Samstag, 22. Mai 2021Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:56 Uhr

Das war Samstag, der 22. Mai 2021

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Ob Jendrik eine gute Platzierung schafft?

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

So, die Musikbeiträge beim ESC nähern sich dem Ende, gerade haben hier noch die Italiener von Maneskin abgerockt, nun kommen noch Schweden und San Marino. Dann beginnt irgendwann die Abstimmung. Ich nutze die Zeit, um mich von Ihnen zu verabschieden und Ihnen noch diese heute besonders häufig gelesenen Meldungen ans Herz zu legen:

Ich wünsche Ihnen eine ruhige Nacht und falls Sie den ESC weiter verfolgen gute Nerven!

22:44 Uhr

Frankreichs ESC-Auftritt könnte kaum französischer sein

Frankreichs Beitrag beim ESC wurde zuvor als Mitfavorit gehandelt - nicht zu Unrecht, wie sich nach beim Auftritt von Barbara Pravi mit ihrem Chanson "Voilà" zeigt. Eine schöne Nummer, leidenschaftlich vorgetragen, allerdings auch sehr zeitlos, sprich, sie hätte in den letzten 50 Jahren wohl genauso aufgeführt werden können. Andererseits schön ein Lied zu hören, das typisch für ein Land ist und nicht das nächste Techno-Dancefloor-Inferno.

22:18 Uhr

Jendriks Auftritt knallig, bunt und endet auf Deutsch

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Die Hand kam manchen bekannt vor - eine direkte Nachfahrin von Rolf, der Hand, die in den 90er Jahren die neuen Postleitzahlen bewarb?

(Foto: REUTERS)

So, nun ist auch der deutsche Teilnehmer Jendrik aufgetreten, wie erwartet mit Glitzer-Ukulele und im pinkem Sakko mit kurzen Ärmeln. "Bunt, schrill und sympathisch", kommentiert Kommentator Peter Urban. Am Ende sagt Jendrik etwas auf Deutsch, wünscht allen noch ein schönes Leben. Und hier noch ein paar Kommentare auf Twitter:

21:57 Uhr

Erster Tiefpunkt beim ESC: Großbritannien

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Eher nicht so dolle: James Newman.

(Foto: imago images/ANP)

Bisher waren die Beiträge beim ESC gar nicht mal so schlecht - klar, vieles ist Geschmackssache, aber Fremdscham kam noch nicht auf, auch wenn die Serbinnen es bei der Kosmetik übertrieben haben mögen. Aber es gab eine gute Bandbreite von den Dance-Nummern am Anfang aus Zypern und Israel, dem Rap aus Russland und Soul aus Portugal. Aber dann kam Großbritannien. Das Land der Beatles. Das Land von Queen. Das Land von Oasis. Adele. Ach und so weiter! Sie haben es wohl nicht nötig, jemand zum ESC zu schicken, der etwas drauf hat. Der Beitrag von James Newman ("Embers") wäre in den 80ern vielleicht als Aerobic-Hüpf-Begleitung getaugt. Wenn der Sänger konstant die Töne getroffen hätte. Aber was rege ich mich auf.

21:36 Uhr

Russland punktet mit Feminismus und Kleid mit eingebauter Tür

Was auch immer man beim ESC vom russischen Beitrag erwartet haben mag, gerappter Feminismus dürfte es eher nicht gewesen sein. Doch genau das zeigte die Künstlerin Manizha, die aber auch noch mit anderen Qualitäten punktete: Ihr Kleid hatte eine Tür, mittels derer sie ihrem Kleid entsteigen konnte.

21:12 Uhr

ESC-Teilnehmer Jendrik trägt "Nerv"-Kette

Dieses Foto postete Jendrik vor mehreren Stunden bei Instagram - dabei fällt die Halskette auf, die das Wörtchen "annoying" formt. Annoying? Das heißt so viel wie "nervig". Findet Jendrik sich selbst nervig? Eher nein, er reagiert damit wohl eher auf Leute, die ihn so bezeichnet haben. Dazu schreibt er: "Tragt euren Hass wie Schmuck". Gesagt, getan. Wie auch immer, die Show hat begonnen, vor 3500 echten Zuschauern, los ging es mit der Interpretin aus Zypern. Wer alles noch kommt, können Sie auch unserer großen Bildergalerie entnehmen.

