Donnerstag, 08. April 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:38 Uhr

Das war Donnerstag, der 8. April 2021

Wie lässt sich der Flickenteppich bei Corona-Maßnahmen vermeiden? Abgeordnete der Union wollen dem Bund mehr Kompetenzen in der Pandemie-Bekämpfung verschaffen. Dafür soll das Infektionsschutzgesetz geändert werden. Ob und wie das möglich ist, das erfahren Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:55 Uhr

Ex-NFL-Profi erschießt drei Erwachsene und zwei Kinder

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Phillip Adams soll fünf Menschen und sich selbst getötet haben.

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Ein früherer NFL-Profi-Footballspieler hat im südlichen US-Bundesstaat South Carolina drei Erwachsene und zwei Kinder erschossen. Die Opfer waren ein Arzt, dessen Frau, zwei Enkelkinder und ein Erwachsener, der in dem Haus der Familie arbeitete, wie der Sheriff des Bezirks York, Kevin Tolson, erklärte. Eine weitere Person sei schwer verletzt worden. Die getöteten Kinder waren laut US-Medien fünf und neun Jahre alt.

  • Der Verdächtige Phillip Adams sei wenige Stunden nach der Tat im nahen Haus seiner Eltern tot aufgefunden worden, sagte Tolson. Er sei bisherigen Erkenntnissen zufolge aufgrund von selbst zugefügten Schussverletzungen gestorben.
  • Das Motiv für die Tat vom Mittwoch nahe der Ortschaft Rock Hill sei bislang noch unklar, sagte Tolson. 
  • Adams war dem Nachrichtensender CNN zufolge 32 Jahre alt und hatte von 2010 bis 2015 in der Profiliga des American Football für verschiedene Mannschaften gespielt, unter anderem für die San Francisco 49ers und die New York Jets.
21:17 Uhr

Ein Caravaggio für 1500 Euro? Spanische Regierung stoppt Auktion

Die spanische Regierung hat die Versteigerung eines Ölgemäldes aus dem 17. Jahrhundert gestoppt, bei dem es sich möglicherweise um ein Werk des Renaissance-Meisters Caravaggio handelt. Das Bild dürfe das Land nicht verlassen, schrieb Kulturminister José Manuel Rodríguez Uribes auf Twitter. Am selben Tag hätte das Werk mit dem Titel "Die Dornenkrönung" beim Auktionshaus Ansorena in Madrid unter den Hammer kommen sollen - für ein Startgebot von 1500 Euro.

Experten seien dabei, das Gemälde zu analysieren um herauszufinden, welcher Künstler es gemalt habe, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses. Im Katalog war das Werk dem Umfeld des spanischen Malers José de Ribera zugeschrieben worden.

Die Caravaggio-Expertin Maria Cristina Terzaghi von der Universität Roma Tre sagte der italienischen Zeitung "La Repubblica", sie sei sich der Urheberschaft Caravaggios sicher: "Er ist es."

20:35 Uhr

Dana Schweiger ist schon geimpft

Dana Schweiger hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Auf Instagram postete die 53-jährige Ex-Frau von Til Schweiger zwei Fotos: Eines von ihrem Oberarm mit einem kleinen Pflaster und eines, auf dem sie die Impfbestätigung hochhält. Dazu schreibt sie: "Geimpft! Und ich habe auch gar nicht geweint!" Auf die Frage eines Followers, wie die 50-Jährige schon an einen Impftermin gekommen ist, erklärt Schweiger: "Weil in Amerika alle ab 50 sich schon impfen lassen können." Die Impfung fand laut Standort-Angabe in Malibu, Kalifornien, statt.

 

Dabei ist Dana Schweiger noch gar nicht lange wieder in den USA. Erst Anfang März kehrte sie aus Deutschland zurück. Die schon lange getrennten Schweigers hatten während der Pandemie zeitweise wieder unter einem Dach in Hamburg gewohnt. Knapp acht Monate lebten Dana Schweiger und die gemeinsame Tochter Emma (18), die beide eigentlich in Malibu wohnen, während der Krise in einer Art Familien-WG mit Papa Til. Weil für Emma jetzt die finalen Abschlussprüfungen anstehen, haben sich die Schweigers nun wieder auf verschiedene Kontinente aufgeteilt.

20:30 Uhr

Biden will Waffenrecht verschärfen

US-Präsident Joe Biden hat Erlasse zur Verschärfung des Waffenrechts angekündigt.

