Montag, 06. April 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:30 Uhr

Das war Montag, der 6. April 2020

Gestern Abend wird der britische Premierminister Boris Johnson wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Dort verschlechtert sich sein Gesundheitszustand weiter, nun wird er auf die Intensivstation verlegt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Derweil gibt der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz bekannt, dass sein Land die drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern will. Auch in Dänemark kündigt Regierungschefin Mette Frederiksen an, das Land wahrscheinlich nach Ostern schrittweise wieder öffnen zu wollen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt eine Festlegung auf ein Ausstiegsdatum aus den Beschränkungen des öffentlichen Lebens weiterhin ab. Mehr dazu hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend! Bis morgen!

22:13 Uhr

Motorradfahrer rast frontal in Lkw und stirbt

Beim Frontalzusammenstoß eines Motorrads mit einem Lastwagen bei Kelkheim in Hessen ist der 46-jährige Motorradfahrer ums Leben gekommen. Er krachte in einer Kurve in den Lkw, teilte die Polizei mit. Es sei noch nicht klar, ob und inwieweit der 46-Jährige mit seinem Motorrad auf die Gegenfahrbahn geraten sei. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb der Mann noch an der Unfallstelle. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang herausfinden.

21:50 Uhr

Regio-Zug geht während der Fahrt in Flammen auf

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Alle Insassen konnten sich retten.

(Foto: Feuerwehr Brilon)

Ein Regional-Zug ist im sauerländischen Brilon während der Fahrt in Brand geraten.

  • Alle vier Passagiere, der Zugbegleiter und der Lokführer konnten den gestoppten Zug rechtzeitig verlassen und blieben unverletzt.
  • Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen im Bereich des Motorraums ausgebrochen. Der Zugbegleiter hatte den Rauch bemerkt, der Lokführer stoppte die Bahn daraufhin an einem stillgelegten Bahnsteig.
  • Die Feuerwehr löschte den Brand, 35 Rettungskräfte waren im Einsatz.
  • Die Bahnstrecke wurde gesperrt. Die Deutsche Bahn richtete einen Ersatzverkehr ein.
21:30 Uhr
Breaking News

Boris Johnson auf Intensivstation verlegt

Der britische Premierminister Boris Johnson ist einem Bericht des Senders BBC zufolge auf die Intensivstation verlegt worden. Johnson ist mit dem Coronavirus infiziert.

Mehr dazu lesen Sie hier.

21:09 Uhr

Brücke wegen Corona gesperrt - Mann schwimmt zu Trainingsplatz

Wegen Corona aufs Training verzichten? Kommt nicht in Frage! Um die Ausgangsbeschränkungen in der Ukraine zu umgehen, ist ein Bodybuilder kurzerhand einfach durch einen Fluss zu einem Trainingsplatz geschwommen.

  • Am anderen Ufer des Seitenarms des Flusses Dnipro in Kiew erwartete ihn jedoch neben der gesperrten Brücke bereits die Polizei. Als der Athlet aus dem Wasser stieg, wurde er gleich von den Polizisten abgeführt. Dem Mann droht eine Ordnungsstrafe.
  • Der Bodybuilder war den Behörden bereits bekannt. Er wurde zuvor schon von den Polizisten ermahnt und kündigte im Streit an, sich auch weiterhin nicht an die Verbote halten zu wollen.
  • Seit Wochenbeginn sind in der Ukraine strenge Ausgehbeschränkungen in Kraft.
20:27 Uhr

Tochter von Politikerin platzt ins TV-Interview

Eltern, die wegen der Coronavirus-Krise von Zuhause arbeiten, haben sich mittlerweile wohl ans tägliche Auftauchen ihrer Kinder am heimischen Arbeitsplatz gewöhnt. In Großbritannien sorgte die Tochter von Anneliese Dodds, die dem Schattenkabinett des neuen Labour-Chefs Keir Starmer angehört, bei Fernsehzuschauern für eine niedliche Überraschung.

