Der Tag
11. Februar 2026
imageHeute mit Leah Nowak und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:25 Uhr

Das war Mittwoch, der 11. Februar 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

am Abend haben uns noch traurige Nachrichten aus Hollywood erreicht: Der US-Schauspieler James Van Der Beek hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Zuletzt war der 48-Jährige, vor allem bekannt aus der Serie "Dawson's Creek", im Dezember in einer Talkshow zu Gast.

Daneben bestimmte in Deutschland gegen Abend eine Entschuldigung die Nachrichtenseiten - "Punkt 12"-Moderatorin Katja Burkard konnte sie Gil Ofarim abringen. Diesen Moment hätte der Musiker sich sicherlich mit einem anderen Auftreten im Dschungelcamp ersparen können. Doch die Zuschauerinnen und Zuschauer nahmen es offenbar nicht so eng mit seiner Lüge, die einen Hotelmitarbeiter aus Leipzig zu Unrecht zeitweise schwer in Verruf brachte - ein Antisemit zu sein. Sie wählten Ofarim bekanntlich zum Dschungelkönig.

Was wollte Epstein von Wissenschaftlern? Das fragt meine Kollegin Solveig Bach. Erinnern Sie sich noch an die nervtötenden Vuvuzelas bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika? Bei den Olympischen Spielen sind die TV-Zuschauenden ebenfalls genervt von einem Geräusch: von den vielen Drohnen. Sebastian Schneider und Tobias Nordmann berichten aus Cortina, wie die Drohnen zwar ohne Ende Bilder aus allen möglichen Perspektiven einfangen, aber das Sport-Event so auch zu einer akustischen Herausforderung machen. Zudem hätte ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:

"Sache des iranischen Volkes": Vance schließt US-Umsturz des iranischen Regimes aus

Waffenruhe und Sicherheit: Selenskyj stellt Bedingungen für Wahlen in Ukraine

"Dem totalen Sieg nahe": US-Regierung steht kurz vor Klima-Kehrtwende

Von Roland Peters, New York

Wettbewerb mit den USA und China: Merz will die Wirtschafts-Wunderwaffe - ohne in die Schuldenfalle zu tappen

Rekordbeiträge, aber chronisch pleite: Hat Jens Spahn die Krankenkassen ausgenommen?

Minister stellt Reform vor: Wie der Führerschein billiger werden soll

Hohe Kosten für Führerschein: Viele Fahrschüler rasseln durch die Prüfung

"Ich mache Fortschritte": Lindsey Vonn meldet sich aus dem Krankenhaus

"Dürfen nicht vergessen, dass ...": IOC sieht in Verkauf von "Olympia 1936"-Shirts kein Problem

Damit verabschiede ich mich von Ihnen und wünsche eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Mittwoch, der 11. Februar 2026
22:09 Uhr

Gericht zu Hausparty-Einsatz: Polizei durfte Mann nicht in Gewahrsam nehmen

Wer nicht ganz abgelegen oder in einer Höhle wohnt, hat sicherlich schon mal unfreiwillig nachts - zumindest akustisch - an den Feierlichkeiten der Nachbarn teilgenommen. Wenn das Gespräch nichts bringt, rufen geplagte Anwohnende meist irgendwann die Polizei. So war es auch in Essen im August 2022, aber die Eskalation war wohl am Ende nicht (mehr) auf Seiten der Feiernden, sondern auf Seiten der Polizei: Ein partywütiges Pärchen ließ sich auch von den Partycrashern in Uniform zunächst nicht beeindrucken und feierte lautstark weiter. Als die Polizei dann ein zweites Mal anrückte, zogen sie nicht nur die Musikbox ein, sondern führten auch den betrunkenen Gastgeber ab. Erst am Morgen kam der Mann wieder frei und da ist die Polizei aus Sicht des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen wohl etwas über das Ziel hinausgeschossen. Es erklärte die Maßnahme für rechtswidrig. Die Polizei habe nicht nachvollziehbar dargelegt, warum nicht die Beschlagnahme der Musikbox als milderes Mittel zur Beendigung der nächtlichen Ruhestörung ausgereicht hätte. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Das Land kann beim nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster die Zulassung der Berufung beantragen.

Gericht zu Hausparty-Einsatz: Polizei durfte Mann nicht in Gewahrsam nehmen
21:28 Uhr

Klage: Schauspielerin will nicht das Gesicht der "KI-Ministerin" sein

In Albanien gibt es keine Ministerin für Künstliche Intelligenz (KI), sondern eine KI-Ministerin. Der Chatbot mit dem Namen "Diella" (albanisch für "Sonne") soll in dem von Korruption geplagten Land etwas gegen Vetternwirtschaft tun und staatliche Ausschreibungen überwachen. Doch mit welchem Gesicht? Die Gesichtszüge sollen von der Schauspielerin Anila Bisha stammen, die nun gegen die Nutzung ihres Gesichts als "KI-Ministerin" vorgeht. Die im Land berühmte Bisha wirft der Regierung von Ministerpräsident Edi Rama vor, ihre Gesichtszüge für "Diella" in einem Ausmaß zu nutzen, dem sie nicht zugestimmt habe. Ihre Identität und ihre persönlichen Daten würden "ausgebeutet", sagte die 57-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Bisha sagte, sie habe die Regierung in der Hoffnung auf eine gütliche Einigung kontaktiert. Da sie darauf jedoch keine Antwort erhalten habe, habe sie sich zu rechtlichen Schritten entschlossen.