  • Ziel sei es insbesondere, die Verbreitung von selbst zusammengebauten Schusswaffen einzudämmen, kündigte er an. Zudem solle eine Registrierpflicht für gewisse Stützen eingeführt werden, mit denen Handfeuerwaffen wie Gewehre eingesetzt werden können.
  • Biden rief die einzelnen Bundesstaaten und den Kongress auf, strengere Gesetze zu erlassen. Die US-Waffenhersteller dürften insbesondere nicht mehr vor Klagen geschützt werden, forderte er. Biden kündigte einen jährlichen Bericht der zuständigen Polizeibehörde über Waffenhandel in den USA an.
  • Erlasse des Präsidenten sind in den USA schwächer als Gesetze des Kongresses. Hochrangige Republikaner warfen Biden schon vor seiner Ankündigung vor, das in der Verfassung verankerte Recht auf Waffenbesitz anzugreifen. Die Waffenlobby NRA kündigte Widerstand an.
19:59 Uhr

Ex-US-Außenminister Pompeo hat einen neuen Job

Der frühere US-Außenminister Mike Pompeo wird Kommentator bei Fox News. Das teilte der konservativ geprägte Sender mit.

Pompeo erklärte, er wolle den Zuschauern einen "offenen, sachlichen Blick" auf die Geopolitik, die internationalen Beziehungen und die "America First"-Politik geben, die zu beispiellosem Wohlstand und Sicherheit beigetragen hätten.

Seit seinem Ausscheiden aus dem Außenamt nach Trumps Abwahl hat Pompeo bei einer konservativen Denkfabrik, dem Hudson-Institut, angeheuert. Ihm werden Ambitionen nachgesagt, für die Republikaner als Präsidentschaftsbewerber bei der Wahl 2024 anzutreten.

19:21 Uhr

Eine Milliarde Euro bei Riesen-Razzia gegen Mafia beschlagnahmt

Mehr als tausend Polizisten nahmen heute an einer Razzia gegen Mafia in verschiedenen Städten Italiens teil. Und das mit beachtlichem Erfolg: Die Ermittler nahmen mehr als 50 Verdächtige fest und beschlagnahmten fast eine Milliarde Euro an Vermögenswerten, die mit Geldwäsche und Steuerbetrug durch Ölgeschäfte in Verbindung stehen.

Die Machenschaften würden die Verbindungen zwischen Mafia und Wirtschaftskriminellen verdeutlichen, hinter denen verschiedene Clans innerhalb der neapolitanischen Camorra und der kalabrischen 'Ndrangheta stünden, erklärte die Staatsanwaltschaft.

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18:35 Uhr

Ohne Führerschein und auf Drogen: Mann liefert sich wilde Verfolgungsjagd

Ein 35 Jahre alter Autofahrer ist nach einer filmreifen Verfolgungsfahrt mit der Polizei im Saarland festgenommen worden. Der Mann hatte Rauschmittel genommen und war ohne Führerschein unterwegs, wie die Polizei berichtete.

Als der 35-Jährige in der Völklinger Innenstadt einen Streifenwagen sah, beschleunigte er und versuchte zu flüchten, wie es im Polizeibericht heißt. Bei der Verfolgungsfahrt in Richtung des etwa zehn Kilometer entfernten Großrosseln sei der Mann viel zu schnell gefahren, habe Autos auf dem Gehweg überholt und mehrere rote Ampeln missachtet. Trotz Gegenverkehrs sei er mittig zwischen den Fahrspuren gefahren. Dabei stieß er mit einem Auto zusammen, setzte seine Flucht aber unbeirrt fort. Kurz darauf prallte sein Wagen gegen einen an einem Waldweg abgestellten Bagger.

Der bei den Unfällen verletzte Mann verließ sein stark beschädigtes Fahrzeug und wurde wenige Meter weiter festgenommen. 

18:05 Uhr

Schlagzeilen am Abend

17:44 Uhr

Elefantenführer beim Nashornzählen von Tiger getötet

Ein Elefantenführer ist bei einer Nashornzählaktion in Nepal von einem Tiger getötet worden. Der 31-Jährige hatte während einer Pause Gras als Futter für seinen Elefanten geschnitten, als der Tiger ihn angriff. Der getötete Mann sollte mit Kollegen auf Elefanten reitend gefährdete Panzernashörner zählen. Die Aktion soll zeigen, wie sich deren Population verändert und damit auch, ob Schutzmaßnahmen unter anderem gegen Wilderer greifen.

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16:56 Uhr

Reicher als Trump: Jüngster Milliardär der Welt kommt aus Deutschland

Der jüngste Milliardär der Welt kommt aus Deutschland, wie das aktuelle "Forbes"-Ranking gezeigt hat. Dabei handelt es sich um den gerade mal 18-jährigen Kevin David Lehmann, dessen Vermögen auf 3,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,8 Milliarden Euro) geschätzt wird. Damit ist er reicher als beispielsweise Donald Trump.

Eine Überraschung dürfte dies allerdings für niemanden sein: Sein Vater, Günther Lehmann, hatte dem Sohn seine Anteile an der Drogeriemarke dm bereits übertragen, als dieser 14 Jahre alt war. Bis zu seiner Volljährigkeit wurde das Vermögen von einem Treuhänder verwaltet - im September 2020 feierte Kevin David Lehmann nun aber seinen 18. Geburtstag.

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16:21 Uhr

Zwei Dutzend Affen büxen aus Tierpark in Baden-Württemberg aus

In Baden-Württemberg sind die Affen los! Rund zwei Dutzend Tiere sind aus ihrem Gehege in einem Tierpark in Löffingen ausgebüxt.

