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Der "Tatort" im Schnellcheck Kleine Bots, große Killer

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Für Kommissarin Gorniak (Karin Hanczewski) wird der Fall schnell persönlich.

(Foto: MDR/MadeFor/Hardy Spitz)

Ein Nanometer entspricht genau einem Milliardstel Meter, entsprechend sind Nanobots wirklich verdammt kleine Dinger. Im aktuellen "Tatort" und in den Händen eines mörderischen Stalkers sind sie dafür umso tödlicher.

Was passiert?

Am hellichten Tag bricht die erst 29 Jahre alte Anna Schneider (Milena Tscharntke) mitten auf einer Dresdner Straße zusammen, die Ärzte können wenig später nur noch ihren Tod feststellen. Diagnose: plötzlicher Herzstillstand, ein eher ungewöhnlicher Befund bei jungen Menschen ohne Vorerkrankung. Dass die Frau - von ihrem plötzlichen Exitus mal abgesehen - topfit war, bereitet deshalb nicht nur dem Gerichtsmediziner bei der anschließenden Autopsie Kopfzerbrechen, auch die Ermittlerinnen Gorniak (Karin Hanczewski) und Winkler (Cornelia Gröschel) glauben nicht an einen Zufall.

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Können nur noch den Tod der jungen Frau feststellen: Winkler (Cornelia Gröschel, l.) und Gorniak.

(Foto: MDR/MadeFor/Hardy Spitz)

Tatsächlich fühlte sich die Verstorbene in den Wochen vor ihrem Tod verfolgt, bekam immer wieder Anrufe von einem unbekannten Stalker und klagte über ebenso unerklärliche wie unerträgliche Schmerzen im ganzen Körper. Während die Ermittlungen die Kommissarinnen langsam, aber sicher auf die Spur eines Nanotechnologieunternehmens führen, wird es für Gorniak persönlich: Auch sie bekommt verstörende Nachrichten und leidet wie die Tote an heftigen Schmerzen, die es medizinisch gesehen gar nicht geben dürfte.

Worum geht es wirklich?

Um Sichtbarkeit in all ihren Facetten, oder besser gesagt die Abwesenheit von selbiger. Die mikroskopisch kleinen Nanobots, die hier als ultimative Killerwaffe vorgestellt werden, sind nämlich ebenso leicht zu übersehen wie der Mörder im Film. Regisseur Sebastian Marka: "Nicht gesehen zu werden, bedeutet für manche Menschen, nicht zu existieren. Sie greifen daher oft zu radikalen Mitteln, zum Beispiel Stalking, um dies zu ändern."

Wegzapp-Moment?

Falls es welche geben sollte, waren sie für uns "Unsichtbar". Ach ja, das ist dann im Übrigen auch gleichzeitig der ziemlich passende Titel für diesen "Tatort".

Wow-Faktor?

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Der Wutraum, in dem Kommissarin Gorniak ihren Zorn mit einem Baseballschlager an reinweiß gehaltenem Büromobiliar auslässt. Gibt es übrigens tatsächlich, sagt Google - allerdings nicht (mehr) in Dresden.

Wie ist es?

8,5 von 10 Punkten. "Unsichtbar" ist mehr Psycho-Thriller als Krimi, und zwar einer, in dem sehr vieles passt.

Quelle: ntv.de

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