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Verdacht der Erpressung Ermittlungen gegen Bushido und Clanchef

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Waren früher mal sowas wie Bros: Arafat Abou-Chaker (l.) und Bushido

(Foto: imago images/Mauersberger)

Kürzlich sitzt Rapper Bushido vor Gericht, um gegen seinen ehemaligen Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker auszusagen. Nun muss er sich bald womöglich gemeinsam mit ihm vor selbigem verantworten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die beiden wegen räuberischer Erpressung.

Gegen Rapper Bushido und seinen angeklagten Ex-Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker hat die Berliner Staatsanwaltschaft kürzlich ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf räuberische Erpressung eingeleitet. Das wurde jetzt im Prozess gegen Clanchef Arafat Abou-Chaker am Berliner Landgericht bekannt. Auslöser sei eine im März 2021 erstattete Strafanzeige durch eine Rechtsanwaltskanzlei gewesen, sagte der Vorsitzende Richter. Gegen wen sich eine angebliche Erpressung gerichtet haben soll, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Hintergrund sollen Vorwürfe eines Berliner Plattenlabels sein, das Bushido 2004 nach Differenzen verlassen hatte, hieß es am Rande des laufenden Strafprozesses. Arafat Abou-Chaker habe ihm bei der Trennung geholfen, hatte der Musiker als Zeuge in dem Prozess gegen seinen Ex-Geschäftspartner erklärt. Einer der Anwälte von Abou-Chaker sagte am Rande des Prozesses zu der neuen Strafanzeige: "Ich gucke mir das in Ruhe an und werde den Vorwurf zersägen."

Prozess geht im Mai weiter

In dem seit acht Monaten laufenden Prozess geht es um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Bushido, nachdem er im September 2017 die Beziehungen zu seinem langjährigen Geschäftspartner aufgelöst hatte. Arafat Abou-Chaker habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido unberechtigt eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert, so der Vorwurf. Der Musiker sei bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert worden.

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Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen Hauptangeklagten Arafat Abou-Chaker Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung vor. Mitangeklagt sind drei Brüder des Clanchefs. Die vier Männer haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Bushido, bürgerlich Anis Ferchichi, ist in dem Prozess Zeuge und Nebenkläger. In seiner Aussage, die sich über 25 Tage erstreckte, hatte er seine Beziehung zu Arafat Abou-Chaker mit einer Zwangsheirat verglichen und erklärt, er habe "unfreiwillige Zahlungen" über Jahre hinweg über sich ergehen lassen. Aus Angst habe er sich lange gefügt. Der Prozess wird am 3. Mai fortgesetzt.

Quelle: ntv.de, nan/dpa

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