Sonntag, 28. März 2021Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:29 Uhr

Das war Sonntag, der 28. März 2021

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Freudentränen bei den Anhängern des Kantonswechsels für Moutier.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Liebe Leserinnen und Leser,

es gibt politische Streitfragen, die selbst nach jahrelangem Vorlauf irgendwann entschieden sind. Hier geht es um ein unbeugsames Städtchen in der Schweiz, das lieber groß in einem französisch geprägten Kanton sein wollte als klein in einem deutschen. Und weil es so selten ist, dass Dinge an ein Ende kommen, habe ich Ihnen diese Meldung zum Tagesausklang aufbewahrt:

Jura statt Bern: Schweizer Stadt wechselt Kanton

Die Schweizer Kleinstadt Moutier wird nach dem Willen ihrer Bewohner künftig nicht mehr zum deutschsprachigen, sondern zum französischsprachigen Teil der Schweiz gehören. Wie das Abstimmungsbüro bekanntgab, stimmten 2114 Menschen für und 1740 gegen den Kantonswechsel. Die Abstimmung sollte einen jahrzehntelangen Streit beenden, eine plötzliche Welle an Zuzügen hatte jedoch im Vorfeld für Irritation gesorgt. In Moutier im Nordwesten der Schweiz, das bisher zum Kanton Bern gehörte, sorgt die "Jurafrage" bereits seit langem für Streit. Bei der Schaffung des französischsprachigen Kantons Jura im Jahr 1978 hatte sich die Stadt mit rund 7500 Einwohnern entschieden, weiterhin zum deutschsprachigen Kanton Bern zu gehören.

  • Mehrmals war im Laufe der Jahrzehnte die Abspaltung von Bern versucht worden, teils mit drastischen Mitteln.
  • 1993 starb ein Aktivist, als eine Bombe, die er transportierte, explodierte.
  • Eine Mehrheit der Bewohner glaubt nun offenbar, dass Moutier als eine der größeren Städte im Kanton Jura besser gestellt sei als im Kanton Bern, wo sie eine von vielen kleinen Kommunen ist.

Bei den anderen Themen, die heute wichtig waren, ist alles noch im Fluss. Für den Tanker, der den Suezkanal blockiert, gilt das buchstäblich. Für die Corona-Pandemie irgendwie auch.

Und zum Schluss noch ein Blick aufs Wetter:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen geht es an dieser Stelle weiter mit einem neuen Tag.

22:01 Uhr

Tote bei Überschwemmungen in Tennessee

Bei Überschwemmungen im US-Bundesstaat Tennessee sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei der Stadt Nashville teilte auf Twitter mit, ein Mann sei tot aus seinem Auto geborgen worden, das durch Wasser aus einem über die Ufer tretenden Fluss überflutet worden sei. Ein weiteres mutmaßliches Überflutungsopfer sei auf einem Golfplatz gefunden worden, zwei weitere Tote nahe eines Obdachlosencamps. Heftige Regenfälle hatten die Überschwemmungen ausgelöst. Nach Angaben örtlicher Medien musste die Feuerwehr von Nashville mehr als 100 Menschen aus Fahrzeugen und Häusern retten.

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Der Fahrer des Wagens wurde tot geborgen.

(Foto: AP)

21:30 Uhr

120 Kilo Marihuana importiert: Hamburger in U-Haft

Ein 24 Jahre alter Mann soll in Hamburg im großen Stil mit Drogen gehandelt haben. Unter anderen stehe er unter Verdacht, 120 Kilogramm Marihuana nach Deutschland eingeführt zu haben, teilte die Polizei mit. Außerdem soll er mit weiteren sieben Kilo Marihuana und zwei Kilo Kokain gehandelt haben. Beamte verhafteten den Mann am Freitag in der Wohnung seiner Eltern. Bei dem Tatverdächtigen wurden über 2000 Euro mutmaßliches Dealergeld sichergestellt. Der junge Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

