mit Friederike ZörnerDas war Montag, der 7. Oktober 2024
"Wir sind immer noch erschüttert", sagt Bundeskanzler Olaf Scholz am Jahrestag des Angriffs der Hamas auf Israel. Vor einem Jahr haben die islamistischen Terroristen mehr als tausend israelische Menschen getötet, erniedrigt, vergewaltigt, das alles dokumentiert und gefilmt, so Scholz am Rande einer Gedenkzeremonie in einer Synagoge in Hamburg-Eimsbüttel. Es sei bedrückend, "zu wissen, dass unverändert unzählige israelische Bürgerinnen und Bürger, auch viele davon deutsche Staatsbürger, in Gaza inhaftiert, als Geiseln gehalten werden."
Es sei jetzt notwendig, dass es bald zu einem Waffenstillstand komme, der mit der Freilassung der Geiseln verbunden sei - "und dass wir unsere Verantwortung wahrnehmen". Das gelte auch für Deutschland und für die Situation hierzulande. "Es ist bedrückend zu sehen, dass Antisemitismus eine größere Rolle spielt als in den letzten Jahren und das war schon immer schlimm und bedrückend."
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Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.
Rihanna ist nicht länger die reichste Musikerin der Welt
Jetzt ist sie die reichste Musikerin der Welt: Wie das "Forbes"-Magazin meldete, hat Taylor Swift ihre Kollegin Rihanna überholt und führt die Liste mit einem geschätzten Netto-Vermögen von 1,6 Milliarden US-Dollar (umgerechnet rund 1,46 Milliarden Euro) ab sofort an. Im vergangenen Oktober wurde sie dank ihrer erfolgreichen, weltweiten "The Eras Tour" zum ersten Mal als Milliardärin geführt. Besonders bemerkenswert: Rihanna erlangte ihren Reichtum zu einem großen Prozentsatz auch wegen ihrer Beauty- und Modelinien, Swift hingegen generiert ihre Einnahmen fast ausschließlich durch Platten-Verkäufe, Streaming-Erlöse und ihre Tourneen.
Rihanna büßte im Gegensatz zu Swift ein wenig Reichtum ein, und ermöglichte so, dass sie von ihrer Kollegin entthront werden konnte: Noch im vergangenen Jahr wurde ihr ein Netto-Vermögen von 1,7 Milliarden US-Dollar nachgesagt, heute kommt sie "nur" noch auf einen Wert von 1,4 Milliarden (ca. 1,28 Mrd. Euro). Auf Platz drei reiht sich hinter den beiden im Übrigen Beyoncé mit einem Vermögen von immerhin noch 750 Millionen US-Dollar (ca. 683 Millionen Euro) ein.
Rund 50 Verletzte bei Busunfall in Regensburg - fünf davon lebensbedrohlich
Bei einem Auffahrunfall zweier Linienbusse sind in Regensburg rund 50 Menschen verletzt worden - fünf davon lebensbedrohlich. Wie die Polizei mitteilte, waren die beiden Busse um 17.19 Uhr hintereinander stadteinwärts auf der Nibelungenbrücke über die Donau unterwegs, als es zu dem Auffahrunfall kam. Ein Großaufgebot von Rettungskräften, Feuerwehr und Polizei ist im Einsatz. Auch ein Rettungshubschrauber war vor Ort. Die Polizei versucht den Unfallhergang auch mithilfe eines Gutachters zu klären. Genauere Angaben konnte eine Polizeisprecherin am Abend noch nicht machen.
Zuckerberg lässt für Frau Porsche Cayenne zu Minivan umbauen
Ich fürchte, diese Meldung fällt unter die Kategorie: Dinge, die die Welt nicht braucht. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat für seine Ehefrau Priscilla Chan einen Porsche Cayenne zu einem Minivan umbauen lassen. Das deutlich verlängerte Fahrzeug bekam an den Rücksitzen eine motorisierte Schiebetür, die sich nach hinten öffnet. Äußerlich blieb eigentlich nur die Frontpartie, das Auto erinnert mehr an eine Stretch-Limousine. Er habe das Auto entworfen, weil seine Frau einen Minivan haben wollte, schrieb der 40-jährige Zuckerberg bei Instagram.
Porsche verkauft den Cayenne Turbo GT mit bis zu 650 PS starken Motoren. Chan merkte an, dass in ihr Familien-Mobil auch ein "Boost Mode" für zusätzliche Beschleunigung eingebaut worden sei. Vermutlich für die Fälle, wenn sie spät dran sei, um die Kinder an der Schule abzusetzen, scherzte sie. Das Paar hat drei Töchter im Alter zwischen einem und acht Jahren. Jüngst war bekannt geworden, dass Zuckerberg aktuell der zweitreichste Mensch der Welt ist (nach Elon Musk). Was man alles mit Geld kaufen kann ...
Funfact für alle Menschen, die in den 2000er Jahren MTV geschaut haben: Der Porsche wurde bei der Firma West Coast Customs in Los Angeles umgebaut. Die Werkstatt wurde vor allem durch die Serie "Pimp my Ride" (mit "X to the Z" Xzibit) international bekannt.
Trump hetzt: Migranten bringen "schlechte Gene" in die USA
Und wieder Donald Trump mit einer kruden, menschenfeindlichen Aussage: Der US-Präsidentschaftskandidat hat seine feindliche Rhetorik gegen Migranten noch einmal erweitert und den rassistischen Vorwurf erhoben, diese brächten "schlechte Gene" ins Land. In einem Radio-Interview (siehe auch Eintrag um 18.43 Uhr) sagte der 78-Jährige, seine demokratische Rivalin Kamala Harris habe als Vizepräsidentin durch ihre Einwanderungspolitik Tausende "Mörder" ins Land gelassen. Viele von ihnen lebten heute "in aller Ruhe" in den USA. "Diese Mörder, wissen Sie, ich denke, das liegt in ihren Genen", sagte der frühere Präsident. "Und wir haben derzeit viele schlechte Gene in unserem Land." Mit dieser Rhetorik driftet der US-Präsidentschaftswahlkampf endgültig auf das unterste Niveau ab.