Während die Finanzexpertin dem Sender Sky News ein Interview gab, platzte ihre dreijährige Tochter Isabella herein und gesellte sich ganz selbstverständlich dazu. Die 42-Jährige ließ sich zunächst nichts anmerken, bis Sky-Moderatorin Kay Burley sie schließlich auf den kleinen "Studiogast" ansprach - und beide darüber lachten.

Eine ähnliche Szene hatte 2017 beim Sender BBC die Zuschauer amüsiert und war im Internet ein viraler Hit geworden. Während eines Interviews mit Professor Robert Kelly in Südkorea marschierte dessen kleine Tochter Marion gut gelaunt ins Zimmer, dicht gefolgt von seinem Sohn James. Vergangene Woche war Kelly wieder im BBC-Interview zu Gast, diesmal von vornherein mit seiner Familie.

19:46 Uhr

Bond-Girl Honor Blackman gestorben

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Honor Blackman spielte an der Seite von Sean Connery in "Goldfinger".

(Foto: imago stock&people)

Die britische Schauspielerin Honor Blackman, die in den 60er Jahren durch ihre Rolle in dem James-Bond-Film "Goldfinger" weltbekannt wurde, ist tot. Das teilte ihre Familie "The Guardian" mit.

  • Blackman sei in ihrem Haus in Sussex im Kreise ihrer Kinder und Enkelkinder eines natürlichen Todes gestorben, hieß es. Einen Zusammenhang mit dem Coronavirus gab es demnach nicht. Die gebürtige Londonerin wurde 94 Jahre alt.
  • 1964 hatte Blackman an der Seite von Bond-Darsteller Sean Connery die Pilotin Pussy Galore gespielt, die zunächst für den Schurken Goldfinger (Gert Fröbe) arbeitet, sich dann aber auf die Seite von 007 schlägt.
  • Der Name Pussy (auf Deutsch: Muschi) sorgte damals für einen Skandal. "Goldfinger" gilt vielen Fans bis heute als einer der besten Filme der langjährigen Bond-Reihe.
19:06 Uhr

Mann stiehlt Corona-Schutzmaterial im Wert von fünf Millionen Euro

Ein Mann ist in Spanien wegen des Diebstahls von zwei Millionen Masken und weiterem Schutzmaterial im Gesamtwert von fünf Millionen Euro festgenommen worden.

Der Unternehmer werde beschuldigt, die Güter aus einer Lagerhalle in Santiago de Compostela im Nordwesten des Landes entwendet und im Nachbarland Portugal verkauft zu haben, teilte die Polizei mit. Der Mann sei dem Richter vorgeführt und anschließend unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt worden.

Der Verdächtige sei in der Nähe der Lagerhalle von Zeugen gesehen und auch von Überwachungskameras gefilmt worden, zitierte die Regionalzeitung "La Voz de Galicia" einen Polizeisprecher.

18:34 Uhr

Paar nennt Zwillinge Corona und Covid

Ein Paar in Indien hat seine neugeborenen Zwillinge Covid und Corona genannt. Die Babys kamen während eines dreiwöchigen Lockdowns am 27. März zur Welt, berichtet die "Daily Mail". Demnach sagten die Eltern, sie hätten diese ungewöhnlichen Namen für ihre Neugeborenen gewählt, um die mit den Worten verbundene Angst und Furcht zu lindern und die Geburt umso unvergesslicher zu machen. Allerdings fügten die beiden hinzu, dass sie die Kinder später umbenennen wollen.

17:57 Uhr

Kadyrow verteidigt Prügelstrafe für Quarantäne-Verweigerer

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Ramsan Kadyrow regiert Tschetschenien mit eiserner Hand.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

In der russischen Teilrepublik Tschetschenien hat Republikchef Ramsan Kadyrow eine Prügelattacke der Polizei gegen einen Bewohner verteidigt. Der gesunde Mann soll gegen allgemeine Auflagen der Selbstisolation wegen der Coronavirus-Pandemie verstoßen haben und wurde dafür geschlagen.

"Lieber einen schlagen, als Tausend begraben", sagte Kadyrow in einem bei Instagram veröffentlichten Video. "Wer es nötig hat, den verprügele ich mit dem Schlagstock, wer es nötig hat, den schmeiße ich ins Gefängnis und in den Keller, aber ich werde mein Volk schützen", sagte er.

