Panorama

Haus schwer beschädigt Drei Tote bei gewaltiger Explosion in Madrid

Im Zentrum der spanischen Hauptstadt Madrid sind bei einer heftigen Explosion in einem Gebäude mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Elf Menschen wurden zudem verletzt, einer davon schwer, gaben die Behörden bekannt. Es habe sich um eine Gasexplosion gehandelt, die vermutlich durch Reparaturarbeiten ausgelöst wurde, erklärte ein Beauftragter der Zentralregierung für die Region Madrid. Durch die Wucht wurden mehrere der oberen Stockwerke des Gebäudes zerstört.

Das Gebäude brenne "im Inneren", sagte der Bürgermeister von Madrid, José Luiz Martínez Almeida. Die Feuerwehr habe bisher aber nicht mit Löscharbeiten begonnen, weil dadurch "die Stabilität und Struktur" beeinträchtigt" werden könnte. Ein Augenzeuge sprach von von rund fünfzig Einsatzfahrzeugen vor dem Gebäude in der Calle Toledo. Aus dem Haus stieg Rauch auf, von mehreren Stockwerken war kaum noch etwas übrig.Nach Angaben der Rettungsdienste waren neun Feuerwehren und elf Krankenwagen im Einsatz.

Das Gebäude gehört zu einer Kirchengemeinde. Einem Anwohner zufolge war in dem Gebäude ein Priesterseminar sowie eine Suppenküche für Obdachlose untergebracht. Ein Kirchenvertreter erklärte, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter werde vermisst. Das Haus befindet sich in der Nähe eines Altenheims und einer Schule. In beiden Einrichtungen wurden keine Verletzten gemeldet, wie der Bürgermeister und ein Verantwortlicher des Pflegeheims mitteilten.

Das Gebiet wurde abgesperrt, auf den Straßen lagen Schutt und Überreste des Gebäudes. Rettungskräfte errichteten in der Nähe ein Zelt, um Verletzte schneller zu behandeln, berichtete der AFP-Reporter. "Wir waren zu Hause und sahen, wie unsere Fenster wackelten und sich das ganze Gebäude bewegte", sagte Simona Garufi, die rund 600 Meter vom Ort der Explosion entfernt wohnt. "Ich dachte erst, es ist eine Bombe explodiert, aber scheinbar war es eine Gas-Explosion", sagte Valentín Moreno, ein 48-jähriger Verkäufer in der Nähe.

Quelle: ntv.de, jwu/ysc/rts/AFP