Causa Dornau: AfD begrüßt Ermittlungen zu Zwiebelfarm in Belarus
Hat der sächsische AfD-Abgeordnete Jörg Dornau auf seiner Zwiebelfarm in Belarus Strafgefangene für sich arbeiten lassen? Dieser Frage geht nun die Staatsanwaltschaft nach. Dazu äußerte sich AfD-Generalsekretär Jan Zwerg: "Wir als sächsische AfD begrüßen, dass dieser Fall nun juristisch sauber und faktenorientiert ermittelt wird. Wir vertrauen der unabhängigen sächsischen Justiz." Die Vorwürfe in den Medien gegen Dornau seien weitestgehend anonym erhoben und die Berichte widersprüchlich gewesen. "Teils ist von Zwangsarbeit die Rede, teils, dass die Gefangenen die Arbeit freiwillig erledigen." Bis zur Aufklärung des Falles gelte für die AfD die Unschuldsvermutung.
Im Gespräch mit RTL und ntv hatte sich zuvor ein Mann geäußert, der nach eigenen Angaben als politischer Häftling auf der Zwiebelfarm arbeiten musste. Sergej Tscharnjak, der inzwischen in Polen ist, sagte, im Februar einen "großen, kräftigen, deutschen Glatzkopf" auf dem Feld gesehen zu haben. Er identifizierte den AfD-Politiker, als ihm Fotos von ihm gezeigt wurden. Für den Verurteilten steht fest, dass der Landtagsabgeordnete wissen muss, wer auf seinem Feld arbeitet: "Wie konnte er es nicht wissen? Sein Unternehmen hat eine Vereinbarung mit der Polizei. Die transportierte uns Arbeiter dorthin. Natürlich wusste er Bescheid."
Hurrikan der höchsten Stufe kommt: Notstand in Florida
Die Schäden des verheerenden Sturms "Helene" sind im Südosten der USA noch weithin sichtbar, da kündigt sich schon die nächste Naturkatastrophe an. Der Sturm "Milton" im Golf von Mexiko erreichte im Laufe des Tages die Stärke eines Hurrikans der höchsten Stufe 5 mit womöglich katastrophalen Folgen. Das Nationale Hurrikanzentrum (NHC) der USA teilte mit, inzwischen habe "Milton" Windgeschwindigkeiten von bis zu 257 Kilometern pro Stunde. Der Sturm gewann schnell an Kraft und wurde vom NHC binnen weniger Stunden von 3 auf 5 hochgestuft.
Den Vorhersagen zufolge wird "Milton" zunächst über die mexikanische Halbinsel Yucatán hinwegfegen und dann am Mittwoch an der Westküste des US-Bundesstaats Florida auf Land treffen. Floridas Gouverneur Ron DeSantis rief für zahlreiche Bezirke den Notstand aus, für den heutigen Montag wurden erste Evakuierungen angeordnet.
Steinmeier: "Dieser Krieg hat zu viele Menschen getötet"
Am Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Hoffnung auf ein Ende der Gewalt im Nahen Osten geäußert. Es gehöre zur deutschen Verantwortung, an der Seite Israels zu stehen, wenn die Heimstatt der Jüdinnen und Juden angegriffen werde, erklärte Steinmeier. Doch spüre man auch, dass im Krieg im Nahen Osten die "Prinzipien, die uns leiten, auf eine schmerzhafte, auch widersprüchliche Realität stoßen", hieß es in seinem Redetext für eine Gedenkfeier in Berlin.
"Dieser Krieg hat schon jetzt zu viele Menschen getötet, zu viel Leid gebracht: für Israelis und für Palästinenser, und jetzt auch für die Menschen im Libanon", betonte Steinmeier. "Auch die Menschen in Gaza erleben seit einem Jahr unermessliches Leid, jeden einzelnen Tag." Viele hätten ihr Leben verloren, viele müssten immer wieder fliehen, hätten Hunger und Krankheiten. "Die Fragen werden lauter, drängender, auch die öffentliche Debatte - weniger darüber, ob Israel ein Recht zur Selbstverteidigung hat, sondern darüber, wo die Grenzen jeden Rechts auf Selbstverteidigung liegen", erklärte der Bundespräsident.
Trump: "Ich könnte in Israel kandidieren"
Donald Trump ist nicht gerade für seine Bescheidenheit bekannt. Das stellt der frühere US-Präsident mit einer aktuellen Aussage zu Israel einmal mehr unter Beweis. Demnach sei er in dem Land so beliebt, dass er dort für ein öffentliches Amt kandidieren könnte. "Ich könnte für das Amt des Ministerpräsidenten kandidieren, obwohl Bibi im Moment viel besser abschneidet", sagte Trump in einem Radiointerview und meinte damit den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu.
Der Ex-Präsident sagte dem Sender WABC, in den USA unterstützten ihn "sehr konservative Juden, sehr, sehr konservativ". "Sie sind alle für Trump, alle, 100 Prozent, weil ich Dinge getan habe, die - sie verstehen es." Er habe auch gehört, dass er in New York sehr gut ankomme, "bei jüdischen Menschen aus New York, ich habe gehört, dass ich gut ankomme". Trump war bereits im Juli in der Sendung mit dem Moderator Sid Rosenberg zu Gast und behauptete damals, Vizepräsidentin Kamala Harris, deren Ehemann Jude ist, möge keine jüdischen Menschen. Er bekräftigte seine Behauptung, dass der Anschlag vom 7. Oktober durch die militant-islamistische Hamas nie geschehen wäre, wenn er noch Präsident gewesen wäre.
Matthias Miersch soll neuer SPD-Generalsekretär werden
Matthias Miersch soll neuer SPD-Generalsekretär werden. Die SPD-Spitzengremien billigten am Abend einen entsprechenden Vorschlag der beiden Parteivorsitzenden Saskia Esken und Lars Klingbeil. Der 55-jährige Vize der SPD-Bundestagsfraktion wird Nachfolger von Kevin Kühnert, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.