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20:36 Uhr

Virgin-Flugzeug absolviert Weltraum-Tour

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Die "VSS Unity" klinkte sich in 14 Kilometern Höhe von dem Trägerflugzeug aus.

(Foto: via REUTERS)

Als Milliardär muss man heute im Weltraum sein, das wissen Elon Musk und Jeff Bezos und das weiß auch Richard Branson. Dessen Firma Virgin Galactic hat nun erfolgreich ein neues Raumflugzeug getestet. Die "VSS Unitiy" startete mit zwei Piloten von einem Trägerflugzeug aus und düste kurz ins All, um gleich wieder zurückzukommen und sicher in New Mexico landete. Der Sinn des Ganzen? Irgendwann einmal soll man Flüge buchen können und etwas Weltraumluft schnuppern, hätte ich jetzt beinahe geschrieben, also dem Weltraum-Vakuum trotzen und die Schwerelosigkeit spüren.

19:42 Uhr

Passagierflugzeuge kollidieren beinahe über Kongo

Durchatmen können die Passagiere zweier Flugzeuge, die sich über dem Kongo begegnet sind - denn sie sind nur haarscharf aneinander vorbeigeflogen. Der Beinahe-Crash der Maschinen der portugiesischen Airline TAP und von Ethiopian Airlines habe ein "sehr hohes Risiko einer Katastrophe" in sich getragen, sagte der Verkehrsminister des Landes. Mittlerweile dürfte der Schrecken verflogen sein, denn die beiden Flugzeuge verpassten sich bereits am Mittwoch. Die äthiopische Maschine war auf dem Weg von Addis Abeba nach Windhoek in Namibia, der portugiesische Flieger auf dem Weg von der mosambikanischen Hauptstadt Maputo nach Lissabon.

19:06 Uhr

Musk twittert Bitcoins hoch

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Elon Musk.

(Foto: REUTERS)

Tesla-Chef Elon Musk liefert neue Nahrung für Kursausschläge bei Kryptowährungen wie Bitcoin. "Die wahre Schlacht ist zwischen klassischen Währungen und Kryptowährungen. Unter dem Strich unterstütze ich die letzteren", twitterte Musk. Er hatte mit Äußerungen zu dem Thema wiederholt für Kursturbulenzen an den Märkten gesorgt. Am Nachmittag kostete ein Bitcoin rund 38.000 Dollar und damit acht Prozent mehr als am Vortag. Anfang Januar hatte der Preis für die älteste und wichtigste Kryptowährung bei 27.700 Dollar gelegen, Mitte Mai auf seinem bisherigen Jahreshoch von knapp 65.000 Dollar.

18:42 Uhr

Streit auf dem Highway - Junge erschossen

Worum es in dem Streit wohl ging, dass eine Waffe gezogen werden musste? In den USA ist ein sechsjähriger Junge erschossen worden. Seine Mutter war in Kalifornien mit einem anderen Autofahrer in Streit geraten, aus dessen Auto wurde dann auf ihr Fahrzeug geschossen. Der Junge wurde getroffen, im Krankenhaus konnte ihm nicht mehr geholfen werden.

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18:22 Uhr

Wie finden Sie den deutschen ESC-Beitrag?

Jendrik heißt der Interpret, der Deutschland heute Abend beim Eurovision Song Contest vertritt. Die viel zitierten Buchmacher trauen ihm nicht besonders viel zu - aber was denken Sie? Stimmen Sie ab!

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17:42 Uhr

Kleinkind setzt sich hinters Steuer und fährt

Ein nicht ganz dreijähriger Junge hat gerade etwas in Peine gemacht, wovon er vermutlich noch seinen eigenen Enkeln erzählen wird: Er fuhr etwa 150 Meter mit dem Auto seiner Eltern und stieß gegen ein Verkehrsschild. Offenbar nahm das 32 Monate alte Kind den Fahrzeugschlüssel und startete damit den Wagen der Familie, wie die Polizei mitteilte. Einer zufällig anwesenden Autofahrerin gelang es, den Schlüssel abzuziehen. Verletzt wurde niemand. Gott sei Dank.

