Panorama

Flugzeugabsturz in Ägypten Identifizierung der Opfer beginnt

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Tausende Menschen trauerten in St. Petersburg um die Opfer des Flugzeugabsturzes.

(Foto: AP)

Noch ist unklar, warum die russische A-321 über Ägypten abstürzte. Die ersten Opfer der Katastrophe werden aber inzwischen nach Russland gebracht, um sie zu identifizieren. Die Regierung verlängert die Staatstrauer bis Dienstag.

Nach dem Absturz eines russischen Passagierflugzeugs in Ägypten hat in St. Petersburg die Identifizierung der Opfer begonnen. Spezialtransporter brachten erste sterbliche Überreste vom Flughafen der nordrussischen Stadt zu einem gerichtsmedizinischen Labor, wie örtliche Medien berichteten.

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Die Überreste von 144 Menschen wurden nach St. Petersburg gebracht.

(Foto: AP)

Dort soll Vizegouverneur Igor Albin zusammen mit Forensikern die Arbeit koordinieren. Die Überreste werden mit Hilfe von DNA-Proben von Angehörigen identifiziert und dann den Hinterbliebenen übergeben.

Am frühen Morgen war in St. Petersburg ein erstes Flugzeug des russischen Katastrophenschutzministeriums gelandet. Die aus Kairo kommende Iljuschin Il-76 hatte die sterblichen Überreste von 144 Insassen an Bord. Insgesamt waren 224 Menschen ums Leben gekommen.

Gedenken an die Opfer

In St. Petersburg gedachten am Sonntagabend mehrere Tausend Menschen der Absturzopfer. Vor dem historischen Winterpalast stiegen 224 weiße Ballons für die Opfer in den Himmel, viele legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Trotz des Regens waren auch viele Familien gekommen. Auch auf dem Flughafen in der Stadt erinnerte ein Meer roter Nelken und Teddybären an das Unglück.

Die russischen Behörden hatten die Staatstrauer bis Dienstag ausgedehnt. Fernsehstationen und Radiosender wollten weitgehend auf Unterhaltungssendungen verzichten. Die orthodoxe Kirche sowie Moscheen und Synagogen haben Gottesdienste organisiert. Behörden sagten Festveranstaltungen ab. Auf dem St. Petersburger Airport richtete das Katastrophenschutzministerium einen Krisenstab ein. Etwa 100 Angehörige würden von Psychologen und Ärzte betreut.

"Zerstörung ist in der Luft geschehen"

Ermittler aus Ägypten und Russland fahnden weiter nach der Ursache der Katastrophe. Einer Untersuchungskommission in Moskau zufolge soll die Maschine noch in der Luft zerbrochen sein. "Die Zerstörung ist in der Luft geschehen", sagte Viktor Sorotschenko von der Untersuchungskommission am Sonntag. Es sei aber zu früh, daraus weitere Schlussfolgerungen zu ziehen. Die Trümmer des Airbus A321 seien auf einer Fläche von 20 Quadratkilometern verstreut, ergänzte er russischen Agenturen zufolge.

Das Passagierflugzeug vom Typ Airbus A-321 voller Urlauber war auf dem Weg vom Badeort Scharm el Scheich nach St. Petersburg, als es am Samstag über der Sinai-Halbinsel abstürzte. Es ist das schwerste Unglück in der Geschichte der russischen Luftfahrt. Als erste Konsequenz aus dem Unglück verbot die russische Flugaufsicht Kolavia vorerst den Betrieb ihrer Maschinen desselben Typs. An den Ermittlungen zu Unfallursache sollen auch deutsche und französische Experten des Flugzeugbauers Airbus teilnehmen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa