage gefehlt hatte. Eine unabhängige Kommission hatte in einem Bericht deshalb die Ministerpräsidentin und Teile ihrer Regierung kritisiert. Weil seit der Parlamentswahl am 5. Oktober immer noch keine Regierung gebildet ist, droht der Nerzzucht schon vor dem Neustart ein Rückschlag, wie DR weiter berichtete.
Betrunkener überfährt Fußgängerin und schläft im Auto ein
Im hessischen Bad Homburg hat ein betrunkener Mann am späten Sonntagabend eine Fußgängerin überfahren, ist dann vom Unfallort weggefahren und später im Auto eingeschlafen. Die Frau starb noch am Unfallort an ihren Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Der Mann habe keinen gültigen Führerschein, er muss sich nun wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der 34-Jährige so betrunken war, dass er mit dem Auto von der Fahrbahn abkam. Der Wagen erfasste dann die 36-Jährige auf dem Gehweg.
Wirecard-Prozess: Brauns Verteidiger will Verfahren aussetzen lassen
Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun und seine Anwälte wollen mehr Zeit für die Prüfung der Unterlagen. Sein Verteidiger Alfred Dierlamm kündigte einen Antrag an, den Betrugsprozess gegen Braun und zwei weitere Ex-Manager des insolventen Zahlungsdienstleisters auszusetzen.
Hintergrund sei "was uns auf den Tisch geschüttet wurde an Akten", sagte der Jurist am zweiten Prozesstag vor dem Landgericht München I zu Beginn seiner auf etwa zwei Stunden angesetzten Erklärung. Braun sehe sich deshalb derzeit nicht in der Lage, auszusagen.
Terrorverdächtiger in Nizza-Prozess: "Ich bin kein Terrorist"
Im Prozess um den wohl islamistisch motivierten Anschlag in Nizza mit 86 Toten hat einer der Terrorverdächtigen in seinem Schlusswort jegliche Verbindung zur Tat abgestritten. "Ich habe nichts damit zu tun, was passiert ist", sagte der Angeklagte im Pariser Justizpalast. "Ich bin kein Terrorist." Der zweite Mann, dem die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung anlastete, äußerte sich nicht. Beide Männer hatten laut Anklage engen Kontakt zu dem Attentäter.
Sie sollen demnach von seiner Gesinnung gewusst haben und dass er in der Lage sei, einen Anschlag zu begehen. Am 14. Juli 2016, dem französischen Nationalfeiertag, war der Tunesier Mohamed Lahouaiej Bouhlel auf der Flaniermeile Promenade des Anglais in Nizza mit einem tonnenschweren Lastwagen in eine Menschenmenge gerast. Er schoss auch auf Menschen. Es gab 86 Todesopfer, darunter auch zwei Schülerinnen und eine Lehrerin aus Berlin. Mehr als 200 Menschen wurden verletzt. Der Gewalttäter wurde nach der Tat erschossen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte die Tat für sich.
Großfamilie will sich am Grill wärmen - und muss danach ins Krankenhaus
Neun Mitglieder einer afghanischen Flüchtlingsfamilie haben eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten, als sie sich in einem Haus an einem Grill wärmen wollten. Zwei Kinder wurden bei dem Vorfall am Sonntag im niedersächsischen Landkreis Ammerland sogar ohnmächtig, wie eine Polizeisprecherin berichtete. Die Betroffenen klagten über Schwindelgefühle, Übelkeit und Atemnot. Kein Familienmitglied sei aber in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte die Sprecherin. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge im ersten Stock des Gebäudes im Ortsteil Wehnen der Gemeinde Bad Zwischenahn.