Carmen Geiss knöpft sich Cora Schumacher vor
Das Drama um Ralf und Cora Schumacher geht in die nächste Runde: Nun meldet sich Carmen Geiss zu Wort. Und zwar deutlich. Die Ehefrau von Robert Geiss hat in einem ausführlichen Instagram-Post im öffentlich ausgetragenen Streit der Ex-Eheleute Stellung bezogen. Dabei springt sie ihrem guten Freund Ralf einmal mehr zur Seite und kritisiert das Verhalten von Cora Schumacher.
"Manchmal frage ich mich, warum manche Menschen nicht einfach loslassen können", beginnt die 59-Jährige ihren Post. Die Familie Schumacher habe so viel durchgemacht, und obwohl Ralf seit fast zehn Jahren von Cora geschieden sei, lasse diese ihn nach seinem Coming-out im Sommer einfach nicht in Ruhe: "Ralf hat sich geoutet und lebt glücklich mit seinem Mann Étienne, aber anstatt Frieden zu finden, gibt es nur unnötiges Drama." Cora mische sich in alles ein und habe sogar ihrem Sohn mit einer Klage gedroht: "Wie kann eine Mutter so etwas tun?" Schließlich habe sich der 22-Jährige immer respektvoll verhalten und geäußert. Sie kenne Cora seit 20 Jahren, "und ja, sie hat auch mich früher benutzt, um ihre Affären zu decken", schreibt Geiss. Was sie genau damit meint, lässt sie offen.
Trauer um Maggie Smith: Judi Dench bricht auf der Bühne in Tränen aus
Der Tod der Schauspiellegende Maggie Smith hat bei vielen Menschen Bestürzung ausgelöst. Für diejenigen, die die Britin persönlich kannten, wiegt der Verlust schwer. Das zeigt sich bei deren langjähriger Freundin und Kollegin Judi Dench. Die 89-Jährige brach einem Bericht der "Times" zufolge jüngst auf der Bühne in Tränen aus, als sie nach Smith gefragt wurde. Dench wirkte demnach zunächst fröhlich, als sie am Wochenende auf dem Cheltenham Literature Festival Anekdoten aus ihrem Leben als Schauspielerin erzählte. Dann soll sie der Moderator der Veranstaltung zum Thema Trauer befragt haben. "Ich weiß, ich sollte das wahrscheinlich nicht erwähnen, aber ich weiß, dass die letzten Wochen für Sie schwierig waren, weil Sie Ihre großartigen Freundinnen Maggie Smith und Barbara Leigh-Hunt verloren haben", sagte er laut "Times". Leigh-Hunt, die an der Seite von Judi Dench in der BBC-Sitcom "As Time Goes By" auftrat, starb wie Maggie Smith im September. Sie wurde 88 Jahre alt.
Der Moderator fragte Dench bei dem Festival, was sie gemeint habe, als sie einst Trauer mit Benzin verglichen habe. "Ich nehme an, weil die Energie, die durch Trauer entsteht ...", setzte die Schauspielerin zu ihrer Antwort an, bevor sie dem Bericht zufolge in Tränen ausbrach und offenbar nicht weitersprechen konnte. Maggie Smith und Judi Dench, die beide im Dezember 1934 zur Welt kamen, waren britischen Medienberichten zufolge befreundet, seit sie sich in den 1950er Jahren am Theater Old Vic in London kennengelernt hatten.
Wer kennt dieses Chamäleon?
Wohnen Sie im Raum Duisburg und vermissen seit dem Wochenende Ihr Chamäleon? Wenn ja, sollten Sie sich folgendes Foto anschauen und dann gegebenenfalls bei der Polizei melden. Denn diese nahm am Sonntagmorgen ein Chamäleon in Obhut. Zuvor hatte sich ein 67-jähriger Mann gemeldet, weil er das Tier in seinem Garten gefunden hatte. Wie und wann sich das Chamäleon dorthin verirrt hat, ist unklar. Ebenso, wem es gehört. Die Beamten nahmen die Schuppenechse, welche sie "Willi" tauften, mit auf die Wache. Dort wurde Willi durch die Kolleginnen und Kollegen versorgt, bis der Tiernotdienst ihn abgeholt hat. Nun wartet er dort auf seine Besitzerin oder seinen Besitzer.
Mission zur Asteroidenabwehr ins All gestartet
Die "Hera"-Mission der Europäischen Raumfahrtagentur ESA zur Asteroidenabwehr ist ins All gestartet. Die Sonde flog an Bord einer Falcon-9-Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX vom Kennedy Space Centre in Florida ab, wie Bilder einer Live-Übertragung im ESA-Kontrollzentrum in Darmstadt zeigten.
Bei "Hera" geht es darum, die Erde künftig besser vor dem Einschlag von Asteroiden zu schützen. Die Raumsonde soll zwei Jahre nach der absichtlichen Kollision der Sonde "Dart" der US-Raumfahrtbehörde NASA mit dem Asteroiden Dimorphos die Auswirkungen des spektakulären Experiments genauer untersuchen. Entwickelt und gebaut wurde die Sonde Hera in Deutschland.
Elfjährige in NRW schwanger - Stiefvater in Untersuchungshaft
Im Fall um eine schwangere Elfjährige im nordrhein-westfälischen Siegen ist der Stiefvater des Mädchens unter Missbrauchsverdacht in Untersuchungshaft genommen worden. DNA-Untersuchungen ergaben, dass es sich bei dem Kindsvater zugleich um den 37-jährigen Stiefvater der inzwischen Zwölfjährigen handelt, wie die Polizei in Hagen und die Siegener Staatsanwaltschaft mitteilten. Der Mann steht im Verdacht des schweren sexuellen Kindesmissbrauchs.