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"Diella" kennen die Menschen in Albanien schon länger von staatlichen Websites - nun ist die KI auch "Ministerin". (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)
Klage: Schauspielerin will nicht das Gesicht der "KI-Ministerin" sein
20:55 Uhr

"Dawson's Creek"-Star James Van Der Beek ist tot

Uns erreichen sehr traurige Nachrichten aus der Filmbranche: Schauspieler James Van Der Beek ist tot. Der "Dawson's Creek"-Star starb im Alter von 48 Jahren nach schwerer Krankheit. Van Der Beek machte Ende 2024 öffentlich, dass er im dritten Stadium an Darmkrebs erkrankt sei. Seine Frau Kimberly Van Der Beek gibt den Tod des Schauspielers bei Instagram bekannt und schreibt: "Unser geliebter James David Van Der Beek ist heute Morgen friedlich verstorben. Er hat seine letzten Tage mit Mut, Glauben und Würde verbracht." Zudem bat die Witwe um Privatsphäre. Der 48-Jährige hinterlässt sechs Kinder.

"Dawson's Creek"-Star James Van Der Beek ist tot
20:36 Uhr

Fast 50.000 Waffen sind in Deutschland verschwunden oder gestohlen

Diese Zahl lässt aufhorchen: 47.335 Waffen aus Privatbesitz sind im Nationalen Waffenregister als gestohlen oder abhandengekommen registriert. Das teilt das Bundesinnenministerium auf Anfrage mit. Und gleich noch eine Zahl, die auch für die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) alarmierend ist: Die Zahl hat sich innerhalb von acht Jahren fast verdoppelt. Vier Fünftel dieser Waffen (38.277) wurden als verloren gemeldet, ein Fünftel (9.058) als gestohlen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Der DPolG-Vizevorsitzende Manuel Ostermann nennt die Zahl der gestohlenen Waffen erschreckend. Hier seien "skrupellose Kriminelle" am Werk. Die gestohlenen Waffen landeten dann "wahrscheinlich auf dem Schwarzmarkt". Diesen illegalen Handel zu unterbinden, gehe nur mit mehr Geld, mehr Befugnissen und mehr Spezialisten bei der Polizei.

Fast 50.000 Waffen sind in Deutschland verschwunden oder gestohlen
19:58 Uhr

Von Beust warnt seine Partei: Koalition mit AfD würde die CDU spalten

Es ist kein Geheimnis: Regierungsbündnisse und eine Mehrheit zu finden wird für die demokratischen Parteien bei den kommenden Landtagswahlen im Osten wohl eine herausfordernde Aufgabe. Hamburgs Ex-Bürgermeister Ole von Beust von der CDU warnt seine Partei vor einem Liebäugeln mit einer Koalition mit der AfD. "Wenn in den ostdeutschen Bundesländern nach den Wahlen jemand aus der CDU auf die Idee käme, mit der AfD zu koalieren, würde das den Laden auseinanderreißen. Ich schätze, dass dann mindestens 30 Prozent unserer Mitglieder weg wären", sagte er dem "Spiegel". Der CDU-Politiker hat in Hamburg selbst mit Rechtspopulisten regiert. Doch einen Vergleich der damaligen Partei Rechtsstaatlicher Offensive von Ronald Schill mit der AfD empfinde von Beust als schwierig und betont in dem Interview: "Das waren keine Nazis!" Doch ob die AfD-Mitglieder Rechtsextreme sind oder nicht, die Frage interessiere aus seiner Sicht nur noch wenige Wählerinnen und Wähler. Nötig seien gute Politik und eine gut laufende Wirtschaft: "Die Digitalisierung muss vorangehen, die Bahn wieder pünktlich fahren."

