Das war Montag, der 9. Februar 2026
Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,
mit dem heutigen Tag darf sich Skispringer Philipp Raimund Olympiasieger nennen - und davon ist er selbst wohl auch etwas überrascht: "Ich weiß nicht, wie ich es gemacht habe. Aber ich bin so, so stolz drauf, dass ich das geschafft habe", sagte der völlig überwältigte Champion nach seinem "Gold-Sprung" in der ARD. "Jetzt bin ich einfach Olympiasieger. Das ist unglaublich." Glückwunsch zur Medaille!
Zudem kursieren offenbar Schlüssel für die Handschellen der bayerischen Polizei zum Kauf im Netz, dann schlägt der Vorschlag der CDU zu Zahnarztkosten noch Wellen und die Krönung zum Dschungelkönig hat den Fall Gil Ofarim und seine falschen Anschuldigungen gegen einen Hotelmitarbeiter nochmal neu befeuert. Jetzt meldet sich auch der damals zu Unrecht beschuldigte Angestellte zu Wort. Zudem habe ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:
Zwischenrufer konfrontiert König: Charles "zutiefst besorgt" über neue Epstein-Vorwürfe gegen Andrew
"Hatten eine Lösung, aber ...": Lawrow sieht Wortbruch der USA bei Ukraine-Verhandlungen
Schwer verletzt im Krankenhaus: Vater von Lindsey Vonn äußert sich nach Sturz-Drama
Netz spekuliert über Gründe: Bad Bunny löscht nach Super Bowl alle Instagram-Posts
"Ein echter Schatz": 150 Jahre alte Flasche Alkohol gibt Rätsel auf
Damit verabschiede ich mich von Ihnen für heute - schauen Sie doch gern nochmal in den Ukraine-Ticker, in dem wir Sie auch in der Nacht aktuell informieren.
Gute Nacht,
Johanna Ohlau
Frau stürzt in Dresden in Rolltreppe - schwer verletzt
Was für ein Horrorunfall: Als eine Frau auf einer Rolltreppe in einem Einkaufszentrum in Dresden steht, gibt plötzlich eine Stufe nach und die 43-Jährige stürzt etwa einen halben Meter in den sogenannten Rolltreppenkörper. Das teilt die Feuerwehr mit. Demnach wurde die Frau bei dem Unfall eingeklemmt und schwer verletzt. Ein Sicherheitsmechanismus hat dann wohl noch Schlimmeres verhindert und die Rolltreppe dann automatisch gestoppt. Ein Notarzt stabilisierte die Verletzte, hieß es. Mit einem hydraulischen Gerät wurde die Frau schließlich befreit - dann in ein Krankenhaus gebracht.
Erkrankte Säuglinge: Baby-Nahrung mit Giftstoff verunreinigt?
Durchfall und Erbrechen - mehrere Säuglinge haben in der Schweiz ähnliche Symptome gezeigt. Gibt es einen Zusammenhang mit möglicherweise verunreinigter Babynahrung? Das prüfen jetzt Schweizer Behörden. Das erklärt das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit. Es seien nun Untersuchungen im Gange, ob ein Zusammenhang mit dem Verzehr verunreinigter Produkte bestehe. In dutzenden Ländern, darunter Deutschland und die Schweiz, war in den vergangenen Wochen Babynahrung wegen möglicher Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid zurückgerufen worden. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, welche die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.
Sensation im Skispringen: Philipp Raimund holt Gold für Deutschland
Es hat sich im Training angedeutet. Da springt Philipp Raimund konstant vorne mit. Was er dann auf der Normalschanze abliefert, ist eine Sensation: Der 25-Jährige aus Göppingen hat noch nie ein Weltcupspringen gewonnen. Nun holt er die zweite Goldmedaille für Team D bei den Olympischen Winterspielen 2026.
Bei Drohnen-Dreh: Terrasse bricht weg - Menschen stürzen in die Tiefe
In der südchinesischen Stadt Zunyi wird ein Video-Dreh mit einer Drohne jäh beendet: Durch einen Fußtritt zu viel stürzt eine alte Terrasse ein - drei Menschen stürzen zwei Meter in die Tiefe. Ernsthaft verletzt wird dank des weichen Bodens aber niemand.