Die unabhängige Zeitung "Kawskaski Usel" berichtete, dass die tschetschenische Bevölkerung verwundert sei, dass Kadyrow selbst gegen die Auflagen wegen der Corona-Krise verstoße. Zu sehen war er etwa beim Gebet in der Moschee, obwohl diese Massenveranstaltungen im Grunde in ganz Russland untersagt sind. Die Muslime fragten, warum Kadyrow gemeinsam mit anderen beten dürfe - und sie nicht.

17:18 Uhr

Millionen-Betrug mit Schutzmasken: Verdächtiger festgenommen

Unter dem Verdacht des Millionen-Betruges mit Mundschutz-Masken und desinfizierendem Handgel ist ein 39 Jahre alter Mann nach Angaben von Europol in Singapur festgenommen worden. Der Mann soll eine Firma um rund sieben Millionen Euro betrogen haben, wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag mitteilte.

Der Verdächtige soll die Identität einer echten Firma missbraucht und unter deren Email-Adresse medizinische Hilfsmittel im Kampf gegen das Coronavirus angeboten haben. Ein europäisches Pharmaunternehmen hatte nach Angaben von Europol Mundschutz-Masken im Wert von fast sieben Millionen Euro bestellt und auch bezahlt. Doch sobald das Geld auf ein Konto in Singapur überwiesen worden war, sei der Mann abgetaucht.

15:54 Uhr

Serienstar Logan Williams stirbt mit 16 Jahren

Im Alter von gerade einmal 16 Jahren ist der kanadische Schauspieler Logan Williams verstorben. Das teilte seine Mutter der Lokalzeitung "Tri-City News" mit. Demnach ist die Todesursache bisher unbekannt. Williams spielte unter anderem in einigen Episoden der amerikanischen Superheldenserie "The Flash" den jungen Barry Allen.

"The Flash"-Hauptdarsteller Grant Gustin hat seinem ehemaligen Co-Star via Instagram Tribut gezollt. "Dieses Bild entstand zu Beginn der Dreharbeiten zur 'Flash'-Pilotfolge im Jahr 2014", schrieb Grant Gustin auf Instagram. "Ich war nicht nur von Logans Talent, sondern auch von seiner Professionalität am Set beeindruckt", lobte er seinen jungen Co-Star. Seine Gedanken seien "in einer für sie sicher unvorstellbar schwierigen Zeit" bei der Familie des Verstorbenen.

*Datenschutz

15:27 Uhr

RTL verfilmt Karriere von Boris Becker

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Boris Becker ist bis heute jüngster Wimbledon-Sieger in der Geschichte des Turniers.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Fernsehsender RTL lässt die Karriere von Boris Becker verfilmen. Wer die Tennis-Legende verkörpert, steht noch nicht fest.

  • Nachgezeichnet wird der Weg von seinen sportlichen Anfängen bis zu seinem ersten Wimbledon-Sieg als 17-Jähriger. Der spätere Lebensweg des heute 52-Jährigen bleibt ausgespart. Arbeitstitel ist "Der Spieler".
  • Das Projekt liegt in Händen der Firmen Zeitsprung Pictures und Violet Pictures. Das Drehbuch schreiben Richard Kropf ("Labaule & Erben") und der Journalist Marcus Schuster. Regie führt Hannu Salonen ("Arctic Circle - Der unsichtbare Tod").
  • Als Schauspieler sollen Samuel Finzi, Anna Schudt und Hans-Jochen Wagner mit dabei sein.
  • "Die Verfilmung zeigt die Kompromisslosigkeit des Profisports, den harten Kampf nach oben und gibt Einblicke in die Psyche und das Leben eines Sportlers, der schon in jungen Jahren zum Tennis-Idol aufstieg", teilte RTL mit.
15:04 Uhr

Brandanschlag auf Auto des AfD-Politikers Hansel

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Frank Hansels Jaguar wurde heute Nacht angezündet.

(Foto: imago images / Metodi Popow)

In Berlin ist ein Brandanschlag auf das Auto eines AfD-Politikers verübt worden.

