Panorama

"Kleines Gebet gesprochen" Flugzeug mit US-Vize Harris kehrt um

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Endlich wieder am Boden.

(Foto: AP)

Das Regierungsflugzeug von US-Vizepräsidentin Kamala Harris startet gerade, da hören Insassen ein merkwürdiges Geräusch. Wenig später muss die Maschine umkehren. Harris' Worte nach dem Zwischenfall zeugen von großer Erleichterung.

Zum Auftakt der ersten Auslandsreise von Kamala Harris als US-Vizepräsidentin hat ein technisches Problem am Flugzeug für Verzögerungen gesorgt. Weniger als eine halbe Stunde nach dem Start vom Militärflugplatz Andrews in der Nähe von Washington am Sonntag erklärte Sprecherin Symone Sanders, dass die Regierungsmaschine zum Flughafen zurückkehren müsse und das Flugzeug gewechselt werde, das Harris und die Mitreisenden dann nach Guatemala-Stadt bringen sollte.

Mitreisende Journalisten berichteten von einem ungewöhnlichen Geräusch beim Start, die Landung sei aber "völlig normal" gewesen. Wieder am Boden sagte die Vizepräsidentin zu Reportern: "Wir haben alle ein kleines Gebet gesprochen, aber uns geht es gut."

Bei Harris' Reise nach Guatemala und Mexiko stehen am Montag und Dienstag die Themen Migration und wirtschaftliche Kooperation im Mittelpunkt. US-Präsident Joe Biden hat Harris damit beauftragt, sich federführend um die Eindämmung der Migration in die USA zu kümmern.

Mehr zum Thema

Die Umkehr des Flugzeugs erinnert an diverse Pannen der deutschen Regierungsflieger. Eine schwere Panne betraf Kanzlerin Angela Merkel Ende 2018, als sie mit dem Regierungsflugzeug "Konrad Adenauer" auf dem Weg zum G20-Gipfel in Argentinien war. Ein defektes Bauteil - eine zentrale Schalteinheit der Bordelektronik - hatte gleich zwei Funksysteme lahmgelegt, die sich im Notfall gegenseitig ersetzen sollen. Die in Berlin gestartete Maschine musste umkehren.

Nach einer viermonatigen Generalüberholung des Regierungsfliegers gab es dann beim ersten Dienstflug im April 2019 gleich wieder eine Panne. Nach neunstündigem Flug von Berlin nach New York mit Bundesaußenminister Heiko Maas an Bord platzte bei der Landung ein Reifen, sodass der Airbus A340 nicht selbstständig in die Parkposition kommen konnte. Seit geraumer Zeit bleiben die deutschen Regierungsflieger aber unauffällig.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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