Panorama

Studie zur Impfbereitschaft Jüngere locken Freiheiten, Ältere die Hausärzte

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Für die Untersuchung wurden 20.000 Menschen befragt.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Humboldt-Universität will herausfinden, was mehr Menschen zu einer Corona-Impfung bewegen könnte. Die Studie offenbart deutliche Unterschiede zwischen Jung und Alt. Finanzielle Anreize wirken den Ergebnissen zufolge erst ab einem gewissen Betrag.

Jüngere Menschen können besonders gut durch mehr Freiheiten für Geimpfte von einer Corona-Immunisierung überzeugt werden. Bei älteren Menschen, die noch unentschlossen sind, kann die Möglichkeit der Impfung beim Hausarzt die Bereitschaft erhöhen. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Humboldt Universität (HU), in deren Rahmen im März rund 20.000 Menschen in Deutschland befragt wurden.

Seit dem Wochenende gelten hierzulande bereits Lockerungen für vollständig Geimpfte und für Genesene. Hausärzte dürfen seit Anfang April zusätzlich zu den Impfzentren impfen. Sollte die Politik hingegen auch zu finanziellen Anreizen greifen wollen, sollte der Geldbeutel laut HU-Studie weit aufgemacht werden: "Nur wenn der Betrag ausreichend hoch ist (50 Euro), zeigt sich eine Wirkung, wohingegen eine zu geringe Summe (25 Euro) kaum von Bedeutung ist".

Damit in Deutschland weitgehend auf Maßnahmen und Regeln verzichtet werden kann, müssen laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, deutlich über 80 Prozent der Menschen immun gegen Corona sein. Bislang haben etwa ein Drittel aller Menschen in Deutschland eine erste Impf-Dosis erhalten. Knapp zehn Prozent der Deutschen haben bereits beide Dosen bekommen. Als vollständig geimpft gelten sie aber offiziell erst 14 Tage nach der Zweitimpfung.

Quelle: ntv.de, als/mdi/dpa

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