Kind und Jugendliche nach Brand in Schleswig-Holstein gestorben
Beim Brand eines Bauernhauses im schleswig-holsteinischen Pronstorf sind am Samstag ein Kind und eine Jugendliche ums Leben gekommen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich um Halbgeschwister, einen dreijährigen Jungen und eine 17-Jährige. Die Mutter wurde demnach mit einem weiteren Kind ins Krankenhaus gebracht. Zu ihren Verletzungen lagen zunächst keine Angaben vor. Zuvor hatten verschiedene Medien über den Tod zweier Kinder berichtet. Das Bauernhaus wurde bei dem Großbrand völlig zerstört, wie die Polizei mitgeteilt hatte. Das Feuer war am frühen Morgen bemerkt worden. Die Feuerwehr habe mehrere verletzte Bewohner gerettet und weitere in Sicherheit gebracht, hieß es. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Brandursache auf.
Winterchaos in England: Kinder in See eingebrochen - Flüge abgesagt
Mindestens vier Kinder in England sind beim Spielen in einen zugefrorenen See eingebrochen und liegen in kritischem Zustand im Krankenhaus. Rettungskräfte und Augenzeugen sprangen in den See in der Stadt Solihull bei Birmingham und zogen die Kinder raus, wie die Feuerwehr am Sonntagabend mitteilte. Es gebe Hinweise, dass noch zwei weitere Kinder im Wasser sein könnten. Eine Suchaktion brachte aber bis zum Montagmorgen keine Hinweise auf weitere Opfer. Zum Alter machten die Behörden zunächst keine Angaben.
In weiten Teilen Großbritanniens sorgen seit Sonntag eiskalte Temperaturen und Schneefall für erhebliche Verkehrsbehinderungen. Der Flughafen Stansted nordöstlich von London strich am Sonntagabend alle Flüge, weil die Start- und Landebahn verschneit war. Auch an den großen Londoner Airports Heathrow und Gatwick gab es mehrere Absagen. So stand zu wenig Enteisungsflüssigkeit zur Verfügung. Bei mehreren Bahnunternehmen kam es zu Ausfällen oder erheblichen Verzögerungen. Die Fernstraßenbehörde National Highways warnte vor "gefährlichen Bedingungen" in Süd- und Südostengland.
Nach Protesten: Perus neue Präsidentin möchte Wahlen auf 2024 vorziehen
Nach Protesten infolge der Amtsenthebung von Perus Präsident Pedro Castillo will seine Amtsnachfolgerin Dina Boluarte 2024 Neuwahlen abhalten lassen. Sie werde dem Kongress des südamerikanischen Landes eine Gesetzesvorlage präsentieren, um die Wahlen auf Mitte April 2024 vorziehen zu können, sagte Boluarte in einer Ansprache an die Nation. Die nächste reguläre Wahl, bei der in Peru sowohl über die Präsidentschaft als auch das Parlament entschieden wird, wäre eigentlich 2026. Der Innenminister des Andenstaates, César Cervantes, erklärte zudem für die Regionen Apurímac, Arequipa und Ica den Ausnahmezustand, nachdem es dort bei Protestaktionen Tote gegeben hatte.
Rettungskräfte erkannten Neuer zunächst nicht
Nach dem Unfall von Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer bei einer Skitour sind weitere Details zum Geschehen bekannt geworden. Der 36-Jährige sei am unteren Bereich des steilen Südhangs des Roßkopfs am Spitzingsee in Bayern gestürzt, bestätigte ein Sprecher der Bergwacht Schliersee dem "Miesbacher Merkur".
Daraufhin habe die Gruppe, mit der Neuer unterwegs gewesen sei, einen Notruf abgesetzt. Die Rettungskräfte hätten Neuer wegen seines Helms und seiner Mütze zunächst nicht erkannt. Schnell sei ihnen aber klar geworden, "dass es der Herr Neuer ist".
Da Neuer wegen des vereisten Schnees nicht auf einem Rettungsschlitten habe weggebracht werden können, sei ein Hubschrauber angefordert worden, teilte der Sprecher der Bergwacht mit. Der Schlussmann des FC Bayern München sei dann mit einem Helikopter ins Unfallklinikum Murnau geflogen worden. Neuer hatte sich bei dem Unfall den Unterschenkel gebrochen.