21:06 Uhr

Leichenfund bei Wien: Mutter und Kind erschossen im Auto

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Grauslicher Fund an einem Feldweg: Eine Mutter und ihr Kind wurden erschossen.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Eine Frau und ein Kind sind in einem Wald in Österreich erschossen aufgefunden worden. Die Polizei ermittelt wegen eines Gewaltverbrechens, wie ein Sprecher sagte. Das Auto sei am Sonntag auf einem Feldweg in Mistelbach rund 60 Kilometer nördlich von Wien gefunden worden. Das Kind sei vier oder fünf Jahre alt gewesen. Ob das Auto der Frau oder jemand anderem gehörte, war zunächst unklar. Die "Kronen Zeitung" berichtete, am Tatort sei keine Waffe gefunden worden. Tatverdächtig sei der Ex-Partner der 25 Jahre alten Toten, der auch der Vater des Kindes sei. Der 60-Jährige stellte sich nach Informationen der Zeitung inzwischen der Polizei - zuvor hatte er demnach damit gedroht, sich selbst zu erschießen.

20:25 Uhr

Ärztin erzählt von Horror-Telefonat mit Trump

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Kein Freund von Zwischentönen: Ex-Präsident Trump.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die frühere US-Regierungsberaterin Deborah Birx hat nach eigenen Angaben mit Aussagen zur Corona-Pandemie die Wut des damaligen US-Präsidenten Donald Trump auf sich gezogen. Birx sagte dem Fernsehsender CNN, Trump habe sie im vergangenen Sommer nach Interview-Äußerungen zur Gefahr durch das Coronavirus persönlich angerufen. Das Telefonat im August sei "sehr unangenehm" gewesen, berichtete Birx in einem Videoclip. "Es war sehr unangenehm, sehr direkt und sehr schwierig anzuhören", sagte sie mit Blick auf Trumps Worte in dem Gespräch. Auf die Frage, ob sie bedroht worden sei, reagierte Birx nach kurzem Zögern ausweichend und wiederholte: "Ich würde sagen, es war eine sehr unangenehme Unterhaltung."

  • Die Ärztin hatte unter Trump zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses gehört. Wiederkehrend waren Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Experten der Runde offen zutage getreten.
  • Für besonderes Aufsehen hatte damals Trumps öffentlich vorgetragene Idee gesorgt, Menschen im Kampf gegen das Coronavirus Desinfektionsmittel zu spritzen.
  • Birx, die damals bei Trumps Auftritt anwesend war, sagte dem Sender ABC vor einigen Tagen, sie habe in jenem Moment nicht gewusst, wie sie reagieren soll. Der Moment verfolge sie bis heute. "Ich denke immer noch jeden Tag daran."
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19:48 Uhr

Rettungswagen überfährt Kleinkind

Ein Kleinkind ist in Gütersloh von einem Rettungswagen angefahren und schwer verletzt worden. Der Dreijährige schwebte aber nicht in Lebensgefahr, wie die Polizei mitteilte. Der Junge habe sich am Sonntagnachmittag mit Erwachsenen auf dem Gehweg aufgehalten, habe dann aber nach ersten Erkenntnissen plötzlich die Fahrbahn überquert. Der 29 Jahre alte Fahrer des Rettungswagens habe trotz einer Notbremsung nicht mehr ausweichen können. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind gemeinsam mit seiner Mutter in ein Osnabrücker Klinikum. Die Ermittlungen zu dem Unfallhergang dauerten noch an, hieß es weiter.

19:14 Uhr

Dick und glücklich: Skandalrocker Pete Doherty nimmt Käse statt Heroin

Britische Medien zeigen den Exzess-Musiker Pete Doherty auf ganz neuen Wegen: Der für seine Drogeneskapaden an der Seite von Supermodel Kate Moss bekannte Künstler verbringt seine Tage in der Normandie. Gerade wurde der 42-Jährige mit seiner Freundin in der Küstenstadt Étretat in Nordfrankreich abgelichtet. Statt cooler Klamotten trägt Doherty Trainingsanzug, weißes T-Shirt und Badelatschen, die Maske schlabbert nonchalant ums Handgelenk. Die britische Zeitung „Sun“ berichtete, Doherty habe sein Drogenabhängigkeit gegen eine Sucht nach französischem Käse getauscht: "Ich mag Comté, Comté auf Toast." Doch sein größtes Laster sei jetzt das Schlafen. "Ich blieb früher jahrelang fünf oder sechs Tage wach und schlief dann 24 Stunden lang. Jetzt liebe ich den Schlaf", zitierte ihn das Blatt. Mit den harten Drogen habe er Schluss gemacht: "Im Moment bin ich ziemlich sauber. Mit Heroin und Ketamin habe ich aufgehört." Alkohol genehmige er sich zwar noch, aber gerne auch mal ein Glas Wasser. Dass der früher spindeldürre Babyshambles-Gründer heute ein wonniges Moppelbäuchlein durch die Landschaft trägt, kommentieren Fans freundlich. "Mein Jugendidol! Er benutzt dieselbe Carrefour-Tasche wie ich", schrieb eine Twitter-Nutzerin.