Getöteter Zugbegleiter: Gewerkschaft fordert Bodycams - mit Ton
Heute vor einer Woche wurde Zugbegleiter Serkan C. in einer Regionalbahn in Rheinland-Pfalz getötet. Ein Fahrgast hatte ihn nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei bei einer Fahrkartenkontrolle brutal attackiert. Der Zugbegleiter erlag später seinen schweren Verletzungen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert zum Schutz der Beschäftigten in Zügen neben mehr Personal für eine Doppelbesetzung vor allem Bodycams - mit Ton. "Die Forderungen sind nichts Neues, es geht darum, es anzugehen", sagte EVG-Geschäftsstellenleiter Lars Kreer in Mainz. Das Thema dürfe jetzt nicht versanden. Andere Mittel wie SOS-Knöpfe, Selbstverteidigung und selbst Pfefferspray oder Elektroschockpistolen (Taser) kämen im Notfall zu spät, gab der für die Region Westpfalz/Saarland zuständige Gewerkschafter Christian Böttcher zu Bedenken. "Die einzige Präventionsmaßnahme ist die Bodycam." Sie wirke auf viele Angreifer deeskalierend, es müsse aber - anders als bei den bisherigen Geräten - möglich sein, den Ton aufzuzeichnen.
Dschungelcamp: Faktencheck deckt Fehler in Gil Ofarims Aussagen auf
Im Dschungelcamp tätigt Gil Ofarim nur wenige Aussagen zu dem Fall, der seine Karriere zerstörte: das Instagram-Video, in dem er einem Hotelmitarbeiter in Leipzig Antisemitismus vorwirft. Doch nicht alles, was er in der Sendung sagt, ist wahr. "Stern"-Redakteurin Tina Kaiser ordnet seine Behauptungen ein.
Komplizin von Sexualstraftäter Epstein: Maxwell fordert Begnadigung durch Trump
Ghislaine Maxwell sollte heute vor dem US-Repräsentantenhaus hinter verschlossenen Türen aussagen. Doch die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hat die Aussage verweigert. Sie habe sich auf ihr Recht zu schweigen berufen, wie der republikanische Vorsitzendes des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilt. Sie sei nach Angaben ihres Anwalts nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-Präsident Donald Trump sie begnadige. Geplant war, Maxwell per Video aus dem Gefängnis im Bundesstaat Texas zuzuschalten, in dem sie eine 20-jährige Haftstrafe absitzt. Sie war 2022 wegen Sexhandels mit Minderjährigen verurteilt worden. Maxwells Anwälte hatten den Kongress aufgefordert, ihr rechtliche Immunität für ihre Aussage zu gewähren. Der Kongress wies dies jedoch zurück.
Der bis in höchste Kreise von Politik und Wirtschaft vernetzte US-Investor Epstein soll mehr als tausend Kinder und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente weitergereicht haben. Er war erstmals 2008 wegen Anstiftung einer Minderjährigen zur Prostitution verurteilt worden. 2019 wurde er erneut festgenommen, unter anderem wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. Im August 2019 wurde er erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben. Ende Januar veröffentlichte das US-Justizministerium mehr als drei Millionen weitere Dokumente zum Fall Epstein.
Ungarn: Justiz klagt Organisator von Pride-Parade in Uni-Stadt Pecs an
Eine Nachrichtenmeldung, die ich eben im Agentur-Ticker gelesen habe, beginnt mit "Die Justiz in Ungarn geht weiter gegen die Organisatoren verbotener Pride-Paraden vor". Es ist die Staatsanwaltschaft, die Anklage gegen den Organisator einer Pride mit Tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Universitätsstadt Pecs erhebt, aber es dürfte ziemlich offensichtlich sein, wer das eigentlich verfolgt sehen will: Die ungarische Regierung um den rechtsnationalistischen Premier Viktor Orban. Diesem sind Veranstaltungen für mehr gesellschaftliche Akzeptanz von queeren Menschen ein Dorn im Auge, weshalb er im vergangenen Jahr mit einer Gesetzesänderung versucht hatte, sie zu verhindern. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 32-jährigen Lehrer Geza Buzas-Habel einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vor. Das Ganze ist ernst: Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine Haftstrafe von einem Jahr, die Staatsanwaltschaft beantragte aber die Verhängung einer Geldstrafe.
