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Bewegende DankesredeTaylor Swift wird jüngste Songwriterin in der Hall of Fame

12.06.2026, 11:24 Uhr
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Große Ehre für Taylor Swift in New York. (Foto: IMAGO/ZUMA Press)

Mit erst 36 Jahren wird Taylor Swift als jüngste Frau in die legendäre Songwriters Hall of Fame aufgenommen. In ihrer Dankesrede macht sie jungen Musikerinnen und Musikern Mut und kontert Kritiker. 

Taylor Swift hat erneut Musikgeschichte geschrieben. Mit ihren 36 Jahren ist sie die jüngste Frau aller Zeiten, die in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen wurde. Den absoluten Altersrekord hält weiterhin Stevie Wonder, der 1983 mit 32 Jahren aufgenommen worden war.

Weil Swifts Debütsingle "Tim McGraw" im Juni 2006 erschien, erfüllt sie mit ihrem musikalischen Höhenflug in den vergangenen 20 Jahren eines der wichtigsten Aufnahmekriterien: Laut der Statuten muss ein Künstler auch zwei Jahrzehnte nach der ersten Veröffentlichung eines Songs über ein bedeutendes Werk verfügen.

Neben Swift wurden 2026 zudem Alanis Morissette, Kenny Loggins, Christopher "Tricky" Stewart, Paul Stanley und Gene Simmons von Kiss sowie Terry Britten, Graham Lyle und Walter Afanasieff in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen.

Zu der Veranstaltung, die am Donnerstag im Marriott Marquis Hotel in New York City stattfand, wurde Swift von ihrer Mutter Andrea Swift, ihrer zukünftigen Schwiegermutter Donna Kelce und ihrem Verlobten Travis Kelce begleitet. Der Tight End der Kansas City Chiefs verließ laut US-Magazin "People" das obligatorische Minicamp seines Teams früher als geplant, um rechtzeitig in New York einzutreffen.

Taylor Swift bedankte sich in einer 20-minütigen Rede für die Aufnahme. Wenn sie auf ihre gesamte 23-jährige Musikkarriere zurückblicke, sei das Songschreiben "das Einfachste" gewesen, erklärte sie - einfach, gemessen an den "Höhen und Tiefen, den Kämpfen in der Branche, den Prüfungen und Schwierigkeiten, den Tränen und dem Jubel, der Lawine an Zweifeln, der berechtigten und unberechtigten Kritik, dem völligen Verlust der Privatsphäre, den Welttourneen, den Ego-Kämpfen und den Wendungen des Schicksals", die ihr im Laufe ihrer Karriere begegnet seien. Sie habe den Weg der Songwriterin eingeschlagen, als sie noch "zu jung war, um mich daran zu erinnern, dass es überhaupt eine Wahl gab". Es sei ihr einfach "instinktiv" leichtgefallen: "Niemand hat mir beigebracht, wie man das macht." Sie habe es erst durch "unzählige Versuche und Irrtümer" lernen müssen.

Swift hob in ihrer Rede besonders hervor, dass ihre Eltern und ihr Bruder für ihre Musikkarriere Opfer hätten bringen müssen, als die ganze Familie von Pennsylvania nach Nashville umgezogen sei, "damit ich mein Handwerk in der Songwriting-Hauptstadt der Welt verfeinern konnte". "Auch wenn Worte eigentlich meine Stärke sein sollten, werde ich euch nie genug dafür danken können, dass ihr das für mich getan habt. Ihr seid der Grund, warum ich heute Abend hier bin", erklärte Swift mit Tränen in den Augen in Richtung ihrer Familie.

Demütig und glücklich

"Als Songwriter können wir nur hoffen, die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade in ihrem Leben stehen. Aber diesen Moment kann man erzwingen. Man kann nur hoffen, dass man ihnen durch einen glücklichen Zufall zur gleichen Zeit auf demselben Weg begegnet. Dass irgendwo, inmitten des Lärms des Alltags, eine Zeile, die wir geschrieben haben, oder eine Melodie, die wir komponiert haben, durchdringt, und sie es hören und etwas empfinden. Dass sie Gänsehaut bekommen oder sich leichter fühlen oder an jemanden denken, den sie lieben. Unser Ziel ist es, diesen Funken des Wiedererkennens in einem anderen Menschen hervorzurufen, weil etwas, das sich für uns gut und wahr anfühlte, sich für sie gleichzeitig auch gut und wahr anfühlt", erklärte die vielfache Grammy-Gewinnerin die Magie des Songwritings. Nichts mache sie glücklicher, als wenn Menschen mit ihren Songs Erinnerungen verbänden: "Es macht mich demütig, wie Fans meine Lieder auf ihre ganz eigene Weise verewigt haben und sie Teil ihrer Realität geworden sind."

Wenn sie jungen Musikerinnen und Musikern etwas raten wolle, dann wäre es, "dass man das, was man aus tiefstem Herzen liebt, wirklich in den Vordergrund stellen muss. Denn das wird man brauchen, wenn der eigene Song jemals von der Öffentlichkeit gehört wird. Oder von den Kritikern. Oder von den Hatern, die sich als Kritiker ausgeben, oder von den Leuten, die ständig online sind, oder von den Robotern, die sich als Leute ausgeben, die ständig online sind."

Es sei schwer, sich gegen "bestimmte brutale Elemente dieser Welt" abzuhärten, so Swift. Doch sie halte es diesbezüglich mit einem Zitat aus der TV-Serie "Yellowstone": "Wenn du etwas aufbaust, das es wert ist, besessen zu werden, wird jemand versuchen, es dir wegzunehmen."

Quelle: ntv.de, csp

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