17:32 Uhr
Breaking News

Lewandowski knackt Müller-Rekord, Werder steigt ab

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Er hat nun noch mehr Bundesliga-Geschichte geschrieben: Robert Lewandowski.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Die Saison der Fußball-Bundesliga ist zu Ende und es ist Historisches zu melden: Robert Lewandowski hat es tatsächlich geschafft, den Tor-Rekord von Gerd Müller zu knacken. Gegen den FC Augsburg schoss der Bayern-Stürmer sein 41. Saisontor, eins mehr als der legendäre Torjäger ebenfalls für die Münchener in der Saison 1971/72 erzielt hatte.

Außerdem muss Werder Bremen den Gang in die Zweite Liga antreten, erst zum zweiten Mal nach dem Abstieg vor 41 Jahren. Der 1. FC Köln rettet sich dagegen in die Relegation.

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17:22 Uhr

Polizei warnt Demonstranten in Berlin

Die Corona-Demos in Berlin sollten eine große Sache werden - zumindest wurde es nach dem Verbot ein großer Polizeieinsatz. Bisher gab es laut den Beamten etwa 200 "Freiheitsbeschränkungen". Davon habe es sich in mehr als hundert Fällen um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz gehandelt. "Wenn sich die Personen in der Voßstraße nicht freiwillig entfernen, wird diese Zahl noch steigen", twitterte die Polizei. Dort haben sich nach Angaben der Polizei mehrere Hundert Menschen versammelt. Sie wurden mit Lautsprecherdurchsagen weggeschickt und aufgefordert, sich an die Corona-Regeln zu halten. "Wer sich weigert zu gehen und die Hygieneregeln nicht einhält, wird von uns herausgeführt & erhält eine Anzeige", so die Polizei auf Twitter.

17:04 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Hausdurchsuchung bei AfD-Mann Höcke

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Höcke.

(Foto: dpa)

Björn Höcke ist das Aushängeschild der besonders rechtsgesinnten AfD-Mitglieder - und jemand, der einen Ton pflegt, der an Wochenschauen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erinnert. Ach, und man darf ihn einen Faschisten nennen. Nun laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen ihn. Daher hat es heute eine Hausdurchsuchung bei ihm in Thüringen gegeben. Es geht dabei um Äußerungen über die Seenotretterin Carola Rackete. Höcke steht im Verdacht ein Bild von Rackete gepostet zu haben mit der Zeile: "Ich habe Folter, sexuelle Gewalt, Menschenhandel und Mord importiert".

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16:10 Uhr

Aktivisten blockieren McDonald's-Nachschub in England

Wer heute in England einen Hamburger essen wollte, konnte Pech haben. Tierschützer der Gruppe Animal Rebellion haben vier Verteilzentren der Fastfood-Kette blockiert und damit den Nachschub von 1300 Restaurants gestört.

  • "Wir befinden uns inmitten eines Umwelt- und Klimanotstands und konsumieren immer Fleisch in einem Ausmaß, das für unseren Planeten nicht nachhaltig ist", sagte ein Aktivist in Coventry in einem Video.
  • Mit der Protestaktion solle "der Misere des Fastfoods ein Ende bereitet werden". Es sei unter anderem für Fettleibigkeit, die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes und die Erderwärmung verantwortlich.
15:34 Uhr

Queen Elizabeth besucht Flugzeugträger "Queen Elizabeth"

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Die Königin besuchte den neuen Stolz der britischen Marine.

(Foto: REUTERS)

Es ist das größte und teuerste Schiff, das jemals in Großbritannien gebaut wurde - der neue Flugzeugträger "HMS Queen Elizabeth". Und nun hat auch die Königin selbst den riesigen Kahn im Hafen von Portsmouth besucht, bevor dieser auf seine Jungfernfahrt nach Ostasien aufbricht.