Orban schränkt seit Jahren unter dem Vorwand des "Kinderschutzes" die Rechte von LGBTQ-Menschen ein. Trotz eines Verbots hatte aber in der Hauptstadt Budapest im Juni eine Rekordzahl von bis zu 200.000 Menschen für die Rechte von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten demonstriert. Auch dutzende Mitglieder des EU-Parlaments nahmen teil, um ihre Solidarität zu zeigen. Gegen den Organisator der Budapester Pride-Parade, Hauptstadt-Bürgermeister Gergely Karacsony, hat die Staatsanwaltschaft ebenfalls Anklage erhoben und eine Geldstrafe verlangt.
"Absolute Ehre" - Lady Gaga schwärmt über Super-Bowl-Show mit Bad Bunny
Das war mal ein gelungener Überraschungsmoment beim Super Bowl mit Lady Gaga. Doch der US-Superstar zeigt sich ganz demütig und wählt emotionale Worte bei Instagram für ihren Gastauftritt bei Bad Bunny in der Halbzeit auf der Bühne. Die Musikerin hatte bei der spanischsprachigen Showeinlage eine Salsa-Version ihres Hits "Die With a Smile" gesungen. Zu einem Video, das sie und Bad Bunny beim gemeinsamen Tanz auf der Bühne zeigt, schreibt sie: "Es war mir eine absolute Ehre, Teil von Benitos Halbzeitshow zu sein." Sie dankte dem Musiker, der mit bürgerlichem Namen Benito Antonio Martínez Ocasio heißt, für die Einladung und dem gesamten Ensemble für den warmen Empfang. Ihr Fazit: "Das hätte ich um nichts in der Welt verpassen wollen."
Millionen-Coup: Polizei zeigt Fotos aus Tresorraum in Gelsenkirchen
Was für ein Anblick bot sich wohl Mitarbeitenden in der Sparkasse in Gelsenkirchen, als sie vor den vielen leergeräumten Schließfächern nach den Weihnachtsfeiertagen standen. Die Polizei hat nun erste Fotos aus dem Tresorraum veröffentlicht. Der Millionen-Diebstahl sorgte für sechs Wochen für großes Aufsehen. Auf den Aufnahmen liegen hunderte Kassetten aus den Schließfächern auf dem Boden verteilt. Und da wird einem schnell klar: Für die Sicherung dieser ganzen Gegenstände haben die Ermittler wahrscheinlich Räumlichkeiten anmieten müssen. "Nachdem die Polizei nun insgesamt mehrere Hunderttausend Gegenstände vorsortiert, katalogisiert und fotografiert hat, konnten zahlreiche Spuren gesichert werden. Insgesamt wurden mehr als 50.000 Gegenstände detailliert erfasst", heißt es in einer Mitteilung. "Die Bilder zeigen den Tresorraum aus mehreren Perspektiven und geben einen Einblick, welche Dimension die Arbeit im und am Tresor mit sich zog."
Laut Polizei sind in den vergangenen Wochen etwa 1.200 Geschädigte bereits vernommen worden, weitere Termine stehen noch aus. "Alle geschädigten Schließfachinhaberinnern und -inhaber sind Zeugen in einem Strafverfahren und müssen vernommen werden." Die Polizei geht nach eigenen Angaben mehr als 600 Hinweisen nach, um diese auf neue Ermittlungsansätze hin zu überprüfen.