Die Berberaffen konnten offenbar aufgrund von Bauarbeiten unbemerkt ihr Gehege verlassen, wie die Polizei Freiburg mitteilte. Die 20 bis 25 Tiere sind im Rudel unterwegs. Alle Versuche, die Affen wieder einzufangen, schlugen bisher fehl.

Doch keine Angst: Die ausgebüxten Tiere werden die Stadt nicht erobern, nach Angaben der Polizei gelten sie als ungefährlich und ängstlich. Die Beamten baten aber trotzdem darum, die Affen nicht anzusprechen, zu füttern oder einzufangen.

15:49 Uhr

Schönheitswettbewerb eskaliert: "Mrs World" festgenommen

Noch während der Preisverleihung hat sie der frischgekürten "Mrs. Sri Lanka" die Krone vom Kopf gerissen: Die amtierende "Mrs. World" Caroline Jurie ist nach dem Vorfall festgenommen worden. Ihr werde Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher.

Jurie war im vergangenen Jahr "Mrs. Sri Lanka" und errang inzwischen den Titel als schönste verheiratete Frau der Welt. Bei der Wahl der neuen Insel-Schönheit war sie am Samstag in Sri Lankas Hauptstadt Colombo auf die Bühne gestürmt und hatte ihrer Nachfolgerin Pushpika de Silva vor überraschten Zuschauern die Krone vom Haupt gerissen. De Silva musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden, hinter der Bühne gingen Spiegel zu Bruch.

Jurie warf ihrer Nachfolgerin bei der Zeremonie vor, geschieden zu sein und damit nicht die Voraussetzungen für die Wahl zu erfüllen. Tatsächlich lebt die neue "Mrs. Sri Lanka" von ihrem Ehemann getrennt, ist aber noch mit ihm verheiratet.

15:16 Uhr

Nasa lässt neue Mondkapsel in riesigen Pool fallen

NASA und ESA bauen gemeinsam an einer neuen Ära der bemannten Raumfahrt. Das Raumschiff Orion soll mit deutscher Antriebstechnik Astronauten zum Mond bringen und dabei wichtige Erkenntnisse für die Reise zum Mars sammeln. Jetzt testet die US-Raumfahrtbehörde die Aufpralleigenschaften der Raumkapsel.

 

14:42 Uhr

Putin beschwert sich bei Merkel über Ukraine

Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert – und der Ukraine schwere Vorwürfe gemacht.

  • Nach Putins Ansicht sei Kiew für Provokationen in der Ostukraine verantwortlich, durch die die dortige Situation angeheizt wird.
  • Putin und Merkel hätten ihre Besorgnis über die Lage in der Ostukraine zum Ausdruck gebracht, teilte der Kreml mit.
  • In den vergangenen Tagen hatte es wiederholt Berichte über russische Truppenbewegungen an der Grenze zur Ukraine sowie Kämpfe an der Demarkationslinie zu den prorussischen Separatisten gegeben.
14:25 Uhr

Schichtwechsel

Haben Sie den aktuellen Eintrag im Corona-Ticker schon gelesen? Mehr als 650.000 Impfungen wurden gestern verabreicht! Es gibt also endlich mal wieder was Positives zu berichten. Bleibt nur zu hoffen, dass es auch weiter so geht. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich übernehme den "Tag" und wünsche meiner Kollegin Sabine Oelmann, die Sie durch die erste Tageshälfte begleitete, einen schönen Feierabend!

13:35 Uhr

Sonderurlaub wegen Corona

Viele Menschen gehen, wie man so schön sagt, nach über einem Jahr Alltag mit Covid-19 auf dem Zahnfleisch. Homeschooling, Homeoffice, Überstunden - die Corona-Krise bedeutet für viele Arbeitnehmer beachtliche Zusatzbelastungen. Um dem Rechnung zu zollen, verordnen mehrere große Konzerne ihren Mitarbeitern einen Sonderurlaub.

Ähm, arbeiten wir hier nicht auch in einem großen Konzern?

13:43 Uhr

Chancen für arbeitslose Flüchtlinge

Berufseingliederung und Weiterbildung verbessern bei arbeitslosen Flüchtlingen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Demnach haben Geflüchtete, die an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung bei einem Arbeitgeber teilnehmen, nach 21 Monaten eine um 20 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit für eine Beschäftigung als vergleichbare Geflüchtete ohne diese Maßnahmen. Außerdem reduziert eine solche Maßnahme bereits einen Monat nach Beginn die Wahrscheinlichkeit, Grundsicherung zu beziehen, teilte das IAB mit.

"Ein wichtiger Grund dafür dürfte sein, dass Maßnahmen bei einem Arbeitgeber einen direkten Kontakt zu einem Betrieb ermöglichen, was Beschäftigungschancen nach der Förderung eröffnen kann", berichten die Autorin und die Autoren. Flüchtlinge, die eine berufliche Weiterbildung machen, haben der Studie zufolge nach 21 Monaten eine um 13 Prozentpunkte höhere Wahrscheinlichkeit, eine Beschäftigung aufgenommen zu haben als vergleichbare Flüchtlinge, die nicht daran teilnahmen.

