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Von Brad Pitt bis Hailey Bieber Wie Promis Joe Biden unterstützen

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Eine von Bidens Unterstützerinnen: Hailey Bieber.

In genau einer Woche ist es so weit. Dann wird in den USA gewählt und darüber entschieden, ob Donald Trump Präsident des Landes bleibt oder Joe Biden in seine Fußstapfen tritt. Für viele Promis steht ihr Favorit fest. Sie unterstützen Biden auf unterschiedlichste Art und Weise.

Am 3. November entscheidet sich in den USA, wer das Land die nächsten vier Jahre regiert. Der Wahlkampf des republikanischen Präsidenten Donald Trump und seines demokratischen Herausforderers Joe Biden befindet sich dementsprechend in der heißen Phase. Für viele prominente Wähler steht allerdings bereits fest, wem sie ihre Stimme geben: Joe Biden.

Zu den Biden-Anhängern zählt etwa Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson. Seit Kurzem ist er dank mehr als 200 Millionen Followern der US-Amerikaner mit den meisten Abonnenten auf Instagram. Ende September nutzte er diese Reichweite erstmals politisch und postete ein Video, in dem er sich mit Joe Biden und dessen Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris unterhält und offen zu den beiden bekennt. "Du hast meiner Meinung nach mit großem Mitgefühl, viel Tatkraft und großem Herz geführt", lobt der "Skyscraper"-Star den Politiker. "Ihr habt beide offensichtlich Erfahrung darin, zu führen."

Cookies pro Biden

Am Abend der Fernsehdebatte zwischen Harris und Mike Pence, den beiden Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten, machte sich auch Taylor Swift für das Team der Demokraten stark. Für den Fall, dass ihr Magen während des TV-Duells knurrte, hatte Swift gut vorgesorgt - mit Biden/Harris-Cookies. Auf Twitter präsentierte sie ihren knapp 87 Millionen Followern die leckeren Köstlichkeiten.

Im "V Magazine" erschien am selben Tag ein Editorial, in dem Swift sich offen für Biden und Harris ausspricht. "Die Veränderung, die wir am dringendsten brauchen, ist, einen Präsidenten zu wählen, der anerkennt, dass People of Color es verdienen, sich sicher und vertreten zu fühlen, dass Frauen es verdienen, entscheiden zu können, was mit ihrem Körper passiert und dass die LGBTQIA+-Community es verdient, anerkannt und einbezogen zu werden", schrieb die Musikerin. Jeder verdiene eine Regierung, die globale Gesundheitsrisiken ernst nehme und das Leben der Menschen in den Vordergrund stelle.

In der "Thought Leaders"-Ausgabe des US-amerikanischen Modemagazins äußerten sich zahlreiche weitere Stars, unter ihnen die Schauspielerinnen Laura Dern, Julianne Moore und Jennifer Lawrence, Model Emily Ratajkowski und die Sängerinnen Halsey und Billie Eilish. Die meisten von ihnen warben für Biden oder wandten sich zumindest gegen Trump. "So gut es sich auch anfühlen mag, seine Meinung herauszuschreien, mit einem empathischeren Ansatz erzielt man mehr Ergebnisse", betonte "Captain America"-Darsteller Chris Evans in seinem Beitrag.

Batik mit Biden-Aufdruck

Zu den öffentlichen Unterstützern des demokratischen Lagers zählt auch Model Hailey Bieber. Die Ehefrau von Sänger Justin Bieber rief Anfang Oktober auf der Social-Media-Plattform Instagram zum Gang an die Wahlurne auf. Auf den dazugehörigen Schnappschüssen ist sie im Batik-Shirt mit Biden-Aufdruck zu sehen.

"Es ist Welttag der psychischen Gesundheit, und der Zustand unseres Landes und seine Zukunft haben meine psychische Gesundheit beeinflusst", schreibt Bieber in ihrem Post. "Wir müssen die Veränderung, die wir uns wünschen, gemeinsam hervorbringen." Die 23-Jährige scheint politisch nicht einer Meinung mit ihrem Vater, Schauspieler Stephen Baldwin, zu sein. Der ist ein glühender Unterstützer von Donald Trump.

Pitt spricht Werbespot

Auch Hollywood-Star und Oscar-Preisträger Brad Pitt steht zu Joe Biden. Sogar so sehr, dass er einen Wahlwerbespot für den US-Demokraten mit dem Titel "Make Life Better" ("Macht das Leben besser") eingesprochen hat.

Darin sagt er unter anderem: "Amerika ist ein Ort für jedermann. Für diejenigen, die dieses Land ausgewählt haben. Für diejenigen, die dafür gekämpft haben. Einige davon sind Republikaner, einige sind Demokraten. Und die meisten davon sind irgendwo dazwischen." Nur Biden würde aber ein "Präsident für alle Amerikaner" sein, so die Aussage des Clips. Er behandle alle Menschen mit Respekt, höre ihnen zu und stünde im Gegensatz zu Donald Trump für die Wahrheit.