  • Der Wagen des Parlamentarischen Geschäftsführers der Abgeordnetenhaus-Fraktion, Frank Hansel, wurde heute Nacht im Stadtteil Schöneberg angezündet.
  • Die Polizei nannte den Namen des Autobesitzers nicht, bestätigte aber eine Brandstiftung mit möglichem politischen Motiv. Gebrannt habe ein Jaguar in der Eisenacher Straße.
  • Zwei weitere Autos wurden beschädigt.
  • Der für Taten von politischen Extremisten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt.
14:40 Uhr

Viele Franzosen wollten Louis de Funès im TV sehen

Lachen ist ja sprichwörtlich auch eine Art Medizin, manche sagen, es sei sogar die beste. In Frankreich lassen sich die Bürger daher mit Louis de Funès von der Corona-Krise ablenken: Das französische Fernsehen erzielt derzeit hohe Einschaltquoten mit alten Filmen des französischen Komikers. "Er wirkt wie ein Antidepressivum", sagt der Kommunikationsdirektor des nationalen Filminstituts Cinémathèque française, Jean-Christophe Mikhaïloff, über den Filmemacher, der von 1914 bis 1983 lebte. Im öffentlich-rechtlichen Sender France 2 schauten sich in den vergangenen Tagen fünf Millionen Menschen die Kriegssatire "Drei Bruchpiloten in Paris" von 1966 an, vier Millionen versammelten sich für "Die Abenteuer des Rabbi Jacob" von 1973.

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Nein, doch, ooohh!

(Foto: imago images / United Archives)

 

14:20 Uhr

Polens Vize-Regierungschef tritt im Streit um Wahltermin zurück

Noch steht der 10. Mai als Termin für die Präsidentenwahl in Polen. Der stellvertretende Regierungschef war für eine Verlegung – und ist nun von seinem Amt zurückgetreten.

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Jaroslaw Gowin ist nicht mehr Vize-Ministerpräsident Polens.

(Foto: via REUTERS)

  • Im Streit um eine Verlegung der für den 10. Mai geplanten Präsidentenwahl ist Polens stellvertretender Ministerpräsident Jaroslaw Gowin zurückgetreten.
  • Er habe andere Politiker im Lager der nationalkonservativen Regierungspartei PiS nicht davon überzeugen können, dass die Wahl verschoben werden müsse, erklärte Jaroslaw Gowin in Warschau.
  • Heute soll das Parlament über einen Gesetzentwurf der PiS abstimmen, wonach die Präsidentenwahl als reine Briefwahl abgehalten werden soll.
  • Vize-Ministerpräsident und Bildungsminister Gowin hatte angekündigt, dagegen zu stimmen.
  • Der 58-Jährige vertritt eine konservative Gruppierung Porozomenie (Verständigung), die sich der PiS in einem Bündnis angeschlossen hat.
13:53 Uhr

Twitter-Nutzer verpassen Queen nach Rede neue Outifts

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Wohl auch deshalb wählte Königin Elizabeth II. in ihrer gestrigen Rede an die Nation ein entsprechend gefärbtes Kleid. Inhaltlich äußerten sich viele Briten begeistert von der Ansprache. Auf Twitter war die Begeisterung ebenfalls groß - so sehr, dass einige Nutzer der Monarchin kurzerhand neue, ungewöhnliche Outfits verpassten. Virtuell, versteht sich. Eine kleine Auswahl:

 

 

 

13:29 Uhr

Raketen schlagen auf von US-Firma genutztem Ölkomplex ein

In den vergangenen Wochen waren im Irak mehrfach Raketen auf Militärbasen eingeschlagen, die von der US-Armee genutzt werden. Nun ist auch ein Ölkomplex betroffen.