Ein Haftrichter erließ den Angaben zufolge am Freitag Haftbefehl. Die weiteren Ermittlungen übernahm die Kriminalpolizei in Hagen. Weitere Details nannten die Ermittler bislang nicht. Bekannt geworden war der Fall im Juni. Bei der Geburt des Kinds soll das Mädchen elf Jahre alt gewesen sein.
Youtuber crasht 200.000-Dollar-Auto während Livestream
Youtuber Jack Doherty lässt seine Follower gerade per Livestream an einer Fahrt mit seinem 200.000 Dollar teuren McLaren-Sportwagen teilhaben, als er kurz auf sein Handy blickt. Kurz darauf verliert er die Kontrolle und kracht mit dem Luxusauto in die Leitplanke. Die laufende Kamera hält alles fest.
Wintersportorte schließen Skistationen mangels Schnee - für immer
Falls Sie regelmäßig Skisport treiben, dürfte diese Nachricht Sie vermutlich genauso bedrücken wie mich: Im französischen Wintersportort Seyne-les-Alpes stehen die Skilifte künftig für immer still. Weil der Schnee angesichts des Klimawandels immer öfter ausblieb und die Gemeinde den Betrieb der Lifte mit immer größeren Geldsummen bezuschussen musste, stimmten bei einem Bürgerentscheid am Sonntag 71,3 Prozent der Beteiligten für die Einstellung der Skistation le Grand Puy, wie die Gemeinde mitteilte.
Rund 350.000 Euro pumpte die 1300-Einwohner-Gemeinde zuletzt jährlich in die Skistation, deren Umsatz binnen zehn Jahren um 60 Prozent zurückging. Das auf 1370 bis 1800 Metern Höhe gelegene Skigebiet verfügt über rund 24 Kilometer an Pisten. Der Betrieb der Lifte wird nun zum 1. November offiziell eingestellt, die Anlage demontiert und verkauft. Die Gemeinde plant, ihren Besuchern umweltfreundliche Sport- und Naturaktivitäten anzubieten. Das Schicksal der Skistation in Seyne-les-Alpes ist in Frankreich kein Einzelfall. Am Freitagabend stimmte der Gemeinderat von Matheysine für die Schließung der Skistation Alpe du Grand Serre, wo es ebenfalls immer häufiger nicht ausreichend Schnee gab.
"Angela rausgeworfen": Fliege unterbricht Trumps Lügen über Deutschland
Trump wirbt bei einer Wahlkampfveranstaltung mit massivem Ausbau fossiler Energienutzung - und zieht dafür Deutschland als angebliches Beispiel heran. Während er sich in Lügen über die deutsche Energiewende versteigt, umschwirrt ihn eine Fliege und bringt den Republikaner vom Thema ab.
Verteidigung fordert Freispruch für Christian B.
Im Vergewaltigungs-Prozess gegen den auch im Fall Maddie verdächtigen Christian B. hat die Verteidigung einen Freispruch gefordert. "Es gab nie einen hinreichenden Tatverdacht", sagte Verteidiger Friedrich Fülscher zu Beginn seines Plädoyers. Ein Freispruch sei der einzig richtige Ausgang des Verfahrens. Die Verteidigung führte dazu unter anderem fehlende Beweise und nicht glaubwürdige Zeugen an. Der Angeklagte äußerte sich nicht.
Dem 47-jährigen Deutschen werden laut Anklage drei Vergewaltigungen sowie zwei Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch vorgeworfen, die er zwischen 2000 und 2017 in Portugal begangen haben soll. Das Urteil soll nach mehr als 30 Verhandlungstagen am Dienstag (10 Uhr) verkündet werden. Das Landgericht Braunschweig ist zuständig, weil B. in der niedersächsischen Stadt seinen letzten deutschen Wohnsitz hatte.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser, meine geschätzte Kollegin Sabine Oelmann hat sich in den Feierabend verabschiedet und mir das Zepter überlassen. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Vielleicht das Foto des Tages
Khan Younis, Gazastreifen: Hochzeitskleider auf einer zerstörten Straße, im Hintergrund Menschen, die ihre Häuser verlassen - wenn jetzt noch irgendwo "No future" hingesprayt wäre, dann wäre es fast schon kitschig. Leider ist dieses Foto Realität.
Ich verabschiede mich an dieser Stelle und übergebe an die geschätzte Kollegin Friederike Zörner.
Kevin Kühnert tritt zurück
Gut ein Jahr vor der Bundestagswahl tritt SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert zurück und zieht sich zumindest vorübergehend aus der Politik zurück. Das teilt er in einem Schreiben an die Parteimitglieder mit. Zur Begründung verweist er unter anderem auf seine nach eigenem Bekunden angeschlagene Gesundheit.
Schüsse in Einkaufzentrum - Täter ist "sehr jung"
Nach Schüssen in einem schwedischen Einkaufszentrum steht ein Junge im Alter von unter 15 Jahren unter Tatverdacht. Bei ihm handelt es sich um den mutmaßlichen Täter, dem schwere Waffendelikte und zweifacher Mordversuch vorgeworfen werden, wie die zuständige Polizei mitteilt. Er befinde sich in Gewahrsam und sei derzeit in einem Heim untergebracht.
Die Schüsse waren am Sonntagnachmittag in einem Einkaufszentrum in Kungsbacka südlich von Göteborg gefallen. Ein Mann im Alter von rund 25 Jahren wurde dabei verletzt, der Täter gefasst. Der tatverdächtige Junge schoss dabei nach Polizeiangaben nicht nur auf das eigentliche Opfer, das sich weiter in stabilem Zustand im Krankenhaus befindet, sondern auch bei seiner Festnahme - daher wird ihm versuchter Mord in zwei Fällen vorgeworfen.
Schweden ringt seit Jahren mit kriminellen Gangs, die sich an zahlreichen Orten im Land Konflikte liefern und teils äußerst gewaltbereit sind. Dabei fallen auch immer wieder Schüsse. Oft sind gerade minderjährige Teenager wie der Tatverdächtige von Kungsbacka unter den Tätern und Opfern. Ob die Hintergründe des Vorfalls in dem Einkaufszentrum ebenfalls im Bandenmilieu liegen, ist noch unklar.