18:40 Uhr

Verdi kündigt Oster-Streiks bei Amazon an

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Auch das Amazon-Werk in Leipzig ist betroffen.

(Foto: imago images/Peter Endig)

Mitten im Ostergeschäft hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten in sechs Amazon-Verteilzentren zu einem viertägigen Streik aufgerufen. Die Arbeit solle mit Beginn der Nachtschicht von Sonntag auf Montag niedergelegt werden, teilte Verdi mit. Betroffen sind Rheinberg, Werne, Koblenz, Leipzig sowie zwei Standorte in Bad Hersfeld. Ziel sei, die Anerkennung der Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels sowie den Abschluss eines Tarifvertrags für gute und gesunde Arbeit durchzusetzen. Durch Corona seien Bestellungen bei Amazon durch die Decke gegangen. "Ausbaden mussten das die Kolleginnen und Kollegen", teilte Verdi mit.

  • "Durch die permanente Arbeitshetze und Leistungskontrolle ist die Einhaltung von Abständen und anderen Maßnahmen gegen Ansteckungen oft kaum möglich." Trotzdem weigere sich Amazon bisher, "einen verbindlichen Tarifvertrag zum Schutz der Beschäftigten abzuschließen".
  • Ein Amazon-Sprecher erklärte mit Blick auf die erwarteten Streiks: "Auswirkungen auf Kundenlieferungen haben die Aktionen nicht." Bei vergangenen Streikaufrufen hätten über 90 Prozent der Mitarbeiter in den Logistikzentren "ganz normal gearbeitet".
  • Der Konzern arbeite "eng mit den Betriebsräten" zusammen.
18:00 Uhr

Mord an Schülerin: Angeklagter soll Fußfessel bekommen und ist verschwunden

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Das Gericht hat dem Antrag auf die Fußfessel noch nicht zugestimmt.

(Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa)

Die Polizei Münster will einem auf freiem Fuß befindlichen und vom Landgericht Dortmund des Mordes an einer Schülerin schuldig gesprochenen Mann eine Fußfessel umlegen lassen - auffindbar sei der Mann zur Zeit allerdings nicht. Nach ihm suchen könne man erst, sollte das Gericht dem Antrag auf polizeiliche Beobachtung mittels Fußfessel stattgeben, sagte ein Sprecher der Polizeibehörde in Nordrhein-Westfalen. Die Prüfung dieser Maßnahme dauere noch an. Die Zeitung "Bild" hatte zuvor berichtet.

  • Der mutmaßliche Mörder war am 25. Januar 27 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer damals 16-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
  • Weil die Justiz keine Fluchtgefahr sah und das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, blieb er nach dem Schuldspruch frei.
  • Er war 2018 festgenommen worden, nachdem nachträgliche DNA-Analysen von Tatortspuren einen Treffer ergeben hatten.
17:18 Uhr

Letztes Date zum Finale: „Love Island“-Moderatorin hört auf

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Mehr Zeit für die Familie - und den Hund, wünscht sich Jana Ina Zarrella.

(Foto: imago images/Future Image)

Überraschende Neuigkeiten für die Fans von "Love Island": Moderatorin Jana Ina Zarrella wird nach der aktuellen Staffel der Datingshow ihren Job beenden. Das gab RTL auf der offiziellen Instagram-Seite bekannt. Das Finale der Show am morgigen Montag sei die letzte Ausgabe für die gebürtige Brasilianerin, heißt es dort. "Nach fünf Staffeln verabschiedet sie sich von uns, um mehr Zeit mit der Familie verbringen zu können." Allerdings bleibe die Moderatorin und Ehefrau von Sänger Giovanni Zarrella ("La vita è bella") dem Sender treu. Es seien bereits weitere Projekte mit der 44-Jährigen geplant.