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Ole von Beust (CDU), früherer Erster Bürgermeister von Hamburg (Foto: picture alliance/dpa)

In diesen Bundesländern stehen in diesem Jahr Wahlen an:

  • 08.03. Baden-Württemberg

  • 22.03. Rheinland-Pfalz

  • 06.09. Sachsen-Anhalt

  • 20.09. Mecklenburg-Vorpommern

  • 20.09. Berlin

Von Beust warnt seine Partei: Koalition mit AfD würde die CDU spalten
19:25 Uhr

Netzwerk für Kindesmissbrauch angeführt? Pilot im Cockpit verhaftet

Ein Flugzeug im brasilianischen São Paulo soll gleich abheben, da kommt überraschend jemand an Bord: die Polizei. Und aus dem Flug wird nichts mehr, denn die Ermittler gehen ins Cockpit und nehmen den Piloten fest. Die Vorwürfe gegen den 60-Jährigen wiegen schwer: Er soll ein Netzwerk angeführt haben, in dem Mädchen vergewaltigt und Aufnahmen von dem Missbrauch gemacht wurden. Die Polizei griff auf dem Flughafen Congonhas in São Paulo zu, als das Flugzeug schon für den Start in Richtung Rio de Janeiro vorbereitet wurde, wie das Nachrichtenport G1 berichtet. Der Mann soll demnach seit mindestens acht Jahren das kriminelle Netzwerk geführt haben. Der Verdächtige räumte dem Bericht zufolge ein, die missbrauchten Mädchen gekannt zu haben. Die Taten stritt er allerdings ab.

Netzwerk für Kindesmissbrauch angeführt? Pilot im Cockpit verhaftet
19:02 Uhr

Niedersachsen will Corona-Soforthilfen zurück: Friseurläden wehren sich

In Niedersachsen gibt es mehr als 7500 Friseurbetriebe - noch? Denn die Branche sieht sich in ihrer Existenz bedroht, weil Tausende Friseurbetriebe in Niedersachsen Corona-Soforthilfen aus dem Jahr 2020 zurückzahlen sollen. Dagegen wehrt sich nun der Landesinnungsverband des Friseurhandwerks mit einer Petition an den Landtag. Die Hilfen seien zunächst als nicht rückzahlbare Billigkeitsleistungen kommuniziert worden, teilt der Verband mit. Friseurinnen und Friseure seien in der Pandemie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und organisatorisch an ihre Grenzen gebracht worden, sagte Landesinnungsmeisterin Manuela Härtelt-Dören. Zudem machten vielen Salons steigende Löhne und Energiepreise, der Fachkräftemangel und eine zurückhaltende Kundschaft zu schaffen. "Die Rückforderung erzeugt heute genau das, was die Soforthilfen verhindern sollten: Existenzangst", sagte Härtelt-Dören. Nach Angaben des Verbandes hätten die meisten Friseurläden einmalige Zuschüsse zwischen 9.000 und 15.000 Euro für drei Monate erhalten. Würden 7.500 Betriebe jeweils 9.000 Euro zurückzahlen, ergäbe sich eine Summe von rund 67,5 Millionen Euro.

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Friseurinnen und Friseure fürchten um ihre Existenz. (Foto: picture alliance / imageBROKER)
Niedersachsen will Corona-Soforthilfen zurück: Friseurläden wehren sich
18:12 Uhr

Epstein-Files: War sein Vertrauter Daniel Siad ein "Mädchen-Jäger"?

Als Headhunter trat er an Mädchen und junge Frauen heran, aber zahlreiche Dokumente aus den Epstein-Akten schreiben dem Franzosen Daniel Siad eine ganz andere Rolle zu - die eines Mädchenjägers für den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Nun erstattet ein mutmaßliches Opfer Anzeige wegen Vergewaltigung und Menschenhandel gegen Siad: das schwedische ehemalige Model Ebba Karlsson. Sie sei im Alter von 20 Jahren in Südfrankreich festgehalten worden, erklärte sie nach Angaben aus Ermittlerkreisen. Siad wies die Vorwürfe in einem bei X veröffentlichten Video zurück und stellt sich selbst als Opfer dar. Epstein habe "sein Vertrauen missbraucht", erklärte der glatzköpfige Mann, der sich als gebürtiger Franzose mit algerischen Wurzeln und schwedischer Staatsangehörigkeit vorstellte. "Ich konnte nicht wissen, wie gefährlich er war", betonte er. Nebenbei erwähnte er, dass er Claudia Schiffer "entdeckt" habe, und erklärte die Epstein-Affäre zu einer Verschwörung der Demokraten gegen US-Präsident Donald Trump. Eine Interview-Anfrage von AFP blieb unbeantwortet.

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Die Epstein-Akten bringen einige prominente und mächtige Menschen in Bedrängnis. (Archivfoto) (Foto: Jon Elswick/AP/dpa)

Da hilft wohl vor allem ein Blick in die Epstein-Akten: Siads Name erscheint mehr als 1000 Mal. In zahlreichen Nachrichten preist er junge Mädchen und Frauen an, schickt Fotos von ihnen und schlägt Epstein Treffen vor. "Süßes französisches Mädchen in Marrakesch, 22 Jahre alt", schreibt er etwa 2002 an Epstein. Und 2014 in einer anderen Mail: "In diesem Geschäft fühle ich mich wie ein Fischer, manchmal fische ich schnell etwas, manchmal gibt es keinen Fisch", schreibt er. In derselben Mail kündigt er "eine Liste von fünf Mädchen zwischen 16 und 17 Jahren" aus Skandinavien an. "In Schweden hätte ich beinahe mein Image riskiert", bemerkt er. Schließlich erwähnt er noch eine 15 Jahre alte Französin, deren Eltern "sehr glücklich sind, dass ihre Tochter Model wird". Nur war es wirklich Siads Absicht, diesen Wunsch der jungen Mädchen und ihrer Eltern zu erfüllen oder ging es nicht vielleicht eher um die Wünsche des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein?