  • Das Schiff soll noch im Laufe des Samstags in See stechen und auf ihrer 28 Wochen langen Reise 40 Länder besuchen, darunter Indien, Japan und Südkorea.
  • Bereits am Freitag hatte Premierminister Boris Johnson auf dem Flugzeugträger vorbeigeschaut. Dabei hatte er beteuert, die Reise des Schiffes sei keinesfalls auf Konfrontation mit China angelegt.
15:07 Uhr

Bonnie Tyler schwärmt vom ESC

Bonnie Tyler, die rauchigste Stimme der 80er Jahre, ist mittlerweile 69 Jahre alt und hat musikalisch so ziemlich alles gesehen und gehört. Doch bleibenden Eindruck machte bei der Eurovision Song Contest, an dem sie vor acht Jahren teilnahm. "Ich wusste, dass ich da nichts gewinnen werde oder so, weil es so politisch ist", sagte die 69-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ich muss sagen, dass es mir viel Spaß gemacht hat."

Mit ihrem Song "Believe In Me" landete Tyler 2013 als Vertreterin Großbritanniens zwar nur auf dem 19. Platz, trotzdem sei der ESC für sie "wundervoll" gewesen. "Als ich auf die Bühne kam, dachte ich, das Dach der Halle fliegt weg", schwärmte sie. "Die Atmosphäre dort ist elektrisierend. Alle lieben es. Dieser Lärm vom Publikum, als ich vor der Flagge rauskam, das war ganz toll. Und auch nervenaufreibend." Sie wird ihn sich sicher heute Abend ebenfalls anschauen. Sie auch? Teilen Sie es mittels Abstimmung mit!

14:38 Uhr

Schießerei in Minneapolis, zwei Tote

Es war kein Amoklauf und kein Massaker, sondern ein Streit: In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota haben zwei Männer aufeinander geschossen - zuvor waren sie aneinander geraten. Doch die Sache blieb nicht unter den beiden. Zwei Menschen starben, acht weitere Menschen wurden verletzt. Wer die Toten sind, wissen wir nicht.

14:31 Uhr

Schichtwechsel

Judith Görs hätte nun die Gelegenheit außengastronomische Angebote wahrzunehmen, wenn nicht bereits sämtliche andere Bewohner Berlins sämtliche Plätze in Beschlag genommen hätten. Hier übernimmt jetzt Volker Petersen, wohlan, guten Tag und nun denn! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.

14:14 Uhr

Trotz Verbots - Corona-Gegner halten Berliner Polizei auf Trab

Die Berliner Polizei zieht eine erste Bilanz dieses Demo-Tages: "Bisher ist die Lage in Berlin weitestgehend ruhig", sagte Sprecher Thilo Cablitz. Nach dem Verbot von zwei großen Demonstrationen von Gegnern der Corona-Politik konnte die Polizei verhindern, dass sich größere Gruppen in der Stadt - etwa am Brandenburger Tor und an der Siegessäule - versammeln.

Reisebusse wurden zurückgeschickt, an der Siegessäule wurden Lastwagen mit Bühnenaufbauten sichergestellt. Die Polizei ist noch immer deutlich sichtbar: Ein Hubschrauber kreist über der Innenstadt, Wasserwerfer stehen bereit, auch mit Pferden sind die Beamten im Einsatz.

13:52 Uhr

"Besser als je zuvor" - Trump lässt seine Boeing renovieren

Sie war ein zentraler Bestandteil von Donald Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016: Nun lässt der Ex-Präsident seine Boeing 757 generalüberholen, um sie künftig wieder für politische Kundgebungen zu nutzen. "Viele Menschen fragen nach der schönen Boeing 757, die bei Trump-Kundgebungen zur Ikone geworden ist", erklärte Trump in einer Mitteilung - und versprach eine Wiederinbetriebnahme noch 2021.

Von den Triebwerken bis hin zur Lackierung des Rumpfes wird das Flugzeug "derzeit von oben bis unten renoviert", fügte Trump hinzu. "Sobald das Flugzeug fertig ist, wird es besser als je zuvor sein und für zukünftige Kundgebungen genutzt werden."

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Trumps Boeing ist aktuell in Reparatur.

(Foto: AP)

13:25 Uhr

Mann erschießt Sechsjährigen in fahrendem Auto

Schon wieder erreicht uns ein schier unglaublicher Fall von Waffengewalt aus den USA: In der US-Stadt Orange ist ein Sechsjähriger nach Schüssen auf das fahrende Auto seiner Mutter auf einer Schnellstraße gestorben. Der mutmaßliche Schütze ist in seinem Auto unmittelbar nach der Tat auf dem Freeway 55 geflohen, teilte die kalifornische Autobahnpolizei mit.

