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Die Besatzungsmitglieder der "Sanchi" sind wahrscheinlich direkt nach der Havarie bei den heftigen Explosionen gestorben.
Die Besatzungsmitglieder der "Sanchi" sind wahrscheinlich direkt nach der Havarie bei den heftigen Explosionen gestorben.(Foto: REUTERS)
Sonntag, 14. Januar 2018

Gesamte Besatzung tot: Brennender Öltanker vor China gesunken

Seit mehr als einer Woche brennt ein iranischer Tanker im Ostchinesischen Meer. Immer wieder kommt es an Bord zu Explosionen. Jetzt sinkt das Schiff. Hoffnung auf Überlebende unter der 32-köpfigen Besatzung gibt es nicht.

Der seit acht Tagen vor der Küste Chinas brennende iranische Öltanker ist gesunken. Das meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Der Tanker "Sanchi" war am 6. Januar mit 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord mit einem chinesischen Getreidefrachter kollidiert und in Flammen aufgegangen. Immer wieder kam es an Bord zu Explosionen. Wahrscheinlich kamen alle 32 Besatzungsmitglieder des Öltankers ums Leben.

Nach iranischen Angaben waren alle Insassen wohl bereits unmittelbar nach der Havarie wegen der heftigen Explosion und des Ausströmens von Gas gestorben. Es gebe keine Hoffnung auf Überlebende, sagte der Sprecher des iranischen Rettungsteams, Mohammed Rastad, kurz bevor das Schiff sank. An Bord des Tankers befanden sich 30 Iraner und zwei Seeleute aus Bangladesch. Lediglich drei Leichen konnten in den vergangenen Tagen geborgen werden.

Die "Sanchi" verlor seit der Kollision Ladung. Der Tanker transportierte rund eine Million Barrel Ölkondensat, ein flüssiges und leicht flüchtiges Erdölprodukt. Bei Berührung mit Wasser verdunstet es sehr schnell, das entstehende Gas ist hochexplosiv und giftig. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte vor einem "extrem schwierigen" Reinigungsprozess gewarnt, sollte das Schiff sinken, bevor das gesamte Leichtöl verbrannt sei. Die chinesischen Behörden erklärten hingegen, es sei keine größere Ölpest zu erwarten.

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Quelle: n-tv.de