Epstein-Files: War sein Vertrauter Daniel Siad ein "Mädchen-Jäger"?
17:27 Uhr

Echter "Lassie"-Moment: Aufgeregter Hund lotst Polizei zu vermisstem Kind

Das hat etwas vom weltbekannten Film "Lassie": Im US-Bundesstaat Kentucky stößt ein Polizist bei der Suche nach einem vermissten Kind auf einen aufgeregten Hund. Durch eine glückliche Fügung schenkt der Beamte dem Vierbeiner seine Aufmerksamkeit und wird von dem Tier zu dem gesuchten Vierjährigen geführt.

Echter "Lassie"-Moment: Aufgeregter Hund lotst Polizei zu vermisstem Kind
16:44 Uhr

Stadt in Bayern will Rede von AfD-Politiker Höcke verbieten

Erst vor einer Woche fiel AfD-Politiker Björn Höcke im Thüringer Landtag mit einer verbotenen Nazi-Parole auf. Nun will der Mann, den das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem einstuft, bei einer Wahlveranstaltung der AfD im bayerischen Allgäu ans Mikrofon treten. Der Ort Lindenberg wollte der Partei deshalb doch nicht mehr seine Stadthalle überlassen, um für sich vor der Kommunalwahl zu werben. Doch das Verwaltungsgericht Augsburg entschied zugunsten der AfD, weshalb die Verantwortlichen in Lindenberg nun einen anderen Weg einschlagen - nach dem Hinweis des Richters. Dieser erklärte zwar den Entzug der Stadthalle für unzulässig, aber schlug vor, "als milderes vorrangiges Mittel ein Redeverbot für Herrn Höcke" zu verhängen. Wie der "Spiegel" berichtet, kündigt ein Sprecher des zuständigen Ordnungsamtes an, dass das Redeverbot für den Thüringer AfD-Chef am morgigen Donnerstag ausgesprochen werde. Begründet werde es mit zwei Verurteilungen Höckes wegen strafbarer Äußerungen. Man rechne aber damit, dass es erneut zu einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht komme, heißt es. Ob sich der Auftritt des Thüringer AfD-Chefs am kommenden Sonntag, 15. Februar, damit verhindern lässt, wird sich zeigen.

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Björn Höcke bei seiner jüngsten strafbaren Äußerung am Rednerpult im Thüringer Landtag am 4. Februar. (Foto: picture alliance / foto2press)

Wie die "Bild" berichtet, gibt es noch einen ähnlichen Fall in der Gemeinde Seybothenreuth in Bayern, die ebenfalls einen Wahlkampf-Auftritt von Höcke am Samstag (14. Februar) in der örtlichen Mehrzweckhalle verhindern will.

Stadt in Bayern will Rede von AfD-Politiker Höcke verbieten
16:21 Uhr

Cem Özdemir will heiraten - mitten im Wahlkampf

In wenigen Wochen wird in Baden-Württemberg gewählt und Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hofft auf ein "Ja" der Wählerinnen und Wähler. Doch schon vorher will er selber "Ja" sagen: Özdemir und seine Partnerin Flavia Zaka wollen heiraten. "Die Trauung findet im kleinsten Kreis statt", sagte Özdemir. Zuvor hatte die "Stuttgarter Zeitung" über die Hochzeitspläne berichtet. Einer Sprecherin des Politikers zufolge wird das Paar von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer getraut. Dieser sei ein langjähriger Freund der Familie.

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Grünen-Politiker Cem Özdemir und Flavia Zaka wollen bald "Ja" sagen. (Foto: picture alliance / Panama Pictures)
Cem Özdemir will heiraten - mitten im Wahlkampf
15:52 Uhr

Führerschein soll günstiger werden - Fahrstunde mit Verwandten?

Als ich von einem Freund hörte, was er gerade für seinen Führerschein bezahlen muss, musste ich nochmal nachfragen. Der Unterschied zum Preis für meinen eigenen Führerschein liegt bei rund 2000 Euro. Nun braucht mein Bekannter nicht zig Fahrstunden mehr als ich oder ist mehrfach durchgefallen - in Deutschland am Steuer sitzen zu dürfen, ist inzwischen eine (zu) teure Angelegenheit. Das hat sich auch bis nach Berlin herumgesprochen und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder von der CDU bastelt gerade an einer Reform der Fahrschulausbildung. Diese soll nach bisherigem Stand Fahrschülerinnen und Fahrschülern, aber auch den Fahrschulen "mehr Freiheiten" gewähren.

