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Samstag, 17. Februar 2018

Tag acht in Olympia-Bildern: Dahlmeier-Dämpfer, Schanzen-Show, Sturz-Dramen

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Südkorea feiert den Neujahrstag, viele Koreaner haben frei. (Foto: REUTERS)

Südkorea feiert den Neujahrstag, viele Koreaner haben frei.

Südkorea feiert den Neujahrstag, viele Koreaner haben frei.

Also: ab zu Olympia! Tatsächlich zieht der Ticketverkauf an, ...

... was bei oftmals allzu leeren Zuschauerrängen definitiv nicht schadet.

Dass auch gefälschte Tickets aufgetaucht sind, wertet das Organisationskomitee als positives Zeichen: "Das ist doch der Beweis dafür, wie populär die Wettkämpfe sind."

Das Wetter schreckt die Fans nicht. Die Methoden der Zuschauer zum Warmhalten ...

... sind genauso kreativ ...

... wie die extravaganten Beinkleider des norwegischen Curling-Teams.

Den ersten richtigen Kracher des achten Olympia-Tages setzt dann eine Athletin, die wohl niemand auf dem Schirm hatte.

Die Tschechin Ester Ledecká rast zu Gold im Super-G - auf Skiern.

Olympischer Wahnsinn, denn die 22-Jährige ist eigentlich Snowboard-Spezialistin und Weltmeisterin in dieser Disziplin.

Nach ihrem Sensationslauf starrt Ledecká sekundenlang ungläubig auf die Anzeigetafel. "Du bist die Gewinnerin", sagt schließlich der Kameramann im Ziel. "Nein", antwortet Ledecká - sie kann es einfach nicht fassen.

Als krasse Außenseiterin düpiert sie die komplette Weltelite ...

... inklusive Speed-Queen Lindsay Vonn, die nach Bronze 2010 in Vancouver unbedingt Gold wollte - und nach dem Rennen leicht divenhaft murrt: "Es ist etwas enttäuschend für mich, dass mich eine Snowboarderin geschlagen hat. Aber es ist großartig für sie."

Statt Vonn steht Ledecká im Rampenlicht. Die will nur partout ihre Skibrille nicht ausziehen, ...

... weil sie morgens kein Make-up aufgelegt hatte. Ist doch trotz #nomakeup gar nicht so schlimm, oder?

Einen Moment für die Geschichtsbücher gibt es beim Eiskunstlaufen der Männer.

Drei Monate nach einer schweren Knöchelverletzung gewinnt der Japaner Yuzuru Hanyu sein zweites Olympia-Gold nacheinander, ...

... womit er bei Hunderten mitgereisten Fans die höchste Euphoriestufe auslöst.

Schließlich war das zuletzt dem Amerikaner Dick Button (1948 und 1952) gelungen.

Die Fans danken es Hanyu mit unzähligen Winnie Puuhs, für die der 23-Jährige eine besondere Schwäche hat.

Einsammeln muss er sie zum Glück nicht selbst.

Der Berliner Paul Fentz beendet den Wettbewerb auf dem 22. Rang. Damit verbessert sich der 25-Jährige in der Kür zum Filmtitel der siebten Staffel von "Game of Thrones" um zwei Plätze, so richtig zufrieden ist er aber nicht.

Gleich doppelten Grund zur Freude hat dagegen die Schweiz.

Beim Ski-Freestyle im Slopestyle setzt sich Sarah Hoefflin ...

... vor ihrer Teamkollegin Mathilde Gremaud durch.

Die hatte kurioserweise nach einem Sturz erst am Morgen vor dem Wettkampf die ärztliche Freigabe für ihren Start erhalten.

Zu Bronze trickst sich die Britin Isabel Atkin.

Hochspannend geht es in der Langlauf-Staffel über 4x5 km der Damen zu. Erst auf der Zielgeraden ...

... kann Norwegens überragende Schlussläuferin Marit Björgen den Sieg perfekt machen.

Team Norge siegt ...

... vor Schweden und den OARs, ...

... die völlig ausgepumpten deutschen Frauen gehen erstmals seit 1998 in der Olympiastaffel leer aus.

Apropos ausgepumpt: Olympia-Tag acht sollte die triumphale Fortsetzung der Gold-Show von Laura Dahlmeier werden, ...

... doch der zweifachen Olympiasiegerin von Pyeongchang merkt man im Massenstart die Belastung der vergangenen Tage deutlich an.

Erstmals gibt es keine deutsche Medaille für die Biathletinnen. Dafür zeigt die Slowakin Anastasiya Kuzmina eine beeindruckende Leistung, die ihr das insgesamt dritte Olympia-Gold einbringt. Sie siegt ...

... vor Darja Domratschewa aus Weißrussland ...

... und der Norwegerin Tiril Eckhoff.

Für Dahlmeier heißt es nach Platz 16: Abhaken, ausruhen und auf die kommenden beiden Staffel-Rennen fokussieren.

Dramatisch geht es beim Shorttrack zur Sache.

Die deutsche Starterin Anna Seidel stürzt erst ein Mal ...

... und dann noch ein zweites Mal.

Am Ende ist sie einfach nur bedient.

Sie ist damit jedoch in "guter" Gesellschaft: Auch hier, ...

... hier ...

... und hier gleich zweifach haut es Läufer aus der Bahn.

Auch im Finale der Männer über 1000 Meter purzeln die Athleten munter durcheinander.

Hinter Olympiasieger Samuel Girard aus Kanada ...

... kommen gleich drei seiner vier Rivalen zu Fall.

Neben Girard aufs Treppchen retten sich noch der US-Amerikaner John-Henry Krueger und der Südkoreaner Seo Yira, der das Publikum mit Bronze verzückt.

Nach Gold im 1500-Meter-Rennen der Damen durch Choi Minjeong ist es bereits die zweite Shorttrack-Medaille an diesem Tag im südkoreanischen Nationalsport.

Silber geht an Li Yinju aus China, Bronze an die Kanadierin Kim Boutin.

Im Vergleich zum Shorttrack fast schon sanft geht's dagegen im Skeleton zu, bei dem die Piloten mit halsbrecherischer Geschwindigkeit mit dem Kopf voran den Eiskanal hinuntersausen.

Sensationell für Deutschland: Jacqueline Lölling holt Silber, sie muss sich ...

... nur der alten und neuen Olympiasiegerin Lizzy Yarnold (Großbritannien) geschlagen geben.

Silber hinter dem Titelverteidiger - dieses Olympia-Schicksal ereilt kurz nach Lölling auch Skisprungstar Andreas Wellinger.

Nach seinem Triumph von der Normalschanze fliegt der 22-Jährige von der Großschanze nur haarscharf am Doppel-Gold vorbei.

Schuld daran: Kamil Stoch, der sich nach kurzer Zitterphase ...

... wie 2014 in Sotschi als Olympiasieger von der Großschanze feiern lassen durfte.

Dritter auf dem Treppchen: Norwegens fliegender Schnurrbart, der Robert Johansson gehört. Dort war Bartkünstler Johansson auch schon von der Normalschanze gelandet.

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