13:25 Uhr

Ein Reptil auf Inventur im Supermarkt

Da will man nur mal eben einen Liter Milch kaufen und Waschmittel, und was passiert? Ein Riesenreptil macht einem die Ware streitig. Gesehen in einem Supermarkt in Bangkok. Dort sorgte der kletterfreudige Waran für große Aufregung. Bindenwarane sind in städtischen Gebieten oft auf der Jagd nach Hühnern. Die hat das Tier aber vermutlich auch vom Aussichtsposten auf dem Regal nicht erspäht. Der akrobatische Gast wird höflich von Tierfängern hinausbegleitet.

13:09 Uhr

Häuser von Covid-19-Patienten mit Warnschildern markiert

Immer, wenn man denkt es geht nicht mehr, kommt von irgendwo eine wirklich schlimme Meldung daher: Weil er die Häuser von Covid-19-Patienten mit Warnschildern markiert hatte, ermittelt die venezolanische Staatsanwaltschaft gegen den Bürgermeister der Stadt Sucre. Es handle sich um eine "makabre" Aktion und einen Akt der "Aussonderung", erklärte Staatsanwalt Tarek William Saab.

Auf Videos ist zu sehen, wie Bürgermeister Luis Adrián Duque Plakate mit einem rot durchgestrichenen Kreis an den Hauswänden der Kranken anbringen ließ. "An alle Häuser, wo es einen Covid-Patienten gibt: Da! Warnung! Das Bewusstsein ist der beste Impfstoff", sagte Duque stolz vor einem Plakat.

Venezuela erlebt derzeit die zweite Welle der Pandemie, dort breitet sich die brasilianische Variante des Virus aus. Das Land verzeichnete bisher offiziell knapp 1700 Todesfälle und 165.000 Infektionen, die Opposition und Hilfsorganisationen gehen von deutlich höheren Zahlen aus.

12:59 Uhr

Echt "bio" - 18.000 Liter Gülle in Vorgärten und Kellern

Da werden die Einwohner von Horstmar noch eine Weile was von haben ... Tausende Liter Gülle sind im nordrhein-westfälischen Kreis Steinfurt aus einem umgekippten Anhänger in die Keller zweier Wohnhäuser gelaufen. Der Anhänger eines Traktorgespanns kippte am Mittwochabend aus bisher ungeklärter Ursache in einer Kurve in Horstmar um und prallte gegen ein Carport. Dabei ergossen sich rund 18.000 Liter Gülle über die Straße und Vorgärten.

Nach Angaben der Feuerwehr bahnte sich die übelriechende Flüssigkeit ihren Weg durch Kellerschächte in die Gebäude. Um die Gülle abzupumpen, rückten Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Unteren Wasserbehörde an. Rund 15.000 bis 16.000 Liter seien in der Nacht aus den Kellerräumen gepumpt worden, so der Leiter der Kreisleitstelle. Der Rest sei vermutlich versickert. Ob wegen einer drohenden Verunreinigung des Grundwassers Boden abgetragen werden müsse, werde die Wasserbehörde noch prüfen.

12:47 Uhr

Israel gedenkt der sechs Millionen Holocaust-Opfer

Israel hat am Donnerstag der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust gedacht. Am Vormittag heulten landesweit zwei Minuten lang die Sirenen. Auf den Straßen blieben die Autos stehen, Menschen verharrten in stillem Gedenken. Anschließend begannen in dem Land zahlreiche Gedenkveranstaltungen. In Israel leben nach offiziellen Angaben noch 174.500 Überlebende. 83 Prozent von ihnen sind älter als 80 Jahre, 18 Prozent über 90. Mehr als 900 Holocaust-Überlebende in Israel sind über 100 Jahre alt. Das Durchschnittsalter liegt bei 84,5 Jahren, wie die zuständige Behörde vor dem Gedenktag mitteilte.

Staatspräsident Reuven Rivlin hatte am Mittwochabend bei einer Zeremonie in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gesagt, 900 Holocaust-Überlebende in Israel seien "als direktes Ergebnis" der Corona-Pandemie gestorben. "Sie haben die Ghettos und Todeslager überlegt, die Einwandererschiffe und die Internierungslager", sagte Rivlin. Den letzten Kampf ihres Lebens hätten sie jedoch "verstört und isoliert, hinter Masken und Schutzhandschuhen, sich nach Kontakt sehnend, aber von ihren geliebten Menschen getrennt" geführt. "An diesem Abend sind unsere Herzen mit ihnen und ihren Familien."

Der "Marsch der Lebenden", bei dem sonst junge Juden aus aller Welt von Auschwitz nach Birkenau gehen, soll virtuell stattfinden.