  • Zum einen soll die Pflicht für den Präsenzunterricht in Fahrschulen wegfallen und die Fahrschülerinnen und -schüler sich das Wissen selbst online aneignen. Wer sich gut vorbereitet fühlt, soll sich dann einfach für die Prüfung anmelden können.

  • Auch die Theorie-Prüfung soll verändert werden: Die Prüfungsfragen - derzeit 1169 - sollen um knapp ein Drittel auf rund 840 reduziert werden. Das Bewertungssystem soll zudem vereinfacht werden: Jede Frage erhält nur noch einen Punkt, sicherheitsrelevante Fragen dürfen aber nicht falsch beantwortet werden.

  • Die verpflichtenden Sonderfahrten sollen von bisher zwölf auf drei reduziert werden - je eine Nacht-, Autobahn- und Überland. Wer auch einen Schaltwagen fahren will, muss statt bislang zehn nur noch sieben Fahrstunden in einem Auto mit Gangschaltung absolvieren.

  • Mehr Preis-Transparenz: Bisher müssen die Fahrschulen ihre Preise nur vor Ort aushängen. Zukünftig sollen sie die Preise an eine zentrale Datenbank melden - von dort können Vergleichsportale sie abrufen und aufbereiten, sodass Verbraucherinnen und Verbraucher die Preise vergleichen können. Ähnliches soll für die Bestehensquoten gelten.

  • Die größte Neuerung sollen die Bundesländer erst einmal austesten: die Laienausbildung. Wie bereits in den USA oder in Österreich sollen Übungsfahrten in Begleitung "einer nahestehenden Person" in einem gekennzeichneten Auto gemacht werden dürfen - also mit Eltern oder Großeltern. Voraussetzungen sind für den Schüler oder Schülerin: die bestandene Theorie-Prüfung und sechs praktische Fahrstunden. Für die Begleitung gilt: mindestens seit sieben Jahren den Führerschein.

Über das Eckpunktepapier beraten die Verkehrsministerinnen und -minister bei der nächsten Konferenz im März. Was halten Sie von den Reformvorschlägen?

Führerschein soll günstiger werden - Fahrstunde mit Verwandten?
15:14 Uhr

Sechsköpfige Familie kentert mit Boot in Riesenwelle

In Kalifornien ist eine Familie wohl nur knapp einer Katastrophe entgangen. Allem Anschein nach war es der Vater, der sich und seine Familie in Gefahr brachte. Hafenmitarbeiter sprechen zuvor noch eine Warnung aus.

Sechsköpfige Familie kentert mit Boot in Riesenwelle
14:38 Uhr

Polizei fasst international gesuchten Geldautomaten-Knacker in NRW

Mehr als 50 Fälle geknackter Geldautomaten sollen allein auf sein Konto gehen: einen 50-Jährigen, den die Polizei in Nordrhein-Westfalen festgenommen hat. Der mutmaßliche Geldautomaten-Knacker war mit internationalem Haftbefehl gesucht worden - und war eigentlich schon in Haft: Im April 2023 nahm die Polizei den Mann laut einem Sprecher auf frischer Tat fest. Doch als der Untersuchungshaftbefehl außer Vollzug gesetzt worden war, setzte sich der Mann vor einer Hauptverhandlung Mitte 2024 in die Türkei ab. Der Mann soll nach Polizeiangaben in mehr als 50 Fällen Automaten in Sparkassen und Volksbanken im Hochsauerlandkreis und weiteren Regionen auch außerhalb Nordrhein-Westfalens geknackt haben. "Der dabei entstandene Gesamtschaden ist erheblich", so die Polizei. Wie der 50-Jährige den Behörden nun doch ins Netz ging? Zum Jahreswechsel ging bei den Beamtinnen und Beamten ein Hinweis ein, dass der Gesuchte sich wieder in Deutschland aufhalten könnte. Diesmal wurde Haft "zur Sicherung der Hauptverhandlung" angeordnet.

Polizei fasst international gesuchten Geldautomaten-Knacker in NRW
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Meine liebe Kollegin Leah Nowak läutet den Feierabend ein, aber für "Der Tag" geht es natürlich noch weiter und zwar mit mir. Mein Name ist Johanna Ohlau und bis zum späten Abend halte ich Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Sie haben Fragen, Hinweisen und Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
13:45 Uhr

Deutsche Faxe - Von der Leyen sorgt für Lacher im Parlament

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit einem Seitenhieb auf die deutsche Vorliebe für Faxgeräte für Gelächter im Europäischen Parlament gesorgt. Bei einer Rede zum Bürokratieabbau in Straßburg sagte sie, einige Mitgliedstaaten akzeptierten Korrespondenz noch immer ausschließlich per Fax – und bestätigte mit einem Grinsen: "Das ist wahr." Aus Kommissionskreisen hieß es, die Bemerkung habe sich auf die deutsche Praxis bezogen.