Feuerwehrmann stürzt in Schacht mit heißem Wasser - schwer verletzt
Er kam eigentlich anderen zu Hilfe, aber wurde dann selbst schwer verletzt: Ein Feuerwehrmann ist bei einem Einsatz in Hamburg in einen Schacht mit heißem Wasser gestürzt und hat schwere Verbrennungen erlitten. Das teilt die Hamburger Feuerwehr mit. Demnach war in einem Keller eine Fernwärmeleitung defekt gewesen. Durch diese wird mehr als 100 Grad heißes Wasser mit hohem Druck transportiert. Bei der Erkundung des überfluteten Kellers sei der Feuerwehrmann dann in einen offenen Revisionsschacht gestürzt, der mit heißem Wasser gefüllt war. Er habe schwere Verbrühungen erlitten und sei vom Rettungsdienst in Begleitung eines Notarztes in eine Klinik gebracht worden. Lebensgefahr bestehe nicht, heißt es weiter.
Schlagzeilen zum Feierabend
Angela Merkel nimmt seit Jahren wieder an CDU-Parteitag teil
Bei der CDU laufen gerade die Vorbereitungen für den nächsten Parteitag ab dem 20. Februar in Stuttgart. Über eine Zusage dürfte die Partei selbst überrascht sein: Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel wird das erste Mal seit ihrem Ausscheiden aus dem Amt wieder an einem CDU-Parteitag teilnehmen. "Bundeskanzlerin a. D. Dr. Merkel wird der Einladung folgen und am ersten Tag des Parteitags bis einschließlich der Wahl des Parteivorsitzenden als Ehrengast teilnehmen", teilt ihr Büro der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Eine CDU-Sprecherin bestätigt die Teilnahme. Am ersten Tag des Parteitags soll Friedrich Merz als Vorsitzender wiedergewählt werden.
Das Verhältnis zwischen Merkel und Merz wird immer wieder als tief zerrüttet beschrieben und die Ex-Kanzlerin lässt daran auch immer wieder wenig Zweifel: Merkel hat Merz schon als Oppositionsführer und dann als Kanzler wiederholt öffentlich kritisiert. Bei seiner Kanzlerwahl am 6. Mai vergangenen Jahres war sie zwar im Bundestag, ging aber nach dem Scheitern des ersten Wahlgangs. Ihre Teilnahme an der Feier des 70. Geburtstags des Kanzlers sagte sie im November wegen einer Israel-Reise ab.
Dschungelkönig Gil Ofarim macht Andeutung: IBES-Geld "ist für jemanden"
Neuer Dschungelkönig Gil Ofarim hält dicht: "Das Geld ist bestimmt für jemanden" - deutet er die 20.000 Euro Schmerzensgeld für das Davidstern-Opfer an? Im Interview verrät der neue Dschungelkönig, was mit den 100.000 Euro Siegerprämie passiert.
So macht die EU Wegwerf-Kleidung "unbequem" für Unternehmen
Von hundert T-Shirts sind bis zu neun Shirts von vorneherein wortwörtlich für die Tonne: Nach Angaben der EU-Kommission landen Schätzungen zufolge 4 bis 9 Prozent der unverkauften Kleidungsstücke im Müll. Allein im deutschen Onlinehandel würden jährlich fast 20 Millionen zurückgesandte Artikel entsorgt und das verursacht Abfälle, CO2-Emissionen und Ressourcen werden verschwendet. Dem will die EU - zumindest erst einmal den großen Mode-Unternehmen - einen Riegel vorschieben: Ab dem 19. Juli dürfen die großen Labels Kleidung und Schuhe nur noch unter ganz bestimmten Bedingungen vernichten. Für mittlere Unternehmen soll die Regel ab 2030 gelten, wie die EU-Kommission mitteilt. Ausnahmen gibt es etwa für beschädigte Waren. Außerdem müssen mittlere Unternehmen ab 2030 Informationen über nicht verkaufte Konsumgüter, die sie entsorgen, offenlegen. Große Firmen müssen dies bereits tun. So will Brüssel die Unternehmen dazu ermutigen, ihre Bestände effizienter zu verwalten, Rücksendungen besser zu handhaben und Alternativen wie Weiterverkauf, Wiederaufarbeitung, Spenden oder Wiederverwendung zu prüfen - anstatt Lagerbestände zu vernichten.
Räuber sprengen Geldtransporter auf Autobahn
Ein Handyvideo zeigt chaotische Szenen aus Italien: Auf einer viel befahrenen Autobahn starten bewaffnete Männer mit einem als Polizeiwagen getarnten Pkw einen Überfall auf zwei Geldtransporter. Brennende Fahrzeuge blockieren die Fahrbahn, es kommt zu Explosionen und einem Schusswechsel.
