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Podcast "Ditt & Datt & Dittrich" "Ein guter Politiker ist uneigennützig"

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Macht eine Politik, bei der "die Tassen im Schrank" bleiben sollen: CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet beim TV-Triell von RTL .

(Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool)

Armin Laschet will "die Tassen im Schrank lassen", Olaf Scholz redet in der Tradition von Professor Hastig und Annalena Baerbock macht verlorenen Boden wieder gut. Auch der ntv-Podcast "Ditt & Datt & Dittrich" analysiert das große TV-Triell zur Wahl.

Der Kampf ums Kanzleramt geht in die heiße Phase. Am Sonntagabend haben Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz im TV-Triell von RTL und ntv mit Pinar Atalay und Peter Kloeppel im teils hitzigen Schlagabtausch argumentiert, warum die Wählerinnen und Wähler bei der Bundestagswahl im September ihr Kreuzchen bei ihrer Partei machen sollen.

Im ntv-Podcast "Ditt & Datt & Dittrich" schauen Verena Dittrich und Ronny Rüsch noch einmal auf die Kandidaten. Dabei geht es den beiden nicht etwa um einen Faktencheck, wie: Wer lag in Runde eins vorn, wer hatte die besten Argumente oder wer konnte am meisten überzeugen, sondern vielmehr um den Aspekt der Glaubwürdigkeit von Politikern - besonders im Wahlkampf. Konnte Olaf Scholz mit seiner ruhigen, besonnenen Art punkten? Wird Armin Laschet seine cholerische Onkelhaftigkeit auf den letzten Metern doch noch zum Verhängnis? Und muss man wirklich "die Tassen im Schrank lassen", um gute Politik zu machen?

Ditt & Datt & Dittrich

Welcher Promi hat sich mal wieder in die Nesseln gesetzt? Welcher Polit-Talk ging daneben? Welches Trash-TV begeistert selbst Kulturattachés? Willkommen bei "Ditt & Datt & Dittrich" - dem lebhaften Podcast von ntv-Kolumnistin Verena Maria Dittrich und ihrem Hausmeister Ronny aus der Eichhörnchenstraße. Jeden Dienstag gibt es eine lebendige Talkrunde zu aktuellen Themen, die uns alle beschäftigen. Von Reality-TV über Gesellschaftspolitik bis Kultur: Ein kritischer und humorvoller Entertainment-Spagat.

Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, bei RTL+ Musik, Amazon Music, Apple Podcasts, Google Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.

Was soll man beispielsweise davon halten, wenn ein Kanzlerkandidat, der für eine Partei antritt, die 16 Jahre dieses Land mitregiert hat, sagt: "Wir müssen jetzt mal anfangen!" Ist es nicht tatsächlich eher so, dass die gesamte Parteienlandschaft dieser Tage, wie Rüsch findet, "ziemlich planlos" ist? Gerade im Wahlkampf zeigt jede Partei mit dem Finger auf die andere, stets mit der Prämisse, man selbst würde alles besser machen. Viele Fragen bleiben auch nach dem Triell offen, zum Beispiel: Wie kann Armin Laschet, dessen Partei seit gefühlten Ewigkeiten dieses Land regiert, proklamieren, für den Wandel - den "Wind of Change" zu stehen?

"Meine Partei, meine Karriere"

Eines gerät im Kampf um den Einzug in das höchste Amt nämlich vollkommen in den Hintergrund: die kollektive Geschichtsbesoffenheit von SPD und Grüne, offenbar nie an der Macht gewesen zu sein. Gern wird für das öffentliche Bewusstsein so getan, als habe es unter Altkanzler Schröder keine Möglichkeiten gegeben, das Land zukunftsfit zu machen. Auch unter Schröder war der Klimawandel längst auf dem Vormarsch! Alle vier Jahre das gleiche Prozedere: Jede Partei behauptet, in ihrem Programm stecke der Schlüssel, den es braucht, um die Tür zu einer leuchtenden Zukunft aufzustoßen.

Was bleibt, ist nicht selten das subjektive Gefühl großen Politiker-Egos mit wenig Bodenhaftung und Bezug zur Basis beim Schwadronieren zu lauschen. Und dieser Eindruck ändert sich auch nicht, wenn man sich in Wahlkampfzeiten unters Volk mischt. Jede Partei steht für etwas: Die einen haben das Klima zu ihrem Schwerpunkt erkoren, die anderen den Mindestlohn, soziale Gerechtigkeit oder Steuerentlastungen. In Zeiten wie diesen aber braucht es gemeinsame Schwerpunkte, um politische Erfolge zu feiern.

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Politische Karriereleitern, an deren Höhepunkt ein Ministerposten winkt: Das ist wenig weitsichtig an Deck des trägen Dampfers, der sich seit Jahrzehnten durch unsere Politiklandschaft laviert oder wie Rüsch sagt: "Ein guter Politiker muss uneigennützig sein." Die Parole in der heutigen Zeit darf nicht mehr lauten: "Meine Partei, meine Karriere", sondern: "Was tut der Allgemeinheit gut?"

Stattdessen werden nach wie vor zu viele Kompromisse eingegangen - meist jedoch nicht zum Wohle des Landes und der Menschen, sondern viel zu oft aus politischem Kalkül und wegen der Daumenschrauben einer immer einflussreicheren Industrielobby.

Warum wir dringend eine ehrlichere Politiklandschaft brauchen, die gemeinsam an einem Strang zieht und einen wirklichen "Wind of Change" herbeiführt - jetzt in einer neuen Podcastfolge von "Ditt & Datt & Dittrich".

Quelle: ntv.de

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