Neuer Hurrikan-Alarm - Sturm "Milton" steuert auf Florida zu
Nach Hurrikan "Helene" müssen sich die Menschen im US-Staat Florida für einen weiteren schweren Sturm wappnen. Bis zum frühen Montagmorgen (Ortszeit) konnte das Nationale Hurrikanzentrum der USA noch keine genaue Prognose treffen, wo Hurrikan "Milton" Mitte der Woche in Florida auf Land treffen würde. Die Golfküste des US-Bundesstaates dürfte aber erneut heimgesucht werden. Die Behörden erwarten, dass die größte Evakuierungsaktion in Florida seit sieben Jahren nötig werden könnte.
Am wahrscheinlichsten ist laut den Meteorologen, dass "Milton" am Mittwoch in der Gegend von Tampa Bay auf Land treffen und auf dem Weg von Florida zum Atlantischen Ozean seine Hurrikanstärke beibehalten könnte. Die anderen Bundesstaaten im Südosten der USA, die bereits von Hurrikan "Helene" verwüstet wurden, könnten bei einem solchen Szenario weitgehend verschont bleiben. Nicht aber Florida, das erneut hart getroffen werden dürfte, wie Gouverneur Ron DeSantis sagt. Am Montag verstärkt sich "Milton" zu einem Hurrikan der Kategorie zwei. "Helene" traf vor mehr als einer Woche in Florida auf Land und zog eine Schneise der Verwüstung durch Georgia und South und North Carolina. Bis Sonntag wurden insgesamt mindestens 230 Tote gezählt. Die Suche nach Opfern und Vermissten dauert an.
Habeck verteidigt seine "Anschubprämie" für Job-Aufnahme
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat die auch in Reihen der Ampel umstrittene geplante "Anschubfinanzierung" für Langzeitarbeitslose, die einen Job annehmen, verteidigt. Der Grünen-Politiker sprach in Berlin von einem sehr praktischen und pragmatischen Vorschlag. Davon profitierten Menschen, die in Arbeit gingen, die Sozialsysteme und die Volkswirtschaft.
Habeck sagte, es handle sich um einen Vorschlag aus der Arbeitswissenschaft, der erst in den Verhandlungen der Koalitionspartner und dann mit Kabinettsbeschluss gemeinsam für gut befunden worden sei. Koalitionäre sollten sich fragen, ob sie das Spiel mitmachen sollten, sich von gemeinsamen gefassten Beschlüssen immer dann zu verabschieden, wenn es eine kritische Nachfrage gebe.
Das Ministerium widerspricht: Pflegeversicherung nicht pleite
Das Bundesgesundheitsministerium sieht die Zahlungsunfähigkeit der Pflegeversicherung nicht bedroht. "Die Pflegeversicherung ist nicht pleite. Dafür wird der Gesetzgeber sorgen", so eine Sprecherin in Berlin. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will sich heute selbst noch zum Thema äußern.
Laut Ministerium will er in Kürze außerdem ein Konzept für die in großen finanziellen Schwierigkeiten steckende Pflegeversicherung vorlegen. Damit solle die Versicherung sowohl kurz- als auch langfristig wieder auf stabilere Füße gestellt werden. Einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge wird in der Ampel-Koalition fieberhaft an einer Notoperation gearbeitet und beruft sich auf Koalitionskreise, es drohe eine Zahlungsunfähigkeit. Der Bericht könne in dieser Form nicht bestätigt werden, heißt es aus dem Gesundheitsministerium.
Jennifer Lopez: Statt "Let's get loud" jetzt "Let's get emotional"
Jennifer Lopez hat zum 50. Jubiläum der American Music Awards auf ihre Erlebnisse bei der Preisverleihung zurückgeblickt. Während eines Specials am Sonntag erzählte die Sängerin in einem aufgezeichneten Beitrag von ihren schönsten Erinnerungen, die offenbar bis in ihre Kindheit zurückreichen. "Ich erinnere mich daran, wie ich sie als kleines Mädchen zu Hause angeschaut habe", so Lopez. Anschließend berichtet sie von ihrem ersten Auftritt bei der Veranstaltung im Jahr 2001.
Lopez sprach zudem über den Moment im Jahr 2011, als sie die Auszeichnung für die "beliebteste Latin-Künstlerin" gewann: "Einen von den Fans bestimmten Preis zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes, weil er direkt von den Leuten kommt, für die man die Musik macht. Es ist eine demütige Erfahrung." Außerdem sagte Lopez zum Jubiläum der Preisverleihung: "Musik hat die Macht, uns zu heilen und aufzubauen und uns zu verbinden, und die AMAs zeigen das nun schon seit einem halben Jahrhundert."
Scholz mit gelber Flagge am Kanzleramt
Bundeskanzler Olaf Scholz hat zum Jahrestag des Hamas-Angriffs auf Israel an das Schicksal der Geiseln erinnert. Bei X veröffentlicht der Kanzler ein Foto, das an der Fassade des Kanzleramts ein großes Plakat mit einer gelben Schleife zeigt - dem Symbol der Solidarität mit den israelischen Geiseln, die sich immer noch in der Hand der radikalislamischen Hamas befinden. Dazu schrieb Scholz auf hebräisch: "Wir fühlen mit Euch."
Von den 251 von der Hamas verschleppten Geiseln werden derzeit noch 97 im Gazastreifen festgehalten, 37 von ihnen sind nach Einschätzung der israelischen Armee tot. Am Wochenende hatte Scholz in einer Videobotschaft darauf hingewiesen, dass er kurz nach dem Angriff Israel besuchte und dort Angehörige der Geiseln traf. "Mit ihrem abscheulichen Angriff auf Israel hat die Hamas zugleich eine Katastrophe für das palästinensische Volk ausgelöst", fügte Scholz hinzu. Angesichts des Ausmaßes an Leid und Zerstörung setze sich die Bundesregierung "weiterhin beharrlich für einen Waffenstillstand ein".