Schichtwechsel
Mein liebe Kollegin Anne Renzenbrink läutet den Feierabend ein und ich übernehme in der "Der Tag". Bis zum späten Abend halte ich Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Sie haben Fragen, Hinweisen und Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!
Katze fährt mit Regionalzug allein nach Bremen
Eine orientierungslose Katze ist mit dem Zug nach Bremen gefahren. Einsatzkräfte nahmen den vierbeinigen Schwarzfahrer aus einer Regionalbahn in Obhut, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Beamten versorgten das Tier mit Wasser und übergaben es danach der Bremer Katzenhilfe.
Die Katze war am Freitagabend durch die Bahn aus Nordenham gelaufen. "Momentan ist es noch unklar, an welchem Bahnhof oder Haltepunkt die Katze in die Regionalbahn eingestiegen ist", teilte die Bundespolizei mit. Einsatzkräfte passten die Bahn am Bremer Hauptbahnhof ab und fingen das Tier ein. Es zeigte sich zutraulich und wurde auf dem Arm eines Beamten zum Polizeirevier gebracht. Die Bundespolizei hofft nun auf Hinweise zur Herkunft der reisefreudigen Katze - damit der Ausflug ohne Fahrschein bald ein glückliches Ende findet.
Stuttgarter Gericht verurteilt Mann wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe
Wegen Anlagebetrugs in Millionenhöhe ist ein Mann in Baden-Württemberg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart sprach den 65-Jährigen der Geldwäsche in elf Fällen schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Damit folgte die Kammer dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gefordert.
Laut Anklage hatte der Angeklagte zwischen 2012 und 2017 mit einem anderweitig Verfolgten ein Unternehmen geführt. Dieses erwarb angeblich Datenspeicherungsanlagen, wobei für Anleger Anleihen mit einer Verzinsung von sieben Prozent ausgegeben wurden. Tatsächlich war der operative Geschäftsbetrieb laut Staatsanwaltschaft aber fast vollständig fingiert. Statt angeblicher 80 Millionen Euro wurden demnach nur zwei Millionen Euro in sogenannte Storagesysteme investiert. Das Urteil fiel Ende Januar.
Polizei entdeckt tote Frau in Berliner Park und nimmt Verdächtigen fest
In Berlin ist eine Frau tot in einem Park entdeckt worden. Einsatzkräfte wurden am frühen Morgen zu einer Grünanlage im Bezirk Lichtenberg gerufen, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort fanden sie die leblose Frau. Eine Obduktion soll die Todesursache klären. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen, die Mordkommission nahm Ermittlungen auf. Weitere Details nannte der Sprecher zunächst nicht.
Wie der rbb berichtet, wurde die Frau unweit der Altenhofer Straße tot aufgefunden. Demnach gibt es weder zur Identität der Toten noch zu der festgenommenen Person weitere Informationen.
Nach Extrem-Stürmen schneit es plötzlich in Spanien
Ein schweres Unwetter teilt Spanien in zwei Extreme. Während im Norden der Wintereinbruch einen Mann das Leben kostet, müssen im Süden über 11.000 Menschen vor den Fluten ihre Häuser verlassen.
Deutsche Bahn lädt nach Angriff zu Sicherheitsgipfel ein
Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz hat die Deutsche Bahn für Freitag zu einem Sicherheitsgipfel eingeladen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, wurden die Bundesregierung, die Bundespolizei, Vertreter der Bahnbranche, die Länder und Aufgabenträger für den Regionalverkehr sowie die Gewerkschaften angeschrieben. Der Gipfel soll im Gebäude der Bahn am Potsdamer Platz in Berlin stattfinden.