12:21 Uhr

Kindesmissbrauch vor laufender Kamera

Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die kann man als normaler Mensch nicht verstehen. Kindesmissbrauch zum Beispiel. Warum wir das melden? Damit Sie gewarnt sind. Damit Sie Ihre Kinder beschützen können, damit Sie die Signale verstehen, sollte Ihnen etwas auffallen. In diesem Fall nun geht es um einen Mann, der Kinder aus anderen Ländern vor laufender Kamera sexuell missbrauchen ließ. Nun ist der Online-Täter aus München zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sprach den Immobilienkaufmann unter anderem der Anstiftung zur Vergewaltigung und zum schweren sexuellen Missbrauch von Kindern schuldig. Der 40-Jährige brachte demnach auch Kinder in Chats dazu, sich vor der Kamera zu entblößen und sexuelle Handlungen vorzunehmen. Darüber hinaus besaß der Mann zahlreiche Missbrauchsfotos und -videos.

Live ins Netz übertragener Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen, das vor allem auf den Philippinen verbreitet ist, sich aber nach Angaben des Kinderhilfswerks terre des hommes global rasant ausbreitet. Die Täter werden von Menschen aus anderen Ländern dafür bezahlt, Kinder nach deren konkreten Vorgaben sexuell zu quälen.

11:50 Uhr

Leslie Mandokis Idee von einer Brücke

Heute habe ich ein besonderes Schmankerl für Sie in der Mittagspause: Statt Brücken-Lockdown à la Laschet lieber eine musikalische Brücke zum Rest der Welt à la Mandoki. Sie, liebe ntv.de-Gemeinde, kennen Leslie Mandoki schon lange, und Sie dürfen mir gerne vorwerfen, dass ich einen übertriebenen Hang zu Musikern habe, und auch einen Hang zu Männern im besten Alter, speziell zu Musikern im besten Alter, aber das ist ok, ich kann damit leben. Mein Mann auch.

Leslie Mandoki hat es geschafft, in seinem Studio am Starnberger See, in der Solitude des Lockdowns, seine Freunde um sich zu versammeln. Natürlich nicht alle, und natürlich auch nicht alle vor Ort, denn das geht ja gerade nicht, aber herausgekommen ist trotzdem etwas ganz Wunderbares. Das ist total subjektiv? Stimmt! Aber das macht nichts. Noch ein Gedanke von Leslie Mandoki, dann geht's los: "Wir Musiker denken oft mit dem Herzen, und so entstand durch unseren unerschütterlichen Glauben an die verbindende Kraft der Musik mitten im ersten Lockdown die Idee zu "Music is the greatest unifier - Bridging the gap around the world". Die Pandemie belegt uns de facto mit einem Berufsverbot für Konzerte", so der gebürtige Ungar voller Leidenschaft, "aber gerade jetzt dürfen wir mit unserer direkten und emotionalen Bindung zum Publikum eben nicht ruhen, wir müssen lauter sein als je zuvor!" Dass in ihm auch ein Politiker steckt, ist klar: "Die globalen Herausforderungen, vor denen die Menschheit in den kommenden Jahren steht, werden wir nur bewältigen, wenn wir die Spaltungen über alle Grenzen hinweg überwinden." Recht hat er, und nun lehnen Sie sich einfach zurück.

11:05 Uhr

Ibiza in Wien

"Ist der Berg auch noch so steil, a bisserl was geht allerweil." Na dann - rund zwei Jahre nach Bekanntwerden des folgenreichen "Ibiza-Videos" hat der mutmaßliche Drahtzieher der Aktion vor dem Ibiza-Untersuchungsausschuss in Wien ausgesagt. Zum Auftakt betonte der Privatdetektiv erneut, dass niemand anderes hinter dem Projekt steckte. "Es gab keine involvierten Nachrichtendienste, keinen Auftraggeber, keine Hintermänner." Das Video sei der Versuch gewesen, den damaligen FPÖ-Vorsitzenden Heinz-Christian Strache zu entlarven.

Ein ehemaliger Leibwächter hatte zuvor den Parteichef angezeigt, weil er unter anderem sehr üppig auf Kosten der FPÖ gelebt haben soll. Die Polizei sei der Anzeige aber nicht wirklich nachgegangen, so der Privatdetektiv. "Das Video hätte es nicht geben müssen", kritisierte der Sicherheits-Experte.

Das grundlegende Ziel, ein Schlaglicht auf politische Unsitten und Korruption in Österreich zu werfen, sei bestenfalls teilweise erreicht worden. Er habe den Eindruck, dass er mundtot gemacht werden solle. Der Privatdetektiv wurde kürzlich von Deutschland an Österreich ausgeliefert. Die österreichische Justiz ermittelt gegen ihn wegen Drogenhandels und Erpressung. Das im Mai 2019 veröffentlichte Video, auf dem Strache anfällig für Korruption wirkt, hatte zum Sturz der damaligen ÖVP-FPÖ-Regierung geführt. Strache bestreitet die Vorwürfe.

10:40 Uhr

Nie wieder Mettigel

Reiner Calmund steht vor dem Stadtwappen von Saarlouis. Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild

So sah er mal aus ...