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16:55 Uhr

New York vor Cannabis-Legalisierung

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Gut für die Stimmung, fürs Geschäft und hilft gegen Rassismus: New York könnte noch in den nächsten Tagen Cannabis legalisieren.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Nach jahrelangem Streit steht die Legalisierung von Marihuana im US-Bundesstaat New York offenbar kurz bevor. Einer Einigung zwischen Gouverneur Andrew Cuomo und Abgeordneten des staatlichen Parlaments in Albany könnte bereits die Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes in den nächsten Tagen folgen. "Die Legalisierung von Cannabis in New York wird sich auf Gerechtigkeit, Investitionen in Communitys, wirtschaftliche Möglichkeiten für historisch entrechtete Menschen, Forschung, Bildung und öffentliche Sicherheit konzentrieren", teilte die Mehrheitsführerin in Albany, Crystal Peoples-Stokes, in der Nacht zum Sonntag mit.

  • New York mit seinen knapp 20 Millionen Einwohnern - und der gleichnamigen Millionenmetropole - wäre der 15. US-Bundesstaat, der Marihuana für den freien Gebrauch erlaubt.
  • Schätzungen zufolge könnte damit in den kommenden Jahren ein Milliarden-Markt entstehen, der 350 Millionen Dollar pro Jahr an Steuermehreinnahmen abwirft.
  • Hauptgrund für die Legalisierung ist den Initiatoren zufolge aber der Kampf gegen den strukturellen Rassismus: Die gegenwärtige Cannabis-Gesetzgebung in New York diskriminiert nicht-Weiße, argumentieren Befürworter. Obwohl der Konsum etwa gleichmäßig verteilt sei, würden Schwarze um ein Vielfaches häufiger für Marihuana-Delikte verhaftet.

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16:17 Uhr

Nach Herz-OP: Doris Schröder-Köpf erlitt zwei Schlaganfälle

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Vorübergehend halbseitig gelähmt: Schröder-Köpf vor einem Jahr im niedersächsischen Landtag.

(Foto: imago images/Joachim Sielski)

Doris Schröder-Köpf, die Ex-Frau des früheren SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder, hat nach ihrer schweren Herz-OP Ende vergangenen Jahres zwei Schlaganfälle erlitten. Es seien zum Glück nur kleinere Schlaganfälle gewesen, sagte die 57 Jahre alte niedersächsische Landtagsabgeordnete der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dennoch seien die vorübergehenden halbseitigen Lähmungen ein Schock für sie gewesen und hätten sie verzweifelt gemacht. Vor dem großen Eingriff am Herzen Ende November sei sie deutlich gefasster gewesen, weil sie sich und ihre Familie auf die Herz-OP habe vorbereiten können, sagte die SPD-Politikerin der Zeitung. Nun aber habe sie plötzlich in die Klinik gemusst, während die Kinder in der Schule und ihr Lebensgefährte, der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius, unterwegs gewesen seien.

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15:47 Uhr

Sechs Tote nach Flugzeugabsturz

Bei dem Absturz eines Kleinflugzeuges auf dem Weg in den angrenzenden US-Bundesstaat Arizona sind im Norden Mexikos sechs Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten waren der Kapitän sowie ein Staatssekretär für wirtschaftliche Entwicklung des Bundesstaates Sonora, Leonardo Ciscomani, wie die Staatsanwaltschaft von Sonora auf Twitter in der Nacht zum Sonntag mitteilte. Eine Person wurde demnach verletzt. Mexikanischen Medienberichten zufolge flog das Flugzeug in eine Hochspannungsleitung westlich der Stadt Hermosillo und stürzte ab. Ciscomani wurde zwar noch ins Krankenhaus gebracht, starb aber an den Folgen seiner schweren Verletzungen.

