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Behindertenausweis gefälscht?Melanie Müller sagt Prozess krankheitsbedingt ab

11.08.2026, 12:34 Uhr
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Die frühere Dschungelkönigin Melanie Müller steht nicht zum ersten Mal vor Gericht. (Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Wegen des Zeigens des Hitlergrußes wurde Schlagersängerin Melanie Müller bereits verurteilt. Nun droht ihr ein neuer Prozess: Sie soll einen Behindertenausweis gefälscht und benutzt haben. Doch zum geplanten Auftakt kommt es vorerst nicht.

Der Prozess gegen die Ballermann-Sängerin Melanie Müller wegen Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Leipzig ist kurzfristig abgesagt worden. Melanie Müller habe ein Attest vorlegt und krankheitsbedingt abgesagt, teilte ein Gerichtssprecher auf Anfrage mit. Nach ihrer Verurteilung wegen eines Hitlergrußes sollte sich die frühere RTL-Dschungelkönigin ursprünglich wegen eines angeblich gefälschten Behindertenausweises verantworten.

Die 38-jährige Musikerin soll bei einem Termin am Amtsgericht Leipzig im August 2024 einen Wagen auf einem ausgewiesenen Schwerbehindertenparkplatz vor dem Haupteingang des Amtsgerichts geparkt haben. Bei dem hinterlegten Behindertenausweis soll es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Fälschung gehandelt haben.

Der Kreis Recklinghausen, auf den der Ausweis ausgestellt war, hatte Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Leipzig erstattet. Daraufhin wurde das Haus von Müller durchsucht. Es sei nach Beweismitteln gesucht worden, hatte eine Polizeisprecherin damals erläutert. Nähere Angaben hatte sie nicht gemacht.

Gegen die Musikerin wurde wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung ein Strafbefehl in Höhe von 60 Tagessätzen erlassen. Da Müller dagegen Einspruch einlegte, sollte der Fall nun in einem öffentlichen Prozess am Amtsgericht Leipzig verhandelt werden. Ein neuer Termin steht den Angaben zufolge noch nicht fest.

Hitlergruß bei Konzert gezeigt

Die Schlagersängerin ist rechtskräftig wegen Zeigen des Hitlergrußes verurteilt. Die 38-Jährige hatte auf eine Revision verzichtet. Im Januar hatte das Landgericht Leipzig die frühere RTL-Dschungelkönigin wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen und Drogenbesitzes in zweiter Instanz verurteilt. Es verhängte eine Gesamtstrafe von 70 Tagessätzen à 50 Euro - insgesamt 3500 Euro.

Laut Landgericht hatte Müller bei einem Konzert im September 2022 mehrmals den Hitlergruß gezeigt. Die Angeklagte habe sich zum Ende eines Konzertes durch das Publikum hinreißen lassen, hieß es in der Urteilsbegründung. Müller hatte die Vorwürfe über ihren Verteidiger zurückgewiesen.

Melanie Müller wurde in Sachsen geboren und gewann 2014 die achte Staffel der RTL-Dschungelshow "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Danach war sie in zahlreichen weiteren TV-Formaten zu sehen. Als Schlagersängerin singt sie auf Mallorca und tritt bei gebuchten Veranstaltungen auf.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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