Die Hintergründe der Tat sind zwar noch nicht geklärt, allerdings könnte der Auslöser ein Wutanfall gewesen sein, weil dem Schützen die Fahrweise der Frau nicht gefiel. Wie viele Schüsse er abgegeben hat, ist nicht bekannt. Der Junge saß in einem Kindersitz, als er getroffen wurde. Rettungskräfte brachten den Sechsjährigen in ein Krankenhaus, wo er aber nur noch für tot erklärt werden konnte.

12:56 Uhr

Aiwanger: Freie Wähler sind "letzte Rettung" im Bund

Ziele muss man haben: Der bayerische Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will bei der Bundestagswahl im Herbst mit dem Ruf nach einer "Koalition der Mitte", dem Versprechen pragmatischer Politik und Warnungen vor einer Grün-geführten Bundesregierung punkten. "Wir Freien Wähler müssen nach Berlin", sagte Aiwanger auf einer Landesversammlung der Freien Wähler. "Das ist die letzte Rettung, sonst geht's in den Graben rein mit dieser Politik."

In Umfragen stehen die Freien Wähler bundesweit aktuell bei drei Prozent - das klingt erst einmal nicht nach politischer Mitbestimmung. Aiwanger hofft aber nicht nur, dass seine Partei die 5-Prozent-Hürde nimmt, sondern dann gleich auch auf eine Regierungsbeteiligung unter Unions-Führung. Na dann ...

12:35 Uhr

Polizist bedroht Frau - und erschießt sich dann selbst

Im sächsischen Mühltroff hat ein 59-jähriger Polizist eine Frau mit seiner Pistole bedroht und sich später selbst erschossen. Am Freitagabend soll er seiner 38-jährigen Bekannten die Waffe zunächst an den Kopf gehalten und mehrfach abgedrückt haben, wie die Polizei Zwickau mitteilt. Sie war nicht geladen. Die Polizei fand den Mann später in der Nacht vor seiner Wohnung und nahm ihn fest.

Um seine Waffen zu beschlagnahmen, sollte aber seine Wohnung durchsucht werden. Der Polizist erklärte sich bereit, einen Tresor zu öffnen, in dem sich die Schlüssel zu seinen Waffenschränken befinden sollten. Dann habe er aber nach einer Pistole im Tresor gegriffen und sich erschossen.

12:12 Uhr

Berliner Verkehrsbetriebe rühren Fahrgäste zu Tränen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind für ihre außergewöhnlichen Werbeaktionen bekannt - nun sorgen sie mit einer umgetexteten Version des "Polarkreis 18"-Hits "Allein allein" für Sehnsuchtstränen bei so manchem Berliner. Weil die Busse, Trams und U-Bahnen während der Corona-Pandemie wie leergefegt waren, widmen die Verkehrsbetriebe den Fahrgästen nun eine emotionale Hommage. Zu sehen ist zum Beispiel eine Straßenbahnfahrerin, die Herzen auf die Scheiben malt, und eine Putzkraft, die beinahe wehmütig erzählt, dass es nicht mehr nach Döner riecht.

Ein Kontrolleur liegt in einer leeren U-Bahn einsam auf einer Sitzbank - es gibt nichts für ihn zu tun. Und glaubt man dem Busfahrer in dem Spot, kann er es kaum erwarten, dass endlich mal wieder jemand die Tür blockiert. "Wir fahren allein", singen sie schließlich im Chor. Ob die witzige Botschaft ankommt? Zumindest auf Youtube sind die Reaktionen herzlich. "Sind mir gerade am Ende einer Werbung für öffentliche Verkehrsmittel die Tränen gekommen?", fragt eine Nutzerin. "Verrückte Zeiten."