"Wirklich traurig"

Ein wahres Hollywood-Powerpaar wird am 3. November ebenfalls bei den Demokraten sein Kreuz machen: Jennifer Lopez und Alex Rodriguez. Per Videochat sprachen die beiden mit Joe Biden und dessen Frau Jill über wichtige Themen der Latino-Gemeinde, das Video teilte J.Lo mit ihren 132 Millionen Followern auf Instagram. Darin äußert sie ihren Wunsch, die USA als Nation "vereint" zu sehen und "diesen Hass loszuwerden". Der Gedanke, ihre Kinder liefen "in einer Welt umher, in der es okay ist, Rassist oder mit Vorurteilen behaftet zu sein", mache Lopez "wirklich traurig".

Zu den Musikern, die sich Biden als US-Präsident wünschen, gehört auch Aloe Blacc. Der Soulsänger und Rapper erklärte, die aktuelle Regierung in seinem Heimatland habe "keinen Sinn für Menschlichkeit". Darum sei es "sehr wichtig, dass wir einen neuen Präsidenten in den Vereinigten Staaten bekommen. Einen, der die Bedeutung seines Jobs versteht, und der versteht, dass die Verantwortung der Regierung darin besteht, die schwächsten Bürger zu schützen".

"Albtraumpräsidentschaft"

Blaccs Musikkollege und Landsmann Bruce Springsteen veröffentlichte nach dem Parteitag der US-Demokraten im August, bei dem Joe Biden offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde, ein neues Video zu seinem Song "The Rising" aus dem Jahr 2002. Darin zu sehen sind unter anderem Helfer in der Coronavirus-Pandemie und "Black Lives Matter"-Proteste. Biden wird in dem Video bei einer Rede gezeigt, in der er erklärt: "Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Es gibt nichts, was wir nicht schaffen können, wenn wir es gemeinsam tun."

An dem Nominierungsparteitag selbst nahmen viele namhafte Unterstützer aus dem Showgeschäft teil. Als (virtuelle) Gäste waren unter anderem die Musiker Billie Eilish und Common sowie Jennifer Hudson und John Legend zugegen. Letzterer rührt gemeinsam mit seiner Ehefrau Chrissy Teigen kräftig die Werbetrommel für das Team Biden, insbesondere nachdem Kamala Harris als Kandidatin für das Vizepräsidentenamt dazu gestoßen war. Auf Twitter schrieb Legend, er freue sich darauf, "die schwierige Arbeit zu beginnen, sich von dieser Albtraumpräsidentschaft zu erholen".

Ein Plädoyer für das Gespann Biden/Harris und ein deutliches Statement gegen den amtierenden Präsidenten Trump gab im August auch Herzogin Meghan ab. In einem Beitrag für die Bewegung "When We All Vote" rief die Ehefrau von Prinz Harry US-amerikanische Frauen dazu auf, unbedingt wählen zu gehen. So sagte sie unter anderem: "Wir alle wissen, was dieses Jahr auf dem Spiel steht. Wir können mit dieser Wahl etwas verändern."

Auch Obama mischt mit

Und dann wäre da noch Donald Trumps Vorgänger Barack Obama. Der Ex-Präsident und seine Frau Michelle werben seit geraumer Zeit mit Videobotschaften für den ehemaligen Vizepräsidenten. Vergangene Woche absolvierte Obama dann seinen ersten Live-Auftritt im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf und übte unverhohlen Kritik am aktuellen Amtsinhaber Trump.

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Im umkämpften Swing State Pennsylvania sprach er von der "wichtigsten Wahl unseres Lebens" und bat die Wähler darum, nach seinen zwei Amtsperioden "noch ein drittes Mal" für die Demokraten "abzuliefern" - für seinen "Freund Joe". Donald Trump habe immer wieder bewiesen, "dass er außer Stande ist, diesen Job ernst zu nehmen". Beim Thema Corona-Pandemie sagte der 59-Jährige im Hinblick auf Trumps eigene Covid-19-Erkrankung: "Er hat es nicht einmal geschafft, sich selbst zu beschützen."

Die Liste der weiteren Promis, die sich öffentlich für Joe Biden und Kamala Harris aussprachen, ist lang. Unter ihnen sind zum Beispiel die Leinwandstars Eva Longoria, Jennifer Aniston, Tom Hanks, Leonardo DiCaprio und Mindy Kaling, Sängerin Cher, die Basketball-Stars Stephen Curry und LeBron James, "Selma"-Regisseurin Ava DuVernay und Rocker Tommy Lee. Letzterer verkündete vor gut eineinhalb Wochen sogar im Magazin "The Big Issue", sich bei einer Wiederwahl Donald Trumps in seine alte Heimat Griechenland absetzen zu wollen.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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