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Wieder was gelernt Brauchen wir mehr Videoüberwachung?

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(Foto: imago/Panthermedia)

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Videoüberwachung im öffentlichen Raum ist ein umstrittenes Thema. Die einen wollen sie ausbauen, um so möglicherweise Kriminelle abzuschrecken und Straftaten aufzuklären. Die anderen haben Angst um ihre Privatsphäre und fürchten einen Überwachungsstaat. Sind diese Sorgen berechtigt? Oder brauchen wir mehr Videoüberwachung?

Darum geht's in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Die Forderung nach mehr oder besserer Videoüberwachung kommt immer wieder auf, wenn Innenpolitiker und Sicherheitsexperten erklären, wie sie Kriminalität in Zukunft effektiv bekämpfen wollen. Für Befürworter ist die Sache glasklar: Kameras im öffentlichen Raum helfen dabei, Straftaten aufzuklären oder sie im besten Fall sogar ganz zu verhindern. 

Datenschützer und Bürgerrechtler halten dagegen, dass wir unsere Privatsphäre verlieren, wenn überall Kameras hängen. Sie sehen in einem Ausbau der Videoüberwachung einen Eingriff in die Grundrechte der Bürger. Besonders heikel wird es, wenn Technologien zur automatischen Gesichtserkennung ins Spiel kommen. Der Berliner SPD-Abgeordnete Tom Schreiber ist für einen bedachten Einsatz: 

"Wenn es sich um Gefährder handelt und um Islamisten, kann so etwas sicherlich sinnvoll sein. Aber die Frage ist ja die: Hat es Sinn, dass alle durch einen Tunnel laufen müssen, wo jeder abgefilmt wird, wo Daten gespeichert werden, obwohl man eigentlich nur einige wenige in den Blick nimmt, um zu sehen, wie sie von A nach B kommen? Man muss auf der einen Seite mit der Zeit gehen, aber auf der anderen Seite glaube ich, dass man aufpassen muss, dass man sich eben nicht zu sehr beschränkt. Gerade in einem Staat, wo die Freiheit einen ganz großen Wert hat."

Warum bei der automatischen Gesichtserkennung für viele eine Grenze überschritten ist, was deutsche Ermittler jetzt schon dürfen und wie wir den Einsatz von Überwachungssoftware kontrollieren können, erfahren Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Fliegt uns Elon Musk zum Mars? Wie funktionieren Fake News? Wohin mit unserem Atommüll? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, jwa