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Deutschlands Fax-Vorliebe ist gar nicht mal so unproblematisch. (Foto: picture alliance/dpa/AFP)

Konkret sprach von der Leyen über die komplizierten Regeln beim grenzüberschreitenden Transport von Müll innerhalb der EU. Dieser müsse eigentlich schnell und effizient ablaufen, werde aber durch nationale Vorschriften ausgebremst. Händler warteten teils monatelang auf Genehmigungen, unter anderem weil Deutschland bei der entsprechenden EU-Richtlinie weiterhin auf Fax-Kommunikation setze.

Deutsche Faxe - Von der Leyen sorgt für Lacher im Parlament
13:13 Uhr

Verurteilter Vergewaltiger nach Berliner Justizpanne auf freiem Fuß

Ein wegen mehrfacher Vergewaltigung und weiterer Gewaltdelikte verurteilter Mann ist in Berlin aufgrund einer Justizpanne aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Nach dem Urteil des Landgerichts vom Juni 2025 wurden die Protokolle der 33 Verhandlungstage nicht fristgerecht fertiggestellt. Das Berliner Kammergericht wertete dies als Verstoß gegen das Beschleunigungsgebot und hob den Haftbefehl gegen den 28-Jährigen auf. Die betroffene Frau steht laut einem Bericht des "Tagesspiegel" unter Polizeischutz.

Der Mann war zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, das Urteil ist jedoch wegen einer eingelegten Revision noch nicht rechtskräftig. Diese konnte ohne vollständige Protokolle nicht bearbeitet werden. Grund für die unvollständigen Protokolle ist dem Bericht zufolge wiederum, dass der zuständige Richter wegen einer Suchterkrankung derzeit nicht im Dienst ist. Laut Gericht handelt es sich um einen absoluten Einzelfall. Die jetzige Freilassung ändere nichts an der Verurteilung: Sollte das Urteil rechtskräftig werden, muss der Mann die Haftstrafe antreten.

Verurteilter Vergewaltiger nach Berliner Justizpanne auf freiem Fuß
12:18 Uhr

Nach E-Mails in Epstein-Akten: US-Musikerin verlässt Künstleragentur

Die US-Musikerin Chappell Roan hat ihren Ausstieg aus der Talentagentur Wasserman bekannt gegeben. Anlass sind im Zuge der veröffentlichten Epstein-Akten öffentlich gewordene E-Mails zwischen Agenturgründer Casey Wasserman und Ghislaine Maxwell. In einem Statement erklärte die Grammy-Gewinnerin, sie erwarte von ihren Teams höchste moralische Standards und könne es nicht hinnehmen, wenn Handlungen im Widerspruch zu ihren Werten stünden.

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Künstler verdienten eine Vertretung, die ihre Sicherheit, Würde und Überzeugungen teile, betonte Roan. (Foto: picture alliance / Jordan Strauss/Invision/AP)

Die Sängerin nannte die Epstein-Akten nicht ausdrücklich, reagierte jedoch auf Berichte über einen als "flirtend" beschriebenen E-Mail-Austausch aus dem Jahr 2003. Casey Wasserman entschuldigte sich inzwischen für die Kommunikation mit Maxwell und erklärte, diese habe vor der Bekanntwerdung ihrer Verbrechen stattgefunden. Er betonte, keine persönliche oder geschäftliche Beziehung zu Jeffrey Epstein gehabt zu haben, räumte jedoch eine Teilnahme an einer Reise in dessen Flugzeug ein.

Nach E-Mails in Epstein-Akten: US-Musikerin verlässt Künstleragentur
11:12 Uhr

Polizei erschießt Mann in Seniorenheim

In Waltrop in Nordrhein-Westfalen ist ein Mann bei einem Polizeieinsatz erschossen worden. Die Einsatzkräfte waren in ein Seniorenheim gerufen worden, weil dort ein 53-Jähriger zwei Menschen mit einem Messer bedrohte, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dortmund mitteilten. Dabei sei es zu einer "weiteren Bedrohungssituation" gekommen, woraufhin die Beamten ihre Dienstwaffe einsetzten, hieß es. Der 53-Jährige wurde dabei verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er wenig später.