  • Unbekannte haben im Süden des Iraks Raketen auf ein Gelände abgeschossen, das auch von ausländischen Ölfirmen genutzt wird, meldete die Medienabteilung der irakischen Sicherheitskräfte auf Twitter.
  • Demnach sind die Raketen des Typs Katjuscha südwestlich der Stadt Basra in der Nähe des US-Ölfeld-Dienstleisters Halliburton eingeschlagen.
  • Es habe keine nennenswerten Schäden gegeben.
  • Unter Verdacht der Raketenangriffe stehen pro-iranische Schiitenmilizen, die den Abzug der amerikanischen Truppen erzwingen wollen.
13:08 Uhr

Dreijähriger Junge stirbt nach tragischem Unglück in NRW

In Lüdenscheid hat sich ein tragisches Unglück ereignet. Nachdem Angehörige einen Dreijährigen am Sonntagnachmittag leblos in einem Gartenteich gefunden hatten, ist der Junge später in einem Krankenhaus gestorben. "Nach bisherigem Stand der Ermittlungen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Unglücksfall auszugehen", teilten die Polizei Iserlohn und die Staatsanwaltschaft Hagen mit. Demnach wird nun dennoch geprüft, ob Aufsichts- oder Fürsorgepflichten verletzt worden sind.

12:37 Uhr

Feuerwehr rettet acht Menschen nach Shisha-Abend aus Wohnung

Ein Shisha-Abend hat in Dortmund beinahe ein fatales Ende genommen: Gerade noch rechtzeitig konnte die Feuerwehr mehrere Menschenleben retten.

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Bei einem Zwischenfall mit Kohlenmonoxid in Dortmund sind mehrere Menschen verletzt worden.

(Foto: imago images / Rüdiger Wölk)

  • Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler hatten zwei erwachsene Frauen in einer Wohnung Shisha-Pfeifen angezündet und waren anschließend zu Bett gegangen.
  • Das Kohlenmonoxid der weiter glühenden Kohlestücke strömte daraufhin durch das Mehrfamilienhaus.
  • Laut Feuerwehr wurden die beiden erwachsenen Schwestern sowie sechs Kinder zu Untersuchungen in Kliniken gefahren.
  • Gegen die Frauen ermittelt die Polizei nun wegen Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.
12:09 Uhr

Meuthen erklärt Diskussion über AfD-Spaltung für beendet

Eine mögliche Trennung der AfD in einen "freiheitlich-konservativen" Teil und den rechtsextremen "Flügel" soll nach Willen des Parteivorstandes nicht länger zur Debatte stehen.

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AfD-Chef Meuthen hat Fehler in der Parteispaltungsdebatte eingeräumt.

(Foto: imago images/Sammy Minkoff)

  • Laut einem Beschluss, den der Bundesvorstand der Partei in einer Telefonkonferenz einstimmig fällte, räumte der Vorsitzende Jörg Meuthen ein, er habe mit derartigen Äußerungen in seinem Interview vergangene Woche "einen großen Fehler begangen".
  • Zudem erklärte Meuthen, er werde "die Diskussion nicht weiter führen".
  • Der Bundesvorstand "begrüßt diese Klarstellung, bejaht die Einheit der Partei und spricht sich gegen jegliche Bestrebung aus, diese zu gefährden", erklärte die Parteispitze.
11:58 Uhr

Boko-Haram-Selbstmordattentäter töten sieben Menschen

Schon seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft Boko Haram gewaltsam für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias. Auch in Kamerun verübt die Dschihadistenmiliz Terroranschläge – so auch gestern Abend.

  • Zwei Selbstmordattentäter der Boko-Haram-Miliz haben sich in einem kamerunischen Dorf nahe der Grenze zu Nigeria in die Luft gesprengt, teilte die Polizei mit.
  • Demnach sind dabei mindestens sieben Zivilisten getötet worden, 14 weitere Menschen wurden verletzt.
  • Durch Angriffe und Anschläge von Boko Haram wurden in den vergangenen Jahren rund 35.000 Menschen getötet, zwei Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.
11:31 Uhr

Wald bei Tschernobyl brennt immer noch

Rund um das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl waren am Wochenende etwa 25 Hektar Wald in Brand geraten. Die Radioaktivität in der Sperrzone stieg daraufhin laut einem Umweltinspekteur deutlich an. Noch immer sind die Feuer nicht gelöscht.