15:13 Uhr

Wechselstimmung in Deutschland: Söder schlägt Alarm

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Corona-Fallzahlen steigen, Unionswerte sinken: Umgekehrt wäre es Markus Söder lieber.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Nach dem Absturz der Union in den Umfragen hat CSU-Chef Markus Söder vor einer "Wechselstimmung" in Deutschland gewarnt. "Die Lage ist sehr ernst. Die Corona-Zahlen steigen und die Unionswerte fallen", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". "Es kommt Wechselstimmung im Land auf." Die Union müsse "zeigen, dass sie noch Kraft und Ideen hat und nicht erschöpft und ausgelaugt ist", sagte Söder. "Es braucht jetzt Aufbruch." Die Union habe kein Abo mehr auf die Kanzlerschaft, fügte er hinzu. CDU-Parteivize Norbert Röttgen sagte am Wochenende: "Schon die Landtagswahlen waren ein Weckruf, aber jetzt herrscht wirklich Alarm".

14:44 Uhr

Trotz Ferienstart: ADAC meldet freie Autobahnen

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Nur an der Grenze zu Österreich staut sich der Verkehr ein wenig.

(Foto: picture alliance)

In einer ersten Bilanz zum Reiseverkehrsaufkommen vor Ostern hat der ADAC bundesweit deutlich weniger Verkehr als in den Vorjahren und nahezu freie Autobahnen festgestellt. In zwölf Bundesländern begannen mit dem Wochenende die Osterferien. Aufgrund der "unklaren Situation und der Corona-Beschränkungen" seien Reisen und Besuche am Wochenende offenbar größtenteils weggefallen, teilte eine ADAC-Sprecherin mit. Lediglich an der Grenze zu Österreich staue sich der Verkehr leicht. Dort seien bei der Ausreise aus Deutschland Wartezeiten von bis zu 30 Minuten zu erwarten. Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen über die Ferien erwartet der ADAC allerdings an den jeweiligen regionalen Naherholungsgebieten. Man rate Ausflüglern daher, sich vorab zu informieren. Bei Überfüllung sei zu erwarten, dass die Polizei Parkplätze schließe und Besucher abweise.

14:26 Uhr

Raub von Luxusuhr endet tödlich - für die Räuber

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In Neapel haben Carabinieri viel zu tun: Die Stadt hat in Italien eine der höchsten Verbrechensraten.

(Foto: imago images/Antonio Balasco)

In der süditalienischen Stadt Neapel untersucht die Polizei den Tod zweier Männer, die einem jungen Mann eine Luxusuhr gestohlen haben sollen. Die Staatsanwaltschaft ermittle gegen den Mittzwanziger mit Verdacht auf vorsätzliche Tötung, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa. Freitagabend soll er von den beiden mutmaßlichen Dieben mit einer Waffe bedroht und gezwungen worden sein, ihnen seine Luxusuhr zu geben, hieß es in der Zeitung "Corriere della Sera". Die beiden mutmaßlichen Räuber sollen dann versucht haben, auf einem Roller zu entkommen, berichtete "La Repubblica". Der Bestohlene jagte ihnen demnach in seinem Auto hinterher. Sein Wagen sei dann gegen eine Wand geprallt, die beiden Männer auf dem Roller gestürzt und in der Folge gestorben.

  • Nach ersten Ermittlungen liege eine Kollision der beiden Fahrzeuge nahe.
  • Der Autofahrer tauchte noch Freitagnacht bei den Carabinieri auf und gab an, dass ihm die Uhr und auch das Auto gestohlen worden seien, er also nicht der Unfallfahrer sei.
  • Den Medienberichten zufolge werten die Ermittler noch Bilder von Überwachungskameras und Zeugenaussagen aus.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Vivian Micks hat mir das Staffelholz übergeben. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich - Lob, Vorschläge, Anmerkungen - von Ihnen direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:55 Uhr

Handyvideos zeigen gezielte Schüsse von Myanmars Armee auf Demonstranten

Am Tag des Militärs ermorden in Myanmar Soldaten überall im Land Zivilisten. Mehr als Hundert Menschen werden erschossen. Handyvideos zeigen, wie willkürlich und brutal die Truppen vorgehen. Menschenrechtsaktivisten vor Ort sprechen von einem Massaker und fordern die Welt zum schnellen Handeln auf.