Touristen in Berlin bei propalästinensischer Demo attackiert
Wo leben wir? Sorry, ich frage das, weil ich es an dieser Stelle hier in diesem Format auf der unabhängigen Nachrichtenseite meines Arbeitgebers ntv.de kann und mein Name über dem heutigen Format steht. Ich habe absichtlich nicht "Israelische Touristin in Berlin bei propalästinensischer Demonstration attackiert geschrieben" - hätten Sie sonst draufgeklickt? Ja, man darf demonstrieren in Deutschland, anders, als anderswo auf der Welt. Dass diese Situationen immer wieder schamlos ausgenutzt werden, dahingehend, andere Menschen auch physisch anzugreifen, geht nicht. Wem die Stadt - oder ihre Besucher, die hierherkommen, also natürlich auch Israelis und Juden - nicht gefallen, der sollte gehen. Und dort weiter demonstrieren. PS: Jeder Antisemitismus geht natürlich nicht. Gewalt lässt sich nicht mit Gewalt lösen. Alte Erkenntnis, immer noch wahr.
Folgendes ist passiert:
Bei einer Versammlung von 1800 Demonstranten wurden eine israelische Touristin und ihr Vater angegriffen, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte. Die Frau habe etwas Proisraelisches in Richtung der Demonstration gerufen. Daraufhin seien die beiden mit Schlägen und Tritten angegriffen und leicht verletzt worden. Die junge Frau rief, laut "Bild"-Zeitung, die mit dem Vater der Angegriffenen sprach und der selbst auch verletzt wurde: "Bring them home" - dies aber erst, nachdem bereits an ihr gezerrt wurde. "Ich war schon oft in Deutschland und in Berlin zu Besuch, und auch gerne – aber etwas hat sich hier verändert, es scheint in all diesem Hass keine Grenzen und rote Linien mehr zu geben“, sagt der Vater. Seine Tochter, wollte eventuell beruflich in Berlin Fuß fassen; jetzt weiß sie nicht, ob sie ihren Traum weiter verfolgen wird. (soe)
30 Verletzte, davon zwei schwer verletzt, bei Busunfall in Dresden
Bei einem Busunfall in Dresden sind am Morgen 30 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Der Linienbus kam mitten im Berufsverkehr aus noch unbekannten Gründen plötzlich von der Fahrbahn ab, fuhr über einen Baum und stieß mit einem Kleintransporter zusammen, wie ein Sprecher der Dresdner Feuerwehr sagt.
Die Bautzner Straße, eine Ost-West-Verkehrsader der sächsischen Landeshauptstadt, ist am Knotenpunkt Albertplatz gesperrt worden. Der verunglückte Bus fährt derzeit im Ersatzverkehr für die Straßenbahn.
Schwerverletzter nach Messerattacke in Rendsburg
Ein Mann ist bei einem Messerangriff in Rendsburg lebensgefährlich verletzt worden. Die Tat ereignete sich nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft in der Nacht zu Sonntag. Ersten Ermittlungen zufolge soll ein 43 Jahre alter Mann im Streit mehrfach auf einen 35-Jährigen eingestochen haben. Polizisten nahmen den mutmaßlichen Täter fest. Er soll am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Der Verletzte kam in ein Krankenhaus und war zunächst nicht vernehmungsfähig. Die Mordkommission ermittelt. Angaben zum Hintergrund der Tat seien noch nicht möglich. Die Polizei sucht Zeugen.
Pilot meldet Rauch an Bord, harte Landung
Flammen schießen aus einem Flugzeug, als es auf dem Flughafen in Las Vegas auf der Landebahn aufsetzt. Bereits zuvor hatte der Pilot einen Notfall an Bord ausgerufen. Verletzt wird bei dem Zwischenfall niemand.
Wirbel um Queer-Beauftragten wegen arabischer Kopfbedeckung
Berlins Queer-Beauftragter Alfonso Pantisano hat mit einem Foto mit einer arabischen Kopfbedeckung fast zeitgleich mit dem Jahrestag des Überfalls auf Israel für Wirbel gesorgt. Mit dem Bild reagierte Pantisano auf den SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert, der sich in einem "Spiegel"-Interview zu schwulenfeindlichen Muslimen geäußert hatte. Kühnert hatte gesagt: "Klassische Treiber von Homophobie sind unter anderem streng konservative Rollenbilder und religiöser Fundamentalismus." Er erlebe in Berlin, dass es "aus muslimisch gelesenen Männergruppen häufiger zu einem homophoben Spruch" komme. Natürlich sei der Großteil der Muslime nicht homophob, "aber die, die es sind, schränken meine Freiheit ein und haben kein Recht darauf", so Kühnert.
Pantisano kritisierte am Freitag bei Facebook, dass es Queerfeindlichkeit von Menschen aller Herkünfte und mit allen Sprachen, Hautfarben und Religionen gebe. "Aber warum wir uns immer die Muslime als singuläres Phänomen rauspicken, bleibt mir schleierhaft". Später schrieb er von "antimuslimischem Rassismus" und betonte, man könne bei Anfeindungen auf der Straße gar nicht erkennen, ob jemand Muslim sei. Um das zu belegen, postete Pantisano ein Foto von sich selbst, das ihn nach eigener Aussage 2007 in einer Werbekampagne im arabischen Raum mit einer arabischen Kopfbedeckung zeigt. In den Kampagnen sei er als Araber gesehen worden, obwohl er aus Italien stamme und Deutscher sei.
Claudia Effenberg über ihr Leben nach dem größten Schock
Diese Beziehung sorgte immer wieder für Schlagzeilen, inzwischen ist aber Ruhe im Karton. Das hat ernste Hintergründe, denn es ist die Sorge um Claudias Gesundheit, die die Effenbergs zusammengeschweißt. Die 59-Jährige und ihr Ex-Fußball-Profi Stefan werden dieses Jahr noch ihren 20. Hochzeitstag feiern, weiß die "Bild"-Zeitung. Keine Selbstverständlichkeit.