  • Die Löscharbeiten mit rund 140 Feuerwehrleuten, zwei Löschflugzeugen und einem Helikopter dauern an, teilte der ukrainische Katastrophenschutz mit.
  • Demnach sei die radioaktive Hintergrundstrahlung in den angrenzenden Gebieten der Region Kiew im Normbereich.
  • Nach dem Reaktorunglück am 26. April 1986 war im Radius von 30 Kilometern eine Sperrzone rund um das Gelände des ehemaligen sowjetischen Atomkraftwerks errichtet worden.
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10:51 Uhr

Zyklon "Harold" verwüstet Südseestaat Vanuatu

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Der Inselstaat Vanuatu zählt zu den ärmsten Ländern im Südpazifik. Auch dort kämpfen die Menschen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Nun ist ein verheerendes Problem hinzugekommen.

  • Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 235 Kilometern pro Stunde ist der Zyklon "Harold" auf der Insel Espiritu Santo auf Land getroffen, teilte der Wetterdienst mit.
  • Danach steuerte er direkt auf Luganville zu, der mit 16.500 Einwohnern zweitgrößten Stadt des Südsee-Landes.
  • Nun bewegt sich der schwere Wirbelsturm südöstlich in Richtung der Hauptstadt Port Vila weiter.
  • "Bisher lag unser Schwerpunkt eher auf Covid-19, doch nun hat er sich auf die Vorbereitung auf den Zyklon verlagert", sagte die Katastrophenkoordinatorin des Roten Kreuzes in Vanuatu, Augustine Garae, dem australischen Rundfunksender ABC.
  • Vanuatu ist ein Archipel aus 83 Inseln mit rund 300.000 Einwohnern und liegt etwa 2000 Kilometer nordöstlich der Ostküste Australiens.

10:21 Uhr

Altersarmut häuft sich nirgendwo schneller als in NRW

Für viele Menschen reicht selbst nach 40 Jahren Arbeit die Rente nicht zum Leben aus. Neue Zahlen der Bundesregierung zeigen auf, dass die Zahl der Fälle von Altersarmut besonders stark im bevölkerungsreichsten Bundesland wächst.

  • Die Altersarmut in Nordrhein-Westfalen steigt schneller als im Bundesdurchschnitt, wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen berichtet.
  • Demnach bezogen 2013 in NRW noch 3,8 Prozent der Menschen ab 65 Jahren die Grundsicherung, 2018 waren es bereits 4,3 Prozent.
  • Im Bundesdurchschnitt wuchs die Quote dagegen lediglich von 3,0 auf 3,2 Prozent.
  • Dem Bericht zufolge führen Experten die höheren Zahlen in NRW vor allem auf die Strukturbrüche im Ruhrgebiet zurück, wo die Armutsquote seit 2008 insgesamt deutlich gestiegen ist.
09:50 Uhr

Arbeitsagentur lockert Regeln für Hartz-IV-Anträge

Bislang wird bei Anträgen auf Hartz IV das Vermögen geprüft. Auch persönliches Erscheinen im Jobcenter ist Pflicht. Beides soll sich nun einem Medienbericht zufolge ändern.

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Jobcenter sollen Hartz-IV-Anträge künftig ohne Vermögensprüfung bewilligen.

(Foto: dpa)

  • Das persönliche Erscheinen im Jobcenter sei für Anträge nicht mehr zwingend nötig, schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine interne Weisung der Bundesagentur für Arbeit (BA).
  • Demnach sollen auch formlose Anträge etwa per Mail angenommen und grundsätzlich rückwirkend vom jeweiligen Monatsbeginn für die Dauer von sechs Monaten gewährt werden.
  • Zudem heißt es in dem Bericht, Vermögen werde bei Anträgen vom 1. März bis 30. Juni nicht mehr geprüft - es sei denn, es gebe Hinweise auf "erhebliches Vermögen" des Antragstellers.
09:32 Uhr

Unionspolitiker fordern EU zu Aufnahme geflüchteter Kinder auf

Zehntausende Menschen sitzen in griechischen Flüchtlingslagern fest, darunter zahlreiche Kinder. Eine Gruppe von gut 50 Unionsabgeordneten hat nun an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen appelliert, die Kinder in anderen EU-Ländern unterzubringen.

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Unionsabgeordnete appelieren an die EU-Kommission, Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern zu holen.