Polizei erschießt Mann in Seniorenheim
10:17 Uhr

112 - was man für den Notfall unbedingt wissen sollte

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Im Notfall zählt jede Sekunde. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Der Tag des Notrufs am 11.2. rückt eine Telefonnummer in das Bewusstsein, die im Ernstfall über Leben und Tod entscheidet. Obwohl die 112 jedem Kind bekannt ist, herrscht im Moment höchster Anspannung oft Unsicherheit darüber, wie ein Notruf effizient abgesetzt wird und was im Hintergrund passiert. Das sollten Sie wissen:

Europaweit gültig ohne Vorwahl

Die 112 ist in der EU und in Ländern wie der Schweiz, Island oder der Türkei kostenfrei erreichbar. Festnetz und Mobilfunk verbinden automatisch mit der zuständigen Notrufzentrale, wobei das Handy sich automatisch in das am stärksten verfügbare Netz einwählt, auch wenn der eigene Anbieter keine Abdeckung hat.

Standortortung durch moderne Technik

Ein häufiges Hindernis bei Notrufen ist die Unkenntnis über den genauen Standort, besonders bei Unfällen in abgelegenen Gebieten oder auf Autobahnen. Smartphones nutzen AML, um bei Wahl der 112 automatisch GPS und WLAN zur Standortbestimmung zu aktivieren und die Daten verschlüsselt an die Leitstelle zu senden.

Vorrang für Notrufe im Mobilfunknetz

Notrufe haben im Mobilfunknetz Priorität, bestehende Verbindungen können unterbrochen werden. Seit einigen Jahren ist jedoch eine aktive SIM-Karte nötig, um Missbrauch durch Scherzanrufe zu verhindern.

Hilfe auch bei Sprachbarrieren und Gehörlosigkeit

Das System der 112 ist auf Inklusion ausgelegt. In den Leitstellen sitzen oft Mitarbeitende, die mehrere Sprachen beherrschen oder bei Bedarf Dolmetscher hinzuschalten können. Für Hör- oder Sprachbehinderte gibt es Hilfe per Notruf-Fax oder Apps wie "nora", die den Standort übermitteln und Textkommunikation ermöglichen.

112 - was man für den Notfall unbedingt wissen sollte
09:32 Uhr

Straftäter will in Flugzeug steigen und landet im Gefängnis

Er wollte im Flieger in den Süden und landete in einem deutschen Gefängnis: Ein gesuchter Straftäter ist der Bundespolizei am Flughafen Weeze in die Maschen gegangen. Den Beamten sei der 30-jährige Deutsche bei der Ausweiskontrolle aufgefallen, teilte die Bundespolizei mit. Der Mann habe nach Tanger in Marokko fliegen wollen.

Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass er rechtskräftig verurteilt worden war und gegen ihn ein Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung vorlag. Der Mann wurde vor Ort verhaftet und ins Gefängnis Geldern gebracht, um seine dreieinhalbjährige Haftstrafe anzutreten.

Straftäter will in Flugzeug steigen und landet im Gefängnis
07:59 Uhr

Nice to meet you, Stefan: Baerbock verwechselt Vornamen in Straßburg

Da kann man schon mal durcheinanderkommen: Nach einem Treffen mit dem EU-Handelskommissar in Straßburg ist der Präsidentin der UN-Generalversammlung Annalena Baerbock ein kleiner Fauxpas unterlaufen. Auf X schrieb die frühere Bundesaußenministerin, sich mit "Stefan Sefcovic" getroffen zu haben. Tatsächlich heißt der Politiker Maros Sefcovic. Inzwischen wurde der Post gelöscht.

Nice to meet you, Stefan: Baerbock verwechselt Vornamen in Straßburg
07:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist gestern zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump in die USA gereist. Bei dem heutigen Treffen soll es laut Netanjahu um mehrere Themen gehen, darunter die Lage im Gazastreifen und in der Region sowie vor allem die Verhandlungen mit dem Iran. Er werde Trump die israelische Auffassung zu den Gesprächen mit der Islamischen Republik darlegen, sagte er nach Medienberichten. Trump will Netanjahu um 11 Uhr (Ortszeit, 17 Uhr MEZ) im Weißen Haus empfangen.

Das wird heute außerdem wichtig:

  • Dritte Runde in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder: Nach zwei ergebnislosen Verhandlungsterminen treffen die Gewerkschaften und Arbeitgeber vom 11. bis 13. Februar voraussichtlich letztmals zusammen.

  • Das Bundeskabinett befasst sich mit EU-Regeln für die Regulierung Künstlicher Intelligenz.

  • Der Prozess um den Mord an Polizisten in Völklingen beginnt. Der Angeklagte soll am 21. August 2025 in Völklingen auf mehrere Polizisten geschossen haben, um seine Beteiligung an einem vorangegangenen Raubüberfall auf eine Tankstelle zu verdecken.

  • Die Verteidigung von Marine Le Pen hält ihr Plädoyer im Berufungsverfahren zum Verdacht auf Veruntreuung von EU-Geldern.

  • Die EU-Verteidigungsminister beraten in Brüssel über militärische Unterstützung der Ukraine.

  • Bayern München und RB Leipzig spielen ums Halbfinale im DFB-Pokal.