13:03 Uhr

Beamter rettet sich mit Sprung zur Seite: Mann fährt direkt auf Polizisten zu

Der Polizist kam mit einem Schrecken davon: Mit einem Sprung konnte ein Beamter sich vor einem Auto retten, das direkt auf ihn zugefahren kam. Der 26-jährige Fahrer sollte wegen Betrugsverdachts kontrolliert werden. Als ein Streifenwagen ihn stoppte und die Beamten ausstiegen, fuhr der Fahrer plötzlich los und auf einen der Polizisten zu. Danach stieß der Fahrer mit seinem Wagen gegen die Tür des Streifenwagens und fuhr davon. Der beinahe angefahrene Polizist nahm die Verfolgung auf - und stellte den alkoholisierten Mann, der zudem keinen Führerschein hatte. Er wurde festgenommen.

12:21 Uhr

Gebäude in Kairo stürzt ein - 23 Tote

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Rettungskräfte suchen in den Trümmern nach Überlebenden.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist ein Wohngebäude eingestürzt. Mindestens 23 Menschen sind gestorben. Einsatzkräfte hätten weitere Tote aus den Trümmern geborgen, berichtete die staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram". 25 Menschen seien verletzt worden. Sicherheitskräfte sperrten das Gelände ab, während Retter mit der Unterstützung von Baggern nach weiteren Opfern suchten.

  • Das Gebäude im Osten Kairos war in der Nacht zum Samstag eingestürzt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt die Ursache für das Unglück.
  • Augenzeugen sagten gegenüber ägyptischen Medien, dass der Keller des Gebäudes vor einiger Zeit als Fabrik genutzt worden sei und sich die Statik dadurch möglicherweise verändert habe.
  • Einstürze von Wohngebäuden sind in Ägypten nicht ungewöhnlich. Ein Grund sind die vielen Bauten ohne Genehmigungen, mangelhafte Instandhaltung älterer Gebäude und die schlechte Durchsetzung von Vorschriften zur Gebäudesicherheit. Häufig werden auf bestehende Häuser ohne Erlaubnis der Behörden weitere Stockwerke gebaut.
12:02 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:19 Uhr

Partygäste greifen Polizei bei illegaler Geburtstagsfeier an

Partywütige missachten immer wieder die geltenden Corona-Regeln. Nun kam es erneut zu einer illegalen Geburtstagsfeier mit rund 40 Gästen in einer Wohnung in Düren. Als die Polizei bei einer Corona-Kontrolle eintraf, flüchteten einige über den Balkon aus dem ersten Stock. Die Gastgeberin und Familienmitglieder hingegen wurden aggressiv. Sie griffen die Polizisten an, traten, schlugen und beleidigten sie. Mit verstärkten Kräften wurde die unerlaubte Party schließlich aufgelöst - doch auch dagegen wehrten sich die Feiernden gewaltsam. Drei Menschen wurden in Gewahrsam genommen, die Gastgeberin und ein Gast bekamen Anzeigen.

10:51 Uhr

Polizei findet Schlagring: Mann randaliert und verprügelt Ehefrau in Wohnung

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Der Besitz von Schlagringen ist verboten.

(Foto: imago/Westend61)

In Ludwigshafen haben Beamte einen Mann in seiner Wohnung fesseln müssen, weil dieser sich aggressiv verhalten hatte. Die Beamten wurden zunächst zu der Wohnung gerufen, weil der 49-Jährige dort randaliert und seine Ehefrau geschlagen haben soll. Nachdem sie ihn zunächst in der Wohnung des Paars verpasst hatten, konnten sie ihn erst stellen, nachdem er seine Partnerin erneut verletzt hatte. Zudem entdeckten die Beamten einen verbotenen Schlagring. Der mutmaßliche Schläger wird nun unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Die Polizei verwies den Mann für mehrere Tage der Wohnung.

10:14 Uhr

"Will in Hanau niemand": Familien von Anschlagsopfern wollen Filmprojekt verhindern

Die Kritik von Opferfamilien an dem Filmprojekt des Regisseurs Uwe Boll über den rassistisch motivierten Anschlag in Hanau vor gut einem Jahr reißt nicht ab. Angehörige meldeten sich im "Spiegel" zu Wort. Armin Hamza Kurtovic, Vater des ermordeten Hamza Kurtovic, sagte: "Ich werde alles dafür tun, um zu verhindern, dass sich Bolls Fantasie über rechte Täter als das wahre Schicksal von meinem Sohn bei den deutschen Zuschauern einbrennt." Cetin Gültekin, der Bruder des ermordeten Gökhan Gültekin, fügte hinzu: "In meinen Augen tötet er mit dieser Verunglimpfung meinen Bruder ein zweites Mal."