Bahnchefin Evelyn Palla hatte den Sicherheitsgipfel vergangene Woche als Reaktion auf die tödliche Gewalttat in Rheinland-Pfalz angekündigt. Ein 36 Jahre alter Bahnmitarbeiter war bei einer Ticketkontrolle in einem Regionalexpress von einem Mann ohne gültiges Ticket mit Schlägen attackiert worden. Er verlor das Bewusstsein und starb später in einer Klinik. Der mutmaßliche Täter, ein 26 Jahre alter griechischer Fahrgast, sitzt in Untersuchungshaft. Der Chef der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, Martin Burkert, hatte nach dem Angriff von den Ländern vor allem Geld für eine Doppelbesetzung in Regionalzügen gefordert. Ziel sei es, dass Beschäftigte nicht mehr allein im Zug unterwegs sein müssten.
Ritter Sport setzt Streit um Quadrat-Haferriegel fort
Der Schokoladenhersteller Ritter Sport geht weiter gegen den quadratischen Haferriegel "Monnemer Quadrat Bio" der Firma Wacker aus Mannheim vor: Das Unternehmen hat Berufung beim Oberlandesgericht Stuttgart eingelegt, wie das Landgericht Stuttgart mitteilte. Ritter Sport will demnach die Niederlage vom Januar nicht akzeptieren. Bei der Urteilsverkündung hatte der Vorsitzende Richter Thomas Kochendörfer gesagt: "Wir haben die Klage abgewiesen, weil wir keine Markenverletzungen gesehen haben." Das Unternehmen hatte unter anderem auf Unterlassung gegen den Mannheimer Hersteller des Haferriegels geklagt.
Der quadratische Riegel verletzt nach Ansicht von Ritter Sport die seit 1996 für den Hersteller markenrechtlich geschützte Verpackung. Die Form sei eine der bekanntesten Marken Deutschlands und zentrales Wiedererkennungsmerkmal, hatte Ritter Sport in der Unterlassungsklage hervorgehoben. Die Schwaben argumentierten unter anderem, dass es sich bei Schokolade und Müsliriegeln um ähnliche Waren handle, die von der gleichen Zielgruppe zum selben Anlass gegessen würden. Daher befürchte Ritter Sport eine Markenkollision. Das Unternehmen hatte bereits während des Verfahrens am Landgericht Stuttgart angekündigt, eine Niederlage nicht zu akzeptieren und in diesem Falle weiter zu klagen.
Mann in Neumünster auf offener Straße getötet
In Neumünster in Schleswig-Holstein ist ein 46-jähriger Mann offenbar auf offener Straße getötet worden. Eine Anwohnerin meldete in der Nacht zum Sonntag eine gewaltsame Auseinandersetzung, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam in Kiel mitteilten. Als die Beamten eintrafen, fanden sie den schwer verletzten Mann auf dem Boden liegend.
Ein Rettungswagen brachte den 46-Jährigen in eine Klinik, dort erlag er aber kurze Zeit später seinen Verletzungen. Wenige Stunden nach der Tat nahm die Polizei einen 26-Jährigen fest. Er sollte am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Laut Ermittlern liegen die Hintergründe der Tat wohl "im privaten Bereich". Nähere Angaben machten sie nicht.
Prominente Reformpolitiker im Iran festgenommen
Im Iran sind rund einen Monat nach den Massenprotesten prominente Persönlichkeiten des politischen Reformlagers festgenommen worden. Neben Asar Mansuri, der Vorsitzenden einer reformistischen Partei, seien mehrere weitere Politiker inhaftiert worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Misan bestätigte die Festnahme von vier Politikern, ohne jedoch ihre Namen zu nennen. Die Justiz wirft ihnen "Aufstachelung" sowie die "Verbreitung unwahrer Positionen" vor.
Neben Mansuri wurde den Medienberichten zufolge auch Ebrahim Asgharsadeh festgenommen, ein bekannter Politiker und Kritiker der ultrakonservativen Führung. Er war Abgeordneter im Parlament und Mitglied des Teheraner Stadtrats. Ebenfalls festgenommen wurde Mohsen Aminsadeh, ein früherer Vize-Außenminister unter dem moderaten Präsidenten Mohammad Chatami. Er gilt als erfahrener Diplomat und ist Gründungsmitglied einer Reformpartei.