Mein Name ist Leah Nowak, ich begleite Sie heute durch den frühen "Tag". Bei Fragen, Anregungen oder Kritik schreiben Sie mir gerne an: leah.nowak@ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:09 Uhr

JD Vance löscht Völkermord-Post während Armenienreise

Während seines Besuchs in Armenien sorgt ein Beitrag von US-Vizepräsident JD Vance im Onlinedienst X für Irritation: In einem Post erklärten Vance und seine Frau, sie hätten einen Kranz "am Denkmal für den Völkermord an den Armeniern niedergelegt, um der Opfer des Völkermords von 1915 zu gedenken". Sein Büro erklärte, der Beitrag sei irrtümlich von Mitarbeitern veröffentlicht worden, die nicht zur Delegation gehörten.

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US-Vizepräsident JD Vance bei der Kranzniederlegung während seines Besuchs der armenischen Völkermord-Gedenkstätte Tsitsernakaberd. (Foto: picture alliance/dpa/Pool Reuters/AP)

Armenien strebt seit langem die internationale Anerkennung der Massaker an etwa 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord an. Die Türkei, ein enger Verbündeter Aserbaidschans, weist diese Bezeichnung zurück. Im vergangenen Jahr verzichtete Donald Trump in deutlicher Abkehr von seinem Vorgänger Joe Biden in der traditionellen Grußbotschaft des US-Präsidenten zum Gedenken an die Opfer der Massaker auf den Begriff Völkermord. Der Beitrag von JD Vance wurde nun ebenfalls gelöscht.

JD Vance löscht Völkermord-Post während Armenienreise
06:50 Uhr

Gesundheitliche Probleme: Demi Lovato sagt mehrere Konzerte ab

Demi Lovato hat kurz vor dem Start einer neuen Tour mehrere Konzerte abgesagt. In einer Instagram-Story erklärte Lovato, mit den Vorbereitungen habe sich das Team mehr zugemutet als realistisch machbar sei und man brauche mehr Zeit für Erholung und Proben. Betroffen sind fünf Auftritte in Nashville, Atlanta, Las Vegas, Denver und Charlotte.

Lovato entschuldigte sich bei den Fans, bekräftigte aber zugleich die große Vorfreude auf die verbleibenden Konzerte. Lovato spricht seit Jahren offen über psychische Gesundheit sowie frühere Sucht- und Essstörungen.

Gesundheitliche Probleme: Demi Lovato sagt mehrere Konzerte ab
06:30 Uhr

Ex-Krypto-König Bankman-Fried will neuen Prozess

Der wegen Betrugs zu 25 Jahren Haft verurteilte frühere Krypto-Unternehmer Sam Bankman-Fried hat einen neuen Prozess beantragt. Er argumentiert, zwei frühere Manager seiner zusammengebrochenen Handelsplattform FTX könnten ihn als bislang ungehörte Zeugen entlasten. Der 33-Jährige, der sich derzeit selbst vertritt, ließ den Antrag von seiner Mutter einreichen. FTX, einst einer der größten Handelsplätze für Kryptowährungen, war Ende 2022 kollabiert. Bankman-Fried wurde auf den Bahamas festgenommen und in die USA ausgeliefert.

Zusätzlich versucht das Bankman-Fried-Lager Medienberichten zufolge, eine Begnadigung durch Präsident Donald Trump zu erreichen. Darauf in einem Interview der "New York Times" angesprochen, sagte Trump jedoch, dass er nicht vorhabe, Bankman-Fried zu begnadigen.

Ex-Krypto-König Bankman-Fried will neuen Prozess
05:55 Uhr

Ermittler melden Festnahme im Fall der entführten Mutter der US-Moderatorin Guthrie

Im Fall der entführten Mutter der US-Starmoderatorin Savannah Guthrie ist nach Medienberichten eine Person festgenommen worden. Sie wurde demnach zur Befragung in Gewahrsam genommen, eine Anklage wurde bislang nicht erhoben. Die 84-jährige Nancy Guthrie war nach Ermittlerangaben vermutlich vor mehr als einer Woche aus ihrem Haus im Kreis Tucson im US-Bundesstaat Arizona entführt worden. Der Fall sorgt wegen der Bekanntheit ihrer Tochter landesweit für große Aufmerksamkeit.

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Nach Angaben von FBI-Chef Kash Patel machte der Mann sich offenbar an der Überwachungskamera von Nancy Guthries Haustür zu schaffen. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Zuvor hatte das FBI Foto- und Videoaufnahmen veröffentlicht, die einen bewaffneten, maskierten Mann zeigen. Die schwarz-weißen Bilder stammen laut FBI vom Morgen ihres Verschwindens. Nach Angaben von Ermittlern gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass die festgenommene Person mit dem auf den Aufnahmen gezeigten Maskierten identisch ist.

Ermittler melden Festnahme im Fall der entführten Mutter der US-Moderatorin Guthrie