(Foto: Oliver Dietze/dpa/Archivbild)

Reiner Calmund hat sich halbiert - hier und da sind aber noch Überbleibsel aus den gewichtigen Zeiten an Callis Körper. Beim ehemaligen Bundesliga-Manager purzelten nach einer Magenverkleinerung Anfang 2020 ja ordentlich die Pfunde: Von 172 auf 100 Kilogramm. Das ging an dem 72-Jährigen natürlich nicht spurlos vorbei, durch den rapiden Gewichtsverlust blieb eine sogenannte Fettschürze zurück. Diese will sich Calmund nun entfernen lassen.

"Ich bin auch so zufrieden, aber mir wurde geraten, die Fettschürze wegmachen zu lassen", erklärt er im Interview mit t-online, aber um etwaige gesundheitliche Einschränkungen - zum Beispiel durch wunde Stellen unter den Hautlappen - zu verhindern, soll es Ende Mai so weit sein.


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10:25 Uhr

Dreifach-Mutter schreibt Brandbrief an Söder

Nicht nur ihr reicht's, verständlich, aber sie unternimmt etwas: Eine Münchner Mutter schreibt daher einen Brandrief an Ministerpräsident Söder. Sie wirft ihm vor, dass die Corona-Politik die Kindheit zerstöre. Pia Turbanisch ist selbst dreifache Mutter, arbeitet halbtags als Kinderkrankenschwester in einer Arztpraxis. In ihrem Schreiben an Söder und Bayerns Kultusminister Piazolo beschreibt sie eindrücklich, wie die strengen Kontaktbeschränkungen und das viele Homeschooling die Kindheit vieler ruiniere.

"Der normale Kontakt zu Gleichaltrigen fehlt in der Entwicklung. Viele Kinder brechen plötzlich in Tränen aus, sind mit ihrer Kraft am Ende", so Turbanisch. Sie möchte, dass Lehrer und Erzieher prioritär geimpft werden, damit der Regelschulbetrieb endlich wieder aufgenommen werden kann.

10:02 Uhr

Ähm, Michel weist Kritik in Sachen "SofaGate" zurück

Protokoll hin, Protokoll her - er hätte etwas sagen müssen! Dennoch weist EU-Ratspräsident Charles Michel die Kritik an seinem Verhalten während des Treffens mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan zurück. Dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen - anders als er - nicht neben Erdogan Platz nehmen konnte, sei auf "die strenge Auslegung der Protokollregeln durch die türkischen Dienste" zurückzuführen, so Michel. Dies habe zu einer "herabgesetzten Behandlung" der Kommissionschefin geführt, die er bedauere.

Die Bilder hätten den Eindruck erweckt, "dass ich in dieser Situation unsensibel gewesen wäre", schrieb er auf seiner Facebook-Seite. "Nichts könnte weiter von der Realität entfernt sein, (...) wir entschieden uns aber, ihn nicht durch einen öffentlichen Vorfall zu verschlimmern."

Von der Leyen und Michel waren am Dienstag nach Ankara gereist, um Möglichkeiten einer Verbesserung der Beziehungen zur Türkei auszuloten. In einem Video ist zu sehen, wie die Kommissionschefin zum Auftakt im türkischen Präsidialamt zunächst stehen bleibt und mit einem "Ähm" reagiert, als sich Erdogan und Michel in zwei nebeneinander stehende Sessel setzen. Sie musste dann in beträchtlichem Abstand auf einem Sofa Platz nehmen. Die "SofaGate" getaufte Affäre löste massive Kritik und Vorwürfe der Frauenfeindlichkeit aus.

Der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker verwies darauf, dass auch er bei Auslandsreisen zuweilen als "Nummer zwei" hinter dem Ratspräsidenten behandelt worden sei. "Normalerweise hatte ich einen Stuhl neben dem Stuhl des Ratspräsidenten, aber manchmal passierte es, dass ich auf einem Sofa saß."

09:12 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:49 Uhr

Amanda Gorman auf "Vogue"-Cover

Das ging schnell, bravo! Nach den Diskussionen um das Cover von Kamala Harris auf der "Vogue" lächelt uns nun Amanda Gorman, die ihren ersten großen Auftritt bei der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden im Januar hatte, von der Mai-Ausgabe des Modemagazins entgegen. Sie sei die erste Poetin auf dem Titelblatt der Modezeitschrift, schreibt die 23-Jährige auf Instagram. Andere Prominente, wie zum Beispiel Jamie Lee Curtis, sind ebenfalls aus dem Häuschen: "Dass ich das noch erleben darf!"

Amanda selbst schreibt, dass sie für diese Gelegenheit "ewig dankbar" sein und dass sie bestimmt nicht die letzte Dichterin sein werde, denn "Poesie und Schönheit sind eng miteinander verbunden". Auf dem Cover trägt Gorman ein orange-grünes Kleid. Der Entwurf des schwarzen Designers Virgil Abloh würde ihre Herkunft ehren, schreibt sie. Darüber hinaus posiert sie unter anderem in einem rosa Tüllkleid von Alexander McQueen und in gelber Seide. Es sei ein "Traum" gewesen, von Annie Leibovitz fotografiert zu werden, freut sich die junge Afroamerikanerin.