(Foto: AP)

  • "In Anbetracht der weltweit rasanten Ausbreitung des Coronavirus ist eine umgehende Aufnahme" geflüchteter Kinder "dringend geboten", heißt es in einem Schreiben.
  • Demnach könne die dramatische Lage auf den griechischen Inseln "uns alle in Europa nicht unberührt lassen. (...) Viele Kinder leiden unter Traumata aufgrund ihrer Kriegserfahrungen und den Zuständen in den Hotspots. Diese Situation ist inakzeptabel für uns Europäer."
  • Die EU-Kommission sei deshalb "in der dringenden Verantwortung", gegebenenfalls in Absprache mit der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR eine Aufnahme der Kinder rasch zu ermöglichen, schreiben die Politiker.
Mehr dazu lesen Sie hier.
09:04 Uhr

Schauspielerin Shirley Douglas ist tot

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Shirley Douglas, hier mit ihrem Sohn Kiefer Sutherland, setzte sich in den 1960er Jahren für die US-Bürgerrechtsbewegung ein.

(Foto: REUTERS)

Sie ist bekannt aus Filmen wie "Lolita" von Stanley Kubrick und "Die Unzertrennlichen" von David Cronenberg – und als Mutter von Schauspieler Kiefer Sutherland. Nun ist die kanadische Schauspielerin Shirley Douglas tot.

  • Seine Mutter sei an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben, schrieb Sutherland auf Twitter.
  • Demnach habe die Krankheit jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestanden.
  • "Meine Mutter war eine außergewöhnliche Frau, die ein außergewöhnliches Leben führte", schrieb Sutherland.
  • Douglas wurde 86 Jahre alt.

08:24 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

neue Woche, alte Lage: Die Kontaktsperre gilt weiter, Hamster tummeln sich in Super- und Drogeriemärkten und Mundschutze liegen ebenso im Trend wie Langhaarfrisuren. Immerhin macht sich der Frühling mit voller Sonnenwucht breit.

Das beherrschende Thema aber ist und bleibt die Entwicklung rund um das Coronavirus, die wir für Sie auch im Liveticker abbilden. Zudem hält der Tagesplan diese Themen bereit:

  • Das sogenannte Corona-Krisenkabinett kommt wieder physisch distanziert zusammen und berät über die Probleme bei der Beschaffung von Schutzmaterial gegen das Coronavirus sowie über weitere Kredithilfen für mittelständische Firmen.
  • Das Statistische Bundesamt gibt die Zahlen zum Auftragseingang der Industrie für Februar bekannt – also den Monat vor Beginn der Coronavirus-Krise in Deutschland.
  • Zudem veröffentlicht das Statistische Bundesamt Statistiken zum Coronavirus und zu den Auswirkungen der Pandemie.
  • Die Verteidigungsminister und die Justizminister der EU-Staaten beraten jeweils in Videokonferenzen über den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie.
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    Österreichs Kanzler Kurz (m.) und sein Kabinett verkünden den politischen Fahrplan für die Zeit nach Ostern.

    (Foto: imago images/photonews.at)

    Wie es in Österreich weitergeht, will die Regierung in Wien mitteilen. Mutmaßlich wird Bundeskanzler Sebastian Kurz erste Lockerungen der drastischen Anti-Corona-Maßnahmen ab dem 14. April verkünden.

Bleiben Sie gesund und kommen Sie wohlbehalten durch den Montag! Mein Name ist Christoph Rieke und ich begleite Sie zunächst durch den "Tag".

07:56 Uhr

Duffy berichtet ausführlich über Vergewaltigung

Bereits Ende Februar hatte die britische Soulsängerin Duffy ihre Vergewaltigung publik gemacht. Nun hat sie erschreckende Details veröffentlicht – auf sieben Seiten.

