Unterhaltung

Mit 91 im "Unruhestand"Dieter Hallervorden greift wieder zur Zigarette

18.09.2026, 20:17 Uhr
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Auch mit 91 nicht untätig: Dieter Hallervorden. (Foto: picture alliance/dpa)

Je oller, desto doller, heißt es bekanntlich. Und so hat Dieter Hallervorden inzwischen wieder mit dem Rauchen angefangen. Das jedoch aus einem ganz bestimmten Grund. Das Geheimnis, warum er mit 91 immer noch so fit ist, glaubt er derweil zu kennen.

Wie bleibt man fit bis ins hohe Alter? Kabarettist Dieter Hallervorden setzt auf Bewegung. "Ich mache jeden Tag vor dem Frühstück eine Stunde Sport", erklärt er. "Das besteht aus Schwimmen, aus Ergometer und ich mache leichte Dehnübungen und jeden Tag einen Spaziergang. Ich glaube wirklich, dass es ziemlich viel bringt", so der 91-Jährige.

"Ich trage hier auch so einen komischen Apparat, der immer alles misst", sagt Hallervorden und zeigt währenddessen auf ein Gerät an seinem Handgelenk. Neben der Herzfrequenzvariabilität zeige das technische Hilfsmittel etwa auch an, ob er genügend schlafe oder im Schlaf Stress gehabt habe.

Das Gerät "schreibt mir vor, dass ich nach 22 Uhr auf keinen Fall noch essen oder rauchen darf", sagt Hallervorden. "Ich halte mich zwar nicht sklavisch daran, aber es hilft mir schon, dass jemand da ist, der sagt: 'Pass mal auf, wenn du älter werden willst, musst du das und das bedenken.'"

Maximal fünf Zigaretten am Tag

Das Wichtigste sei für ihn aber etwas anderes: "Ich glaube, was wirklich alt macht, ist Untätigkeit. Also ich kenne ja viele meiner Kollegen, die sagen: 'Ja, ich freue mich auf den Ruhestand.' Ich bevorzuge den Unruhestand. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, von mir aus aufzuhören."

Nach vielen Jahren als Nichtraucher rauche er inzwischen wieder "aus Kollegialität meiner Frau gegenüber", sagt Hallervorden. "Wir haben uns als Nichtraucher kennengelernt und sie kam vom Dreh zurück und musste eben rauchen. Und dann dachte ich: 'Na ja, ehe ich das jetzt also ertrage, rauche ich mit.' Aber ich rauche nur abends und maximal fünf am Tag." Für ihn sei es aber kein Problem, von heute auf morgen aufzuhören, ist er sich sicher.

Hallervorden wurde in den 1970er-Jahren mit Sketchen in "Nonstop Nonsens" bekannt und spielte in Filmen wie "Sein letztes Rennen" und "Honig im Kopf" mit. Außerdem leitet er mehrere Bühnen, darunter das Schlosspark Theater in Berlin, das gerade seine 18. Spielzeit eröffnet hat.

"Solange mich meine Beine auf die Bühne tragen, solange der Kopf noch mitmacht und unten Leute sitzen, die mich sehen wollen, werde ich natürlich weiter dabeibleiben, klar", sagt Hallervorden. Der Schauspieler engagiert sich auch politisch, im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt etwa gegen die AfD. Sich einzumischen, sei einfach seine Natur, erklärt Hallervorden. "Ich habe einen unheimlichen Freiheitswillen und ich glaube, der wird auch nie erlöschen."

Quelle: ntv.de, vpr/dpa

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