2023 war für Claudia Effenberg nämlich ein äußerst schwieriges Jahr. Das Ex-Model bekam eine künstliche Hüfte, lief fünf Monate an Krücken. Im Dezember 2023 dann auch noch eine Lungenembolie, sie wäre fast gestorben. Dem Blatt erzählt sie, dass sie die Lungenembolie am dritten Advent hatte. "An diesem Tag werde ich jetzt immer meinen zweiten Geburtstag feiern." Ihr Mann fand sie bewusstlos im Flur liegen und rief sofort den Notarzt. "Er hat mir das Leben gerettet." Für Stefan Effenberg war es ein Schock, aber "durch dieses Erlebnis hat sich unsere Ehe noch einmal komplett verändert. Nie waren wir inniger und liebevoller miteinander als seit vergangenem Dezember."
Wer soll das bezahlen?
Die gesetzliche Pflegeversicherung könnte im Februar 2025 zahlungsunfähig sein, weil die Einnahmen deutlich niedriger als die Ausgaben sind, berichtet das Redaktionswerk Deutschland. Nach Angaben aus Regierungskreisen reiche die von den Kassen bisher geschätzte Anhebung des Beitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte nicht aus. In der Regierung werde stattdessen von einem Erhöhungsbedarf von 0,25 bis 0,3 Punkten ausgegangen. Werde nichts getan, sei die Pflegeversicherung spätestens im kommenden Februar zahlungsunfähig, hieß es in der Ampel-Koalition.
Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung wird mit einem Beitragsanstieg um 0,7 Prozentpunkte gerechnet. Für das laufende Jahr rechnen die Pflegekassen mit einem Defizit von 1,5 Milliarden Euro, für 2025 mit 3,5 Milliarden Euro. So steige die Zahl der Pflegebedürftigen aus bisher nicht endgültig geklärten Gründen stärker als prognostiziert. Vor allem aber sei die Begrenzung der Eigenanteile für Heimbewohner deutlich teurer als von der Regierung angenommen - weil ebenjene Eigenanteile zum Beispiel wegen der steigenden Löhne für das Pflegepersonal immer neue Höhen erreichen, heißt es in dem Bericht.
Wen wundert's: Diddys Mama verteidigt ihren Sohn
Während er weiter in Untersuchungshaft sitzt, erhält Sean "Diddy" Combs Schützenhilfe von seiner Mutter Janice Small Combs. In einer Erklärung verteidigt sie ihren berühmten Sohn gegen die schweren Vorwürfe und bedauert, dass er bisher keine Gelegenheit habe, seine Seite der Geschichte zu erzählen.
Janice Small Combs gab gestern über ihre Anwältin und im Namen der Familie Combs eine Erklärung ab, die verschiedene US-Medien veröffentlichten. Darin verurteilt sie eine öffentliche Lynchjustiz gegen ihren Sohn und betont, er sei nicht "das Monster, als das sie ihn dargestellt haben". Gegen den Musiker werden seit Wochen immer neue Anschuldigungen laut, ihm werden etwa Menschenhandel und sexuelle Nötigung vorgeworfen.
Janice Small Combs gestand ein, ihr Sohn sei nicht perfekt und habe "in der Vergangenheit Fehler gemacht, wie wir alle", doch sei er bei den gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht schuldig. Die Erklärung wurde fünf Tage nach Bekanntwerden der Anklage veröffentlicht, dass Combs zusätzlich zu den zwölf Anklagen, mit denen er bereits konfrontiert war, mit 120 weiteren rechnen muss.
Zoll stoppt am BER Reisenden mit 31 Kilogramm Kath* im Koffer
Ende September stellten Zöllner am Flughafen Berlin Brandenburg 31 Kilogramm Kathblätter* bei einem 28-jährigen Israeli sicher. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in Verbindung mit Bannbruch eingeleitet, welches mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren geahndet werden kann. Der Beschuldigte reiste aus Tel Aviv über den Flughafen BER ein. Im Gepäck fanden die Zöllner ausschließlich zu Bündel gewickelte Kathblätter vor. Wegen mangelnder Einreisevoraussetzungen wurde der Reisende der Bundespolizei zur Ausweisung übergeben. Die weiteren Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Cottbus.
*Falls Sie auch nicht sofort wussten, was "Kath" ist, mit Dank an Wikipedia: Der Kathstrauch, auch Abessinischer Tee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Spindelbaumgewächse. Es ist die einzige Art der Gattung Catha. Die Pflanze dient der Herstellung einer berauschenden Droge und wird hauptsächlich in Jemen, Äthiopien, Somalia, Kenia und Oman angebaut.
Das wird heute wichtig
Wissen Sie noch, was Sie genau vor einem Jahr gemacht haben? Ich kann mich ganz genau daran erinnern, dass ich mir vollkommen profan überlegt habe, was ich abends anziehen werde, denn der Geburtstag eines sehr guten Freundes sollte gefeiert werden. Wir haben nicht damit gerechnet, was sich aus der Eilmeldung von 5.52 Uhr "Raketenangriffe aus Gazastreifen auf Israel" entwickeln würde: Nämlich, dass die Menschheit Zeuge des schlimmsten Massakers an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust werden sollte. Der heutige Tag steht im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Terroranschlags. Wir sind Zeugen eines Krieges an allen Fronten, von Hass, Hetze und Antisemitismus auf der ganzen Welt, Zeuge eines abscheulichen Strudels von Ungeheuerlichkeiten. Heute, am 7. Oktober 2024, kann es wohl kaum eine andere Nachricht geben als die, dass dieser Krieg, dieser Hass und dieses Leid aufhören müssen.
Dennoch ein Überblick:
Ein Jahr nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel wird an vielen Orten an die Opfer erinnert. In Berlin wird um 17 Uhr zu einem interreligiösen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet, der danach gemeinsam mit dem israelischen Botschafter Ron Prosor und dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, an der zentralen Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde teilnimmt.
