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Petition gegen ZDF-SendungAfD-Politiker zeigt Kurt Krömer nach "Schweinegesicht"-Provokation an

14.10.2026, 21:16 Uhr
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Kurt Krömer plant 2027 eine Lese-Tour. (Foto: picture alliance/dpa)

Kurt Krömer will keine Tickets an "stinkende" AfD-Wähler verkaufen, die der Comedian bei Instagram pauschal als "geistig abgehängt" bezeichnet. Ein Bundesvorstandsmitglied der Partei sieht den Tatbestand der Volksverhetzung gegeben.

Der Comedian Kurt Krömer stößt mit seiner lautstarken Kritik an der AfD und deren Wählerschaft auf Widerstand in der Partei. Der Brandenburger AfD-Landtagsabgeordnete Dennis Hohloch, der Mitglied des Bundesvorstands ist, erstattete gegen Krömer Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Beleidigung. Krömer machte in einem Instagram-Video zuvor deutlich, dass er keine Wähler der AfD bei seiner Lesung im nächsten Jahr sehen wolle.

"Ich wollte mich an dieser Stelle auch nochmal an unsere geistig abgehängten Freunde von der AfD richten", sagte er darin. "Keine Tickets für AfD-Wähler, ja? Euer Geld möchte ich nicht, das stinkt - genauso wie ihr. Außerdem habe ich keine Lust, auf der Bühne zu stehen und in irgendwelche Schweinegesichter zu gucken."

Hohloch sprach von einer "pauschalen Herabwürdigung von Menschen" bei seiner Strafanzeige gegen Alexander Bojcan, wie Krömer mit bürgerlichem Namen heißt. "Wir reden hier nicht nur über AfD-Mitglieder, wir reden über eine viel größere Gruppe und zwar die der AfD-Wähler."

Krömer geht ab September 2027 mit seinem Buch "Du darfst nicht alles glauben, was Du denkst" auf Lese-Tour. Beim ZDF ist zudem bereits ab Ende November eine neue Show mit dem Titel "Krömers letzte Stunde" geplant, sie soll für ZDFneo und das ZDF-Streamingportal produziert werden.

Der AfD-Politiker Hohloch startete eine Online-Petition mit dem Titel "AfD-Wähler als 'Schweinegesichter' - ZDF muss die Zusammenarbeit mit Kurt Krömer beenden". "Der Beitrag Kurt Krömers auf seinem Instagram-Kanal ist eine Äußerung, die in keinem Zusammenhang mit einer Produktion des ZDF steht", betonte ein ZDF-Sprecher.

Krömer kommentierte am Mittwoch die Petition, ging dabei aber nicht auf die Strafanzeige ein. In einem Reel bei Instagram veröffentlichte Krömer ein Foto von Hohloch und schrieb: "Der Mann hinter der ZDF Petition" mit zwei lachenden Smileys. Darunter stand: "Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag gehört zu einer Gruppe von Abgeordneten des Landesverbandes, die der Verfassungsschutz Brandenburg namentlich als gesicherte Rechtsextremisten führt."

Die AfD wird bundesweit vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet. Einzelne Landesverbände werden vom jeweiligen Landesverfassungsschutz als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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