Karneval bringt voraussichtlich zwei Milliarden Euro Umsatz
Die auf ihren Höhepunkt zusteuernde Karnevalssaison ist einer Studie zufolge ein einträgliches Geschäft für viele Branchen in Deutschland. Bundesweit werde der Umsatz in diesem Jahr bei fast zwei Milliarden Euro liegen, wie aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) hervorgeht. So dürften etwa bei Hoteliers, Wirten und Kostümgeschäften die Kassen klingeln. Allerdings werde der Umsatz diesmal um rund 100 Millionen Euro niedriger ausfallen als 2025. Der Grund: Die Session sei diesmal wegen der frühen Lage der Osterfeiertage um 15 Tage kürzer.
"Karneval schafft für ein paar Tage Abstand von den schlechten Nachrichten und rückt das Gemeinsame in den Mittelpunkt", sagte IW-Ökonom Marc Scheufen. "Das ist nicht nur gut für das eigene Wohlergehen, sondern auch für die Wirtschaft. "Mit 850 Millionen Euro Umsatz allein in Köln bleibe die rheinische Metropole auch das wirtschaftliche Herz des Karnevals. Das entspricht einem Anteil von mehr als 40 Prozent am erwarteten Gesamtumsatz. Für Kölsch, Alt oder einen Meenzer Schobbe greifen die Jecken demnach tief in die Taschen: Insgesamt dürften rund 900 Millionen Euro in die Gastronomie fließen.
Lewis Hamilton und Kim Kardashian beim Super Bowl gemeinsam auf Tribüne
Kim Kardashian und Lewis Hamilton wurden beim Super Bowl LX gemeinsam in einer VIP-Loge gesichtet. Wer sich so beim größten Sportereignis der Welt zeigt, will offenbar gemeinsam gesehen werden. Die NFL teilte sogar ein Video der beiden auf dem offiziellen Instagram-Account.
Ganz überraschend kam der gemeinsame Auftritt allerdings nicht. Schon seit Dezember 2025 verdichteten sich die Anzeichen. Auf der Silvesterparty von Schauspielerin Kate Hudson im Luxus-Skiort Aspen sollen Kardashian und Hamilton auffallend eng beieinander gewesen sein.
Das wird heute wichtig
Liebe Leserinnen und Leser,
diese Nachricht hat mich heute Morgen bewegt: Ein Gericht in Hongkong hat den Verleger Jimmy Lai zu 20 Jahren Haft verurteilt. Kritiker werteten den Prozess als politisch motiviert und als weiteres Zeichen für den Abbau von Pressefreiheit und politischen Freiheitsrechten in Hongkong. Lai hat auch einen britischen Pass und ist einer der bekanntesten Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, die von den Behörden mit massivem Druck inzwischen de facto zum Erliegen gebracht worden ist.
Wir blicken zudem in die USA, wo die Seattle Seahawks den Super Bowl gewonnen haben. Das favorisierte Team setzt sich mit 29:13 gegen die New England Patriots durch. Die Halbzeitshow macht Schlagzeilen: Donald Trump bezeichnete den Pausenauftritt von Latin-Superstar Bad Bunny als "Schlag ins Gesicht" für die USA. Schon im Vorfeld wurde der Auftritt des Grammy-Preisträgers aus Puerto Rico kontrovers diskutiert. Der zurzeit meistgestreamte Künstler des Planeten verwandelte die Halbzeitpause in eine riesige Tanzparty und nutzte das größte Einzelsportereignis des Jahres in den USA für Botschaften wie: "Das Einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe."
Diese Themen sind außerdem wichtig:
Am Freitag beginnt die Münchner Sicherheitskonferenz. Mehr als 60 Staats- und Regierungschefs haben zugesagt. Es wird vor allem um den Umbruch der Weltordnung seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump und die Krise in den transatlantischen Beziehungen gehen. Heute um 10.00 Uhr gibt der Vorsitzende Wolfgang Ischinger eine Pressekonferenz.
Eine weitere Pressekonferenz steht um 12.00 Uhr in Berlin an: Das Bündnis Sahra Wagenknecht informiert zur Einreichung der Wahlprüfungsbeschwerde.
