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Wieder was gelernt Überstehen Tiere und Pflanzen die Flammen?

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Zwei Pferde stehen im australischen Gospers Mountain auf einer brennenden Koppel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Buschbrände gehören zu Australien wie Koala und Känguru. Schon die Aborigines haben mit Feuer gejagt. Aber das, was gerade in Down Under passiert, ist auch für australische Verhältnisse eine absolute Katastrophe. Besonders für die Tier- und Pflanzenwelt.

Darum geht’s in dieser Folge von "Wieder was gelernt". Lesen Sie hier einen kurzen Auszug.

Australien hat eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Und eine besonders widerstandsfähige: Über viele Tausend Jahre haben sie sich an Buschbrände gewöhnt. Das beweist die Gattung der Eukalyptus-Bäume, deren mehr als 550 Arten sich ganz unterschiedlich an das Feuer angepasst haben, sagt Johann Goldammer. Er leitet das Zentrum für globale Feuerüberwachung an der Universität Freiburg und ist Professor für Feuerökologie.

"Ich habe das selbst in den 80er-Jahren gesehen: Man geht in einen frisch ausgebrannten Wald. Da stehen Bäume, die sind schwarz verkohlt und sehen völlig verbrannt aus. Wenn sie zwei oder drei Monate später zurückkommen, haben die Bäume schon wieder ausgeschlagen. Das ist eine besondere Eigenschaft, die einige dieser Eukalyptus-Arten in Australien haben. Da sehen sie nach zwei, drei Jahren nichts mehr von einem Feuer. Die Bäume, die ausgestorben oder verbrannt aussahen, sind dann wieder voll ausgetrieben und voll im Laub.

Aber die gewaltigen Buschbrände, die seit Anfang November in Australien toben, sind verheerend: Schätzungen zufolge sind allein im südöstlichen Bundesstaat New South Wales, zu dem auch Sydney gehört, 480 Millionen Säugetiere, Vögel und Reptilien gestorben.

Was die aktuellen Buschbrände von denen aus den 80er-Jahren unterscheidet und ob sich Flora und Fauna auch dieses Mal davon erholen können, hören Sie im Podcast.

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"Wieder was gelernt" ist ein Podcast für Neugierige: Wie baut man Atombomben? Wo verkauft man gestohlene Diamanten? Wie sehen Blinde das Internet? Was, wenn Altern nur eine Krankheit wäre? Wo bleibt der Bio-Böller? Hören Sie rein und werden Sie dreimal die Woche ein bisschen schlauer.

Quelle: ntv.de, chr