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:33 Uhr

Söder-Tochter urlaubt in Corona-Risikogebiet Monaco

Ihr Vater hätte sie womöglich lieber in einem Ferienresort in Bayern gesehen, doch Töchterchen Gloria zog es ausgerechnet nach Monaco - den Stadtstaat, der laut Auswärtigem Amt noch immer als Corona-Risikogebiet gilt. Auf Instagram teilte die 22-Jährige zuletzt ein paar Eindrücke aus dem Luxus-Ferienort. Ohne Maske, aber mit viel Pose. Söder selbst findet das auf Nachfrage nicht schlimm.

Nach einem Pandemie-Jahr mit derart vielen Einschränkungen sei es jetzt an der Zeit, auch mal wieder zu entspannen. "Nachdem jetzt insbesondere in ganz Europa sich die Lage verbessert hat, möchte ich keinem den Urlaub in Mallorca, in Italien, Griechenland oder sonstwo vermiesen", so der Politiker. Dass die Sieben-Tage-Inzidenz in Monaco derzeit nur noch bei 25,5 liegt, dürfte ihn wohl beruhigen.

11:07 Uhr

Merkel warnt vor anti-israelischer "Gewalt und Hetze"

Angesichts der wiederholten antisemitischen Vorfälle bei Demos gegen Israels Palästinenser-Politik warnt Kanzlerin Angela Merkel vor Grenzüberschreitungen. "Das Grundgesetz garantiert das Recht zur freien Meinungsäußerung und friedlichen Versammlung", sagt sie in ihrem samstäglichen Video-Podcast. "Aber es lässt keinen Raum für Angriffe gegen Menschen anderen Glaubens, keinen Raum für Gewalt, Rassismus und Hetze", so die CDU-Politikerin weiter.

"Wer Hass gegen Juden auf unsere Straßen trägt, wer volksverhetzende Beleidigungen äußert, stellt sich außerhalb unseres Grundgesetzes. Solche Taten müssen konsequent geahndet werden und für die Täterinnen und Täter spürbare Folgen haben", forderte Merkel. Die Kanzlerin äußerte sich auch anlässlich des Tages des Grundgesetzes, der an diesem Sonntag begangen wird.

10:43 Uhr

Elf Tote nach Unglück in russischer Kläranlage

Nach dem schweren Unglück in einer Kläranlage im Süden Russlands ist die Zahl der Toten auf elf gestiegen. Ein Arbeiter sei im Krankenhaus gestorben, teilte die Verwaltung in Taganrog mit. Bei vier Verletzten besteht weiter Lebensgefahr. Die Menschen erlitten nach Behördenangaben vermutlich eine Methangasvergiftung bei den Arbeiten in der Kläranlage in dem Dorf Dmitriadowka in der Nähe der bei Touristen beliebten Küstenstadt Taganrog am Asowschen Meer.

Zu dem Unglück war es schon am Freitag gekommen. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Ermittelt wird wegen möglicher Verstöße gegen die Sicherheitsvorkehrungen. Die Behörden stellten den Familien der getöteten Arbeiter je eine Million Rubel (rund 11.000 Euro) in Aussicht. Die meisten Toten waren aus dem Klärbecken geborgen worden.

10:14 Uhr

Tausende Münchner weiter ohne Strom - Regen erschwert Reparatur

Liebe Leser, vielleicht haben Sie es mitbekommen. In München sind wegen eines Stromausfalls derzeit Tausende Haushalte ohne Strom. Der Morgenkaffee und das Frühstücksei fielen deshalb ausgerechnet am Feiertagswochenende aus. Schon in der Nacht hatten Mitarbeiter der Stadtwerke versucht, die Havarie zu beheben - bisher seien 80 Prozent der Haushalte wieder ans Netz angeschlossen, twitterten die Stadtwerke. "Am Rest sind wir dran."

Man sei zuversichtlich, dass bis zum Mittag die Grundversorgung wieder hergestellt werden könne. Bis spätestens 18 Uhr soll die Vollversorgung stehen. Dazu müssten jedoch noch einige Kabel repariert werden. "Die Arbeiten wurden über Nacht durch heftige Regenfälle erschwert", heißt es in einer Mitteilung, aus der die Münchner "tz" zitiert. Weil vom Stromausfall auch der Mobilfunkanbieter Vodafone betroffen ist, waren etwa 90.000 Haushalte im Raum München von einem TV-Ausfall betroffen, ungefähr 40.000 von einem Ausfall bei Internet und Telefon.