Royale Post: So sieht die Weihnachtskarte von König Charles und Camilla aus
Die Weihnachtskarte von König Charles III. und Königsgemahlin Camilla ist unterwegs. Wie der Buckingham-Palast bekannt gab, hat das royale Paar seine erste Weihnachtsgrußbotschaft als amtierende Monarchen verschickt. Dazu veröffentlichte der Palast auch ein Bild der Karte. Auf dem dort abgebildeten Foto sind Charles und Camilla zu sehen: Ein lächelnder Charles im Seitenprofil, der von seiner Frau liebevoll angeblickt wird. Daneben steht geschrieben: "Wir wünschen euch ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches neues Jahr."
Das Foto wurde nur fünf Tage vor dem Tod von Queen Elizabeth II. im September aufgenommen. Charles trug auf dem von dem preisgekrönten Fotografen Samir Hussein aufgenommenen Bild einen Tweed-Anzug mit rot-grün-beiger Krawatte, Camilla einen passenden grünen Anzug sowie einen Hut mit Fasanenmotiv und Perlenohrringe. Der Schnappschuss stammt von den Highland Games in Schottland, die der heutige König damals eröffnete.
Zahl der Arztbesuche deutlich gestiegen
Nach teils deutlichen Rückgängen in der Corona-Pandemie sind Patientinnen und Patienten in diesem Jahr wieder häufiger in eine Arztpraxis in Deutschland gegangen. So sorgten zahlreiche Arztbesuche über alle medizinischen Fachgruppen hinweg im ersten Quartal für einen Anstieg der Fallzahlen von 4,8 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal im Vor-Corona-Jahr 2019. Das zeigt der neue Trendreport des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Im zweiten Quartal 2022 gab es ein Plus von 0,3 Prozent.
Politischer Tumult in Peru: Demonstranten greifen Flughafen an
Nach der Amtsenthebung des Präsidenten in Peru ist bei Protesten ein Flughafen lahmgelegt und teilweise in Brand gesetzt worden. Ein Mensch kam nach Angaben der Polizei ums Leben. Nach einer Mitteilung der Flughafen- und Luftfahrtgesellschaft Corpac, aus der peruanische Medien zitierten, wurden auf dem Airport der Stadt Andahuaylas am Sonntag 50 Einsatzkräfte der Polizei und Corpac-Mitarbeiter als Geiseln festgehalten. Nach Medienberichten forderten die Randalierer unter anderem den Rücktritt der neuen Staatspräsidentin Dina Boluarte sowie Neuwahlen. Wie der Betreiber berichtete, wurden auf dem Flughafen das Treibstofflager und der Kommunikationsraum angezündet. Auch die Landebahn sowie wichtige Ausrüstung seien von Gewalt und Vandalismus schwer betroffen, hieß es. Der Flughafen der südlichen Stadt mit etwa 50.000 Einwohnern wurde geschlossen - laut Polizei wurde er von einer Eliteeinheit abgesichert.
Bis zu minus zwölf Grad: Sonnenmomente mildern eiskalter Wochenstart kaum
Pünktlich zur neuen Woche rollt eine Kältewelle an, die Temperaturen schaffen es nirgendwo über den Gefrierpunkt. Im Süden Richtung Alpen sind bis zu minus zwölf Grad möglich. Rund um Sachsen flockt es dazu, im Rest des Landes lässt sich die Sonne trotzdem hin und wieder blicken.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche! Mit den Umsturzplänen einer Vereinigung aus der "Reichsbürger"-Szene beschäftigt sich der Bundestag in seiner letzten Sitzungswoche des Jahres. Die Festnahme von 25 Menschen unter Terrorverdacht, darunter frühere Offiziere und Polizeibeamte sowie eine ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete, wird Thema in mehreren Ausschüssen und womöglich auch im Plenum des Parlaments. Heute kommen sowohl der Rechtsausschuss als auch der Innenausschuss jeweils zu einer Sondersitzung zusammen. Auch im geheim tagenden Parlamentarischen Kontrollgremium wollen Abgeordnete Fragen zu dem Fall stellen.
Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:
Nach den gezielten russischen Angriffen auf das ukrainische Stromnetz ist die Lage in der Hafenstadt Odessa sowie auch in anderen Regionen nach Einschätzung von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwierig. Trotz fortwährend schwerer Kämpfe bleibt der Frontverlauf unverändert. Dies soll nach den Worten des ukrainischen Verteidigungsministers mit einer Gegenoffensive geändert werden, sobald der Boden gefroren genug ist, um Rad- und Kettenfahrzeuge zu tragen. Mehr zum Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem Liveticker.
Die Außenminister der EU-Staaten beraten in Brüssel über die jüngsten Entwicklungen im Iran und in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Es wird erwartet, dass bei dem Treffen auch weitere Sanktionen gegen Verantwortliche für schwere Menschenrechtsverletzungen im Iran beschlossen werden.
Polens Präsident Andrzej Duda wird zu einem Arbeitsbesuch in Berlin erwartet. Dort wird er Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier treffen. Bei den Gesprächen dürfte es auch um Polens Reparationsforderungen gehen.
Im Münchner Prozess um den mutmaßlichen Milliardenbetrug bei Wirecard wollen die Anwälte des angeklagten früheren Vorstandschefs Markus Braun eine Eröffnungserklärung abgeben.
Vor dem Bonner Landgericht beginnt der Prozess gegen einen Mann, der den abgetrennten Kopf einer Leiche vor dem Gerichtsgebäude abgelegt haben soll.
Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.
Mehr zum Thema Sport finden Sie unter anderem in unserem Sport-Tag.
Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!
Zweiter Demonstrant im Iran hingerichtet
Im Iran ist nach Angaben der Staatsmedien ein zweiter Demonstrant im Zuge der systemkritischen Proteste hingerichtet worden. Der wegen "Kriegsführung gegen Gott" angeklagte Madschid-Resa R. wurde am Montag in der Stadt Maschad im Nordosten des Landes öffentlich gehängt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Der Mann soll während der Proteste im November zwei Mitglieder der berüchtigten paramilitärischen Basidsch-Miliz mit einem Messer ermordet haben. Das Gericht hatte ihm "Kriegsführung gegen Gott" vorgeworfen und gemäß islamischer Rechtsauffassung zum Tode verurteilt.
Bereits am letzten Donnerstag war der Rap-Musiker Mohsen Schekari hingerichtet worden. Er soll ein Basidsch-Mitglied mit einer Waffe angegriffen, Schrecken verbreitet und eine Straße blockiert haben. Seine Hinrichtung wurde im In- und Ausland scharf verurteilt. Insgesamt stehen Medienberichten zufolge mindestens 25 Demonstranten auf der Todesliste der iranischen Justiz - zwei von ihnen wurden bereits hingerichtet.
Nach Lockerung von Null-Covid-Strategie: Ansturm auf Krankenhäuser in China
Nach der Lockerung der strengen Null-Covid-Strategie in China müssen viele Krankenhäuser einen Ansturm von Infizierten bewältigen. In Metropolen wie Peking, Guangzhou oder Shijiazhuang erlebten Hospitäler "den ersten Schock einer gigantischen Welle von Infektionen und einen Mangel an Gesundheitspersonal", schrieb das Wirtschaftsmagazin "Caixin". Kliniken seien überfüllt. Vielfach gebe es Schlangen. Patienten infizierten Ärzte und Gesundheitspersonal. Das Magazin schrieb von "Covid-Chaos". In einer radikalen Kehrtwende vergangenen Mittwoch hatte die Regierung ihre rigorose Null-Covid-Strategie weitgehend aufgehoben. Lockdowns wurden beendet, die strenge Testpflicht, zwangsweise Quarantäne oder Isolation von Kontaktpersonen weitgehend gelockert. Schon vorher hatte es allerdings Anzeichen gegeben, dass die Zahl der Infizierten anstieg und die Tests und Nachverfolgung der Infektionen längst nicht mehr mithalten konnten.