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08:32 Uhr

Wetter Wetter Wetter

Leute, es geht bergauf! Wie nicht anders zu erwarten war, wird das Wetter - anders. Vielleicht sogar besser. Lassen wir uns weiterhin überraschen vom April. Beständige Konstanten, die nerven, haben wir doch genug im Leben.

Das kühle Aprilwetter mit Regen und Schneeschauern verabschiedet sich langsam aus Deutschland. Zwar gibt es am Donnerstag im Norden und Osten noch Schneeschauer, im Südwesten aber erreichen die Temperaturen schon wieder zweistellige Werte.

07:56 Uhr

Wende in Fleischbranche in Sicht?

Ein Vierteljahr nach dem Aus von Werkarbeitsverhältnissen in den Kernbereichen der Schlacht- und Fleischindustrie fällt das Fazit aus Gewerkschaftssicht durchwachsen aus. Einige Unternehmen haben bereits im vergangenen Jahr die Werkarbeiter als eigene Arbeitnehmer eingestellt. Insgesamt spreche man von vielen Zehntausend Menschen, die übernommen worden seien. Die übliche Praxis, dass in Schlacht- und Zerlegebetrieben die Kernarbeit nicht von festangestellten Mitarbeitern, sondern von osteuropäischen Werkarbeitern geleistet wurde, hatte die Bundesregierung zum Ende des vergangenen Jahres beendet. Auslöser waren große Corona-Infektionsausbrüche unter der Belegschaft, etwa beim Marktführer Tönnies.

Nach wie vor ist die Wohnsituation ein großes Problem - teils sollen sechs Personen in Drei-Zimmer-Wohnungen untergebracht seien und jeder 190 bis 200 Euro Monatsmiete bezahlen. Allerdings hätten die großen Unternehmen Programme gestartet, die Situation zu verbessern. Den Forderungen nach einem Mindeststundenlohn von 12,50 Euro und 17 Euro für Facharbeiter steht das Angebot der Arbeitgeber von einem Stundenlohn von 10,50 Euro ohne Facharbeiterlohn gegenüber. Die Gewerkschaftsvorschläge seien aus Sicht der Arbeitgeber "realitätsfern und existenzgefährdend". Der tatsächliche Verdienst in den Unternehmen gehe bei den Arbeitskräften weit auseinander.

07:38 Uhr

Asylsuchende demonstrieren am BER

Zahlreiche Demonstranten haben am Mittwochabend am Terminal 5 des Hauptstadtflughafens BER in Schönefeld gegen die Abschiebung Asylsuchender nach Afghanistan protestiert. Ein Teil der Demonstranten blockierte dabei Zufahrtsstraßen, ein anderer Teil gelangte nach Angaben der Polizeiinspektion Flughafen auf das Betriebsgelände. Angemeldet waren der Polizei zufolge 50 bis 75 Personen, allerdings seien am Abend rund 350 erschienen.

Zu den Protesten aufgerufen hatte der Flüchtlingsrat Brandenburg, der für Mittwochabend mit einer Sammelabschiebung nach Afghanistan gerechnet hatte. Offiziell bestätigt wurde das jedoch nicht. Redner kritisieren, durch Abschiebungen nach Afghanistan würden Menschenrechte mit Füßen getreten. Es soll weder Angriffe auf Beamte noch Festnahmen gegeben haben. Der Protest sei gegen 21.45 Uhr beendet gewesen, nachdem das Flugzeug mit den abzuschiebenden Personen abgehoben hatte.

07:17 Uhr

Das wird heute wichtig

Moin,

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Wird es nur ein Traum bleiben?

(Foto: imago images/ActionPictures)

das wird ein wundervoller Tag, man muss es nur wollen. Es schneit, die Sonne scheint - also irgendwo ganz bestimmt, nur nicht in Berlin, aber das ist eine Marginalie - und die Nacht war ruhig, wie man so schön sagt. Das heißt, keine allzu schlechten Nachrichten, bisher. Es sei denn, Sie sind Bayern-Fan. Dann haben Sie heute Nacht vielleicht von Lewandowski geträumt und seiner wundersamen Auferstehung bis zum Rückspiel gegen die Franzosen nächste Woche. Na ja. Und wenn Sie Eltern sind, dann fragen Sie sich vielleicht, ob "das" ewig so weitergehen soll, mit der Schule beziehungsweise Nicht-Schule. Aber da soll heute mal wirklich Klärung reinkommen in den Laden. Ab 16 Uhr beraten die Kultusminister über das weitere Vorgehen, und wenn ich eines weiß, dann, dass ich in meinem nächsten Leben irgendwas mit Kultus machen werde. Der Beginn der Beratungen um 16 Uhr!! Herrlich, genau das richtige für Nachteulen, die sonst nichts vorhaben (können). Stichwort Sperrstunde ... In diesem Sinne, Ihr Earlybird (erreichbar unter sabine.oelmann@nama.de)

  • Die Kultusminister der Länder beraten ab 16.00 Uhr über das weitere Vorgehen an den Schulen, denn in neun Bundesländern gehen am Sonntag die Osterferien zu Ende. Das Gespräch der Kultusministerinnen und -minister diene auch der Vorbereitung des nächsten Corona-Krisengipfels.

  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier berät sich heute mit Vertretern von mehr als 40 Verbänden. Im Mittelpunkt stehen Beratungen zur aktuellen Lage, Schwerpunkte der Videoschalte dürften die Debatte um einen harten Lockdown sowie die Ausweitung von Tests in Firmen sein. Die Wirtschaft kritisiert ein wechselhaftes und uneinheitliches Vorgehen der Regierenden in Bund und Ländern.

  • Grüne und CDU in Baden-Württemberg starten in die Koalitionsverhandlungen für eine Wiederauflage ihres Regierungsbündnisses. Das triste Thema für den Beginn der Gespräche - die Finanzen.

  • Am Landgericht Neubrandenburg beginnt der Prozess gegen einen 35-Jährigen aus Ueckermünde, der 2019 einen neunjährigen Jungen vier Mal auf schwere Art und Weise sexuell misshandelt haben soll. Auch der Stiefvater des Jungen soll beteiligt gewesen sein.

  • Noch ein Prozess: Für die Tötung seiner beiden acht und sechs Jahre alten Kinder muss sich ein 37-Jähriger vor dem Landgericht Regensburg verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die Kinder erstickt zu haben, um seiner getrennt von ihm lebenden Partnerin Schuldgefühle zu machen.

  • Golf: Die 85. Auflage des Masters beginnt heute im Augusta National Golf Club. Insgesamt 88 Spieler begeben sich auf die Jagd nach dem grünen Sieger-Jackett und rund zwei Millionen US-Dollar Preisgeld. Neben Titelverteidiger Dustin Johnson aus den USA schwingt auch Deutschlands Golf-Idol Bernhard Langer wieder den Schläger.

06:56 Uhr

Achtsames Trinken: Was trinke ich, wenn ich nicht trinke?

Kurz vor dem ersten Kaffee mal was wirklich Wichtiges: Gestern Abend, kurz vor Beginn der Sperrstunde, sind Sie da auch noch beim Späti gewesen? Die Angst, dass Bier- oder Weinvorräte nicht reichen könnten, soll im letzten Jahr ja gewaltig gestiegen sein. Machen Sie sich doch aber mal frei von diesen Zwängen, Alkohol ist ja auch keine Lösung! In Berlin gibt es inzwischen ein Fachgeschäft mit - zum Glück - Onlineshop für alkoholfreie Biere, Rum, Gin, Whisky, Wodka, Wein. Und nein, die Macherinnen sehen sich nicht als "Spaßbremsen", sondern mögen den Trend "Mindful Drinking".

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Katja Kauf (l) und Isabella Steiner sehen sich nicht als "Spaßbremsen", sondern stehen für den Trend "Mindful Drinking".

(Foto: dpa)

Denn - Berlins Szene ist zwar berühmt für Rausch und Exzess, doch Corona hat dieses Lebensgefühl ausgebremst. Deswegen gibt es in der Hauptstadt nun den "ersten alkoholfreien Späti Deutschlands". Im "Null Prozent Späti" in Kreuzberg, der nicht zuletzt wegen Corona nur bis 20 Uhr aufhat, und im Online-Shop gibt es alles, was die Leber begehrt, nur eben ohne Umdrehungen. Der "Alkfrei"-Trend, den auch der Biermarkt seit Jahren bedient, breitet sich aus. Die Marke Martini beispielsweise bietet alkoholfreie Aperitivo-Sorten an, im Berliner Stadtteil Friedrichshain eröffnete 2020 eine Alkoholfrei-Bar namens "Zeroliq".

"Wir haben mehr als 200 alkoholfreie Getränkealternativen und helfen dabei, die Frage zu beantworten: Was trinke ich, wenn ich nicht trinke?" so die Späti-Macherinnen Katja Kauf und Isabella Steiner. Die beiden kommen aus Süddeutschland und führen ihre Idee unter anderem auf das - selten hinterfragte -Trinkverhalten zurück, dass Alkohol irgendwie immer geht: Der Mimosa am Morgen, der Aperol in der Sonne oder das Feierabendbier. Es herrsche ein Gesellschaftsklima, in dem es schwierig sei, ein Glas abzulehnen, "ohne dass man dabei entweder überredet, nicht ernst genommen, verurteilt oder als Spaßbremse abgestempelt wird", sagen sie. Dabei gibt es gute Gründe, auf Promille im Glas zu verzichten: leckere Botanicals, Schwangerschaft, die viel gepriesene Achtsamkeit und eine gewisse Diversität auch im Trinkverhalten.

Bald soll es ein Buch zum Thema geben. Auch so ein neuer Trend ...

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