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"Wir bauen Deutschland weiter" Corona befeuert den Traum vom Eigenheim

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Reihenhäuser für junge Familien in Heiligenhaus im Ruhrgebiet im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

(Foto: imago/Hans Blossey)

Corona-Flaute auf dem Immobilienmarkt? Mitnichten! "Die Baustellen laufen besser als vorher", sagt der Gründer und Hauptanteilseigner der Deutschen Reihenhaus AG. Daniel Arnold weiß, was sich Häuslebauer in Zeiten der Pandemie wünschen.

Die Corona-Krise den Wunsch vieler Deutscher nach einem eigenen Hause eher befeuert als gebremst. "Den Menschen ist das Thema Wohneigentum nach meinen Beobachtungen wichtiger geworden", sagt Daniel Arnold, Gründer der Deutschen Reihenhaus AG, im Podcast "Die Stunde Null".

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Daniel Arnold, Gründer der Deutschen Reihenhaus AG, spaziert durch einen seiner Wohnparks in Köln.

(Foto: Julia Sellmann)

"In einer Krise zählen für viele Familie, Zusammenhalt und eben ein krisensicheres Dach über dem Kopf." Das sei ein "psychologischer Trend zum Thema Wohneigentum", die Nachfrage nach bezahlbaren Häusern sei ungebrochen. "Unsere Häuser sind verkauft und die Baustellen laufen besser als vorher: Wir bauen Deutschland weiter." Man habe Subunternehmer und Handwerker, die auf andere Baustellen aufhören mussten, für die eigenen Projekte gewinnen können. "Wir schaffen mehr Bauleistung pro Monat als vor der Krise", sagt Arnold. 

Die Deutsche Reihenhaus baut seit 2002 schlüsselfertige Reihenhäuser in großen Wohnparks mit einigen Dutzend Einheiten. Pro Jahr sind es rund 750 Häuser - insgesamt hat sie rund 10.000 Einheiten in 300 Wohnparks errichtet. Das Kölner Unternehmen hat nur drei hochstandardisierte Modelle im Sortiment, es gibt kaum Optionen für Extraausstattungen, womit es die Kosten niedrig hält, zwischen 2000 und 2500 Euro pro Quadratmeter.

Das größte Modell "Familienglück" (145 qm) etwa kostet je nach Lage zwischen 250.000 und 400.000 Euro. Arnold betont gerne, für den Durchschnittsdeutschen zu bauen, für "den Feuerwehrmann, die Bäckereifachverkäuferin und den Versicherungsangestellte". Sein Unternehmen ist deshalb zumindest ein Seismograph für das Verhalten der Mittelschicht.

 

Während des Shutdowns, berichtete Daniel Arnold, seien die Kunden nur einige Wochen verunsichert gewesen - die Kurzarbeit habe er nach drei Wochen wieder aufgehoben, denn das Interesse sei ungebrochen. "Wir hatten unheimlich viele Anfragen für Projekte außerhalb der Ballungszentren", sagt Arnold. Viele Menschen würden nochmal rechnen, was sie sich leisten können - und seien bereit weiter rauszuziehen. "Der ländliche Raum wird wieder attraktiver."

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Über Baugenehmigungen via Zoom, warum die Kunden mehr Zimmer anfragen und was er Menschen rät, die noch über einen Kauf eines Eigenheims nachdenken, hören Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null" direkt bei Audio NowApple oder Spotify oder via Google.

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Quelle: ntv.de, ddi

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