  • Vielleicht könnten ihre Worte den Trost bieten, "dass man der Dunkelheit entkommen kann", schrieb Duffy auf ihrer Webseite.
  • Ihre ausführlichen Schilderungen auf sieben Seiten verlinkte die 35-Jährige auf ihrem Instagram-Konto.
  • Demnach hat sie der Täter nicht nur vergewaltigt, sondern auch wochenlang unter Drogeneinfluss gefangen gehalten und sie ins Ausland entführt.
*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:16 Uhr

Mehr als 1000 Bahnbrücken nicht mehr wirtschaftlich sanierbar

Weil jahrelang zu wenig investiert wurde, ist die Infrastruktur der Bahn vielerorts marode. Das gilt insbesondere für Brücken. Nun kämpft der Konzern gegen einen Modernisierungsstau.

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Die Bahn kämpft gegen einen Sanierungsstau bei Brücken.

(Foto: imago images / Jürgen Heinrich)

  • 1004 Bahnbrücken in Deutschland sind nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren und können nur noch ersetzt werden, wie aus einer Antwort des Bahnbeauftragten der Bundesregierung, Enak Ferlemann, auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag hervorgeht.
  • Demnach lägen die Kosten bei 7,3 Milliarden Euro, wenn alle Projekte nun in Angriff genommen würden.
  • Die Bahn betont, dass selbst Brücken der schlechtesten Zustandskategorie vier "für die Nutzung des Eisenbahnbetriebs sicher" seien, sonst würde kein Betrieb zugelassen.
  • Von 2015 bis 2019 hatte die Bahn gut 900 Brücken für rund drei Milliarden Euro erneuert, mehr als die Hälfte davon in den vergangenen beiden Jahren.
Mehr dazu lesen Sie hier.
06:51 Uhr

Hoch "Keywan" bringt Sonne satt

Hoch "Keywan" liegt mit seinem Zentrum über Osteuropa und sorgt bei uns mit einer südlichen Strömung und viel Sonne für die bisher wärmsten Tage des Jahres. Verbreitet wird es frühlingshaft, teils auch frühsommerlich warm. Selbst die Sommermarke von 25 Grad wird in der neuen Wetterwoche mehrfach wackeln.

Und so geht es heute überall sonnig weiter. Nur über dem Schwarzwald bilden sich am Nachmittag ein paar Schönwetterwolken und erst am Abend tauchen im Emsland und am Niederrhein von den Niederlanden her einige Wolkenfelder auf.

ntv-Meteorologe Björn Alexander

ntv-Meteorologe Björn Alexander

Die Temperaturen steigen nach oft frischem Beginn auf 18 Grad bis 24 Grad. Lediglich an den Küstenabschnitten im Seewind bleibt es bei 14 Grad spürbar frischer.

Die weiteren Aussichten: Oft schön und warm, selbst neue Rekordwerte für das erste Aprildrittel sind nicht ganz auszuschließen. Hier die Details, mit denen ich Ihnen einen guten Start in den Tag sowie in die neue Wetterwoche wünsche. Ihr Björn Alexander

06:25 Uhr

Bund und Länder wollen Biersteuer stunden

Exportrückgang, Veranstaltungsstopp und Kneipenschließungen: Wie die meisten Betriebe  leiden auch die Brauereien unter der aktuellen Situation. Um sie finanziell zu entlasten, machen Bund und Länder nun eine Stundung der Biersteuer möglich.

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Die Stundung der Biersteuer soll Brauern die Möglichkeit eröffnen, die Liquiditätslage zu verbessern.

(Foto: imago images/allOver)

  • "Um in der derzeitigen schwierigen Lage die Liquidität von Brauereien zu verbessern und Arbeitsplätze zu schützen, haben sich das Bundesfinanzministerium und die Finanzministerien der Länder darauf geeinigt, dass die Biersteuer ebenfalls gestundet werden kann", teilte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
  • Stundungsanträge können demnach bis zum 31. Dezember 2020 für bis zu diesem Zeitpunkt bereits fällige oder fällig werdende Steuern bei den Hauptzollämtern gestellt werden.
  • Die den Ländern zustehende Biersteuer habe 2019 insgesamt rund 650 Millionen Euro betragen.
  • Zur Orientierung: Nach Informationen der "Lebensmittel Zeitung" wird ein handelsüblicher Kasten mit 20 Flaschen je 0,5 Liter Bier mit 0,94 Euro Biersteuer belastet.
Mehr dazu lesen Sie hier.
05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht