Unterhaltung

Stars schwitzen bei Sommerhitze Bei der "Die Verräter"-Premiere ging es heiß her

04.08.2026, 15:05 Uhr
imageVon Claudia Spitzkowski, Köln
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Sonja Zietlow gibt bei "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" erneut die Gastgeberin. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

RTL feiert die Premiere von "Die Verräter" bei schweißtreibenden Temperaturen in einem Kölner Kino. Hitzig wird es auch in der vierten Staffel zugehen, wie Sonja Zietlow und die anwesenden Verräter und Loyalen vorab verraten.

Das Thermometer zeigte in Köln 35 Grad. Im Cinenova Kino, wo RTL die Premiere der vierten Staffel von "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" feierte, war es gefühlt noch heißer. Die Medienvertreter am roten Teppich und viele der Stars, die dieses Mal dabei sind und extra nach Köln gekommen waren, schwitzten gleichermaßen. Durchaus ein Vorbote darauf, dass es in der neuen Staffel der preisgekrönten RTL-Show hitzig zugehen wird.

Diesen Eindruck erweckt zumindest die erste Folge, die im Anschluss an den Interview-Marathon in einem - glücklicherweise klimatisierten - Kinosaal gezeigt wurde. Darin ist zu sehen, wie Misstrauen und Verdächtigungen unter den Loyalen quasi im Rekordtempo für heiße Diskussionen sorgen - nicht nur am gefürchteten Runden Tisch. Auch bei den Verrätern knirscht es bereits zum Auftakt ein wenig im Harmonie-Getriebe. Einige Neuerungen im Spielablauf sorgen noch zusätzlich für Konfliktpotenzial. So wird es in der vierten "Die Verräter"-Staffel unter anderem einen Mord von Angesicht zu Angesicht geben.

Gastgeberin und Schlossherrin Sonja Zietlow verspricht jedenfalls eine "komplett andere" Staffel als die vorherigen. Nicht nur wegen der Neuerungen im Spielablauf, sondern auch, weil die Dynamik der mitspielenden Menschen einfach immer anders sei, wie sie im Interview mit ntv.de erklärt. Ein Geheimrezept, wie man das Schloss lebend und im Idealfall mit dem Silberschatz im Wert von 50.000 Euro verlässt, hat die erfahrene "Die Verräter"-Gastgeberin - die in den Drehpausen gerne mit ihrem Mann Jens Oliver Haas, seines Zeichens Autor des Formats, Geheimgänge und Kerker im Schloss erforscht - daher auch nicht. Gekonnt täuschen und lügen zu können, müsse man vermutlich einfach "im Blut" haben, so Zietlow. Sie selbst wäre jedenfalls nicht gern Verräterin - viel zu viel Druck: "Ich würde eingehen!" Sie könnte auch den anderen Mitspielern nicht ins Gesicht lügen, "weil ich die so gernhabe".

Jürgen Drews traut der Tochter nicht so viel zu

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Joelina Drews hat bei "Die Verräter" fürs Privatleben dazugelernt. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

Doch mit Gernhaben kommt man in diesem RTL-Format natürlich nicht weit. Mit einer zuvor zurechtgelegten Taktik allerdings oftmals leider auch nicht, wie der eine oder andere Mitspieler verblüfft feststellen musste. "Ich habe mir vorher ganz viele Strategien zurechtgelegt. Die habe ich alle über Bord geworfen. Wenn man dann in der Situation drinsteckt, ist alles ganz anders", fasst Sängerin Joelina Drews ihre "Die Verräter"-Erfahrung zusammen. Zumindest habe sie daraus aber ein privates Learning für sich ziehen können. Ihr neues Mantra laute: "Ein bisschen mehr Geduld haben und erst mal nur beobachten, anstatt sich sofort festzubeißen und direkt nach vorn zu preschen. Das mache ich leider gerne. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr ehrgeizig. Und wenn ich ein Ziel vor Augen habe, dann gucke ich nicht mehr nach links oder rechts, sondern dann gebe ich halt 100 Prozent. Und in diesem Format ist das durchaus ein kleines Hindernis."

Ihr Vater, Schlager-Ikone Jürgen Drews, freue sich, dass sie dabei ist, verrät sie. Allerdings habe er offenbar kein allzu großes Vertrauen gehabt, dass die Tochter weit kommt, wie Joelina Drews lachend erzählt: "Er hat mich zum Zug gebracht und gesagt: 'Bis übermorgen.' Er hat nicht damit gerechnet, dass ich lange durchhalte."

Philipp Fleiter wähnte sich als Host des erfolgreichen Podcasts "Verbrechen von Nebenan - True Crime aus der Nachbarschaft" (hier auf RTL+) durchaus im Vorteil, was seine Teilnahme bei "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" angeht. Dass er sich beruflich viel mit krimineller Energie beschäftigt, habe er seinen Mitspielern aber zunächst bewusst nicht auf die Nase gebunden, gesteht er: "Ich habe gedacht: Schön den Ball flach halten am Anfang. Ich bin nicht so doof und erzähle allen Leuten, dass ich mich nicht mit Lügnern auseinandersetze. Sonst fliege ich sofort raus."

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Bei Philipp Fleiter und Cathy Hummels läuft es zumindest bei der Premiere der vierten Staffel von "Die Verräter - Vertraue Niemandem!" zwischenmenschlich bestens. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

Neben einer Runde Probeliegen im Sarg, die "krass" gewesen sei, habe er besonders das Zwischenmenschliche als herausfordernd erlebt, so Fleiter. "Das ist mir teilweise näher gegangen, als ich vorher dachte. Ich habe Menschen wirklich zusammenbrechen und weinen sehen, das ist mir schon nahegegangen. Und ich habe mich schon das eine oder andere Mal gefragt, ob man das Spiel so persönlich spielen muss, wie das manche Leute gespielt haben. Ich bin der Meinung: nein. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden und auch vor sich selbst." Aber natürlich gehöre Lügen zum Spiel dazu und man dürfe nicht den Fehler machen, "zu denken, das ist jetzt was Persönliches".

Abgehärtet dank Großfamilie

Den psychologischen Faktor hat auch Musiker und "Let's Dance"-Gewinner 2024 Gabriel Kelly etwas unterschätzt, wie er zugibt. "Du wirst in ein Schloss geschmissen, mit lauter verschiedenen Charakteren, Persönlichkeiten, Menschen, die man vorher nicht kannte. Und es geht direkt damit los, dass jeder versucht, ein Hobbypsychologe zu sein."

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Gabriel Kelly fürchtet viele Menschen auf engstem Raum nicht - den Kellys sei Dank. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

Zumindest den Lagerkoller, mit 17 anderen - mehr oder weniger fremden - Menschen tagelang auf engem Raum zusammen zu sein, musste Kelly nach eigenen Angaben nicht fürchten. Schließlich sei er wegen seiner Großfamilie bestens darauf vorbereitet, wie er im Interview erklärt: "Viele Menschen kennen diese Situation gar nicht. Aber ich bin das gewohnt. Sogar noch auf viel engerem Raum und teilweise mit viel lauteren Charakteren."

Direkt mit der eigenen Familie sind Julia und Nina Meise für "Die Verräter" angereist - nämlich mit ihrer jeweiligen Zwillingsschwester. Im TV werben sie als eingespieltes Duo für gute Preise und gute Besserung, im Schloss mussten die Zwillinge das Risiko eingehen, möglicherweise gegeneinander zu spielen: "Es ist das erste Mal in unserem Leben, dass wir nicht als Team angetreten sind." Die Vorstellung, der Schwester vielleicht ins Gesicht lügen zu müssen, sei "sehr hart" gewesen, wie sie gestehen.

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Treffen sich drei Models auf dem roten Teppich: Nina Meise (l.), Papis Loveday und Julia Meise. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

Dass die Meise-Twins als Models arbeiten, könnte ihnen bei "Die Verräter" durchaus Vorteile gebracht haben. Das denkt zumindest einer, der es wissen muss. Ihr Mitstreiter Papis Loveday ist nämlich ebenfalls Model und lief bereits für große Designer wie Galliano, Armani oder Vivienne Westwood über den Laufsteg. Ihm habe das Modeln bei "Die Verräter" sicher ein bisschen geholfen, glaubt Loveday: "Meine Schönheit, mein Lächeln, mein Pokerface."

"Mein Gehirn funktioniert noch super"

Ein Pokerface kann auch Moderations-Legende Marijke Amado aufsetzen, wenn es darauf ankommt. Lügen könne sie nach eigener Angabe allerdings nicht. Zumindest nicht im realen Leben. Bei "Die Verräter" habe es aber geklappt, "weil man eine Rolle spielt". "Man geht jeden Tag wieder durch die Zauberkugel der Verräter oder der Loyalen", erklärt sie in Anspielung auf ihre Kultsendung "Mini Playback Show".

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Marijke Amado (l.) und Sonja Zietlow hatten Spaß bei der "Die Verräter"-Premiere in Köln. (Foto: RTL / Julia Feldhagen)

Eine besonders positive Nebenerscheinung ihrer Teilnahme bei "Die Verräter" möchte die 72-Jährige zum Schluss nicht unerwähnt lassen. Sie habe dadurch feststellen dürfen, dass ihr Gehirn "noch super funktioniert".

"Die Verräter - Vertraue Niemandem!" startet am 17. August bei RTL und wird ab da als zweiwöchiges Krimi-Event im Free TV gezeigt: In acht Folgen, montags bis donnerstags um 20.15 Uhr, wird gelogen, verdächtigt und taktiert. Auf RTL+ hat das Rätselraten bereits am 3. August begonnen - mit neuen Folgen jede Woche immer montags und mittwochs.

Quelle: ntv.de

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