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09:50 Uhr

Unbeteiligtes Ehepaar bei illegalem Autorennen verletzt

Bei einem illegalen Autorennen in Berlin-Neukölln sind in der Nacht drei Menschen verletzt worden - darunter ein unbeteiligtes Ehepaar. Laut Polizei sei eine Person deutlich zu schnell gefahren und habe die Kontrolle über den Wagen verloren, sodass dieser gegen das Auto des Ehepaars schleuderte.

Alle drei wurden von Einsatzkräften in ein Krankenhaus gebracht. Weitere Informationen - etwa zu der Schwere der Verletzungen oder zu den weiteren Beteiligten des Autorennens - liegen im Moment noch nicht vor.

09:26 Uhr

China steuert erstmals Vehikel auf Mars-Oberfläche

China hat erstmals ein Fahrzeug auf dem Mars bewegt. Das ferngesteuerte Vehikel ist auf dem roten Planeten die Rampe der Landekapsel hinunter gefahren und rollte um 4.40 Uhr auf die Marsoberfläche.

Der Mars-Rover trägt den Namen "Zhurong". Das ist in der chinesischen Mythologie der Gott des Feuers. China ist weltweit das erste Land, dem es gelungen ist, bei seinem ersten Flug zum Mars ein Vehikel auf dessen Oberfläche zu bewegen.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:21 Uhr

25-Jähriger überschlägt sich mit Motorrad - tot

In Hessen ist es zu einem tragischen Verkehrsunfall gekommen: Ein 25 Jahre alter Motorradfahrer ist auf der Kreisstraße 236 im Wetteraukreis tödlich verunglückt. Er sei zwischen den Altenstädter Ortsteilen Rodenbach und Heegheim aus noch ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und habe sich mit seiner Maschine im angrenzenden Feld überschlagen, teilt die Polizei mit.

Der junge Mann wurde schwer verletzt und noch mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik nach Gießen geflogen. Dort starb er allerdings am späten Freitagabend.

07:57 Uhr

Nicht mal jeder Zweite hält Deutschland für kinderfreundlich

Liebe Leser, erstmal die gute Nachricht: Viele Deutsche halten das Land inzwischen für kinderfreundlich. In einer repräsentativen Online-Erhebung für die Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen waren 47 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Deutschland kinderfreundlich ist. Das sind zwar nur knapp die Hälfte der Befragten, aber deutlich mehr als vor gut einem Jahrzehnt. Im Jahr 2010 hatten in einer ähnlichen Umfrage nur 21 Prozent die Frage nach der Kinderfreundlichkeit ihres Landes bejaht.

Die schlechte Nachricht: Die GfK-Studie ergab auch, dass viele Deutsche weiterhin Gründe sehen, keine Familie zu gründen. 52 Prozent der Befragten glauben, dass sich nicht jeder Kinder leisten kann oder will. Wiederum 47 Prozent sind der Ansicht, dass die berufliche Karriere für viele wichtiger ist als die Familiengründung und sich die Karriere nur schlecht mit einer Familie vereinbaren lässt.

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07:37 Uhr

Drei Tote nach Erdbeben in China - Notstand in Yunnan

Im Südwesten Chinas hat ein Erdbeben der Stärke 6,4 die Provinz Yunnan erschüttert. Wie das staatliche Fernsehen berichtet, wurden dabei drei Menschen getötet und 27 verletzt. Das Beben ereignete sich am späten Freitag in einer Tiefe von acht Kilometern und wurde laut der Daten des China Earthquake Networks Centers von mehreren Nachbeben gefolgt. Der staatliche TV-Sender CCTV vermeldete, es habe in Folge dessen Erdrutsche gegeben, außerdem seien Straßen beschädigt worden.

Strom-, Telefon- und Internetverbindungen funktionieren aber weiter. Über Twitter erklärte die staatliche Zeitung "Global Times", dass in einer Stadt in der Provinz Yunnan, die etwa 24 Kilometer vom Epizentrum entfernt ist, der Notstand ausgerufen wurde und Rettungsmaßnahmen eingeleitet worden seien.