  • Der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) solidarisierte sich mit den Angehörigen: "Diesen unsäglichen Film will in Hanau niemand. Nicht die Angehörigen, nicht die politischen Gremien, nicht die Stadtgesellschaft", zitierte ihn der "Spiegel". "Wir werden gemeinsam alle Hebel in Bewegung setzen, um die Ausstrahlung zu verhindern."
  • Der Film ist dem Bericht zufolge bereits abgedreht und befindet sich in der Postproduktion. Uwe Boll schildert darin die Tatnacht aus der Perspektive des Täters. Er zeigt sich uneinsichtig: Er hätte das Projekt auch realisiert, wenn die Opferfamilien die Gelegenheit gehabt hätten, ein Veto einzulegen. "Die Angehörigen, die diesen Film sehen wollen, werden ihn, so weh er tut, am Ende begrüßen. Da bin ich mir sicher."
  • Mitte März hatten die Stadt Hanau und die Opferfamilien in einem Offenen Brief gefordert, die Vorbereitungen einzustellen und auf die Dreharbeiten zur Realisierung dieses Films zu verzichten.
09:18 Uhr

"Furchtbar peinlich": Sexualstraftäter versehentlich aus U-Haft in London entlassen

Ein mutmaßlicher Sexualstraftäter ist in London versehentlich aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Polizei suche intensiv nach dem 24-Jährigen, teilten die Behörden am späten Samstagabend mit. Der Mann sei vermutlich verwechselt worden, berichtete die Zeitung "The Sun". Er war im April 2020 wegen sexuellen Übergriffs, Erregung öffentlichen Ärgernisses und Drogenbesitzes festgenommen worden und war seitdem in einem Londoner Gefängnis in U-Haft. Nach seiner irrtümlichen Freilassung am Mittwochabend wird der Mann nun im Westen der britischen Hauptstadt vermutet. "Dies ist furchtbar peinlich", zitierte die "Sun" aus Sicherheitskreisen. "Einen bekannten Sexualstraftäter freizulassen, der die Angewohnheit hat, sich in der Öffentlichkeit zu entblößen, wirft kein gutes Bild auf uns. Solch eine Demütigung darf nie wieder geschehen."

09:03 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:21 Uhr

Mann feuert Schuss in Zug in Hessen ab

Ein bewaffneter Mann hat am Samstagabend einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Der 50-Jährige feuerte in einer Regionalbahn in Hessen einen Schuss mit seiner Pistole ab. Der Zug musste am Bahnhof Niedernhausen (Rheingau-Taunus-Kreis) gestoppt und mit dem Bahnhofsbereich evakuiert werden. Kurz darauf konnte der Mann von der Polizei festgenommen werden. Bei seiner Waffe handelte es sich vermutlich um eine Schreckschusspistole. Der Zugverkehr war wegen des Einsatzes für mehrere Stunden lahmgelegt.

07:49 Uhr

Selbstmordattentäter sprengt sich in Indonesien vor Kirche in die Luft

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Auf eine Kirche im muslimisch geprägten Indonesien ist offenbar ein Bombenanschlag verübt worden. Ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter hat sich vor einer Kathedrale auf der indonesischen Insel Sulawesi am Morgen in die Luft gejagt. Mindestens neun Menschen wurden laut Polizei verletzt. "Der Körper, den wir vor Ort gefunden haben, stammt vermutlich von dem Selbstmordattentäter", sagte der örtliche Polizeichef. Der Sprengsatz selbst sei "von hoher Sprengkraft" gewesen. In Indonesien, dem bevölkerungsreichsten muslimischen Land der Welt, verübten Extremisten in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge auf Kirchen. 2018 starben etwa ein Dutzend Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in Surabaya.

07:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe für Sie, dass Sie an diesem Sonntagmorgen entspannt ausschlafen konnten. Ansonsten brauchen Sie, so wie ich, heute Morgen vielleicht eine extra Tasse Kaffee. In der Nacht wurde die Uhren eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt. Eigentlich sollte es dieses Jahr das letzte Mal sein, doch danach sieht es wohl nicht aus. Warum das so ist, hat mein Kollege Kai Stoppel für Sie aufgeschrieben. An den Corona-Fallzahlen ändert das jedoch alles nichts - die steigen munter weiter. In Berlin gelten deshalb ab kommender Woche Mittwoch neue Einschränkungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht heute Abend in der ARD-Sendung "Anne Will" über die Möglichkeit schärferer Maßnahmen. Alle wichtigen Entwicklungen lesen Sie bei uns wie immer in unserem Corona-Liveticker. Was sonst heute noch ansteht:

  • Nach mehreren Toten: Entwicklung bei Protesten gegen das Militär in Myanmar.
  • Demonstrationen in mehreren deutschen Städten: Hunderte Menschen gehen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße
  • Von Ost nach West - Abwanderung aus den neuen Ländern: Die Linke im Bundestag zieht auf der Basis von Zahlen des Statistischen Bundesamts Bilanz.

  • Zum Palmsonntag will Papst Franziskus im Petersdom eine Heilige Messe feiern und das traditionelle Angelus-Gebet beten. Wegen der Corona-Beschränkungen soll nur eine begrenzte Zahl an Gläubigen daran teilnehmen.

Mit diesem übersichtlichen Programm starten wir in den Sonntag. Mein Name ist Vivian Micks und ich versorge Sie bis in den Nachmittag mit allem Wichtigen, viel Spannendem und reichlich Kuriosem aus Deutschland und der Welt. Wenn Sie Anregungen oder Fragen haben, erreichen Sie mich per E-Mail an vivian.micks[at]nama.de. Schön, dass Sie da sind.

07:07 Uhr

5000 Menschen feiern in Barcelona Konzert ohne Abstand

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Für die spanische Musikbranche ist das Konzert im Palau Sant Jordi ein Zeichen der Hoffnung.

(Foto: REUTERS)

5000 Menschen, die ohne Sicherheitsabstand zu Live-Musik tanzen - in Barcelona hat am Samstagabend erstmals seit Langem ein großes Rockkonzert stattgefunden. Alle Besucher mussten vorher einen Corona-Antigen-Test machen. Dafür wurden am Vormittag drei wegen der Pandemie geschlossene Diskotheken zu Testzentren umfunktioniert. In das Konzert kamen natürlich nur Menschen mit negativem Testergebnis. Außerdem mussten sie FFP2-Masken tragen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde im Palau Sant Jordi eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage installiert. Das Konzert wurde von mehreren Festivals, Musik-Veranstaltern und einem Krankenhaus organisiert. Mit der Veranstaltung sollten Möglichkeiten erforscht werden, trotz der Corona-Pandemie wieder kulturelle Großveranstaltungen zu organisieren.

Auch nach dem Konzert wird weiter beobachtet, ob bei der Menschenansammlung das Coronavirus weitergegeben wurde. Die Zuschauer würden 14 Tage lang überwacht und jeder mögliche Ansteckungsfall werde festgehalten, sagte die Ärztin María Llibre vom Krankenhaus Germans Trias i Pujol de Badalone nahe Barcelona.

06:28 Uhr

Täter sticht in Vancouver wahllos auf Menschen ein - unter Opfern offenbar ein Kind

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Eines der Opfer erlag später seinen Verletzungen.

(Foto: REUTERS)

In Kanada ist es am Samstag zu einer Tragödie gekommen: Ein Mann stach in einer öffentlichen Bibliothek in der Stadt Vancouver offenbar wahllos mit einem Messer auf Menschen ein. Ein Mensch wurde dabei getötet und mindestens fünf weitere verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, teilte die Polizei mit. Die Tat sei "absolut schockierend", sagte ein Polizeisprecher. Der Zustand der Verletzten und das mögliche Tatmotiv sind bisher nicht bekannt. Andrew Cocking, der rund 500 Meter von der Bibliothek entfernt wohnt, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe Rettungskräfte bei der Versorgung der Verletzten gesehen. "Es war traurig, zumal eines der Opfer offenbar ein Kind war", sagte er.

05:56 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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