Die Kämpfe im Nahen Osten gehen auch am heutigen ersten Jahrestag des Terrorüberfalls der islamistischen Hamas auf Israel mit brutaler Härte weiter.
Zwei Monate nach Beginn der ukrainischen Offensive über die Grenze hinweg in die westrussische Region Kursk hat Präsident Wolodymyr Selenskyj die Bedeutung dieser Operation unterstrichen. Seine Truppen hätten damit erwiesen, "dass sie den Krieg bis nach Russland tragen können".
Die manövrierunfähige Helgolandfähre "Funny Girl" mit knapp 250 Menschen an Bord hat am frühen Morgen nach stundenlanger Fahrt auf der Nordsee das Festland erreicht. Das Fahrgastschiff wurde von zwei Schleppern in den Hafen der schleswig-holsteinischen Gemeinde Büsum gebracht.
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Namen aller Opfer des 7. Oktober am Brandenburger Tor verlesen
Genau ein Jahr nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel haben Aktivisten am Montagmorgen die Namen von 1.170 Ermordeten und 255 Entführten am Brandenburger Tor in Berlin verlesen. Das Gedenken begann um 5.29 Uhr, dem Zeitpunkt des Überfalls vom 7. Oktober 2023. Dieser gilt als schlimmstes Pogrom gegen Juden seit den Verbrechen der Nazi-Zeit. Etwa 100 Menschen sind weiter in der Hand von Terroristen im Gazastreifen. Wie viele von ihnen noch leben, ist unklar. Die Namenslesung trug den Titel "Never Forget October 7th" und sollte zeitgleich in Dutzenden Städten weltweit stattfinden, darunter Leipzig, Düsseldorf, Warschau, Belfast, Lima oder New York. Nach Angaben der Veranstalter ist sie Teil einer internationalen Kampagne der "Marsch des Lebens"-Bewegung.
Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben mit dem Gedenkakt "die Trauer des jüdischen Volkes teilen, sich unabhängig von aktueller Politik an die Seite des jüdischen Staates stellen und die Stimme gegen Antisemitismus und Antizionismus erheben".
"Täter-Opfer-Umkehr ist unglaublich"
Die NRW-Antisemitismusbeauftragte und frühere Bundesjustizministerin, Sabine-Leutheusser-Schnarrenberger, schaut mit großen Befürchtungen auf den Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs gegen Israel. "Mich besorgen die Unversöhnlichkeit und der tiefe Hass auf Jüdinnen und Juden sowie der ausgeprägte israelbezogene Antisemitismus, der bei jungen Menschen auf immer größere Zustimmung stößt", sagte die frühere Bundesjustizministerin der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung.
Seit dem 7. Oktober 2023 habe sich die Lebensrealität von Jüdinnen und Juden weltweit, auch in NRW, sehr nachteilig verändert, so die FDP-Frau, sie sei "von Unsicherheit und Angst geprägt. Der Tag ist auf schreckliche Weise in die Geschichte eingegangen. Nicht nur wurden über tausend unschuldige Zivilisten ermordet, verletzt und entführt, schon kurz nach dem Terrorangriff fand eine ungeheuerliche Täter-Opfer-Umkehr statt, welche auch die Jüdinnen und Juden hier bei uns direkt zu spüren bekommen haben." Dass der Bombenhagel aus dem Iran auf Israel vergangene Woche auf deutschen Straßen gefeiert und das Existenzrecht Israels infrage gestellt werde, sei unerträglich, betonte die Antisemitismusbeauftragte gegenüber der WAZ.
Schnittschutzschals für Polizisten?
Nach dem tödlichen Messerangriff in Mannheim sind saarländische Polizisten künftig besser vor Messerangriffen in den Hals geschützt. Kommt die Polizeiausrüstung auch in Niedersachsen und Bremen? Dort denkt man über sogenannte Schnittschutzschals für Polizistinnen und Polizisten nach, die gegen Messerangriffe schützen sollen. Man sei noch in Abstimmung mit anderen Bundesländern, um bei der Beschaffung von Schutzausrüstung zu kooperieren. Laut der Bremer Innenbehörde kommt das Messer als Tatmittel immer häufiger zum Einsatz.
Bei der Schutzausrüstung sei es aber wichtig, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Tragekomfort und Schutz zu finden. Auch beim niedersächsischen Innenministerium befasse man sich seit geraumer Zeit mit der Verbesserung des Schutzes im Halsbereich. Die besondere Herausforderung liege in der Komplexität der Abläufe von Messerangriffen, "da je nach Bewegungsablauf entweder eine unvorhersehbare Schnitt- oder eine Stichbewegung vorhanden sein kann", so ein Sprecher.
Gedenken in Israel auch auf Festivalgelände des Anschlags vom 7. Oktober
Am Vorabend des Jahrestags des Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 haben in Israel die Gedenkveranstaltungen für die Opfer der islamistischen Hamas begonnen. In Tel Aviv versammelten sich etwa tausend Menschen am "Platz der Geiseln", wo Überlebende der Massaker in israelischen Dörfern, ehemalige Geiseln und Angehörige Ermordeter über ihre Erlebnisse sprachen.
Auf einer weiteren Gedenkfeier in Tel Aviv und auf dem Gelände des Festivals selbst kamen Angehörige der fast 400 auf dem Nova-Musikfestival getöteten Menschen zusammen. "Ich stecke immer noch am 7. Oktober fest", wurde die Mutter einer ermordeten jungen Frau in israelischen Medien zitiert. "Die Welt bewegt sich weiter, aber für mich ist die Zeit stehen geblieben."
In der Kleinstadt Ofakim nahe der Grenze zu Gaza gab es ebenfalls schon am Vorabend des 7. Oktober eine erste Gedenkveranstaltung. Am Jahrestag selbst wird unter anderem in den betroffenen Ortschaften und auf Friedhöfen der mehr als 1.200 Toten des Terrorangriffs gedacht. Außerdem wird es virtuelle Trauerorte geben.