07:10 Uhr

Biden zu Waffenruhe: "Ich nehme Netanjahu beim Wort"

US-Präsident Joe Biden hält eine Zwei-Staaten-Lösung für den richtigen Weg, um den Nahost-Konflikt beizulegen. Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus sagte Biden am Freitag (Ortszeit), dass er ein Ende der Kämpfe zwischen Extremisten auf beiden Seiten fordert. Dies sei unerlässlich, um die Sicherheit für die Palästinenser im Westjordanland zu gewährleisten und den Menschen im Gaza zu helfen. Biden erklärte, er würde auch darauf bestehen, dass israelische Bürger - sowohl Araber als auch Juden - gleich behandelt werden müssten. Die Palästinenser sollten aber auch Israel anerkennen.

"Lassen Sie uns hier etwas klarstellen: Solange die Region nicht eindeutig sagt, dass sie Israel anerkennt, als unabhängiger jüdischer Staat zu existieren, wird es keinen Frieden geben", so der Präsident. Biden erklärte, er bete dafür, dass der Waffenstillstand halten werde. Die Nachfrage eines Reporters zum einem Telefonat mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnte der US-Präsident ab. Er sagte nur, er glaube, dass Netanjahu den Waffenstillstand einhalten werde: "Ich nehme ihn bei seinem Wort. Er hat mir gegenüber noch nie sein Wort gebrochen."

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06:50 Uhr

Mann sticht fünf Menschen in Amsterdam nieder - ein Toter

In Amsterdam sind am späten Abend fünf Menschen durch Messerstiche teils schwer verletzt worden, eines der Opfer starb noch vor Ort. Nach ersten Berichten der Polizei und der örtlichen Medien wurde ein 29-jähriger Verdächtiger festgenommen. Am Tatort waren mehrere Krankenwagen im Einsatz, auch Sanitätshubschrauber und ein Polizeihubschrauber kreisten über der Einkaufsstraße im Stadtviertel De Pijp. Die Verletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.

Über die Hintergründe der Tat gibt es bisher keine Angaben. Erste Ermittlungen haben aber ergeben, dass es keine direkten Hinweise auf ein terroristisches Motiv gibt. Das hat die Polizei am Morgen bestätigt.

06:21 Uhr

Das wird heute wichtig

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Ein bisschen Normalität gab's gestern schon in Berlin - mit geöffneter Außengastronomie bei 18 Grad und Sonne.

(Foto: dpa)

Liebe Leser, guten Morgen zu einem langem Pfingstwochenende, das sich in einigen Regionen Deutschlands schon wieder fast wie vor Corona anfühlt. In Berlin (und auch Hamburg) dürfen die Restaurants und Bars wieder öffnen - zumindest draußen. Und zumindest den Betreibern ist die Erleichterung anzusehen. Durch die Berliner Straßen wehte zumindest gestern Abend schon ein bisschen Aufbruchstimmung. In diesem Sinne, wenn Sie können, genießen Sie doch nach diesem gefühlt ewigen Corona-Winter mal wieder einen Kaffee im Freien. Hier noch ein kurzer Blick auf die Themen des Tages:

  • In Berlin sind erneut vier Corona-Demos mit insgesamt 16.500 Teilnehmern angemeldet. Außerdem gibt es Demos gegen die israelische Gaza-Politik in mehreren deutschen Städten.
  • Heute Abend wird in Rotterdam der Eurovision Song Contest ausgerichtet - und das sogar mit Publikum. Rund 3500 Zuschauer sollen dabei sein, alle getestet.
  • Papst Franziskus empfängt EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im Vatikan.
  • Und noch etwas für Nerds: Am Abend findet das 21. Karlsruher Verfassungsgespräch per Livestream zum Thema "Macht und Ohnmacht der Polizei im Verfassungsstaat" statt. Gäste sind die Innenminister Joachim Herrmann (Bayern) und Boris Pistorius (Niedersachsen).

Mit Lesenswertem aus der Welt der Nachrichten versorge ich Sie in der ersten Tageshälfte. Mein Name ist Judith Görs. Wenn Sie mir schreiben möchten, tun Sie das gern via Twitter oder per Mail an judith.goers[at]nama.de. Kommen Sie gut in den Tag!

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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