In Berlin beginnt die vierte Tarifverhandlungsrunde der Deutschen Bahn mit der Lokführergewerkschaft GDL.
Die Gewerkschaft EVG veranstaltet um 13.30 Uhr in Mainz ein Pressegespräch zur Sicherheit bei Bahn, Bus und an Bahnhöfen nach der tödlichen Attacke auf einen Zugbegleiter.
Bei Fragen, Hinweisen und Kritik freue ich mich wie immer über Ihre Mail an: dertag(at)ntv.de.
Im Schnitt 97 Euro Grundrente
Mit einer Grundrente von durchschnittlich 97 Euro im Monat hat der Staat zuletzt mehr als einer Million Menschen ihr geringes Alterseinkommen aufgebessert. Das zeigt eine Untersuchung der Universität Regensburg für die Bundesregierung. Die Studie zeige, dass die Grundrente "zielgerichtet" bei den Menschen ankomme, sagte Arbeitsministerin Bärbel Bas.
Die Grundrente ist ein Zuschlag zur normalen gesetzlichen Rente für Menschen, die trotz langjähriger Beitragszahlungen nur geringe Rentenansprüche haben. Die Untersuchung betrachtet das Jahr 2023. 1,27 Millionen Menschen bekamen Grundrente. Männern in den neuen Ländern wurden im Schnitt 67 Euro Grundrente ausgezahlt, in den alten Ländern bekamen sie 95 Euro. Bei Frauen mit Grundrente betrug der Zuschlag im Osten im Schnitt 86 Euro, im Westen 103 Euro.
Neue Woche beginnt im Nordosten mit Glättegefahr
Im Nordosten Deutschlands müssen sich die Menschen auch zum Start in die neue Woche gebietsweise auf Glätte einstellen. Es herrsche Dauerfrost, durch gefrierenden Sprühregen oder Schneegriesel könne es heute auch im Tagesverlauf glatt werden, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Am Vormittag ist für den Süden und die Mitte Deutschlands gebietsweise Nebel mit Sichtweiten unter 150 Metern vorhergesagt.
Wie schon in den vergangenen Tagen wird es auch heute im Westen und Südwesten wärmer als im Nordosten. Bis zu neun Grad sind dort möglich, während im Nordosten und Osten leichter Dauerfrost mit minus einem Grad und teils Schneegriesel erwartet werden. Insgesamt startet die neue Woche mit dichter Bewölkung oder Nebel und vereinzelt Sprühregen.
Gericht in Hongkong verurteilt Verleger Jimmy Lai zu 20 Jahren Haft
Ein Gericht in Hongkong hat den Verleger und Demokratieaktivisten Jimmy Lai zu einer langen Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt. Der 78-Jährige war im Dezember wegen Verschwörung zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kräften und der Veröffentlichung aufrührerischer Publikationen schuldig gesprochen worden. Schlimmstenfalls drohte ihm eine lebenslange Haftstrafe. Kritiker betrachteten den Prozess als politisch motiviert und als weiteres Zeichen für den Abbau von Pressefreiheit und politischen Freiheitsrechten in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong.
Lai hat auch einen britischen Pass und ist einer der bekanntesten Aktivisten der Hongkonger Demokratiebewegung, die von den Behörden mit massivem Druck inzwischen de facto zum Erliegen gebracht worden ist. Der Prozess gegen ihn hatte seit dem Beginn im Dezember 2023 auch international große Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Lai hat die Vorwürfe gegen ihn stets bestritten. Er sitzt seit Ende 2020 im Gefängnis, nachdem ihn die Justiz zuvor bereits in anderen Verfahren zu zwei Haftstrafen verurteilt hatte.
Machado: Freigelassener venezolanischer Oppositioneller von bewaffneten Männern verschleppt
Kurze Zeit nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis ist der venezolanische Oppositionelle Juan Pablo Guanipa nach Angaben der venezolanischen Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado von "schwer bewaffneten Männern" verschleppt worden. Die Männer in Zivilkleidung hätten Guanipa "gewaltsam" mitgenommen, erklärte Machado am Sonntag (Ortszeit) im Onlinedienst X. "Wir fordern seine sofortige Freilassung", fügte sie hinzu.