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"Fühlt sich surreal an" König Charles überrascht Hutmacherin mit ungewöhnlicher Spende

11.08.2026, 13:51 Uhr
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Lösungsorientiert: König Charles III. (Foto: IMAGO/i Images)

Einer britischen Hutmacherin geht das Material aus, weil Hitze und Dürre die Ernten in Großbritannien verderben. König Charles III. erfährt von ihrer Notlage und findet eine sehr persönliche Lösung. 

König Charles III. hat einer britischen Hutdesignerin die komplette Ernte eines Weizenfeldes auf seinem Landsitz Sandringham in Norfolk überlassen, wie unter anderem das britische Magazin "Hello!" und die Zeitung "Daily Mirror" berichten. Empfängerin der ungewöhnlichen Spende ist Emily Hurst, die hochwertige Strohhüte für Frauen fertigt und Probleme hat, an ihren wichtigsten Rohstoff zu kommen.

Sie erhalte kaum noch Maris Widgeon, eine traditionelle britische Weizensorte, die unter Hutmacherinnen und Hutmachern besonders geschätzt wird, hatte Hurst dem Monarchen bei einer persönlichen Begegnung erklärt. Schlechte Ernten und extreme Witterung hätten das Angebot zusammenschrumpfen lassen. Der 77-jährige König reagierte prompt.

Für Hurst ist die Dimension dieser Spende offenbar noch nicht ganz greifbar. Im BBC-Radiosender Radio 4 sagte sie, aus dem Ertrag eines ganzen Feldes ließen sich möglicherweise Hunderte Hüte herstellen. "Das ist ehrlich gesagt schwer vorstellbar, es fühlt sich immer noch surreal an, es sackt gerade erst."

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Hutmacherin Emily Hurst (r.) neben einem Model, das einen ihrer Strohhüte trägt. (Foto: Dave Benett/Getty Images for Roy)

Ihr Handwerk lernte Hurst dort, wo Charles seinen privaten Garten pflegt. Sie absolvierte einen 35-wöchigen Lehrgang der Chanel and King's Foundation Millinery Fellowship in Highgrove in Gloucestershire, wo unter anderem an historischen Maschinen gearbeitet wird.

"Spannende Zukunft in der modernen Mode"

2025 erhielt sie als erste Absolventin des Programms ein Stipendium der Rennbahn Ascot über 10.000 Pfund. Damals sprach sie von einer großen Ehre und warb für das Material: "Stroh ist ein außergewöhnlicher und oft übersehener Werkstoff mit tiefer kultureller Bedeutung und einer spannenden Zukunft in der modernen Mode." Ihr gehe es darum, dass dieses überlieferte Handwerk nicht nur überlebe, sondern wieder aufblühe.

Ihre Entwürfe waren zwischenzeitlich im Highgrove-Shop erhältlich, die Erlöse flossen an die King's Foundation. Inzwischen arbeitet Hurst auch für Luxusateliers.

Der König selbst hält sich gerade nicht in Norfolk auf. Den Landsitz Sandringham nutzen Charles und Königin Camilla traditionell über Weihnachten, den Sommer verbringen sie wie schon Queen Elizabeth II. meist auf Schloss Balmoral in Schottland.

Extreme Hitze in Großbritannien

Der Rohstoffmangel ist Teil eines größeren Problems. Großbritannien steuert in dieser Woche auf eine weitere Hitzewelle zu. Der Met Office prüft nach Angaben des "Daily Mirror" Extremwetterwarnungen der Stufen Amber oder Rot, Donnerstag könnte der heißeste Tag des Jahres werden. Der bisherige Höchstwert für 2026 liegt bei 38 Grad, gemessen am 26. Juni im norfolkschen Lingwood.

Für die Landwirtschaft zeichnet sich eine düstere Bilanz ab. Nach monatelanger Trockenheit droht die schlechteste Getreide- und Ölsaatenernte seit Beginn vergleichbarer Aufzeichnungen. Prognosen zufolge könnte sie bis zu 2,5 Millionen Tonnen unter früheren Erwartungen liegen, was die Betriebe Einnahmen von rund 390 Millionen Pfund kosten könnte.

Hinzu kommen Brände. Im New Forest bei Bolderwood in Hampshire mussten Autofahrer ihre Wagen stehen lassen, die Polizei warnte sie eindringlich vor Lebensgefahr. Betroffen ist geschütztes Heideland, in dem wilde Ponys, Rotwild sowie seltene Vögel und Insekten leben.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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